Rezension: "Gegen das Sommerlicht" von Melissa Marr

Produktinformationen:
Originaltitel: Wicked Lovely
Autor: Melissa Marr
Verlag: Piper Verlag
Serie: Sommerlicht Saga (Teil 1)
Format: kartoniert
Seiten: 352 Seiten
ISBN: 349-225-330-X
Preis: 8,95€ [D]

Cover © Piper Verlag

Inhalt:
Ash besitzt eine besondere und zugleich gefährliche Gabe: sie kann Elfen sehen.
Sie versucht sie zu ignorieren wo es nur geht, doch eines Tages wird der Sommerkönig Keenan auf sie aufmerksam und verfolgt sie.

Der Einzige, dem sie sich anvertrauen kann, ist ihr bester Freund Seth. Dieser versucht ihr zu helfen wo er nur kann, doch dabei entwickelt sich mehr als Freundschaft ...

Unterstützung bekommen die beiden auch von Donia, dem Wintermädchen. Keenan hatte sie ebenfalls mal als seine Königin ausgewählt, doch sie war nicht dazu bestimmt und wurde deshalb in ewige Kälte gehüllt.

Seth ist Keenan ein Dorn im Auge, doch er stellt Ash solange nach, bis sie einwilligt mit ihm auf den Jahrmarkt zu gehen. Ein großer Fehler, denn er schafft es, sie in ein Sommermädchen zu verwandeln und sie so an sich zu binden ...

Ash hat mehr Angst denn je vor den Elfen und weigert sich, Keenans Sommerkönigin zu werden. Als sie dann auch noch erfährt, was Keenan damals mit ihrer Mutter angestellt hat kehrt sie den Elfen entgültig den Rücken ...

Doch Keenan gibt nicht auf. Als seine grausame Mutter auch noch ins Spiel kommt und Seth zwischen die Fronten gerät, muss Ash eine folgenschwere Entscheidung treffen ...

Rezension:
Denkt man an Elfen hat man grundsätzlich ein kleines schillerndes Etwas vor Augen, ein Symbol des Glücks und des Guten im Allgemeinen.
Melissa Marr hat sich mit einer anderen Art von Elfen auseinandergesetzt und sie in kleine Monster verwandelt.

Anfangs war es wirklich schwierig den Hintergrund der Geschichte zu verstehen. Besonders die Geschichte der Sommerkönigin und warum Keenan sie sucht, ist ziemlich verwirrend.
Nach und nach konnte man die verschiedenen Handlungsstränge, die nebeneinander herlaufen, aber begreifen und in einen Zusammenhang bringen.
Dennoch erschien mir der Inhalt als ganzes an einigen Stellen ein wenig unschlüssig und nicht genug durchdacht. Teilweise wären ein paar detaillierte Erklärungen bezüglich der Elfen schon hilfreich gewesen, da man deren ganze Welt und ihr Verhalten nicht wirklich versteht. Es fehlten die Hintergrundinformationen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sichtweise von verschiedenen Protagonisten erzählt. So kann man die hinterlistigen Gedanken einiger Elfen um einiges besser verstehen und unter anderem auch Keenans Beweggründe.

Der Schreibstil von Melissa Marr ist sehr flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Besonders gefallen hat mir die Art, wie sie Seths und Ashs gemeinsame Momente in Szene gesetzt hat. Einfach traumhaft.

Seth hat mir von allen Personen im Buch am meisten zugesprochen. Er ist einfach so lieb, fürsorglich und hilfsbereit, dass es fast schon unmenschlich ist. Dabei ist er doch genau das, nämlich einer der einzigen Menschen in Ashlyns Umgebung.
Leider bekommt man nicht viel Hintergrundinformationen zu ihm, obwohl mich schon interessiert hätte, ob er eine Familie hat, wo er zur Schule geht bzw. ob er eine Arbeit hat usw.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist einfach erstaunlich, da die Beziehung zwischen ihnen so herzlich und vertraut ist, dass man mit beiden automatisch mitfühlt. Man wünscht sich einfach so sehr, dass die beiden ihr Happy End bekommen.
Leider wird man mit einem offenen Ende abgespeist, was dem Buch nicht wirklich gut tut.

Was Keenan angeht, bin ich wirklich sehr kritisch. Bis zum Ende habe ich seine Beweggründe nicht vollkommen verstehen können. Vieles musste man sich als Leser selbst zusammenreimen, da Melissa Marr auf hilfreiche Erklärungen weitesgehend verzichtet.

Fazit:
Die Idee hat ein solches Potenzial, aber die Autorin hat die Umsetzung leider sehr lieblos und unverständlich gestaltet.
Es bleiben viele Fragen offen bezüglich der Handlung und der Charaktere, was man durchaus hätte vermeiden können.
Einzig die Liebesgeschichte zwischen Seth und Ash hat das Buch interessant gemacht, denn die Elfengeschichte war schlicht und ergreifend zu verworren und nicht genug ausgearbeitet.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Kommentare

  1. Hi Rose

    Oh, das klingt eigentlich gut was die Darstellung der Elfen angeht... denn ich habs eben nicht so mit den niedlich, süssen Dinger, die man an jeder Ecke sieht mit ihren zuckersüssen gesichtchen und filigranen Flügelchen. Daher hab ich das Buch von Prattchet und Dämonenhunger so gut gefunden weil da die Elfen und Feen eben nicht als diese romatisierten Wesen gezeichnet werden oder wurden.

    Schade ist es das es anscheinend wirklich Mängel gibt was die Umsetzung angeht. Aber da ich das Buch hier habe, werd ich es dennoch mal lesen und schauen wie ich mit der Geschichte klar komme ;)

    Dir wünsch ich jetzt noch ein schönes Wochenende und lass dir liebe Grüsse da.

    Alexandra

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  2. Ich hätte dem Buch 2 Punkte gegeben ^^

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  3. @ Lisa: oh je XD du hasst das buch wirklich oder???? naja bombe ist es wirklich nicht aber von mir gibt es pluspunkte für seth+Ash =)

    @ Alexandra: also lesen würde ich es auf jeden fall ... =) vielleicht findest du es ja besser als ich XD ich bin gespannt

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  4. Würde ich es hassen, gäbe es nur einen Punkt...oder wahrscheinlich gar keinen. Ich find es einfach nicht besonders gut - aus diesen wirklich tollen Ideen hätte man so viel machen können. Lustig ist, dass eine Freundin von mir es auch gerade erst fertig gelesen hat :) (Sie ist meiner Meinung)

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