Montag, 16. August 2010

Rezension: "Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe" von Kami Garcia und Margaret Stohl

Produktinformationen:
Originaltitel: Beautiful Creatures
Autor: Kami Garcia & Margaret Stohl
Verlag: cbj Verlag
Serie: Caster Chroniken (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 544 Seiten
ISBN: 978-3-570-13828-1
Preis: 18,95€ [D]; 19,50€ [A]

Cover © cbj

Website der Reihe:
http://www.sixteenmoons.de/

Inhalt:
Immer wieder träumt Ethan Wate von einem Mädchen. Er will sie beschützen, ihr Leben retten, doch jedes Mal werden die beiden voneinander getrennt.
Und dann tritt plötzlich Lena Duchannes in sein Leben, das Mädchen, dass bei ihrem abgeschottet lebenden Onkel Macon Ravenwood wohnt und deswegen von vornherein an der Schule als Außenseiterin behandelt wird.
Das Mädchen, von dem Ethan Nacht für Nacht träumt ...

Seit er sie das erste Mal gesehen hat, fühlt er sich unweigerlich zu ihr hingezogen und verteidigt sie gegen die Spottattacken seiner vermeintlich coolen Freunde.
Und egal welchen Weg Ethan von da an einschlägt, er führt ihn immer wieder zu Lena, die ein gefährliches Geheimnis zu hüten scheint.

Dennoch kann er sich einfach nicht von dem Mädchen fernhalten, dass Fenster und Lampen zerspringen lassen kann, ohne sie zu berühren.
Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als er und Lena auf dem Nachbargrundstück der Ravenwoods ein antikes Medaillon finden.
Es beschehrt den beiden eine Vision aus der Vergangenheit, die zu Zeiten des Bürgerkrieges 1865 spielt. Genauer gesagt, am 11. Februar, Lenas Geburtstag. Der Tag, an dem Lenas Familie und auch ihre Liebe auf ewig verflucht wurden ...

Denn an ihren sechzehnten Geburstag wird sich Lenas Schicksal entscheiden. Das Schicksal, zu dem alle Caster der Familie Duchannes verdammt wurden.
Sie wird berufen, zu einer Dunklen oder zu einer Lichten Hexe.

Die Liebe zu Ethan scheint unmöglicher denn je und doch ist sie das Einzige, was Lena die Angst vor ihrem Schicksal nimmt, auch wenn dies für beide ein schlechtes Ende nehmen könnte ...

Buchtrailer: © RandomHouse


Meine Meinung:
„Sixteen Moons – Eine unsterbliche Liebe“ war für mich Liebe von der ersten Seite an. Genau wie Twilight oder Harry Potter hat es diesen ganz bestimmten Faktor, der den Leser an dieses Buch fesselt und ein einzigartiges Gefühl in ihm auslöst.

Es fing bereits damit an, als ich gemerkt habe, dass das Buch nicht wie sonst üblich aus der Sicht eines Mädchens, sondern aus der Sicht eines Jungen, Ethan Wate, geschrieben ist.
Er erzählt alles aus seiner Perspektive, aber auf sehr humorvolle Art und Weise, sodass man ihn von Anfang an sympathisch findet.
Auch wenn ich bezweifle, dass ein Teenager gerne einen Nachmittag bei seinen Großtanten verbringt, ist er ein Charakter, dessen Gefühle authentisch und nicht übertrieben oder unwirklich erscheinen.
Besonders diese Faszination, die er für Lena empfindet, kam sehr gut rüber beim Lesen. Die Autorinnen haben einfach ein Talent dafür, dem Leser die Gefühle der Protagonisten fühlen zu lassen und ihn damit zu fesseln.

Insgesamt hat das Buch einen Schreibstil, der es einfach auf den Punkt bringt. Die Atmosphäre und Umgebung, die Charaktere und deren Gefühle werden so beschrieben, dass man sich alles bildlicht im Kopf vorstellen kann, wie ein Film. Das Buch ist wirklich eine nahezu perfekte Gesamtinszenierung, die auf ganzer Linie überzeugt.

Durch die mystische Atmosphäre wird fast schon von selbst eine ganze Menge an Spannung ausgelöst, die sich bis zum Ende des Buches immer weiter steigert und in einem filmreifen Showdown endet.
Zusätzlich wurden zwischendurch immer wieder Flashbacks in Form von Visionen eingebaut. So lernt man den Ursprung des Caster Fluches kennen, jedoch nur nach und nach, was immer zu den aktuellen Ereignissen der Handlung passt.
Auch dies ist ein Punkt, der bemerkenswert ist, denn die Handlung erscheint in sich einfach stimmig. Flashbacks kommen zur rechten Zeit, Geheimnisse werden zur richtigen Zeit offenbart und neue Mysterien tauchen im richtigen Moment auf.

Was das Buch aber letzten Endes zu sowas Besonderem macht, sind die Charaktere. Und damit meine ich Protagonisten, Antagonisten und Nebencharaktere. Alle wie sie da sind.
Jeder fügt seinen Teil zur Geschichte hinzu.
Ein Beispiel für die Nebencharaktere wären die bereits erwähnten drei Großtanten, die zwar ein wenig verwirrt erscheinen, aber dennoch immer versteckte Hinweise geben, nur dass man nicht weiß, ob das Absicht ist oder nicht.

Und dann wäre da natürlich Lena und ihre magische Caster Familie. Eine Zaubererfamilie scheint auf dem ersten Blick nun nichts Neues zu sein. Doch hier zeigen Margaret Stohl und Kami Garcia, dass sie die Bezeichnung „Autor“ wirklich verdient haben, denn sie machen sich das Thema einfach zu eigen und bilden daraus, etwas Neues und Einzigartiges, mit einer eigenen Vergangenheit.

Vielerlei Dinge werden erst auf den letzen Seiten aufgelöst, so wie auch das Rätsel um Lenas Onkel Macon, der die ganze Zeit mehr zwielichtig als wie ein Beschützer für sie wirkt.
Auch wenn er abgeschottet lebt, sorgt er dennoch für den ein oder anderen filmreifen Überraschungsauftritt in der Stadt, um Lena zu helfen.

Ein weiterer unterstützender Charakter ist Ethans Hausmädchen Amma, die ihn nach dem Tod seiner Mutter aufgezogen hat.
Lena und Ethan finden heraus, dass sie etwas wichtiges mit Macon verbindet, auch wenn die ganze Zeit klar ist, dass sie etwas verbirgt.
Ihre Mysterien haben die Autorinnen aber so gut verschleiert, dass man wirklich nicht auf die Lösung der Geheimniskrämerei kommen kann.

Es gipfelt jedoch immer wieder in der selben Absicht: Nicht zu viel verraten um Lena zu schützen. Und als man dann erfährt, wovor man Lena beschützen muss, ist es fast wie ein Schock.
Der große „Oh-mein-Gott-Moment“ auf den man in vielen Büchern vergebens wartet.
Als wäre es nicht schlimm genug, dass das Schicksal sie nach ihrem Geburtstag in eine dunkle oder lichte Hexe verwandelt, tun sich auch noch Abgründe in der Familie auf.

Ethan lässt sie jedoch mit keiner Sorge alleine und steht ihr bis zum bitteren Ende bei.
Man weiß einfach, dass die beiden füreinander bestimmt sind, auch wenn ein Fluch auf den Duchannes lastet, wodurch es nur ein blutiges Ende geben kann.
Ihre ganze Beziehung erscheint vollkommen richtig und ist mir beim Lesen wirklich ans Herz gegangen. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach.

Fazit:
Wie schon Twilight oder Harry Potter hat „Sixteen Moons“ das Potenzial, eine Generation zu prägen. Ich hoffe, dass die Folgebände das Niveau halten und vielleicht sogar steigern können und die Autorinnen, dieses Potenzial nicht zunichte machen.
Ich bin maßlos begeistert und kann den Autorinnen nur zu ihrer fabelhaften Idee gratulieren.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Kommentare:

  1. Danke für die schöne Rezension! Ich habe es gestern bestellt und freue mich drauf :)

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  2. Ganz deiner Meinung. Das Buch ist wunderbar und so eins, in das man richtig versinkt. Ich freue mich so sehr auf die Fortsetzung, nach deiner Rezension mehr denn je :D

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  3. Zustimmung in allen Punkten! ^^ Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band :D

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  4. Hei ;) Echt super Rezension! Ich finde das Buch auch wirklich klasse und habe auf meinem Blog auch eine Rezension dazu verfasst: http://jumaundmaju.blogspot.de/2012/04/buchrezension-sixteen-moons-eine.html
    Schau doch mal vorbei wenn du Lust hast!
    LG, Juliane

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