Rezension: "Meridian - Dunkle Umarmung" von Amber Kizer

©Pan VerlagProduktinformationen:
Originaltitel: Meridian
Autor: Amber Kizer
Verlag: Pan Verlag
Serie: Meridian
Format: Flexcover
Seiten: 352 Seiten
ISBN: 342-628-301-8
Preis: 12.95€

Cover ©Pan Verlag

Inhalt:
Bereits als sie klein war, sammelten sich kleine Tiere um Meridian, um zu sterben. Doch an ihrem sechzehnten Geburtstag werden direkt hinter ihr, auf dem Fußweg, ihre Klassenkameraden von einem Auto überfahren.
Meridian spürt die qualvolle Schmerzen der Opfer, welche sie fast umbringen, und erfährt von ihrem Vater, dass sie ein Engel ist, den man Fenestra nennt. Sie wird zu ihrer Tante Merry geschickt, wo sie auf ihren Diener Tens, der ihr gegenüber eher abweisend ist, und ihre Wölfin Custos trifft.
Merry erklärt ihr, dass Fenestrae eine Art Engel sind, die die Seelen der Verstorbenen in den Himmel geleiten. Außerdem erfährt sie, dass die Aternocti, diejenigen die Seelen in die Hölle begleiten, hinter Meridian her sind.
Ihre Tante und Tens zeigen ihr außerdem, wie sie ihre Fähigkeiten kontrollieren kann, damit sie sie nicht umbringen. Doch sie wird auch mit einer Sekte konfrontiert, die von einem zwielichtigen Mann namens Reverend Perimo angeführt wird. Sie haben es auf Meridians Tante abgesehen, da man sie öfters in der Nähe von Sterbenden beobachtet hat. Sie wird der Hexerei beschuldigt.
Zu allem Übel müssen Tens und Meridian sich auch noch auf die Suche nach der kleinen Celia machen, die über Nacht verschwunden ist. Sie finden sie im Wald, doch wenig später stirbt sie. Meridian trifft daraufhin das erste Mal auf Perimo.
Merry macht sich zunehmend Sorgen um Meridian und übergibt ihr ein altes Tagebuch, in dem alle Geheimnisse der Fenestra niedergeschrieben sind. Sie hofft, dass Meridian so ihre Fähigkeit besser zu beherrschen lernt. Der Grund dafür ist, dass Merry kurz davor ist zu sterben und durch Meridian in den Himmel gehen muss.
Meridian wird immer verzweifelter und stößt zufällig auf einen Stapel Briefe in denen offenbart wird, dass es eine wichtige Verbindung zwischen Tens und Meridian gibt.
Sie erfährt, dass Tens ihr Wächter ist und auf sie Acht geben wird. Ihre Gefühle für ihn werden immer stärker, besonders nun, wo er sich intensiver um sie kümmert. Tens hilft ihr so viel wie nur möglich, doch die Aternocti sind auch weiterhin hinter ihr her. Es stellt sich heraus, dass Perimo auch einer von ihnen ist.
Als Merry stirbt, müssen Tens und Meridian fliehen. In einem von Tens vorbereitetem Unterschlupf verstecken sich die Beiden mit der Wölfin Custo. Perimo kann sie aufzuspüren, doch Engel sind niemals alleine und nicht einfach zu Fall zu bringen …

Rezension:
Das Buch wirft einen sofort in das Geschehen hinein, nachdem man eine kleine Einführung in Meridians Vergangenheit bekommt. Dem Leser werden unnötige Details erspart und man fiebert sofort mit Meridian mit.

Durch Amber Kizers einzigartigen Schreibstil läuft es einem schon zu Anfang eiskalt den Rücken hinunter. Sie schafft es, eine schauderhafte und vor allem kalte Stimmung zu erzeugen, die die Handlung perfekt ergänzt.

Teilweise ist die Handlung jedoch sehr makaber, da sich das Buch intensiv mit dem Thema Tod auseinandersetzt. Besonders Meridian ist stark davon betroffen, da sie nicht nur als Seelentor fungiert, sondern auch ihre Tante dem Sterben nahe ist. Meridians Umgang mit dieser Situation wirkt sehr natürlich, so wie wahrscheinlich jeder andere auch mit diesem Thema umgehen würde. Sie wird nicht als übertriebene Heldin dargestellt, die es schafft jede Situation zu meistern, sondern als ein ganz normales Mädchen.
Doch gerade das, verleiht dem Buch das gewisse Etwas, dem man sich kaum entziehen kann.

Ein wichtiger Punkt ist das Motiv der Hexenverfolgung durch die Christliche Gemeinde. Ich finde Amber Kizer hat hiermit einen interessanten Teil in die Geschichte eingeflochten, der die Handlung noch um einiges mystischer und vor alle spannender gestaltet.

Mit Meridian fühlt man von Anfang an mit und kann besonders ihre Zerstreuung sehr gut nachvollziehen. Der Grund dafür ist unter anderem, dass das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist. Ihre Probleme werden so lebhaft beschrieben, dass man keine Probleme hat, sich in die hineinzuversetzen.

Besonders interessant finde ich außerdem die Beziehung zwischen Tens und Meridian. Diese ist zu Anfang sehr gespannt, doch im Laufe der Handlung wird Tens immer fürsorglicher gegenüber Meridian, da sie immer wieder Probleme mit ihrer Rolle als Fenestra hat.

Fazit:
Meridian strotzt nur so von Spannung und ist ein einzigartiges Lesevergnügen. Die Atmosphäre des Buches lässt es einem eiskalt den Rücken herunterlaufen. Eine Geschichte, die einen von Anfang an fesselt und die man so schnell nicht mehr vergisst.
Amber Kizer hat auf ihrer Homepage bereits verlauten lassen, dass sie an einem zweiten Teil zu Meridian arbeitet. Sicherlich werde ich mir den zulegen, da mich das Buch einfach begeistert hat.

Vielen Dank an den Pan-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Kommentare

  1. Deine Rezension ist super :-)

    Habe das Buch auch gelesen und fand es wunderschön <3

    Wusste noch gar nicht dass es einen 2. Teil geben wird xD
    Der kommt auf jeden Fall auf meine Wunschlist=)

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  2. Mir hat das Buch auch gut gefallen, ich finde es aber eher locker und für Zwischendurch ;)
    Ich habe aber auch schon ähnliche Bücher gelesen, vielleicht liegt es daran

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