Donnerstag, 23. Juni 2016

[Rezension] "Zorn und Morgenröte" von Renée Ahdieh


Buchinformationen


Originaltitel: The Wrath and the Dawn | Autor: Renée Ahdieh | Verlag: Lübbe ONE
Format: gebunden mit Schutzumschlag | Seiten: 400 Seiten | ISBN: 384-660-020-2 
Preis: 16,99€ [D]

Erschienen am 12. Februar 2016

Inhalt


Chalid ist der König der Könige, der große Kalif von Chorasan und ein Monster. Jeden Tag nimmt er sich eine neue Frau und lässt sie im Angesicht der Morgenröte hinrichten. Doch dann tritt Sharzad in sein Leben, die sich freiwillig als neue Braut gemeldet hat. Sie hat nicht vor nach nur einer Nacht zu sterben, denn sie sinnt auf Rache. Rache für den Mord an Chalids letzter Frau Shiva, Sharzads bester Freundin.
Durch eine List schafft sie es, ihr Überleben zu sichern und sich die Gunst des Kalifen zu verschaffen. Doch je näher sie Chalid kennenlernt, desto mehr schreckliche Geheimnisse offenbaren sich und lassen die Morde an seinen Frauen in einem ganz anderen Licht dastehen. Schon bald muss Sharzad sich entscheiden ob sie in Chalid weiterhin das grausame Monster sieht, welches sie vernichten will, oder einen jungen Mann, den seine eigene Vergangenheit gezeichnet hat und der ihr Herz unvermeidlich immer schneller schlagen lässt …

Rezension


„Zorn und Morgenröte“ ist für mich eines dieser Bücher bei denen man Angst hat, es zu Ende zu lesen, weil die Geschichte dann ja vorbei ist und man auf die Fortsetzung warten muss. Es passiert mir nur sehr sehr selten, aber ich habe mich gleich nach dem ersten Kapitel in das Buch verliebt und wollte einfach nicht, dass die Geschichte aufhört.

Das Buch spielt in dem Königreich Chorasan, welches von dem achtzehn Jahre jungen Kalifen Chalid Ibn al-Rashid regiert wird. Jeden Tag nimmt er sich eine neue Frau und tötet sie dann im Angesicht der Morgenröte. Das alleine verspricht schon eine spannende Geschichte und als man dann die Protagonistin Sharzad kennenlernt, war es eigentlich auch schon um mich geschehen. Nach nur drei Seiten hat mich das Buch so in seinen Bann geschlagen, dass ich genau wusste, dies ist ein seltenes 5 Sterne Buch für mich.

Sharzad meldet sich freiwillig als neue Braut des Kalifen um Chalids letztes Opfer, ihre beste Freundin Shiva, zu rächen. Sie hat vor, länger als nur eine Nacht im Palast des Kalifen zu überleben und sich sein Vertrauen zu erschleichen. Denn nur so sieht sie eine Chance, ihn zu töten und ihn damit, für das was er getan hat, büßen zu lassen. Und so beginnt sie ihm eine Geschichte zu erzählen, die jedoch länger dauert, als nur eine Nacht und so ist Chalid gezwungen, sie vorerst am Leben zu lassen.

Doch warum tut er dies eigentlich? Das ist eine Frage die einen lange durch das Buch hindurch begleitet. Es gibt immer mal wieder kryptische Andeutungen aber die Wahrheit erfährt Sharzad erst kurz vor Ende. Die Spannung zieht sich also durch das gesamte Buch hindurch.

Je länger Sharzad es schafft, am Leben zu bleiben, desto mehr erfährt man auch über Chalid. Er selber ist eine eher ruhige Persönlichkeit, aber dennoch bedrohlich. Er ist ein begnadeter Schwerkämpfer und sieht natürlich atemberaubend aus. Durch sein mysteriöses Verhalten fühlt Sharzad sich zwar auf der einen Seite zu ihm hingezogen, verliert dabei jedoch nicht ihre eigentliche Mission aus den Augen. Irgendwie hab ich mir die ganze Zeit gewünscht, dass irgendwer auf die Idee kommen sollte, die Geschichte als New Adult Roman neu zu schreiben. Die Geschichte hat absolutes Potenzial dazu!

Sharzad hingegen kann man vergleichen mit einem Sturm der im Palast des Kalifen wütet. Sie ist selbstbewusst und willensstark und ihre Schlagkräftigkeit ist einfach nur genial. Ich hab des öfteren beim Lesen gedacht ‚wow, starke Antwort Sharzad!‘ und ich konnte von ihr als Protagonistin einfach nicht genug bekommen. Sie bringt ordentlich Leben in den tristen Alltag des Palastes und zeigt auch Chalid ein ganz neues Leben. Und so schafft sie es auch eine ganz neue Seite an ihm zum Vorschein zu bringen.

Doch auch wenn Sharzads Leben vorerst nicht mehr in Gefahr zu sein scheint, gibt es Menschen, die dem Kalifen und seiner neuen Frau nach dem Leben trachten und nichts unversucht lassen, um den Beiden zu schaden. Jedoch gibt es auch viele Nebencharaktere, die treue Verbündete des Herrscherpaares sind, wie zum Beispiel Chalids Freund Jalal oder Sharzads Magd Despina. Die Beiden sind definitiv eine Klasse für sich und sind mir ebenso ans Herz gewachsen wie die Hauptcharaktere. Die Autorin gibt ihren Charakteren eine so individuelle Seele, dass man gar nicht anders kann, als sie ins Herz zu schließen und mit jeder Handlung mitzufühlen.

Früher oder später gelangt Sharzad dann natürlich in ein gewaltiges Gefühlschaos. Sie liebt Chalid abgöttisch, weiß aber, dass sie Shiva gegenüber loyal sein sollte. Und dann taucht auch noch ihre alte Liebe Tarik auf und bringt das Chaos erst richtig ins Rollen.

In einem parallelen Handlungsstrang liest man über die merkwürdigen Vorkommnisse in die Sharzads Vater sich verstrickt hat. Dieser fängt nämlich an mit alter Magie herumzuexperimentieren, um seine Tochter zu retten. Ihr seht also, dass das Buch auch einen kleinen Fantasy Touch hat, dadurch jedoch nicht abgedroschen oder die Geschichte an den Haaren herbeigezogen wirken lässt. Ich finde die Magie passt hervorragend in den Kontext des Buches und ich muss einmal mehr betonen wie begeistert ich von dem Buch bin.

„Zorn und Morgenröte“ hat alles, was ein perfektes Jugendbuch braucht. Spannung, eine wirklich tolle Protagonistin, die vor Stärke und Selbstbewusstsein nur so strotzt und nicht auf den Mund gefallen ist, und eine Liebesgeschichte wie buchstäblich aus „1001er Nacht“. Wer dieses Buch nicht liest, hat definitiv was verpasst.

Freitag, 3. Juni 2016

|Rezension| "Cry Baby - Scharfe Schnitte" von Gillian Flynn

Buchinformationen

Originaltitel: Sharp Objects | Autor: Gillian Flynn | Verlag: Fischer Verlag
Format: Taschenbuch | Seiten: 336 Seiten | ISBN: 
359-603-202-4
Preis: 9,99€ [D]

Erschienen am 21. Mai 2015

Inhalt

Camille Preaker ist eine mittelmäßige Journalistin die ihr Leben in den Tag hinein lebt. Gezeichnet durch ihre Vergangenheit, wollte sie nie wieder in ihre Heimatstadt Wind Cap zurückkehren. Doch als dort zwei junge Mädchen ermordet werden, setzt ihr Chef Mr Curry sie auf den Fall an und Camille muss sich unweigerlich ihrer Vergangenheit und ihrer Familie stellen.
In Wind Cap erfährt Camille dass die Mädchen stranguliert wurden und ihnen dann die Zähne entfernt worden sind. Die Morde scheinen in kein Raster zu passen und die Suche nach dem Mörder geradezu aussichtslos, doch dann beschleicht Camille ein fürchterlicher Verdacht, wer krank genug sein könnte, den Mädchen so etwas anzutun …

Rezension

„Cry Baby“ ist das erste Buch von Bestsellerautorin Gillian Flynn. Protagonistin der Geschichte ist Camille Preaker, eine junge Frau aus Chicago die von ihrer Vergangenheit gezeichnet ist und sich als mittelmäßige Journalistin für eine Zeitung durchschlägt. Als in ihrer Heimatstadt Wind Cap zwei Mädchen grausam ermordet werden, setzt ihr Chef Mr Curry sie auf die Story an. Doch dies bedeutet auch, dass Camille sich ihrer Familie und damit auch ihrer Vergangenheit stellen muss. Getrieben durch den Drang, endlich einen spannenden Artikel zustande zu bringen, willigt sie jedoch ein und übernimmt den Auftrag.

Noch bevor die Geschichte richtig in Fahrt kommt, merkt man bereits, dass das Buch eine sehr negative und depressive Atmosphäre hat. Dadurch dass die Geschichte aus Camilles Perspektive erzählt wird, sie psychisch gebrandmarkt ist und eigentlich auch gar keinen richtigen Antrieb im Leben hat, passt es natürlich. Ich war nur sehr überrascht wie schnell mich der Schreibstil auf Camilles Stimmungslevel heruntergezogen hat.

Sobald Camille in Wind Cap ankommt, lernt man das erste Mal ihre Familie kennen. Im Grunde genommen spaltet sich die Geschichte dort in zwei Teile und ich weiß bis zuletzt nicht, was im Endeffekt der Haupthandlungsstrang war. Zum einen wird der Mord an den beiden Mädchen Ann Nash und Natalie Wheeler in dem Buch behandelt, aber der jahreslange Konflikt zwischen Camille und ihrer Mutter Adora macht einen so großen Teil der Geschichte aus, dass die Morde fast schon in den Hintergrund geraten.

Um nähere Infos über die Mordopfer zu bekommen, interviewt Camille deren Familienangehörige und stößt hierbei auf einige verstörende Fakten. So waren die beiden gar nicht die vermeintlichen lieben Mädchen von nebenan, sondern neigten beispielsweise zu kleinen Gewalttaten an ihren Mitschülerinnen. Generell scheint es so, als sei das Buch sehr auf Frauen fokussiert. Alle wichtigen Personen in der Geschichte sind weiblich. Außerdem Hat jeder dieser Charaktere in dem Buch eine psychische Störung.

Camille selber leidet unter einer Störung die sie seit Kindesalter dazu bringt, alles aufzuschreiben was sie hört. Doch irgendwann fing sie an, die Sachen nicht nur zu Papier zu bringen, sondern sich diese auf die Haut zu schreiben und dann einzuritzen. Woher die Krankheit genau kommt erfährt man leider nicht, es ist aber anzunehmen, dass ihre schwierige Kindheit dazu geführt hat. Was mich auch schon zum nächsten Charakter bringt, nämlich Camilles Mutter Adora. Sie war nie in der Lage Camille richtig zu lieben und hat sie das natürlich auch spüren lassen. Stattdessen hat sie ihre Schwester Marian verwöhnt und umsorgt, bis diese schließlich schwer krank gestorben ist. So ergeht es auch Camilles Schwester Amma, die das Kind von Adora und ihrem neuen Mann ist.

Amma ist nochmal ein Kaliber für sich. Durch das krankhafte verhätscheln ihrer Mutter hat sie eine Störung entwickelt, die sie glauben lässt, dass sie über alles und jeden stehen würde. Andere Menschen behandelt sie oftmals würdelos und besonders ihre „Freundinnen“ wie eine Art Sklaven. Sehr bezeichnend fand ich Szene in der sie zum Schlachthof gefahren ist um die Schweine dort zu beobachten. Genau das beschreibt ihren Charakter perfekt, mehr muss man dazu nicht sagen.

Generell ist das Buch definitiv als Erwachsenenliteratur einzustufen, da der Inhalt sehr anstößig ist. Der Schreibstil an sich ist so negativ und eklig gehalten, als ob bewusst vermieden wurde auch nur einen Funken Positives in die Geschichte einzubauen. Gillian Flynn hat es wirklich geschafft den Inbegriff eines Psychothrillers zu schreiben. Leider hat man bereits nach den ersten 150 Seiten eine gewisse Vorahnung wer der Mörder der beiden Mädchen ist. Trotzdem ist das Buch unglaublich spannend weil die ganzen Charaktere so unberechenbar sind und man immer Angst hat, was diese sich gegenseitig als nächstes antun könnten.

Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, sodass es am Ende auch keinen Cliffhanger gibt. Stattdessen gibt es nochmal einen spannenden Plot Twist. Ich bin sehr begeistert von dem ersten Gillian Flynn Buch und es wird sicherlich nicht mein letztes gewesen sein. Ein Buch wie „Cry Baby“ habe ich noch nie zuvor gelesen, wirklich unvergleichbar.

Zum Ende dann noch einen kleinen Fun Fact. Und zwar hat die Autorin am 1. April auf ihrer Facebook Seite verkündet, dass das Buch (auf engl. Sharp Objects) von HBO als Serie rausgebracht wird mit Amy Adams in der Hauptrolle. Na wenn das mal nicht für die Qualität des Buches spricht. Ein absolutes Must Read!

Samstag, 28. Mai 2016

[Rezension] "Die Schatten von London" von Maureen Johnson

Buchinformationen


Originaltitel: The Name of the Star | Autor: Maureen Johnson | Verlag: cbt Verlag
Format: Klappenbroschur | Seiten: 512 Seiten | ISBN:
978-3-570-30943-8
Preis: 13,99€ [D]

Erschienen am 08. Dezember 2014

Inhalt

Kaum beginnt Rory ihren ersten Tag am Internat Wexford, beginnt eine grausame Mordserie London zu erschüttern. Ein Unbekannter ahmt die damaligen Jack the Ripper Morde nach, doch weder Überwachungskameras noch die Polizei bekommen den Mörder je zu sehen. Und obwohl es unmöglich scheint ihn zu fassen, steht Rory ihm plötzlich Auge in Auge gegenüber. Außer ihr scheint ihn aber niemand gesehen zu haben, geschweige denn sehen zu können.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn der Mörder zieht weiter seine blutigen Spuren durch London. Doch dann nimmt sein Spiel eine drastische Wendung und Rory scheint sein nächstes Opfer zu werden ...

Rezension

Die Geschichte beginnt mit Rorys Ankunft am Wexford Internat in London. Auf sie wirkt ihre neue Umgebung zunächst eher einschüchternd und sie weiß beim besten Willen noch nicht, wie sie mit ihren ganzen hochnäsigen Mitschülern klarkommen soll. Jedoch lernt sie schon bald ihre Zimmergenossin Jazza kennen, die zwar auf den ersten Blick wie ein verwöhntes Püppchen wirken mag, jedoch eher schüchtern und bescheiden ist. In ihr findet Rory dann schnell eine Freundin die ihr das Leben in der neuen Umgebung um einiges erträglicher macht.

Das friedliche Internatsleben wird jedoch bald von einer schrecklichen Mordserie erschüttert. Ein Unbekannter stellt die Morde von Jack the Ripper eins zu eins nach und versetzt damit die Bevölkerung in Angst und Schrecken. Einfach von der Idee her, finde ich das Buch so schon große Klasse.

Als dann klar wird, dass niemand den Mörder jemals zu Gesicht bekommen hat und nicht einmal Überwachungskameras in der Lage sind, ihn auf Band zu bekommen, beginnt das eigentlich Gruselige an der Geschichte. Denn ausgerechnet Rory ist die einzige, die ihn gesehen hat. Ab dem Punkt wird sie zum Mittelpunkt sämtlicher Ermittlungen von Polizei und Geheimdiensten. Man selber kommt als Leser leider sehr schnell dahinter, wieso Rory ihn als Einzige sehen kann. Ich finde das hätte man besser verpacken können um die Spannung länger aufrecht zu erhalten. Gerade wenn man schon viele Jugendbücher gelesen hat, ist es doch sehr vorhersehbar, was hinter dem Mysterium steckt.

Kurz darauf taucht eine neue Schülerin namens Boo am Internat auf und legt ein zugegebenermaßen recht merkwürdiges Verhalten an den Tag. Rory und Jazza scheinen sich zunächst nicht recht mit ihrer neuen Mitbewohnerin arrangieren zu können, bis klar wird, wer Boo eigentlich ist und wo sie herkommt. Auch hier sind die Zusammenhänge leider zu erahnen und der gewollte Überraschungseffekt blieb bei mir leider aus.

Dennoch finde ich die Idee hinter der Geschichte und den Aufbau der Story gut. Es ist halt nicht das Selbe Thema was man bereits in zig anderen Büchern schon gelesen hat. Klar, einige Motive sind einem einfach irgendwann bekannt, trotzdem bin ich mit dem Unterhaltungscharakter des Buches sehr zufrieden. Es gab eigentlich keine Stelle an der ich für mich gesagt habe, ich brauche mal eine Pause oder ich bin gelangweilt.

Lobenswert erwähnen muss ich ebenfalls, dass es kein nerviges Liebesdreieck gibt. Es wird in keinster Weise von der eigentlichen Story abgelenkt. Dennoch geht es um ein anderes wichtiges Thema, nämlich Freundschaft. Zwischen Rory und den Nebencharakteren entwickelt sich eine sehr schöne Beziehung die eben auch zeigt, wie wichtig es ist in brenzligen Lebenssituationen wahre Freunde zu haben.

Zum Ende hin wird die Geschichte durch einen spannenden Showdown abgerundet, wo ich ehrlicherweise wirklich mitgefiebert habe, wie Rory und ihre Freunde da jemals wieder aus der Situation herauskommen sollen. Und dann gab es leider auch wieder den unvermeidlichen Cliffhanger. Mittlerweile kommt ja kaum ein Buch, das Teil einer Serie ist, noch ohne aus.

Fazit

Mit Ausnahme von ein paar Kritikpunkten hinsichtlich der Vorhersehbarkeit war ich wirklich angetan von dem Buch und auch der Thematik. Ich finde das Buch sticht durchaus aus der Masse heraus und gehört nicht zu dem üblichen Jugendbücher Einheitsbrei. Das ganze Motiv mit Jack the Ripper, verpackt als Jugendthriller hat mir gut gefallen und ich werde definitiv den Folgeband lesen.

Freitag, 27. Mai 2016

Buch Haul Mai 2016 | Bisschen was fürs Herz und ein neuer Jennifer L. Armentrout Roman

Auch diesen Monat habe ich wieder in meinen örtlichen Büchereien gewildert. Dieses Mal muss ich mich wirklich selber loben, ich habe einige Schmuckstücke gefunden auf die ich mich schon megamäßig freue ;-)

Als erstes habe ich mir den ersten Teil der Dark Elements Reihe von Jennifer L. Armentrout mitgenommen (zum Lesen des Klappentextes aufs Bild klicken und vergrößern).
Ich bin echt gespannt ob die Bücher so gut sind wie alle sagen. Die Kritiken in der Bücher Community überschlagen sich ja förmlich vor Euphorie :-D


 Als zweites habe ich mir mal etwas aus dem Bereich Contemporary mitgenommen. Ich muss ehrlich sagen ich finde immer mehr Gefallen an Gegenwartsliteratur, obwohl ich eigentlich nie der Typ dafür war. Auch hier findet man fast ausschließlich gute Rezensionen zu dem Buch.



Samstag, 14. Mai 2016

p2 Sunshine Goddess Venus Beauty Blush & Bronzing Highlighter | Bilder und Swatches |

Wie jedes Jahr bringt p2 auch dieses Jahr wieder eine Sommerkollektion auf den Markt mit dem wunderschönen Namen Sunshine Goddess. Alle, die wie ich ein Faible für die Antike und alles was damit zusammenhängt haben, kommen hier voll auf ihre Kosten ;-)


Leider besteht die LE zu 90% aus Gold und Glitzer, was vieles sehr billig aussehen lässt. Schön fand ich allerdings den Blush und den Bronzing Highlighter und so durften die Beiden Hübschen bei mir einziehen.

Der Blush hat die Farbe 010 Sensual Rose und beinhaltet 5g. Der Bronzing Highlighter heißt 010 Refined Golden und ist mit 9g ein wenig größer als der Blush.

Als erstes habe ich ein paar Swatches von dem Blush gemacht. Dafür habe ich zwei verschiedene Lichtverhältnisse gewählt um zu sehen, wie die Farbe sich verhält.
Man sieht auf jeden Fall, dass die Farbe einen goldenen Schimmer hat, egal in welches Licht man geht. Auf den Wangen fällt dies aber nicht übermäßig auf, also man braucht keine Angst haben dass man aus 100 Meter Entfernung Gold im Gesicht leuchtet.



Leider verliert das schöne Silber Ornament am Rand des Blushes sofort den Schimmer wenn man nur einmal sanft drüberfährt. Ich schätze allerdings dass von dem Muster auch nicht mehr viel übrig bleibt wenn man ein oder zweimal mit dem Pinsel in dem Pfännchen war.


Auch beim Bronzer habe ich mehrere Swatches gemacht. Allerdings konnte ich da kaum einen Unterschied feststellen. Die Farbe schimmert in einem Gold-Braun Ton und ist in der Tat eher als Highlighter geeignet. Durch den goldenen Schimmer sollte man damit nicht zu großzügig auf den Wangen umgehen. Ich finde er macht sich sehr gut im Gesicht wenn man darunter ein wenig Selbstbräuner trägt um diesen typischen Sommer Glow zu bekommen.




Das war es auch schon. Was habt ihr euch gekauft? Haben euch die anderen Produkte mehr angesprochen als mich? Oder habt ihr auch nur zu dem Blush und dem Bronzer gegriffen?

Sonntag, 8. Mai 2016

[Rezension] "Monday Club - Das erste Opfer" von Krystyna Kuhn


Buchinformation


Originaltitel: Monday Club - Das erste Opfer | Autor: Krystyna Kuhn | Verlag: Oetinger
Format: gebunden mit Schutzumschlag | Seiten: 384 Seiten | ISBN:
978-3-7891-4061-7
Preis: 16,99€ [D]

Erschienen am 17. Juli 2015

Inhalt

Acht Wochen hat Faye ihre beste Freundin Amy nicht gesehen. Als sie dann plötzlich wieder in der Highschool auftaucht, ist von dem schönen und lebhaften Mädchen von einst kaum noch was übrig. Doch was ist mit ihr während der Sommerferien geschehen? Noch bevor Amy sich Faye anvertrauen kann, wird sie in einen tödlichen Unfall verwickelt.

Doch obwohl Amy zweifellos tot ist, sieht Faye sie eine Nacht später auf offener Straße. Doch kann sie ihren Augen trauen oder spielt ihr ihre Schlafkrankheit wieder einen Streich? Traum oder Realität? Faye weiß, dass diese beiden Dinge für sie nah beieinander liegen.
Und welche Rolle spielt der mysteriöse Monday Club der in ihrer Heimatstadt Bluehaven jeden Montag zusammenkommt? Faye macht sich auf die Suche nach Antworten, doch die Wahrheit fällt um einiges anders aus, als sie jemals hätte ahnen können …


Rezension

In „Monday Club“ geht es um Faye Mason, ein sechzehnjähriges Mädchen das an Idiopathischer Insomnie leidet. Durch den daraus resultierenden Schlafmangel hat sie in vielen Situationen ein Problem, die Wirklichkeit von einem Traum zu unterscheiden. Eine besondere Stütze war ihr immer ihre beste Freundin Amy. Doch diese war die kompletten acht Wochen der Sommerferien nicht in ihrer Heimat Bluehaven und auch nicht erreichbar.  Als Amy dann nach den Ferien in die Highschool zurückkehrt, verhält sie sich plötzlich wie ein anderer Mensch, geradezu traumatisiert.
Kurz darauf gesteht Amy, dass sie Faye dringend etwas erzählen müsse, doch soweit kommt es nicht. Denn nur wenige Minuten bevor die beiden Freundinnen sich treffen wollten, gerät Amy in einen tödlichen Unfall und verstirbt am Unfallort.

Die Geschichte nimmt hier einen Wendepunkt, da Faye das erste Mal in ihrem Leben anfängt ihr beschauliches Leben in Bluehaven zu hinterfragen. Getrieben durch ihre Trauer um Amys Verlust kommt sie nicht umhin zu glauben, dass hinter dem Unfall mehr stecken könnte, als man ihr weißmachen will.

Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive, sodass man die Handlung mit Faye miterlebt. Gerade durch ihre Krankheit sind so ihre Gedanken und Gefühle für den Leser gut fassbar. Dazu muss ich auch sagen, dass die Autorin es echt phänomenal hinbekommen hat, die Stimmung von Faye auf mich als Leserin zu übertragen. 

Die Atmosphäre erinnert stark an Pretty Little Liars, besonders als Faye anfängt, Nachforschungen über Amys Tod anzustellen. Für Faye bricht eine kleine Welt zusammen, als sie herausfindet, was Amy ihr alles verheimlicht hat und die Geschichte beginnt hier einen richtigen Spannungsbogen aufzubauen. Denn schnell findet Faye heraus, dass nicht nur Amy ihre Geheimnisse hatte. So ziemlich jeder in ihrer näheren Umgebung scheint ihr etwas zu verheimlichen.

Schon bald gerät dann der mysteriöse Monday Club in den Fokus, der regelmäßig in Bluehaven tagt. Doch was eigentlich die Aufgabe des Clubs ist und womit dieser sich beschäftigt ist unklar. Man kommt nur nicht umhin zu glauben, dass hinter ihm mehr steckt, als es auf den ersten Blick scheint. Denn urplötzlich wird auch Fayes Freund Josh zu den Monday Club Treffen geladen und distanziert sich forthin von ihr. Ich finde es wirklich gut wie das Buch gerade die richtige Menge an Informationen preisgibt um zwar gewisse Dinge aufzuklären, aber immer noch genug Rätselstoff für den nächsten Band übrig lässt.

Und obwohl das Buch den Nebencharakteren gar nicht so viel Präsenz bietet, spielt doch im Endeffekt jeder Nebencharakter eine größere Rolle. So taucht in Bluehaven zum Beispiel plötzlich ein Fremder namens Luke Salerno auf. Genau wie Faye den Tod ihrer besten Freundin nicht einfach hinnehmen kann, so will auch Luke herausfinden ob hinter dem Tod seines Vaters in Bluehaven vor einiger Zeit nicht doch mehr steckt.

Ebenfalls zu Gute halten muss ich dem Buch, dass es keine an den Haaren herbeigezogene Liebesgeschichte gibt, die einen Schatten über die eigentliche Handlung wirft. Man hat es tatsächlich mit einer reinen Mystery Thriller Geschichte zu tun. Nun habe ich auch viele Rezensionen gelesen, in denen gesagt wurde, dass die Auflösungen von beispielsweise Amys Fall viel zu einfach war und dass man durch den extremen Spannungsbogen wohl mehr erwarten würde. Ich kann mich dem nicht anschließen, denn ich finde dass die Lösung genau richtig war für die Handlung und vor allem auch wichtig für den Folgeband.  


Fazit

Krystyna Kuhn beweist einmal mehr, dass deutsche Autoren sich nicht hinter ihren amerikanischen Kollegen verstecken müssen. Mir hat ja bereits die „Das Tal“ Reihe sehr gut gefallen, da die Autorin einen sehr guten Schreibstil hat der diese typische Thriller Atmosphäre mit spielender Leichtigkeit auf den Leser überträgt. Ich finde Monday Club ist in jedem Falle ein Must-Read wenn man gerne zu Jugendthrillern greift oder auch, wenn man sich das erste Mal an dem Genre probieren möchte.

Samstag, 30. April 2016

[Rezension] "Nur ein Tag" von Gayle Forman


Buchinformation


Originaltitel: Just One Day | Autor: Gayle Forman | Verlag: Fischer FJB
Format: Paperback | Seiten: 432 Seiten | 
ISBN: 3841421067
Preis: 14,99€ [D]

Erschienen am 22. März 2016

Inhalt

Zu ihrem Highschool Abschluss bekommt Allyson von ihren Eltern eine Europa Reise mit ihrer besten Freundin Melanie geschenkt. Am letzten Tag ihrer dreiwöchigen Reise lernt sie Willem kennen. Ehe sie weiß, wie ihr geschieht, lädt Willen sie auf einen Tagestrip nach Paris ein. Und Allyson sagt ja.
Völlig berauscht von ihrer spontanen Entscheidung und der Freiheit die Will ihr für einen Tag bietet, entwickelt sich eine kleine Romanze zwischen den Beiden.
Doch als Allyson am nächsten Morgen in Paris aufwacht, ist Will verschwunden und für Allyson bricht eine Welt zusammen. Sie kehrt nach Hause zurück  und versucht am College ihr normales Leben fortzusetzen. Doch wie kann sie jemals den Menschen vergessen, der ihr in nur einem Tag alles geben konnte, wonach sie sich schon immer gesehnt hat?

Rezension

„Nur ein Tag“ ist wohl mit Abstand eines der einzigartigsten Bücher, die ich je gelesen habe. Und obwohl ich es im Großen und Ganzen gut fand, habe ich einige Kritikpunkte. Aber dazu später mehr.

Das Buch handelt von Allyson, einer Highschool Absolventin, die nach ihrem Abschluss eine von Teen Tours organisierte Reise durch Europa macht. Mit im Schlepptau ist ihre beste und einzige Freundin Melanie. Während Allyson eher das brave Mädchen von nebenan ist, ist Melanie um einiges sprunghafter und erfindet sich quasi jede Woche neu.

Während die Beiden ihren letzen Tag in England verbringen, lernen sie eine Schauspielgruppe kennen. Unter ihnen ist ein junger Mann namens Willem, der Allyson kurzerhand auf einen spontanen Tagestripp nach Paris einlädt. Und obwohl sie Will eigentlich gar nicht kennt, lässt sie sich darauf ein. Ja genau, sie tut das, wovor Eltern ihre Kinder ein Leben lang warnen. Hier beginnt leider auch mein erster Kritikpunkt. An sich hab ich damit überhaupt kein Problem, dass die beiden auf eine spontane Reise gehen. Mir wäre es nur um einiges authentischer gewesen, wenn Will und Allyson sich davor zumindest richtig kennengelernt hätten. Denn gerade Allyson wird im Buch als sehr vernünftig und intelligent dargestellt, rein logisch betrachtet, macht es keinen Sinn dass sie sich so spontan auf Will einlässt. Gut, da mag natürlich auch ein bisschen der Reiz des Unbekannten mit hineinspielen nehme ich mal an. Gerade wenn Teenager ein Alter erreicht haben, in dem sie sich gerade finden und sich fragen, wer sie eigentlich sind, wird viel mehr ausprobiert und nach Abenteuern gesucht. So würde das zumindest für mich einen Sinn ergeben.

Sehr schnell wird dann auch Allyson klar, dass sie sich in eine missliche Lage gebracht hat, besonders da Will auf ihrer Zugfahrt nach Paris des Öfteren mal länger verschwindet. Doch selbst dann macht sie keinen Rückzieher. Und so geschieht das Unvermeidliche. Es entwickelt sich eine kleine Romanze.
Ja, die vernünftige und gut erzogene Allyson verliebt sich nach nur wenigen Stunden in einen Fremden.  
Selbst als Will plötzlich anfängt mit anderen Frauen im Zug zu flirten, lässt Allyson sich nicht von ihrem Kurs abbringen. Dabei mochte ich Allyson als Charakter wirklich gern. Besonders ihre Gedankengänge, als sie anfängt ihr Leben und die durch ihre Eltern bestimmten Ziele zu überdenken, haben mich wirklich mitgerissen. Man liest dieses Buch und merkt dann tatsächlich, wie man sich gleichzeitig mit Allyson über gewisse Dinge Gedanken macht und umso spannender ist es dann, ob sie bei ihren Gedanken und Entscheidungen bleibt.

Will hingegen ist das komplette Gegenteil von Allyson. Er lebt in den Tag hinein und lässt sich von Zufällen durchs Leben tragen. Während er mit Allyson unterwegs ist, flirtet er mit erstaunlich vielen Frauen und benimmt sich wie ein richtiger Playboy. Und das nicht im Sinne von Christian Grey. Ja er ist witzig und charmant aber alleine die Tatsache, dass er unterwegs öfter einfach mal verschwindet und Allyson in Paris alleine stehen lässt macht ihn einfach unsympathisch.

Und so kommt es, wie es kommen muss. Allyson wacht am nächsten Morgen auf und Will ist verschwunden. Über Umwege schafft sie es nach Hause und versucht sich ein neues Leben am College aufzubauen. Dies ist für mich eigentlich erst der richtig interessante Teil des Buches. Denn hier beginnt Allysons charakterliche Entwicklung. Unter anderem auch inspiriert durch Wills ungezügelten Lebensstil versucht sie herauszufinden, was sie im Leben eigentlich wirklich erreichen möchte. Neue Menschen treten in ihr Leben, die mir als Nebencharaktere auch sehr gefallen haben, und sie behauptet sich das erste Mal im Leben gegen ihre Eltern. Sie lernt andere Prioritäten zu setzen so kommt es wie es kommen muss und sie begibt sich auf die Suche nach Antworten. Antworten, die ihr endlich die Frage beantworten sollen, was es wirklich mit Will auf sich hatte und warum er sie einfach so hat sitzen lassen.

Zum Ende hin konnte ich dann gar nicht mehr aufhören zu lesen und war so in meinem Lesefluss, dass ich total überrascht war, als das Buch plötzlich zu Ende war. Deswegen kann ich nur nochmal betonen, dass Will mir echt negativ aufgestoßen ist, aber als sich die Handlung dann nur noch um Allyson drehte, war ich Feuer und Flamme für die Geschichte.
Um dann auch wirklich Antworten zu bekommen, muss man leider das zweite Buch lesen, denn die Geschichte endet mit einem bösen Cliffhanger.

Fazit

Ich bin eigentlich kein großer Leser von Contemporary Büchern, dennoch hat mich „Nur ein Tag“ wirklich überrascht. Am Anfang wusste ich noch nichtmal, ob ich das Buch überhaupt beenden werde, doch als sich die Geschichte anfing sich rein auf Allyson zu konzentrieren, konnte ich es nicht mehr weglegen. Eine tolle Protagonistin, mit der man mitfühlen und mitfiebern kann und die ein authentisches Bild einer jungen Frau auf dem Weg ihrer Selbstfindung darstellt.

Montag, 25. April 2016

Buch Haul April 2016 | Der Trend geht zur Zweitbücherei

Vielleicht kennt ihr das ja, ihr liebt eure örtliche Bücherei aber auf Neuerscheinungen muss man immer Wochen warten. Ich habe mich deshalb in der nächstgrößeren Stadt zusätzlich in der Bücherei angemeldet und gleich ein paar Schätze mitgenommen.

Nummer eins ist der erste Band der Outlander Reihe. Was wäre ein echtes Fangirl ohne jemals Outlander gelesen zu haben. Ja ich habe Outlander noch nicht gelesen ... 



Als nächstes habe ich mir Gone Girl mitgenommen. Jeder kennt es, jeder redet drüber ... nur ich bis jetzt noch nicht :D


Ebenfalls extrem gehypt, besonders unter den BookTubern, ist dieses Buch von Jennifer Niven. Eigentlich bin ich nicht der Typ für Contemporary aber irgendwas muss das Buch ja haben wenn jeder es toll findet.



Und zu guter Letzt noch ein Buch der Pretty Little Liars Autorin Sara Shepard. Diese hat eine neue Serie auf den Markt geworfen mit dem Namen (Achtung Zungenbrecher) "The Perfectionists". Der Klappentext erinnert mich sehr an Pretty Little Liars, aber ich lieeebe die Bücher und die Filme einfach so sehr, dass es mich gar nicht stören würde wenn diese Serie in dem selben Stil gehalten ist.


Sonntag, 24. April 2016

Essence Lights of Orient Matt Lipstick | Bilder und Swatches |

Wenn ihr auch zu den eifrigen Beauty  LE Jägern gehört, habt ihr mit Sicherheit schon die neue Essence Lights of Orient LE entdeckt. Hier möchte ich euch einen kleinen Eindruck von den Lippenstiften geben, die es dieses Mal gab. 

Essence hat sich dabei an dem momentanen Matt Trend orientiert und drei verschiedene Farben mit mattem Finish in die LE integriert. 


03 The Sultan's Daughter | 02 Princess Jasmines Choice | 01 Belly Dancing Queen




Schön finde ich, dass die Lippenstifte nicht diesen kompletten matten Filter über die Lippen legen, sondern eher ein velvet Finish haben. Trotzdem musste ich eine dicke Schicht von meinem EOS darunter tragen, weil die Farbe sich sonst sehr trocken auf den Lippen anfühlt.

Wirklich zu loben ist die Haltbarkeit der Lippenstifte. Überstehen sogar fleißiges Kaffeetrinken und erst nach dem zweiten Essen musste ich nachschminken.
Mein Liebling ist der rötliche Lippenstift 01 Belly Dancing Queen. Ein absolutes Must Have für ein abendliches Date oder für den Club.
Die anderen beiden Lippenstifte sind genial für ein tägliches Alltags MakeUp. Den 02 Princess Jasmins Choice trage ich total gerne zur Arbeit, weil der meinem Büro MakeUp einen dezenten, edlen Touch verleiht.


Ich finde mit 2,45€ pro Lippenstift kann man echt nichts falsch machen. Es gibt sie sowohl in dem Rossmann als auch in dem DM Aufsteller. Die Chancen noch welche zu bekommen, sollten also gut sein, Ansonsten könnt ihr diese auch bei Kosmetik4Less kaufen, wie ich zu meiner Freude festgestellt habe.

Samstag, 2. April 2016

[Rezension] "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" von Sabaa Tahir

Buchinformation


Originaltitel: An Ember in the Ashes          Autor: Sabaa Tahir          Verlag: Lübbe ONE
Format: gebunden mit Schutzumschlag    Seiten: 507 Seiten   
ISBN: 384-660-0091       Preis: 16,99€ [D]

Erschienen am 15. Mai 2015

Inhalt

Laia hat durch die Hand des Imperiums alles verloren. Als man auch ihr nach dem Leben trachtet und ihren Bruder entführt, muss sie fliehen und gerät in die Hände von Rebellen. Diese missbrauchen sie für ihre Zwecke und schleusen sie als Spionin in das Haus der Kommandantin ein. Doch für Laia zählt nur eines: ihren Bruder aus den grausamen Händen des Imperiums zu befreien.

Elias ist in seinem letzten Ausbildungsjahr als Elitekämpfer für das Imperium. Doch sein Schicksal als totbringende Maske widerstrebt ihm und immer wieder stellt er in Frage, ob er seine Zukunft voll und ganz dem Imperium widmen kann. Als er dann auf die versklavte Laia trifft, werden seine Glaubenssätze abermals auf den Kopf gestellt.

Rezension

„Elias & Laia – Die Herrschaft der Masken“ ist momentan einer der am meisten gehypten Bücher in der Blogger Community. Und wie das mit solchen Büchern nun mal so ist, will jeder natürlich wissen, was an diesem Hype eigentlich dran ist. Gerade sowas macht mich immer neugierig, weil man dann auch eine gewisse Erwartungshaltung dem Buch und der Geschichte gegenüber bekommt.

Die Geschichte spielt in dem sogenannten Imperium, das vom gesellschaftliche Aufbau her sehr an die römische Antike erinnert. In dem Buch geht es um zum Einen um Laia, ein Mädchen aus dem gemeinen Volk. Ihre Familie wird von den sogenannten Masken, Elitekämpfer des Imperiums, ermordet und ihr Bruder entführt. Ihnen wird vorgeworfen Sympathisanten des Widerstandes zu sein. Laia schafft es zu entkommen, läuft jedoch geradewegs dem Widerstand in die Arme. Sie schafft es einen Deal mit ihnen auszuhandeln, sodass sie als Sklavin an die Kommandantin der Schwarzkliff Akademie verkauft wird um für den Widerstand zu spionieren und die Rebellen ihr im Gegenzug helfen, ihren Bruder zu befreien.

Protagonist Nummer zwei ist Elias, ein Junge mit überraschendem Familienhintergrund und angehender Elitekämpfer des Imperiums. Seit seiner Kindheit wird er in der Schwarzkliff Akademie trainiert um eine Maske zu werden, ein totbringender Soldat im Dienste des Imperators. Doch Elias ist mit seinem Schicksal nicht ganz im Reinen.

Gleich vorweg muss ich leider sagen, dass das Buch nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat. Zugegebenermaßen waren diese aber auch extrem hoch. Der Grund warum ich dann so enttäuscht war, ist einfach dem Plot geschuldet. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass irgendetwas passiert, was einem nicht schon aus anderen Büchern bekannt vorkommt. Der Handlungsverlauf ist meiner Meinung nach sehr vorhersehbar und so gerne ich vor allem aus Elias Perspektive gelesen habe, ich kam nicht an diesen Punkt wo ich mir dachte „wow das ist den Hype echt wert“.

Gerade als sich im Laufe der Geschichte dann die Wege von Laia und Elias kreuzen hab ich eine viel dramatischere Wendung des Plots erwartet. Doch stattdessen entsteht eine sehr gezwungene Romanze, bei der man keinerlei Chemie zwischen den Charakteren spüren kann. Ich glaube dies liegt zum größten Teil daran, dass Elias und Laia einfach grundsätzlich so verschieden sind, dass da auch einfach nichts harmonieren kann.

Elias ist ein typischer Krieger Typ. Er ist willensstark, mutig und klug. Ihm nimmt man das, was er denkt, ohne zu zögern ab. Seine Abneigung gegen das Imperium zeigt sich nicht nur dadurch, dass er sich weigert seine Maske pausenlos zu tragen sondern auch durch seine Fluchtgedanken. Er möchte frei sein und nicht im Dienste eines grausamen Imperiums dessen Feinde niedermetzeln und Schrecken verbreiten. Rein vom Lesefeeling hab ich Elias‘ Kapitel so unglaublich gerne gelesen. Besonders die Szenen mit seiner besten Freundin Helena haben mir echt gut gefallen. Helena ist ebenfalls eine Masken Anwärterin in der Schwarzkliff Akademie und eine absolute Power Frau, der man ihre Rolle ebenso abnimmt wie Elias. Ich hätte so gerne mehr über sie erfahren aber leider hat sie es nur  zu einem Nebencharakter in der Geschichte geschafft.

Bei Laias Kapiteln hab ich hingegen echt Probleme gehabt, mich überhaupt in das Geschehene hineinzuversetzen. Bei manchem Punkten dachte ich mir wirklich nur, das Mädchen hat mehr Glück als Verstand. Ich hatte ein wenig das Gefühl, die Autorin hat zwar versucht aus Laia eine mutige und selbstbewusste junge Frau zu machen, aber die meiste Zeit kam sie mir einfach nur schwach vor. Klar sie mag tapfer sein bei dem was sie als Sklavin der grausamen Kommandantin alles einstecken muss, jedoch versteh ich nicht wieso man sie als große Heldin der Geschichte einsetzt, wenn sie das gesamte Buch hindurch nur durch die Hilfe Anderer überlebt. Selbiges gilt für ihre selbst auferlegte Mission ihren Bruder zu befreien. Sie verlässt sich gutgläubig darauf, dass die Rebellen ihren Bruder befreien wenn sie die Drecksarbeit erledigt. Genauso gut hätte sie sich einfach einen Verbündeten suchen können und die Rettungsaktion selber durchführen können. Dann wäre die Geschichte aber natürlich zu schnell vorbei gewesen. Mir fehlte im Großen und Ganzen einfach der Bezug zu Laia.

Fazit

Insgesamt fand ich das Buch okay. Es gibt Dinge die ich an der Geschichte wirklich mochte, aber das gewisse Etwas fehlte letzten Endes.  Gerade wenn man ein junges Mädchen als Heldin einsetzt hätte man als Autorin mit der Charakterentwicklung spielen können und viel mehr aus dem durchaus bestehenden Potential herausholen können.
Leider hatte ich auch das Gefühl dass die Geschichte nicht richtig zum Punkt gekommen ist. Natürlich gab es einen sauberen Handlungsfluss aber ich konnte am Ende nicht sagen, was genau der Sinn hinter dem Plot ist. Dadurch dass ich Elias aber wirklich mochte und seine Kapitel mich am lesen gehalten haben, würde ich das Buch dennoch weiterempfehlen.

Samstag, 9. Januar 2016

[Rezension] "Das Juwel" von Amy Ewing

Buchinformation


Originaltitel: The Juwel        Autor: Amy Ewing        Verlag: Fischer FJB
Format: gebunden mit Schutzumschlag        Seiten: 448 Seiten         ISBN: 978-3-8414-2104-3       Preis: 16,99€ [D], 17,50€ [A]

Erschienen am 20. August 2015



Inhalt

Violet Lasting ist ein Surrogat. Wie alle Mädchen aus den ärmeren Ringen der Ewigen Stadt wird sie ausgebildet, um an die Adligen im Herzstück der Stadt verkauft zu werden und für diese Nachkommen zur Welt zu bringen.
Auf der Auktion wird Violet von der Herzogin vom See ersteigert. Doch das Leben im Juwel entpuppt sich als alles andere als glamourös und prachtvoll. Surrogate werden ermordet, Intrigen werden gesponnen und zwischen den Adligen entbrennt ein Wettbewerb, wer am schnellsten das perfekte Kind bekommt.
Doch so ausgeliefert Violet der Situation auch scheint, es gibt dennoch Hoffnung. Was ist wahr daran, dass die Fürstenzofe sie aus dem Palast schmuggeln möchte? Und wie sehr kann sie ihren Gefühlen zu Ash, dem Gefährten der Nichte der Herzogin trauen? Nichts ist so wie es scheint … 

Rezension

„Selection“ trifft auf „Wither“. Wie bei vielen neuen Dystopien wird auch in „Das Juwel“ das Rad nicht neu erfunden. Und dennoch hat mich die Geschichte gefesselt bis zur letzten Seite.

Schauplatz des Buches ist die sogenannte „Einzige Stadt“. Diese ist aufgebaut in verschiedenen Ringen. Der äußerste Ring ist der „Schlot“, aus dem auch Violet stammt. Wie alle Mädchen aus den ärmeren Rängen wurde sie als Surrogat in ein Ausbildungslager geschickt, um dort zu lernen, wie sie ihre sogenannten „Auspizien“ einsetzen kann. Dies sind Kräfte, die nur die Mädchen aus den armen Ringen haben, und womit man Größe, Form und Farbe von Dingen verändern kann.
Leider erfährt man nicht, wie sich diese Auspizien ursprünglich entwickelt haben und warum  nur bestimmte Mädchen diese Gabe besitzen. Hier ist halt die Frage, ob die Autorin sich einfach keine Gedanken darüber gemacht hat oder ob wir im zweiten Band dann aufgeklärt werden. Aber ich finde schon, dass die Auspizien ein wichtiger Teil der Geschichte sind, über den man als Leser auch mehr Input bekommen sollte.  

Die Mädchen werden dann mit 16 Jahren in einer Auktion an die Adligen verkauft. Diese bewohnen den innersten Kreis der Ewigen Stadt, das sogenannte „Juwel“.
Bevor die Auktion beginnt, werden die Surrogate hübsch gemacht und vorbereitet um dem Publikum präsentiert werden zu können. Violet bekommt eine Zofe zur Seite gestellt, ein Mann namens Lucien. Wer würde da nicht sofort an Cinna denken und seine erste Begegnung mit Katniss?
Die Beiden freunden sich schnell an und Lucien wird für Violet eine Art „Partner in Crime“ wenn ihr versteht was ich meine. Dennoch hat er seine eigenen Pläne mit ihr … was genau er vorhat, erfährt man jedoch erst am Ende der Geschichte.

Violet wird letzten Endes von der Herzogin vom See ersteigert. Diese macht keinen Hehl daraus, dass Surrogate für sie nur Objekte sind und so begrüßt sie Violet mit einer ordentlichen Ohrfeige.
Anstatt dann in dem versprochenen Luxus zu schwelgen, muss Violet lernen, sich den Launen und Wünschen der Herzogin unterzuordnen und ihr das gewünschte Kind zu gebären. Dass dahinter mehr steckt, als einfach nur Nachkommen in die Welt zu setzen, erkennt Violet erst, als ein talentiertes Surrogat tot aufgefunden wird. Dennoch wird auch bis zu dieser Stelle nicht einmal aufgeklärt, weshalb der Adel keine Kinder bekommen kann bzw. warum nur die Kinder aus dem Sumpf die Auspizien haben. Warum auch immer, aber die Autorin geht mit Hintergrundinformationen sehr spärlich um, was eigentlich sehr schade ist. Ich finde, wenn man schon ein interessantes Konzept hat, dann sollte man dem Leser doch auch den Hintergrund erklären können, damit das Ganze Konstrukt auch authentisch ist.

Während der Zeit im Juwel lernt Violet eine Reihe neue Leute kennen, unter anderem Carnelian, die Nichte der Herzogin. Eher geduldet als gewollt im Palast aufgrund ihrer Herkunft, bekommt diese von der Herzogin einen Gefährten an die Seite gestellt, damit sie quasi beschäftigt ist. Sein Name ist Ash.
Und während zwischen Violet und Carnelian die Stimmung ohnehin eher angespannt ist, entwickelt sich zwischen Violet und Ash eine unerwünschte Romanze. Diese ist jedoch leider sehr an den Haaren herbeigezogen.

Bei den Beiden handelt es sich um eine typische Instant Love Story, das heißt, ein zwei Male über den Weg gelaufen und vollkommen hin- und weg voneinander. Als Leser hat man gar keine Zeit sich richtig darauf einzustellen bzw. sich daran zu gewöhnen.
Ich glaube es fanden drei heimliche Treffen statt, da schwört Ash Violet schon die ewige Liebe. Im Grunde genommen, macht es einfach keinen Sinn was in dieser Beziehung passiert.

Doch trotz der Liebesgeschichte geht es in dem Buch doch hauptsächlich um Violets Aufgabe als Surrogat und hier muss ich wirklich ein gutes Wort über den Schreibstil der Autorin verlieren. Denn sie schafft es, dass man sich jede noch so brutale Szene bildlich vor dem eigenen Auge vorstellen kann. Besonders die Teile der Geschichte, die von Violets Besuchen beim palasteigenen Gynäkologen erzählen, gehen einem doch sehr unter die Haut. Dieser ist zwar ein sehr verständnisvoller Mensch, tut jedoch auch nur seinen Job.

Fazit

Alleine wegen der Vielfalt der Geschichte, lohnt es sich schon, das Buch gelesen zu haben. Das Konzept an sich kennt man in Teilen bereits aus anderen Dystopien, und auch wenn man merkt, dass „Das Juwel“ ein Debütroman ist, so fühlt man sich doch gut unterhalten.

Man braucht von den Protagonisten keinen tiefgründigen Charakter erwarten, doch ich denke, dass Violet in den Folgebänden das Potenzial dazu hätte, sich weiterzuentwickeln.           

Sonntag, 23. August 2015

Buch Haul August 2015 | Prinzessinnen und böse Jungs


Da sind es doch tatsächlich zwei Mädchen Bücher geworden ^.^
Geht es nur mir so, oder sieht das Cover von "Das Juwel - Die Gabe" der Selection Reihe sehr zum Verwechseln ähnlich? Ich fürchte ja ein wenig, dass es jetzt losgeht wie mit der Twilight Serie und viele Jugendbuch Cover an die Reihe angelehnt werden ... Einfach nur weil es Marketing wirksam ist.
Nichts desto Trotz, eine Augenweide sind die Cover ja <3 p="">


 Auf "Das Juwel - Die Gabe" bin ich ja besonders gespannt. Ich liebe es, neue Dystopien zu entdecken und das hier klingt ja sehr ähnlich wie die Selection Reihe. Ich hab das Buch auch schon angelesen und bis jetzt liest es sich ganz gut. Ich hoffe nur, dass der Hauptteil sich im Endeffekt nicht wirklich als eine Kopie einer anderen Geschichte entpuppt.


Auch das letzte Buch der "After" Serie musste mit, obwohl ich ja bis jetzt tatsächlich nur den ersten Teil gelesen habe. Meine Rezension dazu findet ihr >HIER<
Ich finde die Bücher kann man besonders jetzt im Sommer schön mal zwischendurch auf dem Balkon oder am Strand lesen. Es ist halt kein großes literarisches Goldstück, aber eine gute Unterhaltung um einen sonnigen Tag zu genießen.


Ich habe nur leider das Bedürfnis diesen Kommentar von POPCORN auf dem Klappentext anzuprangern. Edward Cullen darf ja gerne Platz machen aber Christian Grey wird hier nicht vom Schmuddel Olymp vertrieben :-D




Mittwoch, 20. Mai 2015

Buch Haul Mai 2015 | Rockstar Werwölfe, Aliens und die letzte Fahrt der Godspeed


Ist es nicht ein wunderschöner pinker Stapel? ^.^
Ist mir erst hinterher aufgefallen, dass mich mein Bücherkaufwahn heute zu drei Büchern in Mädchenfarben hat greifen lassen. ABER damit hab ich dann auch endlich die Godspeed Trilogie vollständig, ich habe die Fortsetzung von Obsidian und kann sofort das zweite Buch lesen während ich noch das erste hype UND ich habe dieses absolut wunderschöne Spin-Off zur "Nach dem Sommer" Trilogie aka "Wolves of Mercy Falls" Trilogy, wie sie auf Englisch so schön heißt.











Donnerstag, 7. Mai 2015

[Rezension] "Die 5. Welle" von Rick Yancey


Buchinformation


Originaltitel: The 5th Wave        Autor: Rick Yancey        Verlag: Goldmann Verlag    
Format: gebunden mit Schutzumschlag        Seiten: 480        ISBN: 978-3-442-31334-1       Preis: 16,99€ [D], 17,50€ [A]
Erschienen am 14. April 2014

Website: http://www.rickyancey.com/

Inhalt


Cassie ist 16 Jahre alt, als die Anderen mit ihrem Raumschiff kommen um die Erde von den Menschen zu säubern. Mit der ersten Welle nehmen sie ihnen den Strom. Die zweite überflutet die Küsten. Die Dritte ist eine verheerende Seuche. Die vierte Welle sind Silencer, Assassinen aus den Reihen der Anderen, die die letzten Überlebenden der Menschheit töten sollen.

Cassie haben die Wellen ihre Familie und Freunde gekostet, einzig ihr Bruder Sammy ist vermeintlich noch am Leben. Erpicht darauf ihn zu finden und aus den Reihen der Anderen zu befreien, macht sie sich auf die Suche nach Sammy. Als sie auf einem Highway angeschossen wird, wird sie von einem weiteren Überlebenden namens Evan Walker gerettet. Doch je näher sie ihn kennenlernt, desto mehr Misstrauen wächst in ihr über seine Identität. Und als die fünfte Welle über sie hereinbricht, erfährt Cassie die Wahrheit über die letzten Überlebenden auf der Erde …

Rezension:


„Die 5. Welle“ ist glaub ich mitunter eines der einzigartigsten Bücher die ich jemals gelesen habe. Der Plot, der Schreibstil, die Erzählperspektiven, alles passt perfekt zusammen.
Die Geschichte beginnt mit einer Art Rückblick in dem die sechszehnjährige Cassie von der Ankunft der Anderen berichtet. Viele glaubten, dass sie gekommen sind um die Menschheit entweder zu retten oder zu versklaven. Dass die Anderen jedoch die Menschheit komplett auslöschen wollen, damit hat niemand gerechnet. So geht es einem eigentlich auch als Leser. Man versteht erst nicht wirklich was dort vor sich geht, bis man nach und nach erfährt, dass die Menschen der Reihe nach getötet werden.

Es fängt damit an, dass die Anderen den Menschen ihren Strom wegnehmen. Flugzeuge fallen wie tote Fliegen vom Himmel, Autos bleiben in Massen auf den Straßen stehen und der Reihe nach geht überall das Licht aus. Man kann es sich so richtig wie in einem guten Apokalypsen Film vorstellen und genauso war es auch beim Lesen. Kopfkino vom Feinsten. Man hat zu jeder Szene die richtigen Bilder im Kopf, was auch viel damit zu tun hat, dass der bildliche Schreibstil das automatisch im Kopf des Lesers erzeugt.

Mit der zweiten Welle werden die Küstenregionen überflutet und jedes Leben dort wird weggespült. Die dritte Welle, eine blutige Seuche, trifft eines von Cassies Familienmitgliedern und entfacht dort das erste Mal so etwas wie Rachedurst in ihr. Es wird nicht direkt erwähnt aber man merkt es dadurch, wie ihre Denkweise sich verändert. Hoffnungen auf Rettung gehen verloren, was bleibt ihr noch wenn nicht Vergeltung? Mit der vierten Welle beginnt sich das Chaos unter den Menschen auszubreiten. Wem kann man noch vertrauen wenn die Silencer so aussehen wie ganz normale Menschen? Ich wurde davon selber angesteckt und hab angefangen in jedem Charakter einen potentiellen Verräter zu sehen.

Hoffnung keimt zumindest dann auf, als die Kinder der Überlebenden von einem Militärtrupp in ein sicheres Camp gebracht werden. Doch auch an dieser Stelle wird man relativ schnell skeptisch und man fragt sich wie  es sein kann, dass Millionen von Menschen hilflos ermordet wurden und plötzlich ein Haufen Soldaten ankommt und berichtet dass sie unter dem Raumschiff eine sichere Basis errichtet haben. Auch Cassie spürt relativ schnell dass hier irgendwas faul ist, jedoch muss sie mit zusehen, wie ihr kleiner Bruder Sammy fortgebracht wird. Lediglich ein Versprechen, dass sie ihn finden und nachkommen wird, hat sie ihm mit auf den Weg geben können…
Und dann kommt es wie es kommen muss und die Ereignisse überschlagen sich. Und ehe Cassie sich versieht ist sie die vermeintlich letzte Überlebende der vierten Welle.

Auf sich alleine gestellt wird sie jedoch auf einem Highway von einem Silencer angeschossen und eigentlich denkt man sich schon, okay jetzt ist es aus mit ihr, aus der Situation kommt sie nicht mehr raus, sie ist so gut wie tot.
Aber da die Geschichte sich gerne mal um hundertachtzig Grad wendet, wird Cassie von einem weiteren Überlebenden gefunden (sogar einem verdammt gut aussehenden Überlebenden) und von ihm gesund gepflegt. Trotz Lebensrettung und allem drum und dran traut Cassie ihm natürlich keine fünf Meter über den Weg. Er stellt sich ihr als Evan vor und seine Geschichte scheint der ihren sehr zu ähneln, doch wir befinden uns hier mitten in einer Alien Invasion und jeder könnte ein Verräter an der Menschheit sein.
Da das hier ein Jugendbuch ist darf eine kleine Romanze natürlich nicht fehlen und so entwickelt sich zwischen Cassie und Evan relativ schnell etwas, was für mich aber tatsächlich ein wenig zu schnell ging. Sowas ist für mich einfach nicht nachvollziehbar wenn man sich paar Tage kennt, dass man sich sofort ineinander verliebt. Nein nein nein. Auch wenn beide buchstäblich die letzten Menschen auf der Erde sind, aber nein. Es hätte sich vorher wenigstens eine Chemie zwischen den beiden aufbauen müssen, dann wäre das Ganze um  einiges glaubhafter gewesen aber so erscheint mir die Romanze doch sehr an den Haaren herbeigezogen.
Da Evan schwört, dass er für sie sterben würde, will er sich Cassies Mission anschließen und ihr helfen, Sammy zu finden.

Doch neben Cassies Geschichte gibt es noch eine weitere Erzählperspektive. Hierbei handelt es sich um Ben Parish, Cassies Schwarm aus der Highschool. Er wurde ebenfalls in das Militärlager evakuiert und wird dort mit anderen Teenagern zu einem Soldaten ausgebildet. Ihnen wurde dort eingebläut dass sie die letzte Hoffnung für die Menschheit sind und die Anderen bekämpfen sollen, wenn die Zeit gekommen ist. Doch auch hier wird einem schnell klar, irgendetwas stimmt nicht. Und das ist das Großartige an dem Buch, egal was passiert, nichts ist so wie es scheint. Alles könnte möglich sein. Die ganze Geschichte ist eine Ansammlung von Spannungsbögen wodurch man von einer Seite zur nächsten fliegt und nicht mehr aufhören kann zu lesen.

Interessant ist es, wie am Ende die beiden Erzählstränge zusammenführen und welche Rolle dabei Sammy spielt. Die letzten fünfzig Seiten kamen mir vor wie zwei, so schnell hab ich das Ende verschlungen. Es bleiben aber so viele Fragen unbeantwortet, dass ich wirklich schon nach der Fortsetzung giere und es kaum abwarten kann, weiterzulesen.

Fazit:


„Die 5. Welle“ ist für mich eine ganz klare Empfehlung für jeden, der Jugendbücher genauso sehr liebt wie ich. Egal ob man Science Fiction oder Thriller mag, oder eben auch nicht, jeder wird an dem Buch Gefallen finden. Mit der Protagonistin Cassie haben wir eine junge Heldin in die man sich sehr einfach hineinversetzen kann, weil im Endeffekt jeder in so einer Geschichte handeln würde wie sie. Ich hab irgendwann selber angefangen darüber nachzudenken, wie ich in ihrer Situation handeln würde, was ich denken würde und ob ich auch so ein Misstrauen zu allem aufbauen würde. Und genau das ist es, was mich an dem Buch so extrem gefesselt hat. Man erlebt die Geschichte mit, man ist quasi in dem Abenteuer dabei und was könnte man von einem Buch schon mehr wollen.