Sonntag, 10. Oktober 2010

Rezension: "Urbat - Die dunkle Gabe" von Bree Despain

Produktinformationen:
Originaltitel: The Dark Divine
Autor: Bree Despain
Verlag: Aufbau Verlag
Serie: Urbat (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 432 Seiten
ISBN: 978-3-351-04123-6
Preis: 16.95€

Cover © Aufbau Verlag

Website zum Buch:
http://www.urbat-dasbuch.de/

Inhalt:
Nach drei Jahren kehrt Daniel Kalbi zurück in seine Heimat. Dort wo sich einst grausame Dinge abgespielt haben.
Dennoch fühlt sich Grace Divine ungewollt zu ihm hingezogen, wohlwissend, dass er ihrem Bruder Jude etwas Schreckliches angetan hat.

Die Dinge werden jedoch erst richtig kompliziert, als plötzlich eine Reihe seltsamer Morde beginnt, die alle aussehen wie Tierangriffe. Jude ist sich sicher, dass nur Daniel dahinter stecken kann.
Aber Grace versucht auch weiterhin, das Gute in ihm zu sehen und ihm eine Chance zu geben, selbst dann, als sie von Daniels übersinnlicher Stärke, Agilität und Schnelligkeit erfährt …

All dies hält sie nicht davon ab, sich unsterblich in ihn zu verlieben. Und schon bald bekommt sie die Antworten von Daniel, die sie so lange ersehnt hat. Diese fallen jedoch weniger heldenhaft aus, als erwartet und Grace erfährt von dem uralten Fluch, der die Familie Kalbi seit langer Zeit heimsucht und sie zu grausamen Monstern werden lässt. Und nur die, die ihn wirklich liebt, kann ihn retten …

Buchtrailer: © Aufbau Verlag



Rezension:
„Urbat – Die dunkle Gabe“ ist das Erstlingswerk der amerikanischen Autorin Bree Despain und erschien im Original unter dem Titel „The Dark Divine“ (ein wunderschönes Wortspiel, da die Protagonistin Grace Divine heißt).
Ich kann gar nicht dankbar genug sein, dass der Aufbau Verlag das Buch nun auch zu uns nach Deutschland geholt hat, denn dieses Buch ist wahrhaft göttlich.

Beim Lesen stellte sich sofort diese ganz eigenartige Gefühl ein, dass ich sonst nur bei Harry Potter oder Twilight erlebt habe.
Die Autorin schafft es wirklich meisterhaft, der Geschichte Atmosphäre zu verleihen und diese auch auf den Leser zu übertragen. Man ist mittendrin im Geschehen, fühlt mit und fiebert mit.
Das Schöne an der Geschichte ist einfach, dass man sich einfach nicht vorstellen kann, was Daniel denn nun wirklich ist bzw. was es mit dem Fluch auf sich hat. Das Ganze ist ein wahres Mysterium bis Grace die Wahrheit erfährt und genau dies macht dieses Buch einfach aus. Es geschehen Dinge, die unvorhersehbar sind, völlig überraschend und letzten Endes doch einfach nur logisch sind.

All dies kommt natürlich auch der Spannung zu Gute, die ungelogen von Anfang bis Ende aufrecht erhalten wird. Sowas habe ich selten erlebt. Dadurch, dass der Schreibstil der Autorin auch sehr ansprechend ist, fiel es mir wirklich zeitweise sehr schwer, das Buch mal zur Seite zu legen. Man will einfach wissen, wie es weitergeht, mehr über die Rätsel und Mysterien erfahren und vor allem, ob Grace und Daniel eine Chance haben.

Und an dieser Stelle muss ich wieder anfangen zu schwärmen, denn selten passiert ist, dass eine Geschichte in den Genuss von wirklich tiefgründigen Charakteren kommt. Doch „Urbat“ ist eine dieser Geschichten.

Da das Buch aus der Sicht von Grace geschrieben ist, erfährt man viel über ihr Gefühlsleben und ihre Sicht der Dinge. Für mich war es interessant zu lesen, wie sie mit Daniels Fluch umgeht und immer wieder versucht an ihre Moral zu appellieren, sich aber dennoch nicht von ihm fernhalten will.
Sie ist eine von diesen Charakteren, die versuchen, einen Ausgleich zu finden zwischen dem was richtig ist und dem was ihr Herz ihr sagt.
Das dies nicht immer so einfach ist, versteht sich natürlich von selbst. Doch dies macht die Beziehung zwischen ihr und Daniel erst so richtig interessant, denn sie versucht über den Fluch hinwegzusehen und das Gute in ihrer großen Liebe zu sehen.

Daniel hingegen versucht Grace zunächst ein wenig auf Abstand zu halten um sie zu schützen. Doch er selbst sucht so verzweifelt nach jemandem, der ihn wirklich lieben könnte, dass er nach einer Weile nachgibt.
Grund dafür ist seine tragische Vergangenheit, die im Laufe des Buches immer weiter aufgeklärt wird und auch dafür sorgt, dass man ihn und seine Beweggründe besser verstehen kann.

Es gibt einfach nichts, was man an diesem Buch bemängeln könnte und auch über ein zu offenes oder unlogisches Ende kann ich mich nicht beklagen.
Man bekommt einen ordentlichen Showdown geboten und alles scheint sich nocheinmal zu wenden. Es gibt jede Menge Oh-mein-Gott!-Momente und einige unerwartete Enthüllungen, die die Geschichte jedoch zu einem würdigen Ende bringen und die Fortsetzung sehnsüchtig erwarten lässt.

Fazit:
Romantisch wie Twilight, mystisch wie Vampire Diaries und einzigartig wie Harry Potter. „Urbat – Die dunkle Gabe“ hat mein Leserherz wirklich im Sturm erobert und sich zu einem meiner neuen Lieblingsbücher mit Suchtfaktor gemausert. Ich hoffe, dass wir nicht zu lange auf eine Fortsetzung warten müssen und bin gespannt, wie es mit Daniel und Grace weitergeht. Ich bin maßlos begeistert.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

1 Kommentar:

  1. Das Buch möchte ich auch noch unbedingt lesen ;-)
    Und laut deiner Rezi lohnt es sich ja wirklich.

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