Donnerstag, 16. Dezember 2010

Rezension: "Ash" von Malinda Lo

Produktinformationen:
Originaltitel: Ash
Autor: Malinda Lo
Verlag: Pan Verlag
Serie: -
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 268 Seiten
ISBN: 342-628-344-1
Preis: 12,99€ [D]

Cover © Pan Verlag

Inhalt:
Nach dem Tod ihres Vaters, muss Ash bei ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern leben und in deren Haus als Dienstmädchen arbeiten.
Um ihrem tristen Leben für einige Momente zu entfliehen, geht sie öfters in den Wald, wo sie nach den Feen aus ihren Lieblinsmärchen sucht. Dabei trifft sie auf den Elfen Sidhean, zu dem sie schnell eine besondere Beziehung entwickelt.

Ash malt sich bereits eine Zukunft in der Feenwelt und weit weg von ihrer Stiefmutter aus, doch dann kommt der Hofstaat des Königs in die Stadt und alles ändert sich, als Ash eine ganz besondere Bekanntschaft macht ...

Rezension:
„Ash“ ist eine Neuerzählung vom Märchen Aschenputtel, doch Malinda Lo hat jede Menge kreative Änderungen an der Originalgeschichte vorgenommen.
So hat die Geschichte das ein oder andere Fantasyelement bekommen, das wird alle eher aus aktuellen YA-Büchern kennen und der ganzen Story somit einen modernen Charakter gibt.

Dennoch bleibt die Autorin dem bekannten Märchenstil treu, mit allen positiven und negativen Seiten.
Dies bedeutet leider auch, dass die Charaktere nicht sehr tiefgründig und komplex sind. Dies gilt besonders für Nebencharaktere, denn Ash selbst kann man für sich selbst ein wenig durch ihre Gedankengänge charakterisieren. Im Großen und Ganzen geht es jedoch eher um die gesellschaftliche Stellung, die die Personen einnehmen. So ist Ash das arme Waisenkind, ihr Stiefmutter natürlich das böse Übel und dann gibt es noch die große Liebe.

Und da wird es auch schon interessant. Zum einen wäre da Sidhean, der Ash das lang ersehnte Leben im Elfenreich versprechen kann, weit weg von der Unterdrückung ihrer Stiefmutter. Doch Ash hat die Rechnung ohne die Liebe gemacht, die so manches Mal eigenwilliger ist, als einem lieb ist.
Denn Ash verliebt sich ungeahnt in ein anderes Mädchen, und dies scheint in der Welt von „Ash“ auch keine Seltenheit zu sein.

So gibt es einige bizarre Merkwürdigkeiten in dem Buch, die die Story jedoch interessant machen und einen ganz eigenen Zauber verleihen.
So kommt auch das Ende der Geschichte zum einen überraschend, als auch sehr plötzlich, denn eigentlich rechnet man damit zu dem Zeitpunkt gar nicht.

Im Großen und Ganzen ist „Ash“ eine schöne Märchennacherzählung, die zum einen durch den einfachen Schreibstil der Autorin unterstützt wird, als auch durch Simplizität glänzt und dennoch gut unterhält.

Fazit:
Auch wenn es anfangs ein wenig schwierig ist, sich in das Geschehen einzufinden und die Welt, die die Autorin geschaffen hat, zu verstehen, ist „Ash“ doch eine wirklich süße Geschichte, die nicht nur Märchenliebhabern gefallen wird.
Die Idee, ein Märchen so umzukrempeln, wie Malinda Lo es getan hat, ist wirklich einzigartig und sticht so deutlich aus dem Irrgarten der fantastischen Jugendromane heraus.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Kommentare:

  1. Wie schön. Das würde ich auch gerne mal lesen :)

    AntwortenLöschen
  2. Deine Rezension trifft es ganz gut. Ich fand die Charaktere auch eher leblos und die Geschichte, da ich das Märchen ja kenne, eher langweilig. Die neuen Elemente haben mir zwar gefallen, konnten die Langeweile aber nicht überschatten.

    AntwortenLöschen