Samstag, 30. April 2016

[Rezension] "Nur ein Tag" von Gayle Forman


Buchinformation


Originaltitel: Just One Day | Autor: Gayle Forman | Verlag: Fischer FJB
Format: Paperback | Seiten: 432 Seiten | 
ISBN: 3841421067
Preis: 14,99€ [D]

Erschienen am 22. März 2016

Inhalt

Zu ihrem Highschool Abschluss bekommt Allyson von ihren Eltern eine Europa Reise mit ihrer besten Freundin Melanie geschenkt. Am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Reise lernt sie Willem kennen. Ehe sie weiß, wie ihr geschieht, lädt Willen sie auf einen Tagestrip nach Paris ein. Und Allyson sagt ja.
Völlig berauscht von ihrer spontanen Entscheidung und der Freiheit die Will ihr für einen Tag bietet, entwickelt sich eine kleine Romanze zwischen den Beiden.
Doch als Allyson am nächsten Morgen in Paris aufwacht, ist Will verschwunden und für Allyson bricht eine Welt zusammen. Sie kehrt nach Hause zurück  und versucht am College ihr normales Leben fortzusetzen. Doch wie kann sie jemals den Menschen vergessen, der ihr in nur einem Tag alles geben konnte, wonach sie sich schon immer gesehnt hat?

Rezension

„Nur ein Tag“ ist wohl mit Abstand eines der einzigartigsten Bücher, die ich je gelesen habe. Und obwohl ich es im Großen und Ganzen gut fand, habe ich einige Kritikpunkte. Aber dazu später mehr.

Das Buch handelt von Allyson, einer Highschool Absolventin, die nach ihrem Abschluss eine von Teen Tours organisierte Reise durch Europa macht. Mit im Schlepptau ist ihre beste und einzige Freundin Melanie. Während Allyson eher das brave Mädchen von nebenan ist, ist Melanie um einiges sprunghafter und erfindet sich quasi jede Woche neu.

Während die Beiden ihren letzen Tag in England verbringen, lernen sie eine Schauspielgruppe kennen. Unter ihnen ist ein junger Mann namens Willem, der Allyson kurzerhand auf einen spontanen Tagestripp nach Paris einlädt. Und obwohl sie Will eigentlich gar nicht kennt, lässt sie sich darauf ein. Ja genau, sie tut das, wovor Eltern ihre Kinder ein Leben lang warnen. Hier beginnt leider auch mein erster Kritikpunkt. An sich hab ich damit überhaupt kein Problem, dass die beiden auf eine spontane Reise gehen. Mir wäre es nur um einiges authentischer gewesen, wenn Will und Allyson sich davor zumindest richtig kennengelernt hätten. Denn gerade Allyson wird im Buch als sehr vernünftig und intelligent dargestellt, rein logisch betrachtet, macht es keinen Sinn dass sie sich so spontan auf Will einlässt. Gut, da mag natürlich auch ein bisschen der Reiz des Unbekannten mit hineinspielen nehme ich mal an. Gerade wenn Teenager ein Alter erreicht haben, in dem sie sich gerade finden und sich fragen, wer sie eigentlich sind, wird viel mehr ausprobiert und nach Abenteuern gesucht. So würde das zumindest für mich einen Sinn ergeben.

Sehr schnell wird dann auch Allyson klar, dass sie sich in eine missliche Lage gebracht hat, besonders da Will auf ihrer Zugfahrt nach Paris des Öfteren mal länger verschwindet. Doch selbst dann macht sie keinen Rückzieher. Und so geschieht das Unvermeidliche. Es entwickelt sich eine kleine Romanze.
Ja, die vernünftige und gut erzogene Allyson verliebt sich nach nur wenigen Stunden in einen Fremden.  
Selbst als Will plötzlich anfängt mit anderen Frauen im Zug zu flirten, lässt Allyson sich nicht von ihrem Kurs abbringen. Dabei mochte ich Allyson als Charakter wirklich gern. Besonders ihre Gedankengänge, als sie anfängt ihr Leben und die durch ihre Eltern bestimmten Ziele zu überdenken, haben mich wirklich mitgerissen. Man liest dieses Buch und merkt dann tatsächlich, wie man sich gleichzeitig mit Allyson über gewisse Dinge Gedanken macht und umso spannender ist es dann, ob sie bei ihren Gedanken und Entscheidungen bleibt.

Will hingegen ist das komplette Gegenteil von Allyson. Er lebt in den Tag hinein und lässt sich von Zufällen durchs Leben tragen. Während er mit Allyson unterwegs ist, flirtet er mit erstaunlich vielen Frauen und benimmt sich wie ein richtiger Playboy. Und das nicht im Sinne von Christian Grey. Ja er ist witzig und charmant aber alleine die Tatsache, dass er unterwegs öfter einfach mal verschwindet und Allyson in Paris alleine stehen lässt macht ihn einfach unsympathisch.

Und so kommt es, wie es kommen muss. Allyson wacht am nächsten Morgen auf und Will ist verschwunden. Über Umwege schafft sie es nach Hause und versucht sich ein neues Leben am College aufzubauen. Dies ist für mich eigentlich erst der richtig interessante Teil des Buches. Denn hier beginnt Allysons charakterliche Entwicklung. Unter anderem auch inspiriert durch Wills ungezügelten Lebensstil versucht sie herauszufinden, was sie im Leben eigentlich wirklich erreichen möchte. Neue Menschen treten in ihr Leben, die mir als Nebencharaktere auch sehr gefallen haben, und sie behauptet sich das erste Mal im Leben gegen ihre Eltern. Sie lernt andere Prioritäten zu setzen so kommt es wie es kommen muss und sie begibt sich auf die Suche nach Antworten. Antworten, die ihr endlich die Frage beantworten sollen, was es wirklich mit Will auf sich hatte und warum er sie einfach so hat sitzen lassen.

Zum Ende hin konnte ich dann gar nicht mehr aufhören zu lesen und war so in meinem Lesefluss, dass ich total überrascht war, als das Buch plötzlich zu Ende war. Deswegen kann ich nur nochmal betonen, dass Will mir echt negativ aufgestoßen ist, aber als sich die Handlung dann nur noch um Allyson drehte, war ich Feuer und Flamme für die Geschichte.
Um dann auch wirklich Antworten zu bekommen, muss man leider das zweite Buch lesen, denn die Geschichte endet mit einem bösen Cliffhanger.

Fazit

Ich bin eigentlich kein großer Leser von Contemporary Büchern, dennoch hat mich „Nur ein Tag“ wirklich überrascht. Am Anfang wusste ich noch nichtmal, ob ich das Buch überhaupt beenden werde, doch als sich die Geschichte anfing sich rein auf Allyson zu konzentrieren, konnte ich es nicht mehr weglegen. Eine tolle Protagonistin, mit der man mitfühlen und mitfiebern kann und die ein authentisches Bild einer jungen Frau auf dem Weg ihrer Selbstfindung darstellt.

Montag, 25. April 2016

Buch Haul April 2016 | Der Trend geht zur Zweitbücherei

Vielleicht kennt ihr das ja, ihr liebt eure örtliche Bücherei aber auf Neuerscheinungen muss man immer Wochen warten. Ich habe mich deshalb in der nächstgrößeren Stadt zusätzlich in der Bücherei angemeldet und gleich ein paar Schätze mitgenommen.

Nummer eins ist der erste Band der Outlander Reihe. Was wäre ein echtes Fangirl ohne jemals Outlander gelesen zu haben. Ja ich habe Outlander noch nicht gelesen ... 



Als nächstes habe ich mir Gone Girl mitgenommen. Jeder kennt es, jeder redet drüber ... nur ich bis jetzt noch nicht :D


Ebenfalls extrem gehypt, besonders unter den BookTubern, ist dieses Buch von Jennifer Niven. Eigentlich bin ich nicht der Typ für Contemporary aber irgendwas muss das Buch ja haben wenn jeder es toll findet.



Und zu guter Letzt noch ein Buch der Pretty Little Liars Autorin Sara Shepard. Diese hat eine neue Serie auf den Markt geworfen mit dem Namen (Achtung Zungenbrecher) "The Perfectionists". Der Klappentext erinnert mich sehr an Pretty Little Liars, aber ich lieeebe die Bücher und die Filme einfach so sehr, dass es mich gar nicht stören würde wenn diese Serie in dem selben Stil gehalten ist.


Sonntag, 24. April 2016

Essence Lights of Orient Matt Lipstick | Bilder und Swatches |

Wenn ihr auch zu den eifrigen Beauty  LE Jägern gehört, habt ihr mit Sicherheit schon die neue Essence Lights of Orient LE entdeckt. Hier möchte ich euch einen kleinen Eindruck von den Lippenstiften geben, die es dieses Mal gab. 

Essence hat sich dabei an dem momentanen Matt Trend orientiert und drei verschiedene Farben mit mattem Finish in die LE integriert. 


03 The Sultan's Daughter | 02 Princess Jasmines Choice | 01 Belly Dancing Queen




Schön finde ich, dass die Lippenstifte nicht diesen kompletten matten Filter über die Lippen legen, sondern eher ein velvet Finish haben. Trotzdem musste ich eine dicke Schicht von meinem EOS darunter tragen, weil die Farbe sich sonst sehr trocken auf den Lippen anfühlt.

Wirklich zu loben ist die Haltbarkeit der Lippenstifte. Überstehen sogar fleißiges Kaffeetrinken und erst nach dem zweiten Essen musste ich nachschminken.
Mein Liebling ist der rötliche Lippenstift 01 Belly Dancing Queen. Ein absolutes Must Have für ein abendliches Date oder für den Club.
Die anderen beiden Lippenstifte sind genial für ein tägliches Alltags MakeUp. Den 02 Princess Jasmins Choice trage ich total gerne zur Arbeit, weil der meinem Büro MakeUp einen dezenten, edlen Touch verleiht.


Ich finde mit 2,45€ pro Lippenstift kann man echt nichts falsch machen. Es gibt sie sowohl in dem Rossmann als auch in dem DM Aufsteller. Die Chancen noch welche zu bekommen, sollten also gut sein, Ansonsten könnt ihr diese auch bei Kosmetik4Less kaufen, wie ich zu meiner Freude festgestellt habe.

Samstag, 2. April 2016

[Rezension] "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" von Sabaa Tahir

Buchinformation


Originaltitel: An Ember in the Ashes          Autor: Sabaa Tahir          Verlag: Lübbe ONE
Format: gebunden mit Schutzumschlag    Seiten: 507 Seiten   
ISBN: 384-660-0091       Preis: 16,99€ [D]

Erschienen am 15. Mai 2015

Inhalt

Laia hat durch die Hand des Imperiums alles verloren. Als man auch ihr nach dem Leben trachtet und ihren Bruder entführt, muss sie fliehen und gerät in die Hände von Rebellen. Diese missbrauchen sie für ihre Zwecke und schleusen sie als Spionin in das Haus der Kommandantin ein. Doch für Laia zählt nur eines: ihren Bruder aus den grausamen Händen des Imperiums zu befreien.

Elias ist in seinem letzten Ausbildungsjahr als Elitekämpfer für das Imperium. Doch sein Schicksal als totbringende Maske widerstrebt ihm und immer wieder stellt er in Frage, ob er seine Zukunft voll und ganz dem Imperium widmen kann. Als er dann auf die versklavte Laia trifft, werden seine Glaubenssätze abermals auf den Kopf gestellt.

Rezension

„Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“ ist momentan einer der am meisten gehypten Bücher in der Blogger Community. Und wie das mit solchen Büchern nun mal so ist, will jeder natürlich wissen, was an diesem Hype eigentlich dran ist. Gerade sowas macht mich immer neugierig, weil man dann auch eine gewisse Erwartungshaltung dem Buch und der Geschichte gegenüber bekommt.

Die Geschichte spielt in dem sogenannten Imperium, das vom gesellschaftliche Aufbau her sehr an die römische Antike erinnert. In dem Buch geht es um zum Einen um Laia, ein Mädchen aus dem gemeinen Volk. Ihre Familie wird von den sogenannten Masken, Elitekämpfer des Imperiums, ermordet und ihr Bruder entführt. Ihnen wird vorgeworfen Sympathisanten des Widerstandes zu sein. Laia schafft es zu entkommen, läuft jedoch geradewegs dem Widerstand in die Arme. Sie schafft es einen Deal mit ihnen auszuhandeln, sodass sie als Sklavin an die Kommandantin der Schwarzkliff Akademie verkauft wird um für den Widerstand zu spionieren und die Rebellen ihr im Gegenzug helfen, ihren Bruder zu befreien.

Protagonist Nummer zwei ist Elias, ein Junge mit überraschendem Familienhintergrund und angehender Elitekämpfer des Imperiums. Seit seiner Kindheit wird er in der Schwarzkliff Akademie trainiert um eine Maske zu werden, ein totbringender Soldat im Dienste des Imperators. Doch Elias ist mit seinem Schicksal nicht ganz im Reinen.

Gleich vorweg muss ich leider sagen, dass das Buch nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat. Zugegebenermaßen waren diese aber auch extrem hoch. Der Grund warum ich dann so enttäuscht war, ist einfach dem Plot geschuldet. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass irgendetwas passiert, was einem nicht schon aus anderen Büchern bekannt vorkommt. Der Handlungsverlauf ist meiner Meinung nach sehr vorhersehbar und so gerne ich vor allem aus Elias Perspektive gelesen habe, ich kam nicht an diesen Punkt wo ich mir dachte „wow das ist den Hype echt wert“.

Gerade als sich im Laufe der Geschichte dann die Wege von Laia und Elias kreuzen hab ich eine viel dramatischere Wendung des Plots erwartet. Doch stattdessen entsteht eine sehr gezwungene Romanze, bei der man keinerlei Chemie zwischen den Charakteren spüren kann. Ich glaube dies liegt zum größten Teil daran, dass Elias und Laia einfach grundsätzlich so verschieden sind, dass da auch einfach nichts harmonieren kann.

Elias ist ein typischer Krieger Typ. Er ist willensstark, mutig und klug. Ihm nimmt man das, was er denkt, ohne zu zögern ab. Seine Abneigung gegen das Imperium zeigt sich nicht nur dadurch, dass er sich weigert seine Maske pausenlos zu tragen sondern auch durch seine Fluchtgedanken. Er möchte frei sein und nicht im Dienste eines grausamen Imperiums dessen Feinde niedermetzeln und Schrecken verbreiten. Rein vom Lesefeeling hab ich Elias‘ Kapitel so unglaublich gerne gelesen. Besonders die Szenen mit seiner besten Freundin Helena haben mir echt gut gefallen. Helena ist ebenfalls eine Masken Anwärterin in der Schwarzkliff Akademie und eine absolute Power Frau, der man ihre Rolle ebenso abnimmt wie Elias. Ich hätte so gerne mehr über sie erfahren aber leider hat sie es nur  zu einem Nebencharakter in der Geschichte geschafft.

Bei Laias Kapiteln hab ich hingegen echt Probleme gehabt, mich überhaupt in das Geschehene hineinzuversetzen. Bei manchem Punkten dachte ich mir wirklich nur, das Mädchen hat mehr Glück als Verstand. Ich hatte ein wenig das Gefühl, die Autorin hat zwar versucht aus Laia eine mutige und selbstbewusste junge Frau zu machen, aber die meiste Zeit kam sie mir einfach nur schwach vor. Klar sie mag tapfer sein bei dem was sie als Sklavin der grausamen Kommandantin alles einstecken muss, jedoch versteh ich nicht wieso man sie als große Heldin der Geschichte einsetzt, wenn sie das gesamte Buch hindurch nur durch die Hilfe Anderer überlebt. Selbiges gilt für ihre selbst auferlegte Mission ihren Bruder zu befreien. Sie verlässt sich gutgläubig darauf, dass die Rebellen ihren Bruder befreien wenn sie die Drecksarbeit erledigt. Genauso gut hätte sie sich einfach einen Verbündeten suchen können und die Rettungsaktion selber durchführen können. Dann wäre die Geschichte aber natürlich zu schnell vorbei gewesen. Mir fehlte im Großen und Ganzen einfach der Bezug zu Laia.

Fazit

Insgesamt fand ich das Buch okay. Es gibt Dinge die ich an der Geschichte wirklich mochte, aber das gewisse Etwas fehlte letzten Endes.  Gerade wenn man ein junges Mädchen als Heldin einsetzt hätte man als Autorin mit der Charakterentwicklung spielen können und viel mehr aus dem durchaus bestehenden Potential herausholen können.
Leider hatte ich auch das Gefühl dass die Geschichte nicht richtig zum Punkt gekommen ist. Natürlich gab es einen sauberen Handlungsfluss aber ich konnte am Ende nicht sagen, was genau der Sinn hinter dem Plot ist. Dadurch dass ich Elias aber wirklich mochte und seine Kapitel mich am lesen gehalten haben, würde ich das Buch dennoch weiterempfehlen.

Samstag, 9. Januar 2016

[Rezension] "Das Juwel" von Amy Ewing

Buchinformation


Originaltitel: The Juwel        Autor: Amy Ewing        Verlag: Fischer FJB
Format: gebunden mit Schutzumschlag        Seiten: 448 Seiten         ISBN: 978-3-8414-2104-3       Preis: 16,99€ [D], 17,50€ [A]

Erschienen am 20. August 2015



Inhalt

Violet Lasting ist ein Surrogat. Wie alle Mädchen aus den ärmeren Ringen der Ewigen Stadt wird sie ausgebildet, um an die Adligen im Herzstück der Stadt verkauft zu werden und für diese Nachkommen zur Welt zu bringen.
Auf der Auktion wird Violet von der Herzogin vom See ersteigert. Doch das Leben im Juwel entpuppt sich als alles andere als glamourös und prachtvoll. Surrogate werden ermordet, Intrigen werden gesponnen und zwischen den Adligen entbrennt ein Wettbewerb, wer am schnellsten das perfekte Kind bekommt.
Doch so ausgeliefert Violet der Situation auch scheint, es gibt dennoch Hoffnung. Was ist wahr daran, dass die Fürstenzofe sie aus dem Palast schmuggeln möchte? Und wie sehr kann sie ihren Gefühlen zu Ash, dem Gefährten der Nichte der Herzogin trauen? Nichts ist so wie es scheint … 

Rezension

„Selection“ trifft auf „Wither“. Wie bei vielen neuen Dystopien wird auch in „Das Juwel“ das Rad nicht neu erfunden. Und dennoch hat mich die Geschichte gefesselt bis zur letzten Seite.

Schauplatz des Buches ist die sogenannte „Einzige Stadt“. Diese ist aufgebaut in verschiedenen Ringen. Der äußerste Ring ist der „Schlot“, aus dem auch Violet stammt. Wie alle Mädchen aus den ärmeren Rängen wurde sie als Surrogat in ein Ausbildungslager geschickt, um dort zu lernen, wie sie ihre sogenannten „Auspizien“ einsetzen kann. Dies sind Kräfte, die nur die Mädchen aus den armen Ringen haben, und womit man Größe, Form und Farbe von Dingen verändern kann.
Leider erfährt man nicht, wie sich diese Auspizien ursprünglich entwickelt haben und warum  nur bestimmte Mädchen diese Gabe besitzen. Hier ist halt die Frage, ob die Autorin sich einfach keine Gedanken darüber gemacht hat oder ob wir im zweiten Band dann aufgeklärt werden. Aber ich finde schon, dass die Auspizien ein wichtiger Teil der Geschichte sind, über den man als Leser auch mehr Input bekommen sollte.  

Die Mädchen werden dann mit 16 Jahren in einer Auktion an die Adligen verkauft. Diese bewohnen den innersten Kreis der Ewigen Stadt, das sogenannte „Juwel“.
Bevor die Auktion beginnt, werden die Surrogate hübsch gemacht und vorbereitet um dem Publikum präsentiert werden zu können. Violet bekommt eine Zofe zur Seite gestellt, ein Mann namens Lucien. Wer würde da nicht sofort an Cinna denken und seine erste Begegnung mit Katniss?
Die Beiden freunden sich schnell an und Lucien wird für Violet eine Art „Partner in Crime“ wenn ihr versteht was ich meine. Dennoch hat er seine eigenen Pläne mit ihr … was genau er vorhat, erfährt man jedoch erst am Ende der Geschichte.

Violet wird letzten Endes von der Herzogin vom See ersteigert. Diese macht keinen Hehl daraus, dass Surrogate für sie nur Objekte sind und so begrüßt sie Violet mit einer ordentlichen Ohrfeige.
Anstatt dann in dem versprochenen Luxus zu schwelgen, muss Violet lernen, sich den Launen und Wünschen der Herzogin unterzuordnen und ihr das gewünschte Kind zu gebären. Dass dahinter mehr steckt, als einfach nur Nachkommen in die Welt zu setzen, erkennt Violet erst, als ein talentiertes Surrogat tot aufgefunden wird. Dennoch wird auch bis zu dieser Stelle nicht einmal aufgeklärt, weshalb der Adel keine Kinder bekommen kann bzw. warum nur die Kinder aus dem Sumpf die Auspizien haben. Warum auch immer, aber die Autorin geht mit Hintergrundinformationen sehr spärlich um, was eigentlich sehr schade ist. Ich finde, wenn man schon ein interessantes Konzept hat, dann sollte man dem Leser doch auch den Hintergrund erklären können, damit das Ganze Konstrukt auch authentisch ist.

Während der Zeit im Juwel lernt Violet eine Reihe neue Leute kennen, unter anderem Carnelian, die Nichte der Herzogin. Eher geduldet als gewollt im Palast aufgrund ihrer Herkunft, bekommt diese von der Herzogin einen Gefährten an die Seite gestellt, damit sie quasi beschäftigt ist. Sein Name ist Ash.
Und während zwischen Violet und Carnelian die Stimmung ohnehin eher angespannt ist, entwickelt sich zwischen Violet und Ash eine unerwünschte Romanze. Diese ist jedoch leider sehr an den Haaren herbeigezogen.

Bei den Beiden handelt es sich um eine typische Instant Love Story, das heißt, ein zwei Male über den Weg gelaufen und vollkommen hin- und weg voneinander. Als Leser hat man gar keine Zeit sich richtig darauf einzustellen bzw. sich daran zu gewöhnen.
Ich glaube es fanden drei heimliche Treffen statt, da schwört Ash Violet schon die ewige Liebe. Im Grunde genommen, macht es einfach keinen Sinn was in dieser Beziehung passiert.

Doch trotz der Liebesgeschichte geht es in dem Buch doch hauptsächlich um Violets Aufgabe als Surrogat und hier muss ich wirklich ein gutes Wort über den Schreibstil der Autorin verlieren. Denn sie schafft es, dass man sich jede noch so brutale Szene bildlich vor dem eigenen Auge vorstellen kann. Besonders die Teile der Geschichte, die von Violets Besuchen beim palasteigenen Gynäkologen erzählen, gehen einem doch sehr unter die Haut. Dieser ist zwar ein sehr verständnisvoller Mensch, tut jedoch auch nur seinen Job.

Fazit

Alleine wegen der Vielfalt der Geschichte, lohnt es sich schon, das Buch gelesen zu haben. Das Konzept an sich kennt man in Teilen bereits aus anderen Dystopien, und auch wenn man merkt, dass „Das Juwel“ ein Debütroman ist, so fühlt man sich doch gut unterhalten.

Man braucht von den Protagonisten keinen tiefgründigen Charakter erwarten, doch ich denke, dass Violet in den Folgebänden das Potenzial dazu hätte, sich weiterzuentwickeln.           

Sonntag, 23. August 2015

Buch Haul August 2015 | Prinzessinnen und böse Jungs


Da sind es doch tatsächlich zwei Mädchen Bücher geworden ^.^
Geht es nur mir so, oder sieht das Cover von "Das Juwel - Die Gabe" der Selection Reihe sehr zum Verwechseln ähnlich? Ich fürchte ja ein wenig, dass es jetzt losgeht wie mit der Twilight Serie und viele Jugendbuch Cover an die Reihe angelehnt werden ... Einfach nur weil es Marketing wirksam ist.
Nichts desto Trotz, eine Augenweide sind die Cover ja <3 p="">


 Auf "Das Juwel - Die Gabe" bin ich ja besonders gespannt. Ich liebe es, neue Dystopien zu entdecken und das hier klingt ja sehr ähnlich wie die Selection Reihe. Ich hab das Buch auch schon angelesen und bis jetzt liest es sich ganz gut. Ich hoffe nur, dass der Hauptteil sich im Endeffekt nicht wirklich als eine Kopie einer anderen Geschichte entpuppt.


Auch das letzte Buch der "After" Serie musste mit, obwohl ich ja bis jetzt tatsächlich nur den ersten Teil gelesen habe. Meine Rezension dazu findet ihr >HIER<
Ich finde die Bücher kann man besonders jetzt im Sommer schön mal zwischendurch auf dem Balkon oder am Strand lesen. Es ist halt kein großes literarisches Goldstück, aber eine gute Unterhaltung um einen sonnigen Tag zu genießen.


Ich habe nur leider das Bedürfnis diesen Kommentar von POPCORN auf dem Klappentext anzuprangern. Edward Cullen darf ja gerne Platz machen aber Christian Grey wird hier nicht vom Schmuddel Olymp vertrieben :-D




Mittwoch, 20. Mai 2015

Buch Haul Mai 2015 | Rockstar Werwölfe, Aliens und die letzte Fahrt der Godspeed


Ist es nicht ein wunderschöner pinker Stapel? ^.^
Ist mir erst hinterher aufgefallen, dass mich mein Bücherkaufwahn heute zu drei Büchern in Mädchenfarben hat greifen lassen. ABER damit hab ich dann auch endlich die Godspeed Trilogie vollständig, ich habe die Fortsetzung von Obsidian und kann sofort das zweite Buch lesen während ich noch das erste hype UND ich habe dieses absolut wunderschöne Spin-Off zur "Nach dem Sommer" Trilogie aka "Wolves of Mercy Falls" Trilogy, wie sie auf Englisch so schön heißt.











Donnerstag, 7. Mai 2015

[Rezension] "Die 5. Welle" von Rick Yancey


Buchinformation


Originaltitel: The 5th Wave        Autor: Rick Yancey        Verlag: Goldmann Verlag    
Format: gebunden mit Schutzumschlag        Seiten: 480        ISBN: 978-3-442-31334-1       Preis: 16,99€ [D], 17,50€ [A]
Erschienen am 14. April 2014

Website: http://www.rickyancey.com/

Inhalt


Cassie ist 16 Jahre alt, als die Anderen mit ihrem Raumschiff kommen um die Erde von den Menschen zu säubern. Mit der ersten Welle nehmen sie ihnen den Strom. Die zweite überflutet die Küsten. Die Dritte ist eine verheerende Seuche. Die vierte Welle sind Silencer, Assassinen aus den Reihen der Anderen, die die letzten Überlebenden der Menschheit töten sollen.

Cassie haben die Wellen ihre Familie und Freunde gekostet, einzig ihr Bruder Sammy ist vermeintlich noch am Leben. Erpicht darauf ihn zu finden und aus den Reihen der Anderen zu befreien, macht sie sich auf die Suche nach Sammy. Als sie auf einem Highway angeschossen wird, wird sie von einem weiteren Überlebenden namens Evan Walker gerettet. Doch je näher sie ihn kennenlernt, desto mehr Misstrauen wächst in ihr über seine Identität. Und als die fünfte Welle über sie hereinbricht, erfährt Cassie die Wahrheit über die letzten Überlebenden auf der Erde …

Rezension:


„Die 5. Welle“ ist glaub ich mitunter eines der einzigartigsten Bücher die ich jemals gelesen habe. Der Plot, der Schreibstil, die Erzählperspektiven, alles passt perfekt zusammen.
Die Geschichte beginnt mit einer Art Rückblick in dem die sechszehnjährige Cassie von der Ankunft der Anderen berichtet. Viele glaubten, dass sie gekommen sind um die Menschheit entweder zu retten oder zu versklaven. Dass die Anderen jedoch die Menschheit komplett auslöschen wollen, damit hat niemand gerechnet. So geht es einem eigentlich auch als Leser. Man versteht erst nicht wirklich was dort vor sich geht, bis man nach und nach erfährt, dass die Menschen der Reihe nach getötet werden.

Es fängt damit an, dass die Anderen den Menschen ihren Strom wegnehmen. Flugzeuge fallen wie tote Fliegen vom Himmel, Autos bleiben in Massen auf den Straßen stehen und der Reihe nach geht überall das Licht aus. Man kann es sich so richtig wie in einem guten Apokalypsen Film vorstellen und genauso war es auch beim Lesen. Kopfkino vom Feinsten. Man hat zu jeder Szene die richtigen Bilder im Kopf, was auch viel damit zu tun hat, dass der bildliche Schreibstil das automatisch im Kopf des Lesers erzeugt.

Mit der zweiten Welle werden die Küstenregionen überflutet und jedes Leben dort wird weggespült. Die dritte Welle, eine blutige Seuche, trifft eines von Cassies Familienmitgliedern und entfacht dort das erste Mal so etwas wie Rachedurst in ihr. Es wird nicht direkt erwähnt aber man merkt es dadurch, wie ihre Denkweise sich verändert. Hoffnungen auf Rettung gehen verloren, was bleibt ihr noch wenn nicht Vergeltung? Mit der vierten Welle beginnt sich das Chaos unter den Menschen auszubreiten. Wem kann man noch vertrauen wenn die Silencer so aussehen wie ganz normale Menschen? Ich wurde davon selber angesteckt und hab angefangen in jedem Charakter einen potentiellen Verräter zu sehen.

Hoffnung keimt zumindest dann auf, als die Kinder der Überlebenden von einem Militärtrupp in ein sicheres Camp gebracht werden. Doch auch an dieser Stelle wird man relativ schnell skeptisch und man fragt sich wie  es sein kann, dass Millionen von Menschen hilflos ermordet wurden und plötzlich ein Haufen Soldaten ankommt und berichtet dass sie unter dem Raumschiff eine sichere Basis errichtet haben. Auch Cassie spürt relativ schnell dass hier irgendwas faul ist, jedoch muss sie mit zusehen, wie ihr kleiner Bruder Sammy fortgebracht wird. Lediglich ein Versprechen, dass sie ihn finden und nachkommen wird, hat sie ihm mit auf den Weg geben können…
Und dann kommt es wie es kommen muss und die Ereignisse überschlagen sich. Und ehe Cassie sich versieht ist sie die vermeintlich letzte Überlebende der vierten Welle.

Auf sich alleine gestellt wird sie jedoch auf einem Highway von einem Silencer angeschossen und eigentlich denkt man sich schon, okay jetzt ist es aus mit ihr, aus der Situation kommt sie nicht mehr raus, sie ist so gut wie tot.
Aber da die Geschichte sich gerne mal um hundertachtzig Grad wendet, wird Cassie von einem weiteren Überlebenden gefunden (sogar einem verdammt gut aussehenden Überlebenden) und von ihm gesund gepflegt. Trotz Lebensrettung und allem drum und dran traut Cassie ihm natürlich keine fünf Meter über den Weg. Er stellt sich ihr als Evan vor und seine Geschichte scheint der ihren sehr zu ähneln, doch wir befinden uns hier mitten in einer Alien Invasion und jeder könnte ein Verräter an der Menschheit sein.
Da das hier ein Jugendbuch ist darf eine kleine Romanze natürlich nicht fehlen und so entwickelt sich zwischen Cassie und Evan relativ schnell etwas, was für mich aber tatsächlich ein wenig zu schnell ging. Sowas ist für mich einfach nicht nachvollziehbar wenn man sich paar Tage kennt, dass man sich sofort ineinander verliebt. Nein nein nein. Auch wenn beide buchstäblich die letzten Menschen auf der Erde sind, aber nein. Es hätte sich vorher wenigstens eine Chemie zwischen den beiden aufbauen müssen, dann wäre das Ganze um  einiges glaubhafter gewesen aber so erscheint mir die Romanze doch sehr an den Haaren herbeigezogen.
Da Evan schwört, dass er für sie sterben würde, will er sich Cassies Mission anschließen und ihr helfen, Sammy zu finden.

Doch neben Cassies Geschichte gibt es noch eine weitere Erzählperspektive. Hierbei handelt es sich um Ben Parish, Cassies Schwarm aus der Highschool. Er wurde ebenfalls in das Militärlager evakuiert und wird dort mit anderen Teenagern zu einem Soldaten ausgebildet. Ihnen wurde dort eingebläut dass sie die letzte Hoffnung für die Menschheit sind und die Anderen bekämpfen sollen, wenn die Zeit gekommen ist. Doch auch hier wird einem schnell klar, irgendetwas stimmt nicht. Und das ist das Großartige an dem Buch, egal was passiert, nichts ist so wie es scheint. Alles könnte möglich sein. Die ganze Geschichte ist eine Ansammlung von Spannungsbögen wodurch man von einer Seite zur nächsten fliegt und nicht mehr aufhören kann zu lesen.

Interessant ist es, wie am Ende die beiden Erzählstränge zusammenführen und welche Rolle dabei Sammy spielt. Die letzten fünfzig Seiten kamen mir vor wie zwei, so schnell hab ich das Ende verschlungen. Es bleiben aber so viele Fragen unbeantwortet, dass ich wirklich schon nach der Fortsetzung giere und es kaum abwarten kann, weiterzulesen.

Fazit:


„Die 5. Welle“ ist für mich eine ganz klare Empfehlung für jeden, der Jugendbücher genauso sehr liebt wie ich. Egal ob man Science Fiction oder Thriller mag, oder eben auch nicht, jeder wird an dem Buch Gefallen finden. Mit der Protagonistin Cassie haben wir eine junge Heldin in die man sich sehr einfach hineinversetzen kann, weil im Endeffekt jeder in so einer Geschichte handeln würde wie sie. Ich hab irgendwann selber angefangen darüber nachzudenken, wie ich in ihrer Situation handeln würde, was ich denken würde und ob ich auch so ein Misstrauen zu allem aufbauen würde. Und genau das ist es, was mich an dem Buch so extrem gefesselt hat. Man erlebt die Geschichte mit, man ist quasi in dem Abenteuer dabei und was könnte man von einem Buch schon mehr wollen.  

Mittwoch, 29. April 2015

[Testbericht] Essence The Gel Nail Polish Base Coat und Top Coat

Vor ein paar Wochen hatte ich ja bei Instagram ein Foto gepostet von den neuen Essence Coats. Zumindest was das Thema Base Coat anbetrifft hab ich eigentlich schon meinen Heiligen Gral gefunden, nämlich den Base Coat von Manhattan. Aber als Frau begibt man sich ja gerne auf Entdeckungstour unter den Beauty Produkten und da ich auch schon einiges über die Lacke gelesen hatte dachte ich mir, wieso nicht mal mitnehmen und was neues ausprobieren ;-)


Als Testobjekt habe ich einen Essence Lack aus der Good Girl, Bad Girl LE genommen. Die Ausgangslage an Tag 1 sah dann so aus:


An Tag 2 merkt man normalerweise ja schon die ersten Absplitterungen oder Kratzer am Nagellack aber zu meinem Erstaunen saß der Nagellack noch makellos auf meinen Fingernägeln.


An Tag 3 hatte ich dann leider vergessen ein Foto zu schießen, aber selbst an Tag 4 hab ich nur einen kleinen Kratzer am Daumennagel gehabt. Da hab ich dann langsam auch angefangen das ganze mal auf eine harte Probe zu stellen: Abwaschen, Boden schrubben und hardcore Tastaturtippen ...


An Tag 5 fing die Konstruktion dann an zu schwächeln und an den Nagelspitzen splitterte der Nagellack ein wenig. Aber immernoch weniger als mit allen bisherigen Produkten die ich ausprobiert habe. 

Fazit:
Ich finde ein Halt von um und bei 5 Tagen ist bei Nagellacken schon echt ein Wunder. Gerade wenn man auf der Arbeit viel auf Tastaturen rumklimpern muss oder viel im Haushalt zu tun hat, ist ein starker Nagellack doch Gold wert. Ich hab hier definitiv einen neuen Heiligen Gral in der Base und Top Coat Riege gefunden. Ich werde nochmal auf den Prüfstand stellen ob Nagellacke anderer Marken genauso gut mit den Coats funktionieren oder ob das ein auf Essence Lacke beschränkter Effekt ist. Soweit aber erstmal eine ganz klare Kaufempfehlung.

Freitag, 20. März 2015

NOTD: "After Passion"


Nachdem mir das Buch irgendwie immer noch im Kopf herumschwebt und ich Lust dazu hatte, mir die Nägel zu machen, hab ich mich ein wenig inspirieren lassen =)
Und da ich sowieso noch nicht alle von meinen OPI Shades of Grey Nagellacken ausprobiert habe, passte es perfekt, denn der Lack "Dark Side of the Mood" passt perfekt zu der Cover Farbe von "After Passion".


Als Grundierung habe ich meinen "Proshine Basecoat" von Manhattan benutzt. Für mich einer der wenigen Unterlacke, die wirklich dafür sorgen, dass der Nagellack nicht auf den Nägeln abfärbt.

Der dunkle Anthrazit Nagellack ist wie bereits gesagt der "Dark Side of the Mood" Lack aus der OPI Shades of Grey Limited Edition. Leider brauchte ich zwei Schichten bis er gedeckt hat, aber dann sah er wirklich extrem gut aus auf den Nägeln. Ein fast ins Schwarz gehendes Grau, das Alltags tauglich ist und nicht so aggressiv auf den Nägeln wirkt wie ein tief schwarzer Nagellack.


Auf meinem Zeigefinger wollte ich ursprünglich ein Blumenmuster stampen, doch leider fiel mir dann auf, dass ich keinen pinken Nagellack besitze :D
Deswegen fiel meine Wahl auf einen Glitzer Topcoat von Essence. Das ist der "Carrie" Topcoat den es mal als sogenannte Nail Art Twins gab. Also jeweils ein Base Lack und ein Topcoat. Mittlerweile sind die glaube ich nicht mehr im Sortiment zu finden. Aber eine Alternative wird sich in den eine Million Drogerie Marken sicherlich finden.
Auf dem Ringfinger habe ich  dann noch einen kleinen Nagelsticker platziert, der dem Muster auf dem "After Passion" Cover relative nahe kommt. Et voila, fertig waren meine "After Passion" inspirierten Nails of the Day.

Donnerstag, 19. März 2015

[Rezension] "After Passion" von Anna Todd


Buchinformationen


Originaltitel: After        Autor: Anna Todd        Verlag: Heyne Verlag        Format: Klappenbroschur
Seiten: 704        ISBN: 978-3-453-49116-8       Preis: 12,99€ [D], 13,40€ [A]
Erschienen am 09. Februar 2015

Website: http://www.tessaundhardin.de/

Inhalt


Lange hat Tessa auf den Moment hingearbeitet, an dem sie endlich aufs College gehen kann. Doch das Studentenleben entpuppt sich für sie schnell als das komplette Gegenteil von dem, wie sie es sich vorgestellt hat. Anstatt eines ebenso strebsamen und braven Mädchens wie sie, bekommt Tessa die ausgeflippte Steph als Zimmergenossin. Schnell macht sie die Bekanntschaft mit deren Freunden, allesamt gepierct und tätowiert bis zum Hals. Obwohl Tessa nicht zu diesen Leuten gehören möchte, akzeptiert sie Stephs Freunde, wäre da nicht der unverschämte und rüpelhafte Hardin Scott unter ihnen.  
Aus irgendeinem Grund kann er Tessa von vornherein nicht leiden und lässt sie dies bei jeder Begegnung gnadenlos spüren. Und obwohl er eine Feindschaft förmlich provoziert, kann Tessa nicht anders, als sich von seiner wilden Art angezogen zu fühlen. Doch je näher sie Hardin kennenlernt, desto mehr verrennt sie sich in etwas, über das sie schnell die Kontrolle verliert. Aber weder sie noch er wollen sich auf Dauer von dem Anderen fernhalten, und so beginnt für Tessa eine Gefühlsachterbahn, mit der sie bei ihrer ersten Begegnung mit Hardin nie gerechnet hätte…

Reiheninformation


Band 1: After Passion
Band 2: After Truth (erscheint 14. April 2015)
Band 3: After Love (erscheint 15. Juni 2015)
Band 4: After Forever (erscheint 10. August 2015)

Rezension


Als ich „After Passion“ das erste Mal im Laden gesehen hatte, war es Liebe auf den ersten Blick. Das erste was ich dachte war: „Mein Gott es wird göttlich in meinem Regal aussehen!“
Dass das Angebotsregal im Laden dann auch noch hervorragend dekoriert war mit schwarzem Stoff und pinken Rosenblättern, hat mir dann den Rest gegeben. Das Buch war schneller gekauft, als die Zubereitung einer fünf Minuten Terrine dauert.
Zu dem Zeitpunkt wusste ich aber noch nicht, was für ein Wirbel um diese Geschichte eigentlich gemacht wird.

Zuhause hatte ich dann gesehen, dass ein Verweis auf Wattpad auf dem Buchrücken zu finden ist. Ich persönlich hab noch nie was von Wattpad gehört  bis Dato und hab mich im Internet ein bisschen schlau gemacht. Es ist so, dass Wattpad eine Self Publishing Plattform ist, wo jeder Autor seine Geschichten veröffentlichen kann. Groß vertreten sind dort sogenannte Fanfictions, also Geschichten die auf einem Star bzw. anderen Buchcharakteren basieren oder durch diese inspiriert sind. In diesem Falle hat die Autorin sich von One Direction inspirieren lassen und Teenie Star Harry Styles als Vorlage für ihren Protagonisten Hardin Scott gewählt (alles klar Anna Todd, jetzt wissen wir wovon du Nachts träumst). Und genau dort beginnt das Chaos …

Ich meine mal davon abgesehen, dass man damit rechnen muss, dass Boybands fanatische Teenie Fans haben, hat Anna Todds Fanfiction einen massiven Shitstorm im Internet ausgelöst. Auf Twitter wurde der Hashtag #SuspendAnnaTodd ins Leben gerufen, um den Rest der Welt zu überzeugen, dass die Autorin Harry Styles in den Dreck zieht, indem sie ihn in eine gewaltverherrlichende Geschichte verpackt. Das heißt wir können eine Menge Tweets von One Direction Fans im Internet bestaunen, die gerne möchten, dass jeder dieses Buch mitsamt Autorin boykottiert.
Das war also schon mal mein Erlebnis zu „After Passion“ bevor ich überhaupt die erste Seite aufgeschlagen habe. Bevor ich dann mit der Geschichte gestartet bin, habe ich mir nochmal ein paar konstruktivere Meinungen auf Blogs und Youtube angeschaut. Das Rating geht dabei sehr weit auseinander. Einige finden es super, Andere wiederrum können damit überhaupt nichts anfangen.

Aber jetzt erst mal ein paar Worte zur Geschichte. In „After Passion“ geht es um Tessa Young, ein Mädchen das aus guten Verhältnissen stammt und in jeglicher Hinsicht einfach ein typisches Good Girl ist. Sie ist strebsam, streitet sich nie mit ihrer alleinerziehenden Mutter und hat einen süßen Freund namens Noah den sie seit Kindheitstagen kennt und auch irgendwann heiraten wird. Als sie dann jedoch auf die Washington State University geht, wendet sich ihr Leben um 180°. Alles beginnt mit ihrem Zimmer im Studentenwohnheim, welches sie sich mit einem Mädchen namens Steph teilen muss. Steph hat rote Haare, ist tätowiert und hat definitiv eine andere Vorstellung von Ordnung als Tessa. Da Tessa eh nur vorhat das Zimmer zum Schlafen zu nutzen, denkt sie sie wird’s schon überleben, doch ihre Augen-zu-und-durch Taktik funktioniert nur solange, bis sie auf Stephs Freunde trifft. Unter ihnen befindet sich auch Hardin Scott. Über seine Tattoos und Piercings kann Tessa ja hinwegsehen, aber was seine Manieren angeht steht für sie sofort fest, dass die beiden sich definitiv nie anfreunden werden. Er hat gerne mal schlechte Laune und lässt dies nicht nur an seinen Mitmenschen aus, sondern schmeißt auch gerne mal Dinge durch die Gegend und irgendwie scheint er ein besonderes Gefallen daran zu finden, auf Tessa rumzuhacken.

Am Anfang ist das noch ganz witzig, weil man im Leben nicht glaubt, dass zwischen den Beiden sich überhaupt irgendetwas Positives entwickeln könnte. Tessa ist einfach nur angewidert von Hardins Lebensstil und Hardin ist genervt von Tessas moralisch intaktem Charakter. Doch leider laufen die Beiden sich immer wieder über den Weg, da Tessa von Steph andauernd auf Studentenverbindungspartys mitgeschleppt wird, zu denen Hardin leider auch gehört. Und obwohl Tessa ja eigentlich mit dem lieben und süßen Noah zusammen ist, fängt sie irgendwann an, Gefallen an Hardins wilder Seite zu finden. Und so kommt es wie es kommen muss und nach eine paar zweisamen Begegnungen fangen die Beiden was miteinander an.

Man muss von vornherein betonen, dass Tessa als Protagonistin für einen New Adult Roman extrem jung und unerfahren ist. Ich fand das anfangs ziemlich gewöhnungsbedürftig und hab auch wirklich aufgeatmet, als die Geschichte nicht in die SM Schiene lief. Das war so schon teilweise ein wenig beschämend die Sexszenen zu lesen weil durch Tessas fehlende Erfahrung einfach immer wieder diese unbehaglichen Situationen entstehen. Mal davon abgesehen, dass ich sowieso total schockiert war, dass Tessa sich unter den gegebenen Umständen auf sowas eingelassen hat. Würde Hardin sich wenigstens Mühe um sie geben, okay. Aber stattdessen zieht er mit ihr die typische Push and Pull Methode ab. Mal zieht er sie zu sich heran indem er charmant ist und sie verführt und im nächsten Moment schickt er sie weg, ist sauer wegen irgendetwas und fängt an sie bloßzustellen oder zu beleidigen. Bei sowas mag man jemandem eine zweite Chance geben, ja ist in Ordnung, aber Hardins Stimmungsschwankungen erstrecken sich gefühlt über 500 Seiten in denen Tessa ihm circa 20 Mal einen Laufpass gibt und dann wieder zu ihm zurückkehrt. Das Problem ist da wirklich, dass er für sie irgendwann zu ihrem Lebensinhalt wird und sie ihr Glück von ihm abhängig macht.

Als Leser bekommt man aber ein ganz anderes Verständnis für dieses Verhalten, als man von seiner zerrütteten Familiensituation erfährt. Das lässt Hardin wieder in einem ganz anderen Licht erscheinen und ich hab mich sogar das ein oder andere Mal dabei ertappt, wie ich dadurch sein Verhalten tatsächlich gutgeheißen hab. Trotzdem kommen einem seine Umgangsformen mit Tessa einfach seltsam vor und obwohl Hardin sich immer mehr öffnet, hat man als Leser die ganze Zeit das Gefühl etwas Wichtiges zu übersehen.
Für Tessa ist das natürlich eine ganz andere Welt. Noah würde sie nie anschreien, geschweige denn sich über sie lustig machen oder versuchen sie bloßzustellen. Doch genau das scheint es zu sein was Tessa immer mehr von Noah wegtreibt. Es ist langweilig. Noah scheint ein lieber und netter Kerl zu sein und auch als Leser denkt man immer wieder „Oh Gott bitte Tessa zu ihm das nicht an er ist so ein guter Kerl“, aber im Endeffekt ist es nicht das was sie braucht.

Obwohl 90% der Geschichte aus diesem ewigen Hin und Her besteht ist man so unglaublich gefesselt an das Buch, sodass ich mich immer noch frage, woran es eigentlich liegt. Die Geschichte ist weder neu, noch ein großartiger Knaller; die Charaktere sind auch sehr einfach und ein One Direction Fan bin ich auch nicht. Aber trotzdem war ich einfach voll dabei und bin mit Tessas emotionaler Achterbahnfahrt mitgefahren.

Unabhängig davon, dass die Protagonisten nicht durch ausgeklügelte Charaktertiefe glänzen, fand ich die Nebencharaktere dann umso besser. Noah habe ich ja schon ein paarmal erwähnt und ich finde es so schade, dass er nicht öfters in der Geschichte aufgetaucht ist. Aber vielleicht war er selbst dafür zu langweilig. Aber ich wünsche ihm so so sehr ein Happy End. Sei es mit Tessa oder mit irgendwem anders aber er hat das echt verdient.
Dann wäre da noch Tessas Mutter, der ich das durchaus nachsehe dass sie alleinerziehend ist und auch ihr Päckchen aus der Vergangenheit zu tragen hat. Aber ihre psychopathischen Ausraster sind echt nicht normal. Da hab ich als Leser sogar Herzrasen bekommen.
Nicht zuletzt haben wir noch Hardins Clique, zu der auch Steph gehört. Den Jungs traut man automatisch irgendwie nur zwei Millimeter über den Weg und was Molly angeht, kein Kommentar. Molly hatte ein paarmal das Glück Hardin die Nächte zu versüßen und lässt keine Gelegenheit aus, das der ganzen Welt zu zeigen. Für Tessa ist diese Provokation natürlich Anreiz genug, Hardin dies immer wieder unter die Nase zu reiben, und auch das nimmt letzten Endes eine ganz böse Wendung.

Denn als die Geschichte sich langsam dem Ende zuneigt, merkt man als Leser schon, dass gleich etwas passieren wird, was man definitiv nicht lesen möchte, womit man aber die ganze Zeit gerechnet hat. Man wusste es einfach und dann OH MEIN GOTT passiert es wirklich. Das Ende ist einfach nur … man sitzt mit offenem Mund vor diesem Buch und denkt sich einfach nur WAS ZUM TEUFEL?!?! … nein warte ich hab es gewusst … ABER WARUM MUSS DAS WIRKLICH PASSIEREN?!?!
Das Ende wird jeden Leser wahnsinnig machen und ich weiß wirklich nicht, wie es im nächsten Buch weitergehen wird. Ich bin einfach nur unglaublich gespannt und will die Fortsetzung nur so schnell wie möglich verschlingen … am besten jetzt sofort.

Fazit


Lest „After Passion“. Bildet euch eure eigene Meinung. Entweder ihr werdet es lieben oder hassen, aber lest es, denn es ist definitiv einen Versuch wert.

Sei es, dass ihr genauso wie ich einfach grundlos gefesselt seid, Gefallen an Hardin findet oder einfach nur New Adult Romane liebt. Es wird sich lohnen. Und auch wenn die Internet Gemeinde dazu neigt, dass Buch als Gewaltverherrlichend darzustellen, bin ich der Meinung dass ihr es dennoch guten Gewissens lesen könnt. Tessa wird von Hardin in seinen emotionalen Ausrastern kein einziges Mal geschlagen oder misshandelt und selbst die Sexszenen sind nicht hart geschrieben. Schaut es euch an, dann könnt ihr es immer noch wieder weglegen. Ich jedenfalls wurde von dem Buch gefesselt wie es nur selten passiert und finde dass es in seinem Genre wirklich einzigartig ist. Für einen Debütroman gut gelungen. 

Mittwoch, 11. Februar 2015

Buch Haul Februar 2015 | ~After Passion~ von Anna Todd

Es wird langsam wärmer draußen und so hab ich mich am Montag zu einem kleinen Spaziergang verleiten lassen. Blöderweise kreuzte ein Hugendubel meinen Weg ... na und wie das dann immer so ist: Oh da gibt's neue Bücher!
Ich also ein wenig gestöbert und dann kam ich an einem wundervoll dekorierten Regal mit der Filmausgabe von Shades of Grey vorbei. Ich bin ehrlich, ich bin wirklich nur zu diesem Regal hingegangen weil es echt verdammt gut dekoriert war. Die Bücher wurden auf schwarzes Tüll gestellt und um sie herum waren pinke und rosa Rosenblüten verteilt. Wie gesagt, war ein richtiger Eyecatcher. Was ich allerdings erst gesehen hab, als ich davorstand, waren die anderen Bücher, die man dazugestellt hat.
Und zwar handelte es sich dabei um "After Passion" von Anna Todd. Ich hatte das Buch schonmal in den Büchervorschauen von Randomhouse gesehen, aber außer dem Cover ist es mir nicht großartig in Erinnerung geblieben. Aber alleine schon um diese grandiose Aufmachung im Hugendubel zu würdigen hab ich das Buch einfach mitnehmen müssen. Ich muss es nochmal sagen, es war einfach so verdammt gut gemacht!^^



Toll finde ich ja immer, wenn ein Buch so ein Lesezeichen dabei hat ^.^ Mit der Marketing Masche hat man mich eigentlich sofort als Käuferin.
Cool finde ich, dass die Autorin ihr Werk ursprünglich auf Wattpad veröffentlicht hatte, und über die Plattform wohl entdeckt wurde. Aber das scheint ja der neuste Schrei bei New Adult Autoren zu sein. Alle werden sie über irgendwelche Online Plattformen entdeckt, sei es jetzt Fanfiction oder Self-Publishing.
So nachdem das ganze Drumherum und die Optik vom Buch mich schonmal überzeugt hat, ist es ja auch gar nicht so uninteressant, worum es in dem Buch überhaupt geht. Das sagt der Klappentext:

Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington State University trifft sie Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Und er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war. 

Was die Good Girl/Bad Guy Sache angeht bin ich ja mal gespannt. Sobald ich das Buch gelesen hab, folgt natürlich eine Rezension. 

Sonntag, 1. Februar 2015

Bücherei Haul Januar 2015 | Bitterzart, Die Kane Chroniken und mehr mehr mehr

Samstag Morgen war ich ein wenig in der Bücherei stöbern und hab überraschenderweise doch mehr gefunden als ich dachte. Unsere Bücherei hier hat leider keine überragende Auswahl aber ab und zu hat man Glück und findet auch mal etwas Neues.


Meine Ausbeute ist diesmal sogar relativ groß. Wobei ich glaube, dass ich die Kane Chroniken schon gefühlt zum zehnten Mal ausgeliehen habe. Als erstes nehm ich mir auf jeden Fall "Asche und Phönix" vor, endlich mal wieder ein Kai Meyer Buch.
Welches von den Büchern habt ihr schon gelesen? Und welches sollte ich mir als nächstes vornehmen? ;-)

1. "Asche und Phönix" von Kai Meyer
Parker und Ash haben nichts gemeinsam. Er ist Hollywoods größter Jungstar, das Gesicht des Magiers Phoenix aus den »Glamour«-Filmen. Sie ist eine »Unsichtbare«, nirgends zu Hause, getrieben von der Angst, wie alle anderen zu sein. Doch dann erwischt Parker Ash in seiner Londoner Hotelsuite, wo sie gerade sein Bargeld klaut. Parker kann sein Leben im Fokus der Medien nicht mehr ertragen. Und nutzt die Chance, mit Ash vor den Fans und Paparazzi zu fliehen. Dabei scheint er geradezu körperlich abhängig von Ruhm und Aufmerksamkeit. Ihre gemeinsame Flucht führt sie durch Frankreich an die Côte d’Azur – auf den Spuren eines teuflischen Paktes, verfolgt von einer dämonischen Macht, die sie gnadenlos jagt.

2. "Die Kane Chroniken - Die Rote Pyramide" von Rick Riordan
Ein Besuch im Museum? An Heiligabend? Eine bescheuerte Idee, findet Sadie. Sie sieht ihren Vater, den berühmten Ägyptologen Dr. Julius Kane, ja ohnehin nur zwei Mal im Jahr - und dann muss er sie und ihren Bruder Carter ausgerechnet ins British Museum schleppen. Aber ihr Vater will ihnen gar keine verstaubten Sarkophage zeigen - er plant nicht weniger, als den ägyptischen Gott Osiris zu beschwören. Doch das geht schief, und er wird von einem unheimlichen glutroten Typen entführt. Um ihn zu befreien, müssen Sadie und Carter es mit der gesamten ägyptischen Götterwelt aufnehmen.

3. "Bitterzart" von Gabrielle Zevin
New York 2083: Wasser und Papier sind knapp, Kaffee und Schokolade sind illegal. Smartphones sind für Minderjährige verboten und um 24 Uhr ist Sperrstunde. Die Balanchine Familie ist das Zentrum des illegalen Schokoladenhandels in New York. Doch die Eltern von Anya Balanchine sind bereits tot, und Anya ist mit 16 Jahren das Familienoberhaupt. Sie kümmert sich um ihre Geschwister und die kranke Großmutter, und versucht, sie alle möglichst aus dem illegalen Familiengeschäft rauszuhalten.
Von ihrer ersten großen Liebe Win kann sie sich allerdings nur sehr schwer fernhalten, dabei ist er ausgerechnet der Sohn des Oberstaatsanwaltes – ihres schlimmsten Feindes…


4. "Gods and Warriors - Die Insel der Heiligen Toten" von Michelle Paver
Der 12-jährige Ziegenhirt Hylas weiß nicht, wie ihm geschieht, als ihn in den Bergen plötzlich mysteriöse Krieger angreifen – albtraumhafte Gestalten in Rüstungen aus schwarzem Leder, umgeben von einem Dickicht aus Speeren, die Gesichter mit Asche beschmiert. Diese schwarzen Krieger wollen Hylas töten. Er weiß nicht, warum, aber er muss entkommen. Und so beginnt seine Reise über Land und Meer. Seine einzigen Verbündeten sind Pirra, die rebellische Tochter einer Hohepriesterin, und ein Delfin namens Filos. Aber die schwarzen Krieger sind erbarmungslos. Doch warum nur jagen sie Hylas ... und wie soll er überleben?

5. "Steelheart" von Brandon Sanderson
Als David sechs ist, zerstört eine gewaltige Explosion die Welt, die er kannte. Einige der Überlebenden erlangen Superkräfte, die sie dazu nutzen, sich die übrigen untertan zu machen. Als David acht ist, muss er miterleben, wie einer dieser Superhelden, ein gewisser Steelheart, seinen Vater ermordet. Von da an kennt David nur ein Ziel: herauszufinden, warum sein Vater sterben musste. Und ihn zu rächen. Er schließt sich einer Untergrundbewegung an, die die Herrschaft der scheinbar unbesiegbaren Superhelden bekämpft. David ahnt, dass sogar der mächtige Steelheart eine Schwachstelle hat. Er muss sie nur entdecken. Doch das bunt zusammengewürfelte Grüppchen der Widerstandskämpfer muss sich erst zusammenraufen. Und nicht jeder billigt Davids Plan, Jagd auf Steelheart zu machen …

Mittwoch, 28. Januar 2015

[Rezension] "Crossfire Band 2 - Offenbarung" von Sylvia Day

Buchinformationen:
Originaltitel: Reflected in You
Autor: Sylvia Day
Verlag: Heyne Verlag
Serie: Crossfire (Band 2)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 416 Seiten
ISBN: 978-3-453-54559-5
Preis: 9,99€ [D]; 10,30€ [A]

Englische Website der Autorin:
http://www.sylviaday.com/




Inhalt:
Eva und Gideon sind jetzt ein paar Wochen zusammen. Doch da muss Gideon auch schon für zwei Wochen auf eine Geschäftsreise. Eva entscheidet auch eine Auszeit zu nehmen und nimmt Cary mit. Die Drei fliegen zwar zusammen, doch Gideon ist trotzdem sehr distanziert. Eva beschleichen die ersten Zweifel an der Stabilität ihrer Beziehung, besonders als Gideon anfängt, sie auf Schritt und Tritt bewachen zu lassen. Auch seine Vergangenheit wird immer mehr zur Belastung für die junge Liebe, denn Eva hat immernoch nicht erfahren, was in ihm einst das grauenhafte Trauma ausgelöst hat.

Als dann auch noch Evas Exfreund auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse und sowohl Eva als auch Gideon müssen entscheiden, ob sie wirklich so gut füreinander sind, wie sie es die ganze Zeit über dachten …

Backround Infos:
„Offenbarung“ ist der zweite Teil der „Crossfire“ Serie von Sylvia Day. Ursprünglich war die Serie als Trilogie geplant, wurde jedoch von der Autorin auf fünf Bände gestreckt.
Bis jetzt sind vier Bände auf Deutsch veröffentlicht worden. Mit einem Klick geht es zu meiner Rezension.
2.       „Crossfire – Offenbarung“
3.       „Crossfire – Erfüllung“
4.       „Crossfire – Hingabe“

Die Coverdesignerin Nele Schütz hat bereits mehrere Buchcover für den Heyne Verlag entworfen, unter anderem auch das für die „Plötzlich Fee“ Reihe und diverse Bücher von Carly Phillips.

Rezension:
Eva und Gideon sind nun ein paar Wochen zusammen und Eva muss sich damit abfinden, nun auch eine Person des öffentlichen Lebens zu sein. So ganz kann sie sich noch nicht mit ihrem neuen Leben anfreunden, da sie immernoch Ängste aus der Vergangenheit beschleichen. Denn weder sie noch irgendwer sonst weiß wo Nathan sich gerade aufhält und ob er nicht schon längst durch die Zeitung Evas Aufenthaltsort herausgefunden hat. Wobei ich mich doch das ein oder andere Mal gefragt habe, warum Gideon nicht einfach ein hübsches Sümmchen springen lässt, damit keine Bilder in der Zeitung von Eva abgedruckt werden. Aber wie dem auch sei, das ist nicht der ausschlaggebende Punkt um den es in der Geschichte geht.

Man könnte fast sagen, dass sich die Beziehung zwischen Gideon und Eva mittlerweile in eine Art Besessenheit verwandelt hat. In Evas Kopf dreht sich alles nur noch um Gideon; wie es ihm geht und wann sie sich treffen und wann sie endlich mehr aus seiner Vergangenheit erfährt. Gideon hingegen trägt seinen Part zum Thema Besessenheit bei, indem er Eva bewachen lässt, rund um die Uhr. Nicht dass eine Frau nichts damit anfangen kann, wenn ihr immer der hauseigene Chauffeur hinterhergeistert. Aber Eva passt das ganze überhaupt nicht. Weshalb sollte Gideon so viel Kontrolle über sie haben, während sie selber nicht mal etwas über seine Vergangenheit erfährt. Ich muss sagen, dass sind die Punkte an denen ich mir denke: Danke Eva, dass du es auch mal merkst!
Das Problem ist allerdings, dass sie ziemlich schnell wieder zurückrudert, wenn sie merkt, dass Gideon mit ihrem Verhalten dann nicht einverstanden ist. Also von weiblicher Emanzipation kann man hier nur in Maßen sprechen. Wenn man Eva aber mit ihrem Pendant aus Shades of Grey vergleicht, hat sie immernoch mehr Rückgrad als Anastasia Steele.

Während es im ersten Teil noch darum ging, den Reiz des Neuen auszuleben, haben Eva und Gideon jetzt einen Punkt erreicht, an dem sie lernen müssen, an ihrer Beziehung zu arbeiten. Leider hat besonders Gideon seine Probleme damit, denn dieser glaubt nach wie vor, dass es das Beste für Eva ist, wenn sie so wenig wie möglich über seine Vergangenheit weiß. Eva sieht das natürlich ganz anders, und fühlt sich distanzierter denn je zu ihrem Freund. Besonders Gideons Exfreundin Corinne spielt dabei eine große Rolle, denn ihr scheint er um einiges mehr anvertraut zu haben, als Eva. Dies schürt natürlich die Eifersucht und Verlustängste bei ihr, doch Gideon besteht weiterhin darauf, dass Corinne nichts weiter als eine gute Freundin ist.
Dadurch dass man als Leser ja nur Evas Sicht mitbekommt, ist Gideon auch für mich selbst relativ undurchschaubar gewesen.  Einen Tag benimmt er sich extrem fürsorglich und am nächsten ist er wieder total distanziert. Was aber die ganze Zeit bleibt, ist die sexuelle Spannung zwischen den Beiden. Da schwankt definitiv nichts. Im Vergleich zum ersten Band kann ich aber definitiv sagen, dass die Beschreibung der Sex Szenen um einiges besser geworden ist. Während ich bei „Versuchung“ doch das ein oder andere Mal schmunzeln musste über die angewandte Wortwahl der Autorin, fand ich die Umschreibungen doch um einiges angenehmer zu lesen in diesem Band.
Dieses Mal hatte ich aber fast das Gefühl, dass die eigentliche Geschichte stärker war, als der Erotikpart. Sprich, die zwischenmenschlichen Handlungen waren für mich als Leser in diesem Buch viel herausragender, als die Sex Szenen. Auch wenn Gideon das ein oder andere die Probleme lieber mit Sex löst, als sich einer Konfrontation zu stellen.

Eine interessante Wendung nimmt die Geschichte dann plötzlich, als Evas Exfreund Brett Kline auftaucht. Für Eva ist dies ein wunder Punkt aus der Vergangenheit, der dennoch für ein kleines Liebesdreieck sorgt. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass man ein bisschen mehr über die Beiden lesen kann, aber ich schätze mal, dass das wohl im Folgeband eine große Rolle spielen wird. Jedenfalls wirft sein Auftauchen nochmal sozusagen eine Bombe in die brennende Bude.

Als man dann jedoch erfährt, weshalb Gideon sich im Laufe des Buches immer mehr distanziert hat, blieb selbst mir die Kinnlade offen stehen, weil ich mit dem was dann kam einfach nicht gerechnet hab. Das Ende der Geschichte war einfach richtig richtig gut. Ein absolut würdiger Höhepunkt kann man fast sagen.

Fazit:
Auch Band 2 der Crossfire Serie hat mich wieder sehr gut unterhalten. Es gab einige Wendepunkte in der Geschichte, die mich dazu gebracht haben, konstant auch ein Interesse an den Charakteren zu haben. Ich meine viele werden das Problem kennen, wenn sich zu dem Partner plötzlich eine Distanz auftut und man sich das Ganze nicht erklären kann. Glücklicherweise hat man mit Eva auch eine Protagonistin, mit der man sich einfach identifizieren kann und somit die Geschichte quasi selbst miterlebt. Für mich ist „Offenbarung“ wieder ein absoluter Volltreffer, der Lust auf eine Fortsetzung macht.