Freitag, 14. Mai 2010

Rezension: "Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser" von Thomas Thiemeyer

Produktinformationen:
Originaltitel: Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser
Autor: Thomas Thiemeyer
Verlag: Loewe Verlag
Serie: Chroniken der Weltensucher (Teil 1)
Seiten: 447 Seiten
ISBN:378-556-574-7
Preis: 16,90€ [D]

Cover © Loewe Verlag

Inhalt:
Als Straßenkind Oskar einen Mann bestiehlt, ahnt er noch nicht, dass es sich bei diesem um den Abenteurer Carl Friedrich Donhauser (er nennt sich selbst jedoch Humboldt) handelt.
Er bietet ihm an, für ihn zu arbeiten und ihn auf ein neues Abenteuer zu begleiten.
Ziel ist die geheimnisvolle Stadt der Regenfresser in Peru, wovon Humboldt eine Fotoscheibe in die Hände gefallen ist.

Gleichzeitig wird der Journalist Max Pepper ebenfalls nach Peru geschickt um den verschollenen Fotografen Harry Boswell zu suchen. Begleitet werden soll er dabei von der Söldnerin Valkrys Stone.

Zusammen mit dem Hausmädchen Eliza, welche die ein oder andere esoterische Begabung hat, seiner Nichte Charlotte und Oskar macht sich Humboldt zunächst auf die Suche nach dem Geheimen Pfad, der sie in die Stadt der Regenfresser führen soll.
Max und Valkrys sind ihnen dabei dicht auf den Fersen und noch ahnt der Journalist nicht, dass die Söldnerin eine alte Rechnung mit Humboldt zu begleichen hat.

Doch von ihr geht nicht die einzige Bedrohung aus. Mitten in der Nacht wird die Gruppe von einem gigantischen Insekt angegriffen. Humboldt schafft es zwar, dieses zu bezwingen, hat jedoch eine böse Vorahnung …

Diese Vorahnung scheint sich zu bestätigen, als sie ihr Ziel erreichen und gefangen genommen werden. Die Regenfresser entpuppen sich nämlich als große Vogelgestalten, die seltsame Rituale vollziehen.
Humboldt und seine Gefährten werden plötzlich Teil einer uralten Prophezeiung, die des Abenteurers Vorahnung um einiges verschlimmert …

Auch Valkrys und Max finden sich plötzlich mitten in der Stadt der Regenfresser wieder und werden Zeuge fantastischer Flugmaschinen und furchterregender Kreaturen.
Und noch ahnt Valkrys nicht, dass auch sie einen wichtigen Teil der Prophezeiung darstellt, der ihre Rachepläne bezüglich Humboldts um einiges erschwert …

Rezension:
Die Aufmachung des Buches verspricht Abenteuer pur. Klappt man das Buch auf, findet man eine nostalgische Karte, die wirklich sehr schön und detailliert gestaltet ist. Das Cover und die Rückseite des Buches erinnert mich ein wenig an „In 80 Tagen um die Welt“ und an die Zeit der ersten Luftschiffe.
Eine Aufmachung, die in jede Abenteuerbegeisterten zum Lesen motiviert.

Der Anfang ist sehr interessant geschrieben und macht den Leser neugierig auf die weiteren Ereignisse, da noch nicht viel verraten wird.
Das Zusammentreffen von Carl und Oskar lässt dann keinen Zweifel mehr zu, dass der Leser auf eine abenteuerliche Reise entführt wird.

Man wird immer wieder mit neuen kulturellen Überraschungen und Ideen konfrontiert, dass man das Gefühl bekommt, selbst Teil des Abenteuers zu sein.

Schön finde ich die Idee, zwei Handlungsstränge nebeneinander laufen zu lassen. So bekommt man immer wieder eine andere Sichtweise bezüglich der Geschehnisse vermittelt, wodurch das Lesen interessanter gestaltet wird.

Oskar hat mich als Protagonist niemals gelangweilt. Er war nicht so vorhersehbar, wie manche Charaktere und seine Handlungen haben mich immer wieder überrascht.
Außerdem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass es ein Geheimnis um ihn gibt, was darauf wartet gelüftet zu werden.

Fazit:
Die Stadt der Regenfresser ist ein Buch, welches den Leser auf ein nostalgisches Abenteuer entführt. Ein schöner Schreibstil und gut verwobene Handlungsstränge machen das Lesen zu einem Erlebnis, das in jedem Abenteuerlust weckt.

Kommentare:

  1. Ohje, wieder ein Buch, das schon lange bei mir SuBt... Dank deiner Rezi freue ich mich sehr darauf, es hoffentlich bald mal lesen zu können :)

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  2. Ich habe schon 2 Bücher von Thomas Thiemeyer ("Reptilia" und "Magma") gelesen und war damals sehr erstaunt, dass er auf einmal Fantasy schreibt - aber wenn er auch bei "Die Stadt der Regenfresser" die Abenteuer so spannend beschreiben kann...? Klingt gut!

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