Dienstag, 30. November 2010

Rezension: "Weißer Schrecken" von Thomas Finn

Produktinformation:
Originaltitel: -
Autor: Thomas Finn
Verlag: Piper Verlag
Serie: -
Format: kartoniert
Seiten: 496 Seiten
ISBN: 349-226-759-9
Preis: 9,95€ [D]; 10,30€ [A]

Cover © Piper Verlag

Inhalt:
Wie jedes Jahr fiebern Andreas und seine Freunde Robert, Niklas, Elke und Miriam dem Nikolaustag entgegen. All die Bräuche in ihren Dorf Perchtal haben sie schon immer gespannt auf das Fest warten lassen, so auch der Krampuslauf.
Doch dieses Jahr werden die Freunde von seltsamen Omen heimgesucht, die nichts Gutes verheißen.

Auf die Spitze treibt es das Auffinden eines toten Mädchens, die Elke wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Die Freunde beschließen der Sache auf den Grund zu gehen, da die Erwachsenen sich seltsam verschwiegen verhalten.
Dabei stößt ein jeder von ihnen auf ein unvorstellbares Geheimnis, dass ihre Eltern vor ihnen verbergen.

Und was verbindet die Legende um den heiligen Nikolaus mit den Dorf nahe Berchtesgarden? Warum wird ihre Heimat von einem höllischen Sturm heimgesucht am Vorabend des sechsten Dezembers?
Andreas und seine Freunde kommen dem Geheimnis um Perchtal immer näher und müssen bald einsehen, dass es mehr als Zufall ist, dass sie es sind, die sich mit einer uralten Legende auseinandersetzen müssen ...

Rezension:
Atmosphärisch ist „Weißer Schrecken“ schonmal ein absoluter Knaller. Das Buch ist definitiv einer dieser Thriller, die man nicht im Dunkeln lesen sollte. All die Legenden, die die Geschichte aufgreift und die der Autor clever zu einem Gesamtkunstwerk zusammenbaut, lassen einen bis zum Ende zittern und erschaudern.

Interessant daran ist besonders, dass die Legenden, welche im Buch dargestellt werden, tatsächlich existieren und Tatsachen enthüllen, die die Sichtweise auf den Nikolaustag garantiert um 180° drehen wird.
Religiöse Bräuche und die Sage von Nikolaus und Knecht Ruprecht werden auf einzigartige Weise miteinander verwoben, sodass man dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann und nach jeder Seite wissen will, wie der Autor all die verschiedenen Stränge letzten Endes zusammenführen wird.

Was ich besonders genossen habe, waren die vielen Facetten die die Geschichte durch die unterschiedlichen Charaktere bekommt.
Egal ob fanatische Gläubige oder zu fürsorgliche Eltern, man findet sie alle. Dies sind jedoch nur die Erwachsenen, die eine Nebenrolle in der Geschichte einnehmen. Die Protagonisten sind die fünf Freunde rund um Andreas, die eine unglaubliche Vergangenheit haben. Allein die Lösung dieses Rätsels zu finden, ist schon aufregend genug. Dann auch noch zu erfahren, inwiefern ihre Eltern darin verwickelt sind, lässt den Leser ein weiteres Mal erschaudern.

Was mir bezüglich der Charaktere aufgefallen ist, sind die Anpassungen an die „damalige“ Zeit. Sprache, Musikvorlieben und Lebensstil wurden perfekt recherchiert und geben der Geschichte die nötige Authentizität.

Bei dem Buch hat man einfach das Gefühl, dass der Autor ein ausgeklügeltes Konzept gehabt hat beim Schreiben. Anfangs ist die Spannung zwar noch ein wenig getrübt, da sich einige Vorkommnisse andauernd wiederholen, doch dann steigt das Spannungsbarometer unaufhörlich.

Während die Haupthandlung sich 16 Jahre zuvor abspielt, bekommt man am Anfang eines jeden Kapitelblocks einen Einblick in die Geschehnisse der Gegenwart, in der die Freunde hoffen, das Übel, was sie einst heimsuchte, ein für alle Male abzuwehren.
Dies hat der Autor ganz clever gelöst, da dies der Spannung immernoch einen weiteren Antrieb gibt.

Fazit:
Thomas Finn zeigt eindeutig, wieviel Potenzial deutsche Autoren haben und dass es nicht immer eine Übersetzung aus Übersee sein muss um uns erschaudern zu lassen.
Das Thema der Geschichte ist ebenso einzigartig wie seine Umsetzung und ich bin gespannt, was man von dem Autor in Zukunft noch erwarten kann.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

1 Kommentar:

  1. Hallo!
    Tolle Rezension!
    Ich habe das Buch selbst erst gelesen und war ebenso begeistert davon.

    Lg, Sabine

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