Mittwoch, 22. Dezember 2010

[Rezension] "Engelsnacht" von Lauren Kate

Cover © cbt
Produktinformationen:
Originaltitel: Fallen
Autor: Lauren Kate
Verlag: cbt Verlag
Serie: Fallen Serie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 448 Seiten
ISBN: 978-3-570-16063-3
Preis: 17.99€

Inhalt:
Lucinda Price, genannt Luce, wird wegen eines vermeintlichen Verbrechens auf die Sword & Cross Academy geschickt, einer Besserungsanstalt für Verhaltensauffällige Jugendliche.
Doch selbst dort wird sie weiterhin von den seltsamen Schatten verfolgt, die sie seit ihrer Kindheit heimsuchen und ihr das Leben schwer machen.
Als wäre dies nicht schon schlimm genug, trifft sie auch noch auf den umwerfenden Daniel Grigori, der ihr zwar vertraut vorkommt, Luce jedoch aus irgendeinen Grund zu hassen scheint.
Nach und nach kann sie sich ihm nähern und erfährt, warum Daniel sich so von ihr distanziert.

Luce und Daniel sind gefallene Engel und verdammt. Verdammt dazu, sich in jedem Leben zu verlieren, wenn sie sich verlieben. Doch dieses Mal ist alles anders ...

Englischer Buchtrailer: © Random House UK


Rezension:
„Engelsnacht“ ist der erste Band der „Fallen Serie“ von Lauren Kate. Insgesamt sind vier Bände für die Serie geplant. Das Cover ist das Selbe wie bei der amerikanischen Ausgabe und meiner Meinung nach, hätte man es kaum besser treffen können. Zum einen passt es toll zur Geschichte und ich glaube kaum, dass jemand in einer Buchhandlung daran vorbeigeht, ohne sich wenigstens einmal danach umgedreht zu haben oder es in die Hand zu nehmen.

Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es um Engel. Für den Leser ist von Anfang an eigentlich klar, dass es sich bei Daniel nur um einen Solchen handelt, doch natürlich tappt Luce absolut im Dunkeln. Dies macht zwar ein wenig den Überraschungseffekt kaputt, nicht aber die aufregende Stimmung die die Geschichte erzeugt.

Denn den genauen Grund, weshalb Daniel sich anfangs von Luce distanziert, ist nicht so einfach zu durchschauen und unterstützt wird dies noch durch eine Reihe merkwürdiger Verhaltensweisen von Daniel. Kurz gesagt: Wir haben es mit dem klassischen Mystery Typen zu tun.
Diese Rolle behält er auch wirklich bis zum bitteren Ende bei und sorgt so dafür, dass man für sich selbst schon die wahnsinnigsten Theorien aufstellt. Als dann rauskommt, was die beiden miteinander verbindet und wer er wirklich ist, würde man als Leser am liebsten vor Verzweiflung laut aufschreien, weil ein Happy End eigentlich ausgeschlossen sein müsste, wäre dieses Mal nicht alles anders. Denn plötzlich scheint es Hoffnung für die Beiden zu geben.

Genau geht die Autorin leider nicht drauf ein, was heißt, dass man am Ende noch ziemlich ahnungslos ist, was gewisse Details betrifft. Näheres erfährt man dann hoffentlich in der Fortsetzung, da ich das Thema wirklich spannend finde und Lauren Kate ihrer Idee einen eigenen Stempel aufgedrückt hat.

Was ich aber wohl am liebsten an dem Buch mochte, war die ungeheure Romantik, die sich entlädt. Dies mag zum einen am Schreibstil der Autorin liegen, den ich sehr angenehm fand und der einen beim Lesen in eine Art Trance versetzt, sodass man einfach weiterliest und sich von der Geschichte forttragen lässt.

Doch nicht nur zwischen Luce und Daniel knistert es. Denn auch Cam, ein ebenso atemberaubender Typ wie Daniel, jedoch viel aufgeschlossener, hat ein Auge auf Luce geworfen. So sorgt er nicht nur für reichlich Rivalität in der männlichen Riege, sondern auch für eine Menge weiterer Geheimnisse.
Denn eines ist auch bei ihm sofort klar: Er hat etwas zu verbergen.
Und obwohl ich eine ganze Zeit lang „Team Cam“ war, kam es mir mit der Zeit doch ein wenig merkwürdig vor, dass er offenbar eine absolut reine Weste zu haben scheint.

Doch genauso wie der Leser vertraut auch Luce ihm zunächst voll und ganz. Das macht sie für mich aber um einiges authentischer, da jede Handlung und jeder Gedanken von ihr einfach so sehr menschlich ist. In vielen Situationen hätte ich persönlich genauso wie sie gehandelt und hinterher auch die gleichen Bedenken gehabt wie sie. Insgesamt hat Lauren Kate ihre Protagonistin zu einer typischen Jugendlichen gemacht, die alles andere als perfekt ist und viele Ecken und Kanten hat. Ich mochte Luce einfach.

Was Daniel betrifft, so hatte ich anfangs wirklich das Bedürfnis, dass Luce ihn mal ordentlich anschreit, weshalb er so abweisend ihr gegenüber ist, wenn sie nur versucht nett zu sein.
Letzten Endes versteht man seine Beweggründe aber vollkommen und man kann dann auch Luces Schwärmerei leicht nachvollziehen. Denn er entpuppt sich wirklich als total lieber und fürsorglicher Mensch, obwohl ich am Ende immernoch das Gefühl hatte, noch längst nicht alles über ihn zu wissen.
Auf jeden Fall stimmt die Chemie zwischen Luce und ihm, was für mich immer besonders wichtig ist, damit die gesamte Geschichte einen Sinn ergibt.

Abgerundet wird die Story durch einen epischen Showdown, den ich so noch nicht in einem Buch erlebt habe. Soviel sei gesagt: Krieg der Welten mit Pauken und Trompeten und Lichtershow.

Alle Fragen werden nicht geklärt und auch ein Cliffhanger bleibt uns nicht erspart. Ich denke aber, dass es sich in jedem Fall lohnen wird, die Fortsetzung zu lesen und ich bin wirklich sehr gespannt, wie es mit Luce und Daniel weitergehen wird.

Fazit:
Fantasyfans, die Romantik und Engel lieben, werden dieses Buch garantiert vergöttern. Alle Anderen werden in „Engelsnacht“ ein wunderschönes Jugendbuch finden, das zu himmlischen Lesestunden einlädt und den Leser garantiert zum Träumen bringt.

Ein herzliches Dankeschön für das Leseexemplar geht an den

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