Sonntag, 29. August 2010

Rezension: "Madison Avery - Totgeküsste leben länger" von Kim Harrison

Produktinformationen:
Originaltitel: Once dead, twice shy
Autor: Kim Harrison
Verlag: Loewe Verlag
Serie: Madison Avery (Teil 1)
Format: kartoniert
Seiten: 293 Seiten
ISBN: 378-557-141-0
Preis: 12,90€ [D]; 13,30€ [A]

Cover © Loewe Verlag

Inhalt:
Seit Madison Avery vom schwarzen Todesengel Kairos ermordert wurde, fristet sie ein Dasein als Tote. Nur durch das Amulett, dass sie Kairos gestohlen hat, kann sie sich selbst eine Illusion ihres Körpers schaffen, denn ihren eigenen, hat ihr Mörder.

Seitdem wird sie durch den weißen Todesengel Barnabas behütet, der ihre Ermordung eigentlich verhindern sollte.
Als Madison ihn auf eine Mission begleitet, in dem er einen Jugendlichen vor seiner Vollstreckung retten soll, trifft sie jedoch auf den schwarzen Todesengel Nakita, die Madisons Amulett sieht und es sofort als das von Kairos identifiziert.

Barnabas befürchtet, dass sich Kairos nun auf die Suche nach Madison macht und kontaktiert seinen Vorgesetzten, den weißen Zeitwächter Ron. Er stellt Madison das Schutzengelchen Grace zur Seite, die ihren Schützling fortan behüten soll.

Doch Grace bekommt prompt einen weiteren, unfreiwilligen Schützling, denn Madisons Freund Josh gerät zwischen die Fronten. Kairos versucht durch ihn an Madison heranzukommen und sie fragt sich immer mehr, was die schwarzen Todesengel eigentlich von ihr wollen.
Das alles eher weniger mit Kairos‘ Amulett als mit dem, was Madison in Wirklichkeit ist, zu tun hat, hat allerdings niemand erwartet ...

Rezension:
„Madison Avery – Totgeküsste leben länger“ ist definitiv ein Buch bei dem das Gesamtpaket stimmt.
Es fängt bereits beim Cover an, das einfach atemberaubend schön ist und die Atmosphäre des Buches gut wiederspiegelt. Außerdem ist die Qualität für ein Taschenbuch wirklich sehr gut. Man kann es biegen und wenden, wie man will, es knickt nicht.

Sofort nach Lesebeginn fiel mir der lockere Schreibstil auf, der Madisons Charakter gut ergänzt. Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, bekommt man so einen guten Eindruck, wie sie sich ausdrückt und die Welt um sich herum betrachtet.
Dabei war besonders Madisons Ansicht zum Tod immer wieder interessant.

Was die Handlung betrifft, bin ich sehr angetan von der Idee, die dahinter steckt. Schwarze und Weiße Todesengel, die ihre Macht aus einem Amulett schöpfen und Boten des Schicksals spielen.
Und Madison, die von allen sowieso schon für völlig verrückt gehalten wird, gerät zwischen die Fronten und mischt den Himmel gehörig auf.

Spannend wird es vor allem durch die Frage, warum Kairos Madison tot sehen wollte. Was hat er davon? Normalerweise werden nur Menschen getötet, die davor sind, schlechtes zu tun, doch Madison hatte nichts in dieser Richtugng vor.
Die Handlung ist sehr rätselhaft und man weiß nie, wie es weitergeht und was als nächstes passiert.
Es gibt sehr viel zu entdecken und auch wenn es zwischendurch ein paar Tiefpunkte gibt, in denen man denkt, dass die Autorin nicht wirklich wusste, was sie nun mit ihrer Idee anfangen sollte, ist das von ihr geschaffene Universum liebevoll und nachvollziehbar insziniert.

Dies dürfte zum größen Teil an den Charakteren liegen, die allesamt ihre amüsanten Eigenarten haben und einen sehr gut unterhalten.
Besonders Madison und Barnabas haben es mir stark angetan. Sie sind einfach so verschieden, dass sie immer wieder aneinandergeraten.
Madison hat ihren ganz eigenen Kopf und versucht den auch durchzusetzen, was Barnabas gar nicht in den Kram passt, da er schließlich seine misslungene Lebensrettung wieder gut machen will. Das Madison seine Missionen jedoch immer wieder zum scheitern verurteilt, sorgt für jede Menge Streit.

Die heimliche Heldin der Geschicht ist jedoch Grace, der kleine Schutzengel. Sie muss nicht nur Madison beschützen sondern auch ihren Freund und hat so jede Menge zu tun.
Eigentlich ist sie nichtmal qualifiziert Madison alleine zu beschützen, doch dafür macht sie einen guten Job.
Allerdings bringt sie ihre Schützlinge immer wieder in Rage, indem in den unpassendsten Momenten ein Liedchen zu der Situation anstimmt.

Was die Bösewichte betrifft, hat man eine gute Vorstellung davon, wie zum Beispiel Kairos‘ Untergebener schwarzer Todesengel Nakita aussieht. Selbstverständlich bildhübsch ist sie mindestens doppelt so tödlich.
Leider erfährt man nicht allzu viel über die Vergangenheit beiden und teilweise hätten sie ruhig ein wenig diabolischer sein könne, doch im großen und ganzen haben sie im wahrsten Sinne des Wortes einen guten Job gemacht.

Fazit:
Das Buch besticht vor allem durch eine amüsante Handlung und eine quirlige Protagonistin.
Die Idee wurde gut umgesetzt und gefällt mir wirklich sehr gut. Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung und bin wirklich gespannt, was für lustige Geschichten die Autorin noch über Madison Avery parat hat.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezi! Ich teile zwar nicht ganz deine Meinung zum Buch, aber gefallen hat es mir auf alle Fälle und es verspricht tolle Fortsetzungen! :D

    Ich habe dir auf meinem Blog übrigens den Blog Award verliehen. :)

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  2. Hallooo Lisa Rose!

    Ich hab dir einen Award verliehen! ^^
    Guckst einfach mal vorbei ; )
    LG Lina

    http://snipurl.com/10x8gi

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  3. Ich war letztens kurz davor mir dieses Buch zu kaufen. Jawohl, ich hatte es schon in der Hand wollte aber erst einmal ein paar Rezensionen abwarten.
    Und das was ich hier so lese, macht mich nur noch neugieriger. Tolle Rezi.
    Liebe Grüße Tanja

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