Sonntag, 30. Mai 2010

Rezension: "Sayuri" von Carina Bargmann

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Carina Bargmann
Verlag: Arena Verlag
Serie: -
Format: gebunden
Seiten: 515 Seiten
ISBN: 340-106-446-0
Preis: 18,95€ [D]

Cover © Arena Verlag

Inhalt:
Als der Kaiser den Bürgern das Wasser abstellen will, brechen Marje und ihr Bruder Milan in den Kaiserpalast ein, um das Wasser für die Bürger wieder zugänglich zu machen.
Bei ihrer Flucht wird Marje von Kiyoshi aufgehalten, der zwar im Dienste des Kaisers steht, ihr aber dennoch zur Flucht verhilft. Marje glaubt an einen Trick und sticht ihn nieder.

Kiyoshi ist völlig perplex, wie er einem solchen Mädchen helfen konnte, verschweigt die Vorfälle jedoch vor dem Kaiser.
Dieser ist zunehmend geschwächt, da er seine ganze Kraft für den Erhalt der Wasserquelle benötigt. Nun sollen alle Sechzehnjährigen aus der Stadt verbannt werden, da ein Kind unter ihnen der Quelle zusätzlich Kraft entzieht.

Als dies dem Volk verkündet wird, will Milan sich rächen und bittet Marje, sich gut um ihre kleine Freundin Sayuri zu kümmern.
Als diese eine kleine Begegnung mit Kiyoshi hat, zeigt sich ihr Hass gegenüber Kiyoshi und seine kaiserliche Familie.

Als Marje erfährt, dass Milan den Kaiser umbringen wollte, macht sie sich sofort auf zum Schloss. Damit sie nicht selber zwischen die Fronten gerät, rettet Kiyoshi sie in das Haus seiner verwirrten Mutter.
Er wird jedoch von seinem besten Freund Rajar an den Kaiser verraten und muss selber flüchten.

Marje reicht es nun endgültig und sie beschließt, zusammen mit ihrer Freundin Sayuri aus der Stadt zu fliehen.
Kiyoshi ist ihr jedoch dicht auf den Fersen, mit einer erschreckenden Mitteilung, die dazu führt, dass Sayuri in der Menge verloren geht …
In die Wüste geflogen, gibt Marje Kiyoshi die Schuld an Sayuris Verlust und will nach ihr suchen.
Die beiden werden jedoch von Echsenreitern überfallen. Kiyoshi opfert sich um Marje zu retten.
Diese trifft derweilen auf Sayuri und ihre neuen Freunde Suieen und Yuuka, welche ungeahnte Fähigkeiten in ihr geweckt haben und die sie zu der Mine der Echsenreiter bringt um Kiyoshi zu retten.

Yuuka hat einen Plan um in die Minen zu gelangen. Während das reinste Chaos ausbricht, drohen die Minen einzustürzen und Kiyoshi versucht zu fliehen. Marje macht sich unterdessen auf die Suche nach ihm.
Dabei haben sie alle Sayuri vergessen, dessen neue Fähigkeiten sie stark schwächen …

Marje macht sich auf die Suche nach ihr und findet sie bei der Quelle des Wissens, welche Sayuri ein unfassbares Geheimnis über ihre Familie anvertraut. Kiyoshis Gruppe wird derweil von einer Horde Echsenreiter angegriffen.
Als Marje und Sayuri das Lager erreichen, fällt ihnen auf, wie kraftlos das kleine Mädchen geworden ist. Es gibt nur Eines, das sie nun noch retten kann, doch dies würde zweifellos den Tod für Marje und ihre Freunde bedeuten …

Rezension:
Ich persönlich fand es sehr schwer in das Buch eizusteigen, da man gleich zu Beginn mit einer Reihe von Fachwörtern aus der von der Autorin geschaffenen Welt konfrontiert wird.
Man wird also sofort in das Geschehen verwickelt und nicht langsam herangeführt. Dies hat anfangs zu starken Verständnisschwierigkeiten geführt.

Außerdem erscheint es mir anfangs zunächst ein wenig unlogisch, dass ausgerechnet zwei Kinder es schaffen, ohne Hilfe in einen Palast einzudringen, der angeblich so stark bewacht sein soll und es dann auch noch schaffen wieder aus dem Palast zu fliehen.

Das Buch ist insgesamt in drei Teile gegliedert. Während der erste Teil sehr schwierig zu lesen und auch nicht sehr unterhaltsam war, konnte der zweite und dritte Teil diese Enttäuschung wieder wett machen und mit Spannung und Ideenreichtum überzeugen.
Wer also beim ersten Teil schon daran denkt aufzugeben, dem möchte ich stark ans Herz legen durchzuhalten und sich vom dritten und zweiten Teil begeistern zu lassen.

Ab dem zweiten Teil hat das Buch also ordentlich an Spannung zugelegt, die besonders durch einige bizarre Charakterzüge der Protagonisten hervorgerufen wird.
Das Buch beginnt langsam mit Mysterien aufzuwarten und den Leser wirklich zu fesseln.

„Sayuri“ ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was dazu beiträgt, die Handlungen der einzelnen Charaktere besser zu verstehen. Dies ist nämlich nicht immer einfach, da der eine Charakter die Handlung des anderen meistens nicht kennt oder nicht nachvollziehen kann. So bekommt wenigstens der Leser eine grobe Vorstellung von den Plänen der einzelnen Protagonisten.

Zu ihrem Schreibstil kann man der jungen Autorin jedoch nur gratulieren, denn dieser erinnert teilweise doch sehr stark an den von Trudi Canavan. Sprachlich ist das Buch also durchaus anspruchsvoll.

Die Welt und dessen Kreaturen erinnern derweil stark an die Universen der Final Fantasy Spiele, und ambitionierte Spieler werden sicherlich einige Parallelen feststellen oder sich an einige Charaktere erinnert fühlen.

Was mich ein wenig wundert sind die asiatischen Namen der Protagonisten. Da leider wenig über das Aussehen der Städte und der Charaktere geschrieben wurde, kann ich nicht beurteilen, ob man sich die Welt in „Sayuri“ wie im alten Japan oder China vorstellen soll.

Was die Charaktere betrifft, bin ich ein wenig zwiegespalten, da diese teilweise doch ein wenig naiv und klischeehaft erscheinen. Andererseits haben diese doch ein paar überraschende Charakterzüge, die besonders im ersten Teil von der dürftigen Handlung ablenkten.

Marje stellt ein eher durchschnittliches Mädchen dar ohne besondere Eigenschaften, also eher eine Anti-Heldin. Jedoch machte sie immer wieder durch ihren plötzlichen Hass gegenüber Kiyoshi aufmerksam, der sich später jedoch in eine ganz andere Richtung entwickelt …

Ein besonders spannender Charakter hingegen ist das Mädchen Sayuri, nach der auch das Buch benannt ist.
Sie erscheint zunächst als Nebencharakter und es bleibt ein Rätsel, warum das Buch nach ihr benannt worden ist. Man hat durchwegs das Gefühl, nie alles über sie wissen und man wartet beim Lesen nur darauf, dass sich ein neues Geheimnis über sie offenbart.

Kiyoshi entpuppte sich als recht erfrischender Charakter, da er zunächst als klischeehafter Prinz erscheint und nach und nach zu einem rebellischen Teenager wird.
Außerdem ist seine Beziehung zu Marje äußerst interessant dargestellt, da er zunächst wie besessen von ihr scheint, und sich gleichzeitig dagegen sträubt und nicht versteht warum.

Fazit:
Jeder der die Bücher von Trudi Canavan mag und vielleicht auch eine Leidenschaft für die Final Fantasy Spiele hegt, wird in diesem Buch eine gekonnte Mischung für sich vorfinden.
Sicherlich beinhaltet das Buch auch einige Ungereimtheiten, doch letzten Endes kann man darüber hinwegsehen, da die Handlung ab dem zweiten Teil wirklich spannend war.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Kommentare:

  1. Vielleicht versuch ich es dann doch nochmal damit xD Ich bin zwar jetzt bei dem dritten Buch, seit ich Sayuri angefangen habe... aber ich schau mal, dass ich den ersten Teil fertig lese und mich dem zweiten widmen kann - hoffentlich packt es mich dann auch...

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  2. bitte bitte halte durch =) komplett bereuen wirst du es auf jeden fall nicht

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  3. Hat dich das Buch also doch noch überzeugt :) Schön! Der Anfangs ist wirklich etwas langatmig,aber Durchhalten lohnt sich,wie du siehst.
    LG Kathrin

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  4. Ok, ich geb ihm noch eine Chance... aber wahrscheinlich erst nächstes Monat - jetzt hab ich einen Haufen Prüfungen, da möcht ich mich nicht zusätzlich quälen müssen :D

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  5. Ich hatte auch einige Probleme mich in das Buch einzufinden!
    Wie fandest du das Ende? Passend oder unpassend?
    Lg anne :o)

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  6. jaa das Ende war ja mal ganze speziell XD war ja klar dass am Ende nochmal Dramatik reingebracht werden musste ... aber naja ... schade finde ich nur dass es die falsche person erwischt hat ... aber naja so wurde Marje am ende doch noch von der antiheldin zur heldin

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