Dienstag, 3. August 2010

[Rezension] "Elfenkuss" von Aprilynne Pike

Cover © cbj
Produktinformationen:
Originaltitel: Wings
Autor: Aprilynne Pike
Verlag: cbj Verlag
Serie: Wings Quadrologie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 349 Seiten
ISBN: 357-013-884-4
Preis: 16,95€ [D]; 17,50€ [A]

Inhalt:
Gerade erst aus Orick weggezogen, muss die fünfzehnjährige Laurel nun auf die Highschool in Crescent City gehen.
Sie fühlt sich äußerst unwohl, da sie in Orick Privatunterricht bekommen hat. Doch ihre Stimmung ändert sich schlagartig als sie David kennenlernt.
Er führt sie in das Schulleben ein und findet in ihm einen wahren Freund.

Langsam beginnt sie, sich in ihre neue Umgebung einzuleben, bis sich eines Morgens ein merkwürdiger Pickel auf ihrem Rücken abzeichnet. Dieser wächst mit enormer Geschwindigkeit, bis er die Größe eines Softballs erreicht.
Verstört wendet Laurel sich von ihren neuen Freunden ab, da sie Angst hat vor deren Reaktion.

Als aus dem Hubbel dann eine riesige Blüt wächst, hält Laurel es nicht mehr aus und vertraut sich David an. Dieser verspricht ihr seine Hilfe, die Laurel bald mehr als nötig haben wird.

Als sie nämlich ihr altes Haus in Orick besucht, trifft sie dort auf den mysteriösen Tamani. Für ihn scheint ihre Blüte ein gewohnter Anblick zu sein und bald klärt sich auch warum. Laurel ist, genauso wie er, eine Elfe.

Laurel will dies einfach nicht glauben, muss der Wahrheit aber bald ins Auge blicken, als ihre Eltern das Grundstück in Orick verkaufen wollen.
Der Käufer ist ein zwielichtiger Mann namens Jeremiah Barnes, dem Laurel von anfang an nicht traut. Ihre Ahnung bestätigt sich, als Tamani sie überzeugt, dass das Grundstück auf keinen Fall verkauft werden darf, da sich dort ein uraltes Elfen Portal befindet, dass niemals in die flaschen Hände gelangen darf. Und schon gar nicht in die von Barnes, denn Tamani weiß, wer er wirklich ist ...

David ist unterdessen von dem Einfluss Tamanis auf Laurel gar nicht begeistert und versucht sie so gut es geht vor den offensichtlichen Gefahren der Elfenwelt zu schützen. Das er jedoch schon bald Laurels Hilfe benötigt und beide fast sterben, zwingt Laurel dazu, sich zwischen ihren beiden Welten, und somit auch zwischen Tamani und David, zu entscheiden ...

Rezension:
„Elfenkuss“ ist der Auftakt einer vierbändigen Elfenserie der Erfolgsautorin Aprilynne Pike. Waren die ersten beide Bände bereits fester Bestandteil der New York Times Bestsellerliste in Amerika, fand Pikes wundervolles Erstlingswerk auch zu uns nach Deutschland und hat mich vom ersten Moment an sprachlos gemacht.

Grund dafür war zum einen der Erzählstil und die Schreibweise der Autorin. Man fühlt sich sofort angesprochen beim Lesen und kann sich einfach nicht mehr losreißen.
Das Buch strahlt sehr viel Warmherzigkeit aus und man merkt einfach, wieviel Liebe hinter diesem Werk steckt.

Sehr angetan war ich auch von der ganzen Idee hinter den Elfen. Es ist offensichtlich, dass sich die Autorin so ihre Gedanken gemacht hat, was ihre Geschöpfe von denen anderer Autoren unterscheiden soll.
So teilen sich die Elfen z.B. in vier Machtbereiche auf, die den Jahreszeiten gleichzusetzen sind. Während der Zeit, der sie angehören, blüht die Blume auf ihren Rücken.
Außerdem haben die Elfen andere Essgewohnheiten, was sogar wissenschaftlich zu erklären ist, da deren Zellen anders aufgebaut sind.
Insgesamt gibt es noch jede Menge mehr zu entdecken und es war wirklich aufregend nach und nach immer mehr über die Elfen zu erfahren.

Dies hat dem Buch natürlich ein imenses Maß an Spannung verliehen, doch auch das Liebesdreieck zwischen David, Laurel und Tamani hat seinen Teil dazu beigetragen. Für den Leser ist es nämlich offensichtlich, dass Laurel sich nur für David entscheiden kann, doch etwas scheint sie mit Tamani zu verbinden.
Es tut einem wirklich Leid als Leser, dass einer der beiden den Kürzeren ziehen muss, weil die Charaktere an sich ungemein sympathisch sind. Man kann sich sehr gut mit ihnen identifizieren und wünscht keinem von ihnen was schlechtes.

Laurel ist z.B. eine Protagonistin, von der man immer wieder Überraschungen zu erwarten hat. Es ist von vornherein klar, dass man nie alles über sie wissen wird und genau dies macht sie so interessant.
Später entdeckt man dann ihre verschiedenen Facetten und merkt, dass sie eigentlich nur ein normaler Teemager ist, denn auch Elfen können in ein großes Gefühlschaos geraten.

Einer der Auslöser dafür ist ihr Freund David. Hilfsbereit und sensibel wie er ist, passt er einfach perfekt zu der unsicheren Laurel, gäbe es nicht seinen Elfenkonkurrenten Tamani.
Verbunden durch eine Laurel unbekannte Erinnerung, kann er den Gedanken nicht ertragen, dass David ihr Freund ist und zeigt ihr dies auch deutlich.

Auch wenn Tamani eine männliche Elfe ist, so hatte ich stets das Gefühl, dass er ganz leicht einen Nervenzusammenbruch erleiden kann, wenn Laurel ihm einen Korb gibt.
In solchen Momenten hat das Buch einfach Gefühle in mir geweckt. Und genau das macht „Elfenkuss“ auch zu etwas Besonderem. Es ist romantisch und gefühlvoll, gemischt mit einer originellen Idee.

Zur Handlung muss ich sagen, dass der Antagonist Jeremiah Barnes ein wenig durch das Liebesdreieck in den Hintergrund gedrängt wird. Mich hat es viel mehr interessiert, wie sich die verschiedenen Beziehungen entwickeln, anstatt zuzusehen wie sich wiedereinmal ein Bösewicht die ultimative Macht ergaunern will.
Ich denke die Autorin hat hiermit eine gute Priorität gesetzt, die dem Buch nur von Vorteil ist.

Fazit:„Elfenkuss“ ist eines der gefühlvollsten und zauberhaftesten Bücher die ich je gelesen habe. Ein einzigartiger Erzählstil und ein kompliziertes Liebesdreieck, mit der Lizenz Mädchenherzen höher schlagen zu lassen, machen dieses Werk zu etwas ganz Besonderem.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

1 Kommentar:

  1. Sehr schöne Rezi, mir hat das Buch auch sehr gut gefallen :)

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