Donnerstag, 21. Oktober 2010

Rezension: "Das Tal Season 1 - Die Katastrophe" von Krystyna Kuhn

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Krystyna Kuhn
Verlag: Arena Verlag
Serie: Das Tal Season 1 (Band 2)
Format: kartoniert
Seiten: 308 Seiten
ISBN: 340-106-473-8
Preis: 9,95€ [D]

Cover © Arena Verlag

Dies ist Band 2 der ersten Season von "Das Tal" und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten. Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER.

Inhalt:
Katie West hat sich fest in den Kopf gesetzt den Gipfel des Ghost zu erklimmen und dort dem Geheimnis um die acht verschwundenen Studenten aus den Achtzigern auf die Schliche zu kommen.
Nur widerwillig stimmen ihre Freunde Julia, Chris, Benjamin und David zu, mitzukommen, da sie alle wissen, dass der Berg am Grace College nur Unheil bringen wird.
In letzter Minute schließt sich ihnen noch der merkwürdige Paul Forster an, obwohl niemand ihn zu kennen scheint und er so unmöglich über ihre Pläne Bescheid wissen kann.
Doch genauso wie Katie hat er etwas, dass ihn antreibt, den Gipfel des Ghost zu erklimmen …

Auf ihrem Weg finden sie Hinweise, dass die acht verschwundenen Studenten tatsächlich denselben Weg eingeschlagen haben wie sie. Doch was weiß ihre Bergführerin Ana Cree über die Katastrophe die sich einst zugetragen hat?
Einmal mehr wird klar, dass jeder ein Geheimnis mit sich herumträgt und entschlossen ist, dieses auch mit ins Grab zu nehmen …

Rezension:
Mit „Die Katastrophe“ hat Krystyna Kuhn das zweite Buch der ersten Season um das mysteriöse Tal rausgebracht. Wurde im ersten Band die schreckliche Vergangenheit um die Geschwister Julia und Robert Frost enthüllt, erfährt im zweiten Band mehr über die ehrgeizige und verschwiegene Katie.

Dabei lernt man ein Mädchen kennen, dass durch den Verlust ihrer großen Liebe Sebastien geprägt wurde und durch die gleichgültige Haltung ihrer Eltern zu einer wahren Kämpfernatur wurde.
Frei nach dem Motto ‚Stille Wasser sind tief‘ erfährt man Dinge, die man nach dem ersten Band nicht erwartet, und Katie so auch nicht zugetraut hätte. Dennoch ergibt vieles auf erschreckende Weise einen Sinn und einmal mehr wird klar, dass niemand der ist, für den man ihn hält.

Dies betrifft vor allem Paul Forster, der aus heiterem Himmel auftaucht, den keiner kennt und der dasselbe Ziel wie Katie zu verfolgen scheint. Und doch ist etwas an ihm anders und einfach seltsam. Dies merkt nicht nur Katie, sondern auch der Leser schnell. Immer wieder redet er Katie ein, dass sie es auch alleine schaffen würden, den Gipfel zu erklimmen, aber warum? Was für ein Ziel verfolgt Paul Forster? Bis zum Ende bleibt man im Unklaren, doch eines wird mit der Zeit klar: er ist nicht das, was er zu sein vorgibt.
Und genau ist eines der Dinge, die ich an diesem Buch so faszinierend finde. Die Autorin lässt sich immer einen ordentlichen Schocker einfallen, wenn man glaubt, es kann nicht noch schlimmer werden.

Ein weiteres Mysterium des Tales ist das Verschwinden der damaligen acht Studenten, welches in „Die Katastrophe“ weiter fortgeführt wird. Und eines kann ich versprechen: es wird noch mysteriöser und es wird den ein oder anderen Oh-mein-Gott! Moment geben, weil ein paar Dinge herauskommen, die wie Zufälle aussehen mögen, die Freunde jedoch auf erschreckende Weise miteinander verbinden.
Letzten Endes lässt die Autorin jedoch einiges an Platz zu spekulieren, wie alles zusammenpasst und macht es auch weiterhin spannend, was sich damals auf dem Ghost zugetragen hat.

Schon im ersten Teil ist mir aufgefallen, dass die Autorin ein großes Talent hat, was das Aufbauen einer Gänsehaut Atmosphäre betrifft. Dies setzt sie auch in diesem Buch gekonnt fort und sorgt so für ein einzigartiges Leseerlebnis.

Außerdem fragt man sich als Leser, ob diese Atmosphäre nicht auch daher rührt, dass sich im Tal etwas Übersinnliches abspielt. Dies ist die große Frage auf der man als Leser sitzen bleibt, doch vieles scheint dafür zu sprechen. Wie sonst kann man sich erklären, dass ein Vogel magnetisch von einem Sumpf angezogen wird und darin ertrinkt? Und wieso dürfen keine Flugzeuge das Tal überqueren?

Fragen über Fragen und es bleibt nichts als die Hoffnung, dass man im nächsten Band schlauer wird.
Meiner Meinung nach, liefert „Das Tal“ den besten Stoff für eine Fernsehserie mit ordentlich Cliffhangern, Gänsehautmomenten und einem gehobenen Maß an Spannung.

Fazit:
Auch der zweite Band in der Thrillerserie um das mysteriöse Tal in den kanadischen Rocky Mountains überzeugt auf ganzer Linie und trumpft durch ein gekonntes Zusammenspiel von Spannung, Mystery und einer ganz eigenen Atmosphäre.
Diese Serie macht einfach süchtig und ich kann es kaum erwarten, den dritten Band in den Händen zu halten und die Geschichte des nächsten Charakters zu erfahren.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

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