Dienstag, 6. April 2010

Rezension: "Grim - Das Siegel des Feuers" von Gesa Schwartz

Produktinformationen:
Originaltitel: Grim - Das Siegel des Feuers
Autor: Gesa Schwartz
Verlag: Lyx Verlag
Serie: Grim (Teil 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 688 Seiten
ISBN: 978-3-8025-8303-2
Preis: 19,95€ [D]

Cover © Egmont Lyx

Inhalt:
Grim, ein Gargoyle und Wächter des steinernen Gesetzes, muss mit ansehen, wie seine Freundin Moira sich einem Jungen offenbart und diesem ein mysteriöses Päckchen übergibt. Ein schreckliches Vergehen gegen das steinerne Gesetz, welches Gargoyles den Kontakt zu Menschen verbietet.
Es stellt sich heraus, dass der Junge ein Hartid, ein Seher des Möglichen, ist. Grim entscheidet sich, der Sache selbst auf den Grund zu gehen.

Zur selben Zeit muss Mia Lavie, ihres Zeichen ambitionierter Gothic, mit seltsamen Geschehnissen zurechtkommen. Immer wieder tauchen in ihrer Nähe Eisblumen auf, was ihr unerklärlich erscheint. Hilfe findet sie bei ihrem Bruder Jakob. Er gesteht ihr, ein Hartid zu sein mit magischen Kräften, genauso wie Mia.

Grim sucht unterdessen nach Moiras Freund und trifft auf den Kobold Remis. Er geleitet Grim zum Haus des Jungen, wo er Jakob und Mia vorfindet. Er kann ein Blick in das Päckchen werfen und findet ein Pergament vor, versiegelt durch das Siegel des Feuers.
Zurück in der Welt der Gargoyles, Ghrogonia, treffen sowohl Grim als auch später Mia und Jakob auf drei bösartige Hybriden. Sie suchen nach dem Pergament.

Um es zu schützen, übergibt Jakob es Mia und opfert sich selbst. Grim versucht noch, ihn zu retten, doch alle Mühe ist vergebens.
Er hat Schuldgefühle und will den Hybriden gegenübertreten. Doch diese entpuppen sich als mächtige Schwarzmagier. Angeführt von dem wahnsinnigen Seraphin, verfolgen sie einen teuflischen Plan …

Diese haben es auf Mia abgesehen, nun da sie die Besitzerin des Pergaments ist. Grim schafft es jedoch, sie vor den Hybriden zu beschützen und er fühlt zum ersten Mal starke menschliche Gefühle. Er bringt sie in seine Kirche, wo sie zusammen das Pergament erforschen. Doch die Schriftzeichen darauf können nur von einer Gruppe Rebellen gelesen werden, die auch Urheber des Pergaments sind.

Grim und Mia machen sich zusammen auf den Weg, Pheradin, den ehemaligen Anführer des zerschlagenen Rebellenbundes ausfindig zu machen.
Doch dieser kann ihnen nicht helfen und rät Mia, ihre Kräfte von einem Feenkrieger erwecken zu lassen, damit sie das Pergament selbst lesen kann.

Nichtsahnend willigt Mia ein, doch unterdessen wird Ghrogonia von den Hybriden ins Chaos gestürzt und zerstört. Grim kehrt dorthin zurück und Mia begibt sich in eine Parallelwelt, um von einem Feenkrieger erweckt zu werden.

Grim sieht sich konfrontiert mit Verrat und dem Geheimnis seiner Herkunft. Er verliert die Hoffnung, doch Mia schafft es, dass Pergament zu lesen. Es führt zu einem lang gehüteten Geheimnis der Rebellen, das den Gargoyles wieder Hoffnung schenkt. Doch in den falschen Händen könnte es den Untergang Ghrogonias bedeuten…

Rezension:
Grim – Das Siegel des Feuers beginnt mit einem kleinen Einblick in die Welt der Gargoyles und vor allem in Grims Leben. Durch den Wechsel der Perspektive zwischen Grim und Mia, bekommt der Leser zwei verschiedene Ansichten von dem im Buch beschriebenen Handlungen.

Ich finde es immer äußerst raffiniert gelöst, wenn Autoren sich für solch einen Schreibstil entscheiden, da es die Handlung doch um einiges interessanter und vor allem aufregender macht.

Bereits zu Anfang hat mich das Buch auf seine ganz eigene Art und Weise gefesselt. Ich habe noch nie ein Buch mit Gargoyles gelesen und so hat mich das Thema einfach sehr interessiert. Besonders gespannt war ich beim Lesen auf die verschiedenen Reaktionen von Grim und wie er sein Umfeld wahrnimmt und damit umgeht. Besonders sein Verhältnis zu den Menschen hat mich teilweise wirklich berührt, da es einfach so emotional geschildert wird und man mit Grim mitfühlt.

Gesa Schwartz hat ein außerordentliches Talent, Schauplätze zu beschreiben und die Atmosphäre auf den Leser zu übertragen. Teilweise hat man das Gefühl neben Grim zu stehen und das Geschehen wirklich mitzuerleben.

Teilweise ist das Buch recht brutal und auch leicht abstoßend, doch wer actiongeladene Fantasy mag, erlebt hier Kopfkino vom feinsten und kommt hier voll auf seine Kosten.

Die Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, da man einfach wissen will, was es mit Moiras Päckchen auf sich hat und warum die Protagonisten deswegen immer wieder in Schwierigkeiten geraten. Das Buch ist somit ein echter Page-Turner.

Grim und Mia haben mir als Protagonisten sehr gefallen. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach und man kann die Gefühle der beiden sehr gut nachempfinden. Sie wirken in keinster Weise künstlich oder geradezu theatralisch wie es bei manchen literarischen „Helden“ der Fall ist.
Schön fand ich außerdem, dass Grim doch für den ein oder anderen wirklich lustigen Spruch zu haben war. Und ich meine wirklich lustig und nicht irgendwelche Klischeehaften Witze.

Als Nebencharakter ist mir Remis sehr ans Herz gewachsen. Er verkörpert einen loyalen und treuen Freund an Grims Seite und steht sowohl Mia als auch Grim in Mensch-Gargoyle-Beziehungsfragen immer zur Seite.

Fazit:
Gelobt sei der Geistesblitz der Gesa Schwartz zum Schreiben dieses Buches getrieben hat. Man wird wohl kaum ein Buch finden, dass so actiongeladen und fesselnd ist und nebenbei den Leser in eine atemberaubende fantastische Welt entführt. Protagonisten und Schauplätze werden gekonnt in Szene gesetzt und der Leser fühlt sich sofort als Teil der Geschichte.
Einmal angefangen, ist es schwer Grim wieder aus der Hand zu legen. Das Buch ist schlicht und ergreifend fantastisch und ein absoluter Geheimtipp für Fantasyfans.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht

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