Sonntag, 18. Juli 2010

Rezension: "Gods of Manhattan - Der Auserwählte" von Scott Mebus

Produktinformationen:
Originaltitel: Gods of Manhattan: The hidden light
Autor: Scott Mebus
Verlag: Oetinger Verlag
Serie: Gods of Manhattan (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 382 Seiten
ISBN: 378-914-263-8
Preis: 17,90€ [D]

Cover © Oetinger Verlag

Inhalt:
Als Rory auf den vermeintlichen Zauberer Hex trifft, nimmt sein Leben eine unterwartete Wendung.
Seit dem Zeitpunkt ist er in der Lage, eine verborgene Welt in Manhattan zu sehen, welche von Göttern beherrscht wird und von sprechenden und auf Mäusen reitenden Kakerlaken und lebenden Statuen bevölkert ist.

Auch seine Schwester Bridget gelingt es, das zu sehen, was auch Rory sieht.
Das Abenteuer beginnt, als sie auf einen Munsee Indianer treffen, der jedoch seit etlichen Jahren tot sein sollte.
Die Geschwister beschließen, Hex um Rat zu fragen. Er erklärt Rory, dass er ein sogenanntes Licht ist. Er ist der einzige, der die Munsee Indianer aus ihrem Gefängnis im Central Park befreien kann, denn vor vielen Jahren wurden sie dort von einem Gott eingesperrt, damit er die Macht über Manhattans Parallelwelt erlangen kann.

Hex will mit Rorys Hilfe die zu Unrecht gefangenen Indianer befreien. Dazu müssen sie jedoch drei Gegenstände aus der Bank eines Gottes stehlen, die von Nöten sind, um die Gefängnis Barriere aufzuschließen.

Doch Rory schwebt in Gefahr, denn nicht nur Hex befolgt einen niederträchtigen Plan.
Unter den Göttern scheint es einen Verräter zu geben, der Seinesgleichen nach und nach tötet um selber an die Macht zu kommen ...

Rezension:
Das Buch spielt ganz klar mit Kinderfantasien, wodurch es für mich ein wenig schwierig war, in das Buch einzusteigen. Der Hintergrund ist sehr einfach gestrickt und nicht sehr anspruchsvoll.
Gleichzeitig finden jedoch so viele Szenenwechsel statt, dass es wirklich schwer war, alles zu verstehen. Man wird mit sehr vielen Charakteren konfrontiert, und einige Handlungsstränge sind einfach unnötig bzw. total fehl am Platz.

Der Autor spielt mit einer Mischung aus Realität und Fiktion wobei die Grenzen ganz klar verwischen und man die beiden Elemente nach einer Zeit nicht mehr unterscheiden kann.

In dem Buch scheint einfach nichts unmöglich zu sein. Es könnte alles passieren und das immer völlig unerwartet. Genau das ist ein großes Problem, denn die Idee hinter dem Buch ist wirklich sehr originell. Der Autor hätte wirklich mehr darauf achten müssen, seine Welt dem Leser ein wenig verständlicher zu erklären und alles ein wenig ansprechender zu gestalten.

Besonders die Sache mit den Göttern ist ein wenig verworren, da es alle keine Götter aus bekannten Mythologien sind sondern vom Autor ausgedachte. So gibt es zB einen Gott des früher-war-alles-besser oder selbst einen Gott der Ladendiebstähle.
Aber auch was die Geschichte betrifft, erscheinen einige Dinge einfach sehr unlogisch oder an den Haaren herbeigezogen.

Dadurch konnte sich auch einfach keine Spannung aufbauen, da ich einige Passagen einfac h nicht verstanden habe und keinen Zusammenhang zum Rest des Buches aufbauen konnte.
Wenigstens ist der Schreibstil nicht zu schwer sondern ziemlich simpel gehalten.
Die Sprache sollte sich schließlich an den Protagonisten orientieren, die in diesem Fall Kinder sind.
Dennoch finde ich, dass besonders Rory reife Entscheidungen fällt und bedacht handelt.
Dies passt natürlich nicht ganz zu der Vorstellung die man von Rory als Kind entwickelt, macht die Handlung aber interessanter.

Fazit:
Hut ab vor dem Autor, denn die Idee hinter dem Buch ist wirklich genial. Die Umsetzung ist jedoch einfach zu verworren und kompliziert, als dass man beim Lesen wirklich Spaß haben könnte.
Es hätte gereicht, wenn man das Buch nur aus Rorys Perspektive geschrieben hätte, da die Handlungen rund um die anderen Charaktere einfach sehr unwichtig erschienen.
Insgesamt also eine tolle Idee, deren Qualität unter der Umsetzung gelitten hat.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

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