Mittwoch, 11. August 2010

Rezension: "House of Night - Erwählt" von P.C. Cast und Kristin Cast

Produktinformationen:
Originaltitel: Chosen - A House of Night Novel
Autor: P.C. Cast & Kristin Cast
Verlag: Fischer FJB
Serie: House of Night (Band 3)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 442 Seiten
ISBN: 384-142-003-6
Preis: 16,95€ [D]; 17,50€ [A]

Cover © Fischerverlage

Dies ist Band 3 der House of Night Reihe und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten. Meine Rezension zu Band 1 gibt es HIER und meine Rezension zu Band 2 HIER.

Inhalt:
Nach den furchtbaren Dingen, die ihrer Freundin Stevie Rae passiert sind, versucht Zoey Redbird sie wieder in die normale Vampyrgesellschaft zu integrieren.
Hilfe bekommt sie ausgerechnet von ihrer Rivalin Aphrodite, die die Einzige ist, mit der Zoey ihre Geheimnisse teilen kann. Denn ihre Freunde befinden sich im Visier ihrer Feinde und zuviel zu wissen könnte tödliche Folgen für sie haben ...

Hinzu kommt jedoch, dass Zoey eine entgültige Entscheidung bezüglich ihres Liebeslebens treffen muss, denn ein Liebesquadrat ist alles andere als nützlich im Kampf gegen die dunklen Machenschaften am House of Night. Doch wie soll sie sich gegen die Prägung mit Heath wehren, oder den Charme von ihrem Lehrer Loren Blake? Und wie würde ihr Freund Erik reagieren, wenn er erfährt, dass Zoey Dreigleisig fährt?

Die Dinge scheinen sich von selber zu regeln, als nach und nach Vampyre getötet werden und die Hohepriesterin Neferet die Gottesfürchtigen verdächtigt und ihnen den Kampf ansagt.
Eine Intrige gegen Zoey kommt ins Rollen und sie droht alles zu verlieren, was ihr jemals etwas bedeutet hat ...

Doch die Göttin Nyx hat großes mit ihrer Erwählten vor und verlieht Zoey Kräfte, die ihren Feinden das Fürchten lehren ...

Buchtrailer:


Rezension:
„Erwählt“ ist der dritte Band der „House of Night“ Buchreihe und steht seinen Vorgängern in nichts nach.
Zoey erkennt langsam, dass Nyx sie als etwas Besonderes erwählt hat, muss jedoch zunehmend mit den negativen Seiten dessen kämpfen.
Denn erwählt zu sein, bedeutet sowohl gefürchtet, als auch gehasst zu werden. Um die Geschehnisse auch alle zu verstehen, werden zwischendurch Teile des ersten und zweiten Bandes wiederholt.

Neben dem üblichen Kampf gegen Intrigen muss Zoey Klarheit in ihr Liebesquadrat bringen, dass sich jedoch alles andere als leicht gestaltet. Als Leser kann man ihren Zwiespalt sehr gut verstehen und zwischen ihren Verehrern eine Wahl zu treffen ist wirklich eine wahre Tortur.
Da wäre zum einen Erik Night, ihr Vampyrfreund. Eigentlich ganz charmant, doch in diesem Buch lässt er nach und nach ein paar eher weniger freundliche Charakterzüge durchblitzen, wobei man sich wirklich fragt, ob man ihn in den vorherigen Bänden nicht doch völlig falsch eingeschätzt hat.

Nummer zwei ist Zoeys Menschenfreund Heath, bei dem man jedes mal das Bedürfnis hat, Mitleid mit ihm zu haben, weil ihn die Prägung wirklich treudoof und naiv gemacht hat.

Verehrer Nummer drei ist Loren Blake, der Zoey durch romantische Gedichte und Liebeschwüre zu erobern versucht. Das dies nicht mit rechten Dingen zugehen kann, merkt man eigentlich sofort, aber Zoey ist einfach so hingerissen, das sie gar nicht merkt, was sich Gefährliches hinter ihrem Rücken zusammenbraut.

Insgesamt also ein wirklich abwechslungsreiches Liebesleben das Zoey führt und das die Handlung um einiges interessanter macht.

Das Buch scheint sich insgesamt sehr mit Beziehungsentwicklungen zu beschäftigen und was beim Leser natürlich für Furore sorgt, ist der temporäre Waffenstillstand zwischen Zoey und Aphrodite.
Die beiden für sich allein sind schon wirklich starke Persönlichkeiten und wenn sie es schaffen würden sich zu vertragen, wären sie sicherlich auch ein unschlagbares Team, da sie sich im Grunde genommen ganz gut ergänzen.
Doch da für Aphrodite Harmonie und Freundschaft Fremdwörter sind, geraten die beiden immer wieder aneinander und man wird Zeuge der ein oder anderen Wortgefechte.
Diese sind jedoch wirklich unterhaltsam und teilweise recht witzig. Ja, Aphrodite war mir teilweise sogar sympathisch, weil man doch gemerkt hat, dass sie einen guten Kern zu haben scheint. Wobei man bei ihr nie sicher sein kann, ob sie damit nicht ihre eigenen Pläne verfolgt.

Was ich an diesem Band jedoch wieder loben muss, ist der Schreibstil, der sich seit dem ersten Band wirklich gebessert hat. Man nimmt es den Charakteren ab, dass sie wirklich so reden würden, sodass sie auch um einiges authentischer wirken.
Es gab zwar durchaus wieder den ein oder anderen Moment in dem einige Ausdrück ein wenig fehl am Platz erscheinen, doch genau dies macht die House of Night Reihe doch schließlich aus und gibt ihr einen gewissen Wiedererkennungswert.

Leider war mir in diesem Band ein bisschen zu wenig Spannung vorhanden. Besonders die Vampyrmorde hätte man um einiges aufregender gestalten können, doch im Angesicht von Zoeys Liebesproblemen gerieten diese schnell in den Hintergrund. Auch die Lösung des Problems mit Stevie Rae war zu schnell aus der Welt und hätte doch ein epischeres Ende verdient.

Dennoch hat mich die Geschicht gut unterhalten, da auch in diesem Band viele unterschiedliche Konflikte zu beheben waren. Doch gerade als man sich so richtig in die Geschichte eingelesen hat, hört sie aprubt auf. Einfach so. Solch einen Cliffhanger habe ich schon lange nicht mehr erlebt und ich kann nur hoffen, dass die Zeit bis November schnell vorbeigeht.

Fazit:
Auch dieser Band hat mir, wie seine beiden Vorgänger, unterhaltsame Stunden beschehrt und besonders durch seinen individuellen Schreibstil und die amüsanten Charaktere überzeugt.
Auch wenn es ein wenig an Spannung mangelt, liest sich das Buch wirklich gut und die Beziehungskonflikte tragen sehr zur Unterhaltung bei.
Ich habe diese Buchreihe wirklich lieb gewonnen, da man sich als Leser sehr schnell als Teil der Handlung fühlt und immer mit interessanten Wendungen in der Geschichte rechnen muss.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

1 Kommentar:

  1. Also ich fand diesen Teil um einiges spannender/unterhaltsamer als den Vorgänger, was wahrscheinlich vor allem Zoeys Liebesleben zu verdanken ist ;)
    Aphrodite mag ich Band für Band lieber, inzwischen ist sie für mich die coolste und stärkste Figur der Reihe.
    Den Schrebistil fand ich im Gegensatz zu dir nicht so beeindruckend. Mich hat zwar nicht so sehr gestört, wie die Charaktere reden, aber ich fand es unheimlich nervig, dass ständig alles wiederholt worden ist (bestimmte Äußerungen, die wahrscheinlich charaktertypisch sein sollen, aber irgendwann einfach genervt haben).

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