Montag, 19. April 2010

Rezension: "Isola" von Isabel Abedi

Produktinformationen:
Originaltitel: Isola
Autor: Isabel Abedi
Verlag: Arena Verlag
Serie: -
Format: gebunden
Seiten: 324 Seiten
ISBN: 340-106-048-1
Preis: 14,95€ [D]

Cover © Arena Verlag

Inhalt:
Projekt Isola

Zwölf Jugendliche werden von Regisseur Quint Tempelhoff nach Isola geschickt, wo sie überall von Kameras beobachtet werden.
Erzählt wird die Geschichte von Vera, die wie jeder andere auf der Insel, ein Geheimnis zu haben scheint …

Möge das Spiel beginnen
Kurz nach ihrer Ankunft werden die Teenager zu einem Spiel aufgefordert. Ein Mörder und elf Opfer. Doch bei den Inselbewohnern liegen bereits nach der ersten Eliminierung die Nerven blank und aus einem Spiel wird tödlicher Ernst …

Wer ist Solo?
Vera fühlt sich ungemein zu Solo hingezogen und es entwickelt sich eine kleine Romanze. Doch wer ist der schweigsame Teenager wirklich und was verbindet ihn mit dem Projekt? Und was haben seine mörderischen Stimmungsumschwünge zu bedeuten …?

Rezension:
Quint Tempelhoff, so heißt der Regisseur, der die Kids auf der Insel filmen wird. Klang für mich anfangs wie eine Parodie auf Quentin Tarantino, stellte sich jedoch als eine Art Big Brother im Stile von Lost heraus. Eine hochexplosive Mischung.

Als Leser hat man stets das Gefühl, dass Frau Abedi dem Leser immer etwas verschweigt und nie alles in dem Buch preisgibt.
Die Personen wirken allesamt geheimnisvoll und scheinen alle ihr Geheimnis zu haben. Selbst nach Beendigung des Buches hatte ich noch das Gefühl, längst nicht alles zu wissen.

Schon nach den ersten Seiten war ich gefesselt von dem Buch, obwohl noch nicht viel passiert ist. Dies zeugt von der Begabung eines Autors, ein vermeintlich unwichtiges Geschehen in ein geheimnisvolles Licht zu rücken.
Was Isabel Abedi dabei besonders auszeichnet ist ihr Schreibstil.

Der Leser wird mit einer Reihe rätselhafter Ereignisse konfrontiert, die sich im Laufe des Buches immer weiter spalten und in einem Ende von höchster Genialität gipfeln. Ein Rätsel Jagd das Andere auf das Ende, würde garantiert kein Leser kommen.

Isola ist ein Buch in dem letzten Endes nichts so ist, wie es scheint. Man sieht buchstäblich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und sieht nicht, dass des Rätsels Lösung direkt vor unserer Nase ist.

Besonders die Charaktere wurden sehr schön in Szene gesetzt, natürlich mit einer gewissen Liebe fürs Detail, die einigen der Protagonisten zum Verhängnis wird.

Fazit:
Ich würde sowieso niemals die richtigen Worte finden um Isola so loben zu können, wie es sich das verdient.
Bleibt nur zu sagen, dass dieses Buch mir den Schlaf geraubt hat auf mehrere Art und Weisen. Ein absolutes Leseabenteuer, für das ich gerne auch mal ein Fantasybuch beiseitelege.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

TOP AKTUELL

Rezension | "Die Rote Königin" von Victoria Aveyard