Sonntag, 11. Juli 2010

Rezension: "House of Night - Gezeichnet" von P. C. Cast und Kristin Cast

Produktinformation:
Originaltitel: Marked - A House of Night Novel
Autor: P.C. & Kristin Cast
Verlag: FJB Jugendbuch Verlag
Serie: House of Night (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 462 Seiten
ISBN:359-686-003-2
Preis: 16,95€ [D]

Cover © Fischerverlage

Website:
http://www.houseofnight.de/

Inhalt:
Mitten in ihrer Schule wird Zoey Redbird von einem Vampyrspäher gezeichnet und selber zu einem Jungvampyr. Ihre Freunde Kayla und Heath sind völlig außer sich und auch Zoeys gottesfürchtiger Stiefvater hält sie für eine Ausgeburt der Hölle.

Hilfesuchend flieht Zoey zu ihrer Großmutter, einer Nachfahrin aus Zoeys Cherokee-Erblinie. Auf dem Weg dorthin hat sie jedoch einen Unfall und hat eine Nahtoderfahrung. Sie Vampyrgöttin Nyx spricht zu ihr. Sie hat Zoey erwählt und als ihre Tochter gezeichnet.

Als Zoey erwacht, befindet sie sich im House of Night, dem Internat für Vampyre. Ihre Großmutter hat sie dorthin gebracht und macht sie mit Neferet bekannt, der dortigen Hohepriesterin der Nyx. Sie sieht in Zoey sofort etwas Besonderes da ihr Vampyr-Mal bereits komplett ausgeprägt ist und wird ihre Mentorin.

Schon bald lernt sie, was es heißt, von Nyx auserwählt worden zu sein. Denn nicht jeder ist ihr wohlgesonnen, so wie die bildschöne Aphrodite. Sie macht Zoey klar, dass sie im House of Night das Sagen hat und sie sich nichts auf ihre Besonderheit einbilden soll.

Doch sie findet auch wahre Freunde, wie ihre Zimmergenossin Stevie Rae Johnson und deren Clique, welche aus dem schwulen Damien und den Seelenschwestern Erin und Shaunee besteht.

Aphrodite hat unterdessen ihre eigenen Pläne mit Zoey und so lädt sie sie zu einem Ritual der Töchter der Dunkelheit ein, einer Art okkulter Schwesternschaft, in der sie die Anführerin ist.
Nichtsahnend worauf sie sich einlässt, nimmt Zoey die Einladung an …

Als sie dann auch noch den charismatischen und unglaublich attraktiven Erik trifft, macht sie den größten Fehler ihres noch jungen Vampyrlebens. Sie verliebt sich ausgerechnet in den Jungen, den Aphrodite bereits als ihr Eigentum deklariert hat. Doch etwas scheint sie zu verbinden, dem Zoey sich nicht entziehen kann, genauso wenig wie Erik ...

Hinzu kommt, dass Zoey das ein oder andere Mal auf Vampyre trifft, die eigentlich tot sein müssten. Mit ihren Freunden findet sie heraus, dass Aphrodite eine schreckliche Vision diesbezüglich hatte, jedoch verschweigt, worum es ging …

Das Chaos scheint perfekt, als Zoey ein unglaubliches Gespür für Blut bekommt, das sonst nur ausgewachsene Vampyre haben. Sie kann es nicht kontrollieren und so kostet sie ausgerechnet das Blut ihres menschlichen Ex-Freundes Heath. Dieser wurde dadurch von Zoey geprägt und entwickelt eine unbändige Abhängigkeit von ihr, die ihn zwar in eine lebensbedrohliche Situation bringt, Zoey jedoch die Möglichkeit gibt, Aphrodite von ihrem hohen Ross zu stoßen …

Buchtrailer:



Rezension:
Ich war ein wenig überrascht, dass Zoey gleich im ersten Kapitel gezeichnet wurde. Eigentlich erwartet man als Leser, erstmal an das Geschehen herangeführt zu werden und ein wenig die Umgebung kennenzulernen.
Vielleicht soll der Leser aber auch einfach nur so überrumpelt werden wie Zoey, die mit ihrer Zeichnung zum Vampyr so gar nicht gerechnet hat.

Anfangs hat der Teenagerjargon des Buches ein wenig gestört, doch nach einer Weile gewöhnt man sich daran und. Teilweise wirkt die Sprache auch ganz amüsant.
Jedoch fallen das ein oder andere Mal einige Wörter aus dem Rahmen des Erträglichen, wobei man sich wirklich fragt, ob dies nun nötig gewesen sei.

Großartig anspruchsvoll ist das Buch nicht, aber genau deshalb ist es sehr angenehm zu lesen, trotz der teilweise dürftigen Sprache.
Die Spannung entwickelt sich erst nach und nach, je mehr man über die Geheimnisse des House of Night erfährt.

Auch das nötige Quäntchen an Mystery taucht erst ein wenig spät auf, indem der Leser mit einer Reihe okkulter Rituale, schrecklichen Visionen und lebenden Toten konfrontiert wird.
Bezüglich Letzterem bleibt das Rätsel jedoch ungeklärt.

Insgesamt ist das Buch schlicht und ergreifend aufregend. Man hat das Gefühl, dass die Welt der Vampyre rund um das House of Night so riesen groß ist, dass man einfach immer mehr darüber erfahren will und sich nicht mehr von dem Buch lösen kann. Es bietet dem Leser einfach sehr viel, auch was die Charaktere betrifft.

Die Protagonistin ist Zoey Redbird, aus dessen Sicht das Buch auch geschrieben ist. Sie ist erst sechzehn und hat mit den typischen Teenagerproblemen zu kämpfen.
Rat findet sie immer bei ihrer Großmutter Redbird, die ihr sofort hilft, als sie gezeichnet wird.
Gegen ihren Willen ist Zoey sofort etwas Besonderes an ihrer neuen Schule, denn als einziger Jungvampyr hat sie ein voll ausgeprägtes Mal.
Ich fand sie beim Lesen sehr authentisch und konnte sehr gut mit ihr mitfühlen. Die Unsicherheit und Angst, als sie gezeichnet wurde und ihre Loyalität gegenüber ihren wahren Freunden macht sie zu einem wirklich liebenswerten Charakter, der dem Buch einen unglaublichen Charme verleiht.

Was ihre Freunde betrifft, und besonders Stevie Rae, ist es wirklich rührend wie sie doch alle zueinander halten, auch wenn einen das fast schon wieder misstrauisch macht.

Dasselbe Problem gibt es mit Erik, bei dem man bis zu Letzt das Gefühl hat, er hat etwas zu verbergen. Zoey vertraut ihm einfach blind, obwohl sie weiß, dass es mal mit Aphrodite zusammen war.

Fazit:
Der erste Band der House of Night Reihe bildet einen gelungenen Auftakt zu einer spannenden und mystischen neuen Vampyrserie.
Man wird in eine völlig neue Welt entführt und erlebt gleichzeitig wie ein Teenager langsam zu sich selbst findet.
Dem Leser bleibt jedoch ein großer Cliffhanger am Ende nicht erspart, wodurch man sich zwangsweise einfach auf den nächsten Teil freut.

Kommentare:

  1. Schön, dass du die Reihe nun auch beginnst. Ich habe schon alle bisher erschienenen 7 Teile gelesen und teilweise ist es ein wenig durchwachsen, doch insgesamt ganz gut. Die Cliffhanger werden einem aber nie erspart... ;-)

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  2. Ich fand den Einstieg eigentlich gar nicht so überraschend. Ich bin froh, wenn Bücher direkt anfangen und der Leser nicht seitenweise eingeführt wird. Gerade bei diesem Buch kriegt man das auch locker mit während die Handlung schon ordentlich am Laufen ist.

    Ich habe das Buch im Original gelesen, aber in die deutsche Übersetzung mal reingeschaut und ich glaube, da ist wirklich eine Menge verloren gegangen bzw. kommt diese Jugendsprache auf Englisch einfach nicht ganz so bescheuert rüber wie im Deutschen (trotzdem wirkt sie auch im englischen oft übertrieben).
    Ansonsten bin ich sehr deiner Meinung. Die House of Night Reihe kann nicht unbedingt mit riesigem Niveau aufwarten, aber dafür ist sie unterhaltsam und hat liebenswerte Charaktere.

    Das mit Erik ist mir beim Lesen gar nicht so negativ aufgefallen, aber jetzt wo du es sagst, muss ich zustimmen. Zoey lässt sich ganz schön schnell auf ihn ein dafür, dass er mit Aphrodite zusammen war... na ja, aber die Sympathien verschieben sich in den Folgebänden eh noch in alle möglichen Richtungen ;)

    Hoffe dir wird der nächste Teil auch noch gefallen :)

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  3. naja was wäre auch schon ein buch ohne cliffhanger ^^
    freue mich schon total auf die bände die noch folgen werden und bin echt gespannt ob das niveau gehalten wird =)

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  4. @ miss bookiverse: ich sehe es schon kommen dass sich eine katastrophe mit erik anbahnen wird XD ich traue dem frieden einfach nicht^^

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