Mittwoch, 29. Dezember 2010

Rezension: "Haus der Vampire - Verfolgt bis aufs Blut" von Rachel Caine

Produktinformationen:
Originaltitel: Glass Houses
Autor: Rachel Caine
Verlag: Arena Verlag
Serie: Haus der Vampire (Band 1)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 312 Seiten
ISBN: 340-106-360-X
Preis: 12.95€

Cover © Arena Verlag

Inhalt:
Claire hat es als Neue auf dem College in Morganville alles andere als leicht, macht sie sich doch gleich vom ersten Augenblick an die beliebte Monica zur Feindin.
Ihre Clique macht Claire das Leben im Wohnheim zur Hölle und bringt sie dabei fast um. Sie beschließt sich einen neue Bleibe zu suchen und landet in Glass House, welches von einer recht seltsamen WG bewohnt wird.
Da wäre zum einen Michael, der den ganzen Tag schläft und nachtaktiv ist. Der Zweite im Bunde ist der Sunnyboy Shane und die dritte ist Eve, ein Gothic Girl, das Claire vor den Vampiren in Morganville warnt.

Claire hält dies für ausgemachten Unsinn, doch als sie am eigenen Leib zu spüren bekommt, wozu einige Bewohner Morganvilles, und insbesondere Monica, fähig sind, muss sie einsehen, dass an ein friedliches Leben nun nicht mehr zu denken ist …

Rezension:
„Verfolgt bis aufs Blut“ ist der Auftakt zur „Haus der Vampire“ Reihe. Zentrum ist die Stadt Morganville, in der es von Vampiren nur so wimmelt. Und als die introvertierte Claire dort zum Studieren hinzieht, muss sie feststellen, dass man dort alles andere als ein friedliches Leben führen kann.

Jedoch weiß sie anfangs noch genauso wenig von den Vampiren wie der Leser. Alles was man erfährt sind wage Hinweise, auf die man sich nicht wirklich einen Reim machen kann.
Dies steigert natürlich ordentlich die Spannung und macht die Geschichte interessant, auch wenn man Eve und Shane die Geschichte anfangs nicht so recht abnehmen will.

Dennoch finde ich es sehr schön wie die Autorin sich dem Thema genähert hat. Es ist endlich mal wieder eine neue Idee im undurchdringlichen Dschungel der Vampir-Jugendromane und eine neue Art dies umzusetzen.
Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich noch nie eine Vampirgeschichte gelesen habe, die mir so real vorkam. Rachel Caine hat es einfach geschafft, ihre Story mir als Leserin auf sehr authentische Weise nahezubringen, was ich das ganze Buch hindurch sehr genossen habe.

Es gab keine Schwierigkeiten, sich die Stadt vorzustellen, wie sie im Buch beschrieben wird oder die einzelnen Charaktere. Der Schreibstil macht dies einfach möglich und auch wenn ich das englische Original nicht gelesen habe, finde ich, dass die Übersetzung doch ganz gut gelungen ist und in keinster Weise holprig wirkt, wie es leider bei manchen Büchern der Fall ist.

Zur guten Unterhaltung haben natürlich auch die Protagonisten beigetragen. Eine davon ist Claire, die anfangs noch sehr introvertiert wirkt, unsicher und eigentlich total verloren auf dem Campus. Mir hat sie wirklich total Leidgetan auf den ersten Seiten und ich konnte manchmal wirklich verstehen, wieso sie andauernd anfängt zu weinen. Als Leser hat man total Mitleid mit ihr, da man in den ersten Kapiteln die Hasstiraden von Monica einfach nicht versteht und genauso verzweifelt vor ihr fliehen würde wie Claire. Glücklicherweise macht sie im Laufe des Buches eine große Entwicklung durch und wird um einiges stärker und selbstbewusster.

Helfen tun ihr dabei ihre neuen Mitbewohner Eve, Shane und Michael. Die drei bilden einen richtig schön bunten Haufen und waren mir eigentlich von Anfang an sympathisch.
Eve ist ein Gothic Girl und nimmt kein Blatt vor den Mund was ihre Meinung zu den Vampiren betrifft. Doch auch wenn sie ein wenig vorlaut ist, ist sie für Claire doch eine wichtige Freundin, die sie in genau zum richtigen Zeitpunkt in ihrem Leben trifft.
Anders als Eve macht Michael ein großes Geheimnis aus den Vampiren und als Leser merkt man sofort, dass er wohl etwas Wichtiges über sich verschweigt, von dem nicht mal Eve und Shane wissen. Aber man merkt auch, dass er der stille Wortführer der Glass House WG ist und eigentlich für jede noch so schlimme Situation eine Lösung hat.

Man bekommt also eine ordentlich Ladung Mysterien und Spannung geboten, doch auch ein ganz klitzekleines bisschen Romantik. Denn auch wenn Shane Claire anfangs eher wie eine kleine Schwester behandelt, so merkt man doch gleich, dass sich bei den beiden etwas anbahnt.
Dennoch lenkt dies nicht von der wesentlichen Geschichte ab, nämlich Claires Kampf gegen Monica und die ganzen Morganville Vampire, die sie sich plötzlich zum Feind gemacht hat.
Die Story ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven und es geht ganz schön turbulent zu in Claires neuem Zuhause.

Ein netter Nebeneffekt sind die Andeutungen zu den Vergangenheiten der einzelnen Charaktere. Bei einigen wird mehr aufgedeckt, bei den anderen eher weniger, was mich natürlich schon gespannt auf den nächsten Band macht.
Dazu trägt auch das Ende der Geschichte bei, dass zum einen ein riesiger Wendepunkt ist und gleichzeitig mit einem Cliffhanger endet.

Fazit:
Für mich klang die „Haus der Vampire“ Reihe eigentlich immer wie eine der vielen anderen Vampirgeschichten, die sich auf dem Markt tummeln. Doch ich bin so froh, dass ich angefangen habe, die Reihe zu lesen, denn sie ist wirklich gut. Ja sie macht sogar süchtig, würde ich fast sagen. Man blättert einfach immer weiter und kann nicht aufhören zu lesen, was als nächstes passieren wird und umso gespannter bin ich, wie der zweite Band der Reihe ist und ob sich die Autorin noch steigern kann. Ein hoch auf die Morganville Vampire.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Kommentare:

  1. Ich fand die Inhaltsangabe leider nicht so beeindruckend aber nach deiner Rezension will ich das Buch auch mal lesen :) Ich bin gespannt drauf, ich schreibe es gleich auf meine Wishlist.

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  2. ging mir genauso weil sich der inhalt doch sehr lahm angehört hat ... aber irgendwie war das buch dann doch ganz anders als erwartet =)

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