Donnerstag, 8. April 2010

Rezension: "Elfennacht - Die Siebte Tochter" von Frewin Jones

Produktinformationen:
Originaltitel: The Faerie Path
Autor: Frewin Jones
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Serie: Elfennacht (Teil 1)
Seiten: 352 Seiten
ISBN: 347-335-280-2
Preis: 14,95€ [D]

Cover © Ravensburger Buchverlag

Inhalt:
Nach einem Geburtstagsdate mit ihrer großen Liebe Evan landet Anita Palmer geradewegs im Krankenhaus. Beide hatten einen Bootsunfall, doch Anita und Evan sind unversehrt, abgesehen von der Tatsache, dass Evan nicht mehr aus seinem Schlaf erwacht.
Noch am selben Tag bekommt Anita ein anonymes Geburtstagsgeschenk, das ein unbeschriebenes Buch enthält. Dies hält sie vorerst nicht für wichtig, da sie ein ganz anderes Problem plagt: Ihr wachsen Flügel.
Anita fliegt in die Nacht hinaus und findet sich plötzlich über dem Himmel eines zerstörten Königsreichs wieder. Der Ort kommt ihr bekannt vor, doch bevor sie sich weiter Gedanken machen kann, verschwinden ihre Flügel und sie fällt in Ohnmacht.
Sie erwacht ohne ihre Flügel im Krankenhaus und beschließt ihr Geburtstagsgeschenk als Tagebuch zu nutzen, um ihren Tag darin festzuhalten.
Überrascht muss Anita feststellen, dass das Buch doch beschrieben ist und eine Geschichte über die siebte Tochter von Oberon dem Elfenkönig enthält. Das Mädchen soll am Vorabend ihrer Hochzeit mit Gabriel Drake spurlos verschwunden sein.
Kaum hat sie die Seiten zu Ende gelesen, ist Evan verschwunden und ihr erscheint eine seltsame Gestalt, die sich als Gabriel Drake persönlich entpuppt.
Er entführt sie in die Welt der Elfen, in das Königreich über das Anita zuvor mit ihren Flügel geflogen ist. Sie trifft dort Evan wieder, der in Wirklichkeit Edric heißt und Gabriels Diener ist. Es war seine Aufgabe, Anita zu Gabriel zu geleiten, was auch heißt, dass er sie gar nicht wirklich liebt.
Anita ist erschüttert, doch sie erfährt auch, dass sie in Wirklichkeit die verschollene Elfenprinzessin Tania ist.
Hin und hergerissen wechselt Anita immer wieder ungewollt zwischen den Welten. Hilfe findet sie bei ihren Elfenschwestern Zara, Sancha, Cordelia, Hopie, Eden und Rathina, die ihr ihre Welt ausführlich erklären.
Doch was Anita vorerst alles nur für einen Traum hält, entpuppt sich bald als harte Wirklichkeit. Denn so idyllisch die Elfenwelt auch scheint, ist Anita trotzdem nicht vor Verrat und Intrigen sicher.
Denn Gabriel Drake verfolgt einen eigennützigen Plan, von dem Anita noch nichts weiß.
Edric versucht immer wieder sich ihr zu nähern und sie vor Gabriel zu warnen, doch Anita fühlt sich ausgerechnet von ihm verraten.
Rathina bestärkt Anita noch in ihrer Ansicht und empfiehlt ihr, weiterhin zu Gabriel zu halten.
Es kommt jedoch zu einer Aussprache zwischen Edric und Anita und er gesteht ihr, sie wirklich zu lieben, ganz zum Missfallen von Gabriel, denn dieser hat eigene Pläne mit Anita.
Dass sie nun auch noch von einer engen Vertrauten verraten wird und um ihre große Liebe Edric kämpfen muss, lässt die frisch gebackene Elfe jedoch nicht verzweifeln und sie schafft es, dem Titel Elfenprinzessin alle Ehre zu machen …

Rezension:
Anitas erste Berührung mit der Feenwelt wird von sprachlichen Missverständnissen überschattet, wodurch man die ein oder anderen witzigen Momente erleben kann.
Was mich gleich zu Anfang begeistert hat, war, dass „Anita“ ein Anagramm zu „Tania“ bildet. Ich finde es wirklich toll, wenn ein Autor sich Gedanken über solche Details macht.

Im Mittelpunkt steht nicht nur Anitas Selbstfindung zu ihrem zweiten Ich als Elfenprinzessin, sondern auch die Dreiecksbeziehung zwischen Edric/Evan, Gabriel und Anita/Tania. Wobei Evan meiner Meinung nach, viel zu vernachlässigt wird und Gabriel viel öfters zum Zug kommt.

Was mich an dem Buch gestört hat, ist, dass das Buch nicht sehr anspruchsvoll ist. Die Handlung ist sehr einfach gestaltet, wodurch „Die Siebte Tochter“ Schwierigkeiten haben wird, bei mir einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Leider lässt sich in dem Buch auch kein Ereignis finden, dass richtig Schwung in die Handlung bringt.

„Die Siebte Tochter“ ist teils sehr oberflächlich geschrieben und Zwischenhandlungen enden meistens dort, wo man eigentlich mehr erwartet. Ich hätte mir mehr Einblicke in Anitas Gefühlsleben gewünscht oder ganz einfach ihre Meinung zu einem bestimmten Geschehnis gewusst. Doch diese werden dem Leser entweder sehr kurz oder gar nicht dargelegt. Außerdem wird er Leser immer wieder mit starker Naivität konfrontiert, die von den Protagonisten ausgeht.

Dennoch hat mich etwas an dem Buch gefesselt, ich weiß nur nicht genau was. Ich mochte die Atmosphäre und teils auch die leichte Sprache, die die Handlung aus Anitas Sicht sehr authentisch erscheinen lässt. Vielleicht war es auch einfach das Elfenthema an sich, was mich an dem Buch begeistert hat.

Fazit:
„Elfennacht – Die Siebte Tochter“ ist sicherlich kein Meisterwerk, aber dennoch kein durch und durch schlechtes Buch. Es hat durchaus seine Stärken, die jedoch ein wenig im Verborgenen liegen und den Leser unbemerkt an das Buch fesseln. Ich würde das Buch als eher leichte Lektüre bezeichnen, da es sehr einfach zu verstehen ist und man es in einem Zug durchlesen kann. Wer sich wirklich für Elfenromane interessiert, wird in diesem Buch sicherlich eine nette Ergänzung für seinen SuB finden.

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