Dienstag, 20. Juli 2010

Rezension: "Verliebt in einen Vampir" von Lynsay Sands

Produktinformationen:
Originaltitel: Love Bites
Autor: Lynsay Sands
Verlag: Lyx Verlag
Serie: Argenau Serie (Band 1)
Format: kartoniert
Seiten: 336 Seiten
ISBN: 978-3-8025-8171-7
Preis: 9,95€ [D]

Cover © Egmont Lyx

Inhalt:
Gleich zwei Mal wird der Vampir Etienne Argenau von dem Vampirfanatiker Pudge getötet.
Und so landet Etienne auch zwei Mal auf dem Pathologietisch von Rachel Garrett. Noch nie ist es ihr passiert, dass ein Toter eine solche Faszination bei ihr auslöst und sie sich auch noch von ihm angezogen fühlt.
Die Antwort auf das Mysterium liefert Pudge, der die Pathologie stürmt und Etienne als Vampir betitelt. Gerade als er ihn köpfen will, schmeißt Rachel sich dazwischen und wird selber tödlich verwundet.

Etienne sieht in ihr seine Lebensretterin und verwandelt sie zum Dank in einen Vampir. Völlig hingerissen von ihr, will er sie an ihr neues Leben als Geschöpf der Nacht gewöhnen.
Und so erwacht Rachel als Unsterbliche in einem ihr fremden Haus. Sie kann nicht glauben, dass sie nun ein Vampir sein soll und hält alles nur für einen Traum.
Selbst als er ihr das erste Blut zu trinken gibt, glaubt sie noch zu träumen und will sich dies zu Nutze machen. In der Hoffnung auf ein wenig Unterhaltung versucht sie Etienne zu verführen …
Durch die Überzeugungskraft von Etiennes Mutter muss Rachel dann doch langsam verstehen, dass es sich nicht um einen Traum handelt.
Dazu gehört leider auch, dass das Problem mit Pudge noch nicht aus der Welt ist. Die Vampirfamilie schlägt vor, dass Rachel lügen und eine Entführungsgeschichte erfinden könnte.

Rachel ist jedoch dagegen und Etienne hat das Gefühl, dass sie sich von ihm distanziert. Er versucht alles, um sie nicht zu verlieren, doch Rachel weiß einfach nicht, woran sie bei Etienne ist.
Sie beschließt, sein Haus zu verlassen, doch genau in dem Moment bricht Pudge in das Haus ein und will Etienne ein für alle Mal töten.
Doch wieder rettet Rachel ihn und wird wirklich entführt. Als Pudge erkennt, dass nun auch sie ein Vampir ist, scheint ihr Schicksal und das Ende ihrer Liebesgeschichte besiegelt.
Doch Etienne hat sich in den Kopf gesetzt die Ewigkeit mit Rachel zu verbringen und würde für seine große Liebe alles tun …

Rezension:
„Verliebt in einen Vampir“ bildet den Auftakt zu einer Reihe von unabhängigen Liebesromanen rund um die Vampirfamilie Argenau.

Der Roman ist sehr einfach zu lesen, durch den angenehmen Schreibstil der Autorin. Auch die Handlung ist simpel gehalten, da es im Grundsatz nur um die Entwicklung zwischen Etienne und Rachel geht. Ein wenig Abwechslung bietet die Verfolgung der beiden durch den Vampirfanatiker Pudge.
Spannung gibt es so nur zum Ende hin, wo sich schließlich entscheidet ob die beiden eine gemeinsame Zukunft haben oder nicht.
Dennoch gibt es ein kleines Detail in dem Buch, was sehr interessant war.

Die Entstehungsgeschichte rund um die Vampire ist nämlich wissenschaftlich zu erklären, wobei es einfach war, sich Vampire als Teil dieser Welt vorzustellen.
Hier sind sie Wesen, in dessen Blut vor Urzeiten kleine Nanos eingeführt wurden und sie so vor Krankheiten und dem Älterwerden schützen. Dafür wird jedoch Blut benötigt, weshalb die Vampire damit zwangsläufig ihren Durst stillen.

Dies nimmt dem Buch ein wenig seinen Fantasy Charakter und macht daraus eher eine Liebeskomödie. Es gab zwar das ein oder andere romantische tête-à-tête zwischen den beiden die auch in einige seichte Liebesszenen gipfelten, dennoch standen diese nicht im Vordergrund und wurden von Etiennes und Rachels ungeschicktem Verhalten untereinander in den Schatten gestellt.

Rachel beim Agieren zu beobachten ist geradezu amüsant. Sie weigert sich schlicht und ergreifend zu glauben, dass Etienne ein Vampir ist und verstrickt sich so in eine peinliche Situation nach der anderen.
Das sich dieser Widerstand irgendwann in pure Abhängigkeit verwandelt, führt zu einer Art Willenlosigkeit bei ihr.
Sie und Etienne kommen sich zwar immer wieder näher, doch sie glaubt, dass zwischen ihnen nicht mehr existiert als eine Affäre, obwohl Etienne sich schon längst in sie verliebt hat.

Dieser ist von Rachel nämlich völlig hingerissen. Er verkörpert zwar das typische Klischee eines attraktiven und verführerischen, scheint aber dennoch sehr herzlich zu sein.
Er kann seine Liebe nicht wirklich in Worte fassen, wodurch sich einfach eine Mauer aus Missverständnissen zwischen ihnen aufbaut.

Besonders angetan haben es mir in diesem Buch die Nebencharaktere in Form der restlichen Argenau Familie, bestehend aus Etiennes Mutter und seinen Geschwistern.
Jeder für sich hat so seine Eigenarten und bringt seine Ideen mit ein um Etienne nach dreihundert Jahren endlich ein Happy End zu bereiten.
Sie haben eine kleine Amor Funktion und die ein oder andere wirklich süße Idee, damit sich das Pärchen ein wenig annähert.

Fazit:
Insgesamt fühlte ich mich wirklich gut unterhalten. Die Charaktere sind teilweise wirklich amüsant und erheiternd.
Auch wenn die Handlung nicht wirklich komplex ist und keine richtige Spannung existiert, hat das Buch durchaus seinen eigenen Charme, der dem Leser einige Lesestunden versüßt.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

1 Kommentar:

  1. Interessant, mal eine weitere Meinung zu lesen. Übrigens entspricht die Publikationsreihenfolge nicht den Originalen. Der tatsächliche Reihenauftakt ist "Eine Vampirin auf Abwegen", was handlungstechnisch Sinn macht, wenn man das Ganze verfolgen will. Ich finde die Zusammenhänge sind schon lose, aber dennoch wäre es verwunderlich, wenn Lisianna mal schwanger ist dann wieder nicht ...
    Nachdem ich nun mit den Argeneaus fast auf dem neusten Stand bin, bin ich immer noch der Meinung, dass das zwar der schlechteste Band ist, die Unterhaltung aber nicht abhanden kommt.

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