Sonntag, 30. Mai 2010

Rezension: "Sayuri" von Carina Bargmann

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Carina Bargmann
Verlag: Arena Verlag
Serie: -
Format: gebunden
Seiten: 515 Seiten
ISBN: 340-106-446-0
Preis: 18,95€ [D]

Cover © Arena Verlag

Inhalt:
Als der Kaiser den Bürgern das Wasser abstellen will, brechen Marje und ihr Bruder Milan in den Kaiserpalast ein, um das Wasser für die Bürger wieder zugänglich zu machen.
Bei ihrer Flucht wird Marje von Kiyoshi aufgehalten, der zwar im Dienste des Kaisers steht, ihr aber dennoch zur Flucht verhilft. Marje glaubt an einen Trick und sticht ihn nieder.

Kiyoshi ist völlig perplex, wie er einem solchen Mädchen helfen konnte, verschweigt die Vorfälle jedoch vor dem Kaiser.
Dieser ist zunehmend geschwächt, da er seine ganze Kraft für den Erhalt der Wasserquelle benötigt. Nun sollen alle Sechzehnjährigen aus der Stadt verbannt werden, da ein Kind unter ihnen der Quelle zusätzlich Kraft entzieht.

Als dies dem Volk verkündet wird, will Milan sich rächen und bittet Marje, sich gut um ihre kleine Freundin Sayuri zu kümmern.
Als diese eine kleine Begegnung mit Kiyoshi hat, zeigt sich ihr Hass gegenüber Kiyoshi und seine kaiserliche Familie.

Als Marje erfährt, dass Milan den Kaiser umbringen wollte, macht sie sich sofort auf zum Schloss. Damit sie nicht selber zwischen die Fronten gerät, rettet Kiyoshi sie in das Haus seiner verwirrten Mutter.
Er wird jedoch von seinem besten Freund Rajar an den Kaiser verraten und muss selber flüchten.

Marje reicht es nun endgültig und sie beschließt, zusammen mit ihrer Freundin Sayuri aus der Stadt zu fliehen.
Kiyoshi ist ihr jedoch dicht auf den Fersen, mit einer erschreckenden Mitteilung, die dazu führt, dass Sayuri in der Menge verloren geht …
In die Wüste geflogen, gibt Marje Kiyoshi die Schuld an Sayuris Verlust und will nach ihr suchen.
Die beiden werden jedoch von Echsenreitern überfallen. Kiyoshi opfert sich um Marje zu retten.
Diese trifft derweilen auf Sayuri und ihre neuen Freunde Suieen und Yuuka, welche ungeahnte Fähigkeiten in ihr geweckt haben und die sie zu der Mine der Echsenreiter bringt um Kiyoshi zu retten.

Yuuka hat einen Plan um in die Minen zu gelangen. Während das reinste Chaos ausbricht, drohen die Minen einzustürzen und Kiyoshi versucht zu fliehen. Marje macht sich unterdessen auf die Suche nach ihm.
Dabei haben sie alle Sayuri vergessen, dessen neue Fähigkeiten sie stark schwächen …

Marje macht sich auf die Suche nach ihr und findet sie bei der Quelle des Wissens, welche Sayuri ein unfassbares Geheimnis über ihre Familie anvertraut. Kiyoshis Gruppe wird derweil von einer Horde Echsenreiter angegriffen.
Als Marje und Sayuri das Lager erreichen, fällt ihnen auf, wie kraftlos das kleine Mädchen geworden ist. Es gibt nur Eines, das sie nun noch retten kann, doch dies würde zweifellos den Tod für Marje und ihre Freunde bedeuten …

Rezension:
Ich persönlich fand es sehr schwer in das Buch eizusteigen, da man gleich zu Beginn mit einer Reihe von Fachwörtern aus der von der Autorin geschaffenen Welt konfrontiert wird.
Man wird also sofort in das Geschehen verwickelt und nicht langsam herangeführt. Dies hat anfangs zu starken Verständnisschwierigkeiten geführt.

Außerdem erscheint es mir anfangs zunächst ein wenig unlogisch, dass ausgerechnet zwei Kinder es schaffen, ohne Hilfe in einen Palast einzudringen, der angeblich so stark bewacht sein soll und es dann auch noch schaffen wieder aus dem Palast zu fliehen.

Das Buch ist insgesamt in drei Teile gegliedert. Während der erste Teil sehr schwierig zu lesen und auch nicht sehr unterhaltsam war, konnte der zweite und dritte Teil diese Enttäuschung wieder wett machen und mit Spannung und Ideenreichtum überzeugen.
Wer also beim ersten Teil schon daran denkt aufzugeben, dem möchte ich stark ans Herz legen durchzuhalten und sich vom dritten und zweiten Teil begeistern zu lassen.

Ab dem zweiten Teil hat das Buch also ordentlich an Spannung zugelegt, die besonders durch einige bizarre Charakterzüge der Protagonisten hervorgerufen wird.
Das Buch beginnt langsam mit Mysterien aufzuwarten und den Leser wirklich zu fesseln.

„Sayuri“ ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, was dazu beiträgt, die Handlungen der einzelnen Charaktere besser zu verstehen. Dies ist nämlich nicht immer einfach, da der eine Charakter die Handlung des anderen meistens nicht kennt oder nicht nachvollziehen kann. So bekommt wenigstens der Leser eine grobe Vorstellung von den Plänen der einzelnen Protagonisten.

Zu ihrem Schreibstil kann man der jungen Autorin jedoch nur gratulieren, denn dieser erinnert teilweise doch sehr stark an den von Trudi Canavan. Sprachlich ist das Buch also durchaus anspruchsvoll.

Die Welt und dessen Kreaturen erinnern derweil stark an die Universen der Final Fantasy Spiele, und ambitionierte Spieler werden sicherlich einige Parallelen feststellen oder sich an einige Charaktere erinnert fühlen.

Was mich ein wenig wundert sind die asiatischen Namen der Protagonisten. Da leider wenig über das Aussehen der Städte und der Charaktere geschrieben wurde, kann ich nicht beurteilen, ob man sich die Welt in „Sayuri“ wie im alten Japan oder China vorstellen soll.

Was die Charaktere betrifft, bin ich ein wenig zwiegespalten, da diese teilweise doch ein wenig naiv und klischeehaft erscheinen. Andererseits haben diese doch ein paar überraschende Charakterzüge, die besonders im ersten Teil von der dürftigen Handlung ablenkten.

Marje stellt ein eher durchschnittliches Mädchen dar ohne besondere Eigenschaften, also eher eine Anti-Heldin. Jedoch machte sie immer wieder durch ihren plötzlichen Hass gegenüber Kiyoshi aufmerksam, der sich später jedoch in eine ganz andere Richtung entwickelt …

Ein besonders spannender Charakter hingegen ist das Mädchen Sayuri, nach der auch das Buch benannt ist.
Sie erscheint zunächst als Nebencharakter und es bleibt ein Rätsel, warum das Buch nach ihr benannt worden ist. Man hat durchwegs das Gefühl, nie alles über sie wissen und man wartet beim Lesen nur darauf, dass sich ein neues Geheimnis über sie offenbart.

Kiyoshi entpuppte sich als recht erfrischender Charakter, da er zunächst als klischeehafter Prinz erscheint und nach und nach zu einem rebellischen Teenager wird.
Außerdem ist seine Beziehung zu Marje äußerst interessant dargestellt, da er zunächst wie besessen von ihr scheint, und sich gleichzeitig dagegen sträubt und nicht versteht warum.

Fazit:
Jeder der die Bücher von Trudi Canavan mag und vielleicht auch eine Leidenschaft für die Final Fantasy Spiele hegt, wird in diesem Buch eine gekonnte Mischung für sich vorfinden.
Sicherlich beinhaltet das Buch auch einige Ungereimtheiten, doch letzten Endes kann man darüber hinwegsehen, da die Handlung ab dem zweiten Teil wirklich spannend war.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Dienstag, 25. Mai 2010

Blog erstrahlt in neuem Glanz =)

Voller Stolz kann ich nun mein neues Blog Layout präsentieren.
Ich finde es sieht nun alles ein wenig übersichtlicher und auch professioneller aus.
Ich freu mich total, wie schön es geworden ist und hoffe es gefällt euch genauso gut =)

Montag, 24. Mai 2010

Rezension: "Schattenschwingen" von Tanja Heitmann

Produktinformationen:
Originaltitel: Schattenschwingen
Autor: Tanja Heitmann
Verlag: cbt Verlag
Serie: Schattenschwingen (Teil 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 445 Seiten
ISBN: 357-016-067-X
Preis: 16,95€ [D]

Cover © cbt

Inhalt:
Als Mila den neuen Freund ihres Bruders zum ersten Mal sieht, ist sie völlig hingerissen.
Doch warum geht von dem Jungen namens Sam eine so unmenschliche Ausstrahlung aus?
Als er Mila anbietet, ihr Mathenachhilfe zu geben, erhofft sie sich, mehr über ihn zu erfahren.
Sam selbst kann sich nicht erklären, wieso auch er so für Mila schwärmt. Er weiß nur, dass er sich in ihrer Gegenwart unglaublich lebendig fühlt.

Zufällig bemerkt Mila Sams zahlreiche Verletzungen, die ihm von seinem Vater Jonas zugefügt wurden. Darunter befinden sich auch seltsam aussehende Narben, von denen Mila ihre Augen nicht lassen kann.
Sie bekommt eine Vision in der ein grausamer Schatten zu ihr spricht …

Mila hat jedoch keine Gelegenheit mehr, Sam davon zu berichten, denn nach einer Partynacht mit ihm kehrt ihr Bruder Rufus schwer verletzt nach Hause zurück.
Er erzählt dass sie an der Steilküste waren und dann Sams Vater mit einem Messer aufgetaucht ist.
Mila befürchtet das Schlimmste und fährt zur Klippe. Dort findet sie das blutige T-Shirt von Sam …

Rufus kann sich nicht erinnern, was passiert ist, doch alle Zeichen deuten auf Sams Tod. Mila kann dies einfach nicht glauben und an ihrem sechzehnten Geburtstag bekommt sie das wohl schönste Geschenkt überhaupt: Sam kehrt zurück …

Doch wie ist das möglich? Sam erklärt Mila, dass dies mit seinen Narben zu tun hat, die einen Bann darstellen. Sie haben ihn in die Sphäre gebracht, einer Parallelwelt.
Außerdem besitzt er nun Schattenschwingen, wie alle anderen Bewohner der Sphäre.

Mila ist überglücklich wieder mit Sam zusammen sein zu können, doch in der Menschenwelt gilt Sam als tot und in der Sphäre ist Mila ein ungern gesehener Gast …
Besonders der Wächter Asami hegt einen Groll gegen das Paar und versucht mit aller Macht Sam die Fähigkeit zu nehmen in Milas Welt zu reisen …

Sam beruft eine Versammlung ein um einen Weg auszuhandeln, mit Mila zusammen sein zu können, doch sie werden von einem unheilvollen Schatten heimgesucht und es bricht das Chaos aus …

Rezension:
Zunächst ein Wort zur Ausstattung, denn diese hat es mir wirklich angetan. Das Cover mag zunächst wie ein 0-8-15 Deckblatt aussehen mit einem ebenso 0-8-15 Covermodel.
Jedoch setzt die rote Feder darauf einen solch schönen Akzent, dass es das Bild wieder zu etwas besonderem macht.
Schön finde ich auch, dass die Schrift, die bereits für Morgenrot und Wintermond benutzt wurde, auch hier wieder aufgegriffen wurde.
Nennenswert ist jedoch, was sich unter dem Schutzumschlag verbirgt. Der Einband ist nämlich in einem matten creme-beige gehalten und in derselben blutroten Farbe, wie die Feder auf dem Cover, ist auf dem Buchrücken der Titel eingestanzt.

Das Buch beginnt mit einem wunderschön geschriebenen Prolog, in dem der Leser über den verzweifelten Versuch unterrichtet wird, sich als Schattenschwinge zu erheben.
Dies ist ein gut gelungener Einstieg in die Geschichte, da man so eine kleine Einführung die die Stimmung des Buches bekommt und sich fragt, wie es zu diesem Zustand gekommen ist und was passieren wird.

Das Buch wird dominiert von Milas und Sams Gedankengängen und weniger von komplexen Handlungen. Man bekommt sehr viel von den Gefühlen der beiden mit und wird davon selbst ein wenig befangen.

Schattenschwingen ist abwechselnd aus der Perspektive von Sam und Mila geschrieben. Dadurch hat der Leser das erfahren, was der jeweilige Protagonist gerne über den anderen wissen würde.
Weil die jeweiligen Kapitel auch aus der Ich-Perspektive erzählt werden, bekommt man einen eindrucksvoll tiefen Einblick in die Gefühlswelt der beiden, welche, nebenbei bemerkt, sehr nachvollziehbar und wunderschön geschildert wird.

Tanja Heitmann verzichtet in Schattenschwingen komplett darauf ihren Schauplätzen einen realen Namen zu geben. Dies hilft dem Leser, sich unvoreingenommen einen Schauplatz vorzustellen und die Atmosphäre zu spüren.

Leider fehlt es dem Buch an Spannung. An einigen Stellen ist es sehr vorhersehbar und man erkennt das Grundproblem in der Geschichte nicht.
Insgesamt ist die Handlung auch sehr simpel gehalten und man hat als Leser nicht wirklich das Gefühl, eine ausgeklügelte Geschichte vor sich zu haben.
Das Buch besticht ausschließlich durch die wirklich gut geschriebene Romanze zwischen Mila und Sam.

Mila hält Sam seit Anfang an für einen Menschen, der nicht von dieser Welt ist. Sie kann ihre Faszination nicht in Worte fassen, aber der Leser merkt, dass sie Sam für etwas Außergewöhnliches Hält und sie magisch von ihm angezogen wird.
Außerdem scheint sie mit der Situation völlig überfordert zu sein, dass Sam ihr auf einmal so viel Beachtung schenkt, konnte sie ihn doch sonst nur von weiter Entfernung aus anhimmeln.
Als Sam vermeintlich tot ist, redet sie sich ein, dass er es nicht ist denn nur so schafft sie es nicht zusammenzubrechen.

Rufus scheint sehr eifersüchtig auf die beiden zu sein da er immer wieder abfällige Kommentare über ihre Vertrautheit macht.
Zusätzlich versucht er Sam immer mehr für sich einzunehmen.
Ich finde, er stellt so einen spannenden Nebencharakter dar, der die Geschichte gut ergänzt.

Fazit:
Insgesamt habe ich das Buch ganz gerne gelesen. Für Zwischendurch ist es wirklich zu empfehlen aber als anspruchsvolle Lektüre eignet es sich nicht.
Wer viel Wert auf gut ausgeklügelte Charaktere legt, ist mit diesem Buch aber auf jeden Fall gut bedient.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Samstag, 22. Mai 2010

Movie Review: Prince of Persia - Der Sand der Zeit

Inhalt:
Zum Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht viel sagen, da jedes Wort nur zu viel verraten würde.
Dennoch gibt es hier ein paar kleine Fakten zum Film:
Dastan lebte als Junge auf den Straßen Persiens und wurde vom König adoptiert. Nun kämpft er mit seinen Brüdern gegen die Stadt Alamut und erbeuten einen geheimnisvollen Dolch und die Prinzessin der Stadt namens Tamina.
Sie wird dem König Persiens vorgestellt, welcher außerdem ein tödliches Geschenk erhält.
Dastan wird dieses Mordes bezichtigt und flüchtet mit Hilfe von Tamina in die Wüste.
Der Grund für ihre Hilfe ist der Dolch, der sich in Dastans Besitz befindet, und den sie aus triftigen Gründen zurückhaben will.
Doch nicht nur sie ist hinter dem Dolch her, sondern ausgerechnet auch derjenige, der Dastans Vater umgebracht hat.
Zu spät erfährt Dastan, dass sich in dem Dolch der sagenumwobene Sand der Zeit befindet, der die Zeit zurückdrehen kann.
Und wenn dieser in die falschen Hände gerät, könnte dies das Ende für die Welt bedeuten und eine alte Prophezeiung das Schicksal der Menschheit besiegeln …

Review:
Zunächst ein Wort zum Trailer. Des Öfteren passiert es ja, dass ein Trailer bereits die beten Szenen des Filmes enthält und man im Kino nicht neues mehr zu sehen bekommt.
Anfangs dachte ich, dass dies auch bei Prince of Persi der Fall sein wird, da der Trailer absolut atemberauben und vielversprechen ist.
Doch es stellte sich als das genaue Gegenteil heraus, denn wer den Trailer gesehen hat, wird im Kino mit der wohl zehnfachen Ladung an Bildgewalt und Epik überrascht.

Der Film begann mit ein paar einfachen Sätzen, die das Schlüsselwort des Filmes wunderschön umschrieben, nämlich das Schicksal.
Da ich vorher schon wusste, dass dies eine besondere Rolle im Film spielen würde, empfand ich dies als einen gelungenen Prolog für die Geschichte.

Schon nach den ersten Szenen, die vom Parkour Erfinder David Belle persönlich inszeniert wurden, hatte ich das starke Bedürfnis aufzustehen und selber über die Sesseln des Kinosaals zu hüpfen. Es war einfach total mitreißend, was wahrscheinlich auch an der herausragenden Musik von Harry Gregson Williams lag, denn diese ist wirklich eine Erwähnung wert.
Ich denk der Soundtrack ist nicht nur was für Menschen, die es gerne ein wenig episch mögen, sondern auch für solche, die Musik fürs Träumen und Abspannen benötigen.
Das Titellied für den Film hat Alanis Morrisette beigesteuert. Die Melodie ist angelehnt an den von Gregson-Williams‘ komponierten Score und hat mich tatsächlich dazu gebracht, den ganzen Abspann lang noch im Kino sitzen zu bleiben.

Das Ende des Films war wirklich überraschend. Mit so etwas hatte ich überhaupt nicht gerechnet, da ich kurz zuvor noch gedacht hatte, dass Ende würde genau in die entgegengesetzte Richtung verlaufen.
Soviel sei gesagt: Die Beziehung zwischen Dastan und Tamina ist eine der wohl schönsten Film-Liebesgeschichten die ich je gesehen habe.
Da spielte wohl das Schicksal eine besondere Rolle, wodurch die beiden einfach nicht auseinander gebracht werden konnten und sie einfach immer wieder zueinander fanden.
Dies gibt wirklich Hoffnung, dass wenn man den gefunden hat, den das Schicksal für einen vorbestimmt hat, man nie wieder von ihm getrennt werden kann.

Zwischendurch hat Tamina zwar ordentlich genervt, aber dies hat einfach den Reiz der Geschichte ausgemacht, da man nie wusste, ob man ihr trauen kann oder nicht.

Dastan fand ich einfach nur cool. Leider fällt mir kein besseres Wort ein, um ihn zu beschreiben.
Wie er mit den Situationen im Film umgegangen ist, und auch mit der Gabe, die Zeit zurückzudrehen, fand ich wirklich einfach nur cool. Ich habe ihm gerne zugesehen.

Insgesamt ist Prince of Persia: Der Sand der Zeit ein absolut empfehlenswertes Kinospektakel, das einen mitreißt und auch hinterher einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Als ich aus dem Kino raus war, hatte ich das Bedürfnis sofort umzudrehen und den Film nochmal zu gucken, konnte mich aber gerade noch zusammenreißen.
Ein absolutes Highlight dieses Jahr.

Freitag, 14. Mai 2010

Rezension: "Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser" von Thomas Thiemeyer

Produktinformationen:
Originaltitel: Chroniken der Weltensucher - Die Stadt der Regenfresser
Autor: Thomas Thiemeyer
Verlag: Loewe Verlag
Serie: Chroniken der Weltensucher (Teil 1)
Seiten: 447 Seiten
ISBN:378-556-574-7
Preis: 16,90€ [D]

Cover © Loewe Verlag

Inhalt:
Als Straßenkind Oskar einen Mann bestiehlt, ahnt er noch nicht, dass es sich bei diesem um den Abenteurer Carl Friedrich Donhauser (er nennt sich selbst jedoch Humboldt) handelt.
Er bietet ihm an, für ihn zu arbeiten und ihn auf ein neues Abenteuer zu begleiten.
Ziel ist die geheimnisvolle Stadt der Regenfresser in Peru, wovon Humboldt eine Fotoscheibe in die Hände gefallen ist.

Gleichzeitig wird der Journalist Max Pepper ebenfalls nach Peru geschickt um den verschollenen Fotografen Harry Boswell zu suchen. Begleitet werden soll er dabei von der Söldnerin Valkrys Stone.

Zusammen mit dem Hausmädchen Eliza, welche die ein oder andere esoterische Begabung hat, seiner Nichte Charlotte und Oskar macht sich Humboldt zunächst auf die Suche nach dem Geheimen Pfad, der sie in die Stadt der Regenfresser führen soll.
Max und Valkrys sind ihnen dabei dicht auf den Fersen und noch ahnt der Journalist nicht, dass die Söldnerin eine alte Rechnung mit Humboldt zu begleichen hat.

Doch von ihr geht nicht die einzige Bedrohung aus. Mitten in der Nacht wird die Gruppe von einem gigantischen Insekt angegriffen. Humboldt schafft es zwar, dieses zu bezwingen, hat jedoch eine böse Vorahnung …

Diese Vorahnung scheint sich zu bestätigen, als sie ihr Ziel erreichen und gefangen genommen werden. Die Regenfresser entpuppen sich nämlich als große Vogelgestalten, die seltsame Rituale vollziehen.
Humboldt und seine Gefährten werden plötzlich Teil einer uralten Prophezeiung, die des Abenteurers Vorahnung um einiges verschlimmert …

Auch Valkrys und Max finden sich plötzlich mitten in der Stadt der Regenfresser wieder und werden Zeuge fantastischer Flugmaschinen und furchterregender Kreaturen.
Und noch ahnt Valkrys nicht, dass auch sie einen wichtigen Teil der Prophezeiung darstellt, der ihre Rachepläne bezüglich Humboldts um einiges erschwert …

Rezension:
Die Aufmachung des Buches verspricht Abenteuer pur. Klappt man das Buch auf, findet man eine nostalgische Karte, die wirklich sehr schön und detailliert gestaltet ist. Das Cover und die Rückseite des Buches erinnert mich ein wenig an „In 80 Tagen um die Welt“ und an die Zeit der ersten Luftschiffe.
Eine Aufmachung, die in jede Abenteuerbegeisterten zum Lesen motiviert.

Der Anfang ist sehr interessant geschrieben und macht den Leser neugierig auf die weiteren Ereignisse, da noch nicht viel verraten wird.
Das Zusammentreffen von Carl und Oskar lässt dann keinen Zweifel mehr zu, dass der Leser auf eine abenteuerliche Reise entführt wird.

Man wird immer wieder mit neuen kulturellen Überraschungen und Ideen konfrontiert, dass man das Gefühl bekommt, selbst Teil des Abenteuers zu sein.

Schön finde ich die Idee, zwei Handlungsstränge nebeneinander laufen zu lassen. So bekommt man immer wieder eine andere Sichtweise bezüglich der Geschehnisse vermittelt, wodurch das Lesen interessanter gestaltet wird.

Oskar hat mich als Protagonist niemals gelangweilt. Er war nicht so vorhersehbar, wie manche Charaktere und seine Handlungen haben mich immer wieder überrascht.
Außerdem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass es ein Geheimnis um ihn gibt, was darauf wartet gelüftet zu werden.

Fazit:
Die Stadt der Regenfresser ist ein Buch, welches den Leser auf ein nostalgisches Abenteuer entführt. Ein schöner Schreibstil und gut verwobene Handlungsstränge machen das Lesen zu einem Erlebnis, das in jedem Abenteuerlust weckt.

Sonntag, 9. Mai 2010

Rezension: "Elfennacht - Das Verfluchte Königreich" von Frewin Jones

Produktinformationen:
Originaltitel: The Fearie Path - The Immortal Realm
Autor: Frewin Jones
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Serie: Elfennacht (Teil 4)
Seiten: 341 Seiten
ISBN: 347-335-313-2
Preis: 14,95€ [D]

Cover © Buchverlage

Dies ist Band 4 der Elfennacht Reihe und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten. Zur Rezension von Band 1 geht es HIER:
Zur Rezension von Band 2 geht es
HIER. Und zu Band 3 geht es HIER.

Inhalt:
Tanias Vater hat eine Infektionskrankheit in die Elfenwelt gebracht, wodurch nach und nach Elfen erkranken.

Edric macht Tania unterdessen einen Heiratsantrag, der für sie jedoch viel zu früh kommt. Edric hält sie für noch nicht erwachsen genug, wodurch sie in ihre erste Krise geraten, die für Elfen eher untypisch ist.

Niemand unter den Unsterblichen ist in der Lage, diese Krankheit zu heilen. Aus diesem Grunde werden Tanias Eltern aus dem Elfenreich verbannt.
Nach und nach erkranken auch Hopies Ehemann und auch Cordelia. Oberon versetzt sie in einen künstlichen Schlaf um ihren Tod hinauszuzögern, doch kostet ihn dies jede Menge an Kraft.
Auch der mysteriöse Heiler Hollin kann den Erkrankten nicht helfen.
Es wird eine Versammlung abgehalten in der beschlossen wird, Tania vor die endgültige Wahl zwischen den Welten zu stellen.
Sie wünscht sich dringend Edrics Rat, doch dieser sieht keine Zukunft mehr mit Tania, da ihn eine äußerst wichtige Pflicht ruft.

Verzweifelt flüchtet sich Tania wieder in die Menschenwelt und sucht dort nach einem geeigneten Heilmittel. Begleitet wird sie dabei von Rathina, die ihr ihre Treue gelobt.
Sie begeben sich zu dem Medizinstudenten Connor, der die beiden ins Elfenreich begleitet um dort zu helfen. Dennoch hat die Medizin nicht den gewünschten Effekt und Tanias Verbannung erscheint beschlossene Sache. Doch Oberon macht eine schockierende Entdeckung die zwar Tanias Unschuld beweisen könnte, gleichzeitig jedoch auch den Untergang des Elfenreichs …

Rezension:
Der vierte Teil der Elfennacht Reihe beginnt direkt dort, wo der vorherige Band aufhört. Man hat sofort das Gefühl, dass Frewin Jones in diesem Band alles gutmachen will, was im dritten Band fehlt.

Der Leser sieht sich sofort wieder Tanias Zwiespalt zwischen den Welten gegenüber, der von ihren menschlichen Eltern noch verstärkt wird. Immer wieder fragt man sich, wie man selbst an ihrer Stelle handeln würde, was wirklich schwierig ist.

Leider habe ich das Gefühl, dass einige Handlungen einfach nicht zu Ende gedacht wurden. Der Autor fängt am, eine Handlung zu beschreiben und man erwartet, dass es zu einem späteren Zeitpunkt weitergeht, tut es jedoch nicht.

Dennoch ist die Handlung dieses Mal gut gegliedert. So wird man langsam an die ominöse Krankheit im Elfenreich herangeführt, indem zunächst unverhofft ein Baby stirbt und dann nach und nach eine Epidemie ausbricht.

Gut finde ich, dass der Bruch zwischen Edric und Tania ein wenig länger dauert und nicht sofort wieder eine Happy End Stimmung einsetzt. Endlich findet mal ein ordentlicher Konflikt statt und macht das Lesen um einiges spannender.

Was ich letztendlich besonders toll fand, war das offene Ende. Es gab zu keinem Konflikt eine Lösung und der Leser muss sich seinen Teil denken wie es weitergehen könnte.

Fazit:
Der vierte Teil ist für mich das zweitbeste Buch der Elfennacht Reihe und macht wieder Lust auf mehr.
Jedoch ist auch dieser Teil wieder nicht sonderlich anspruchsvoll, begeistert jedoch durch einige Neuerungen gegenüber seinen Vorgängern.

Samstag, 1. Mai 2010

Rezension: "Silberlicht" von Laura Withcomb

Produktinformationen:
Originaltitel: A Certain Slant of Light
Autor: Laura Withcomb
Verlag: Pan Verlag
Serie: -
Seiten: 310 Seiten
ISBN: 342-628-328-X
Preis: 14,95€ [D]

Cover © Pan Verlag

Inhalt:
Helen verweilt im Klassenzimmer von Mr. Brown. Dort schaut sie einer der Schüler an, was noch niemand zuvor getan hatte, denn Menschen können Helen nicht sehen. Sie ist ein Silberlicht.

Nach ihrem Tod hat Helen sich konsequent an Schriftsteller gehalten und ihnen als Muse gedient
In der Hoffnung durch ihre guten Taten doch noch in den Himmel zu gelangen weicht sie ihr nicht von der Seite.

Helen findet den Gedanken, dass jemand sie sehen kann aufregend und beängstigend zugleich.
Sie sucht den Kontakt mit dem Jungen, der sich ihr als James vorstellt. Er ist ebenfalls ein Silberlicht und hat den durch Drogen zerstörten Körper von Billy Blake übernommen.

Beide sind sofort fasziniert voneinander und hegen eine gemeinsame Vorliebe für Literatur.
Doch Helen wird immer wieder zu ihrem Bewahrer Mr Brown gezogen. Immer mehr wünscht sie sich, dass James ihr Bewahrer ist, was jedoch dazu führt, dass sie Mr Browns Haus nicht mehr betreten kann.

Helen flüchtet zu James und lernt Billys völlig verkommene Familie kennen. Beide planen, einen Körper für Helen zu suchen, damit sie sich näher sein können.

Schon bald stoßen sie auf die fünfzehnjährige Jenny, Tochter einer streng gläubigen Familie.
Für Helen scheint Jenny bereits so betrübt zu ein, dass ihr Körper fast leer ist. Die beste Voraussetzung um einen Körper zu übernehmen.

Doch Jennys Leben ist mehr als schwierig. Sie muss sich den seltsamen Ritualen ihrer Eltern unterziehen und darf vor allem keine Jungs treffen. Und was für ein Geheimnis hat Jennys Vater, dass ihre Mutter fast wahnsinnig macht?

Die Ereignisse überschlagen sich, als Helen und James zu unvorsichtig werden. Für Helen und James scheint es keine Zukunft mehr zu geben.
Es wäre das Beste, die Körper wieder loszulassen, doch Billys und Jennys Seele haben ihre Körper nicht umsonst freiwillig verlassen.
James und Helen sind gefangen und ein Ausweg rückt in nahezu unerreichbare Ferne …

Rezension:
„Silberlicht“ ist die wunderbare Geschichte zweier Seelen, die eine Liebe weitab der sterblichen Grenzen verbindet.
Unterlegt mit dem wunderschönen Schreibstil der Autorin, ist das Buch ein einzigartiges Leseerlebnis, das einem noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Es war besonders interessant zu lesen, wie Helen sich anfangs dagegen sträubte, zu glauben, dass sie tatsächlich jemand sehen kann. Dies drückt zunächst eine gewisse Hoffnungslosigkeit aus, die durch die Begegnung mit James schließlich verfliegt.

Schön fand ich, dass man eine Reihe von Hintergrundinformationen zu den Charakteren bekommt, anfangs jedoch nur so viel, dass sich der Leser weiterhin fragt, warum James und Helen der Zutritt in den Himmel verwehrt bleibt. Erst gegen Ende hin, als beide zwanghaft die Erlösung suchen, werden dem Leser ihre Sünden offenbart, die leider eher banal ausfallen und keinen Schockmoment verursachen.

Die beiden kämpfen verzweifelt darum, dass sie zusammen sein können, auch wenn ihre Familien sie ab liebsten von der Außenwelt abschirmen würden.
Dennoch würde ich Helen und James nicht als „neues Traumpaar der übersinnlichen Welt“ bezeichnen, so wie es im Klappentext steht.
Dazu ist der Handlungsstrang leider viel zu kurz geraten wodurch man sich nicht so tief in die Beziehung der beiden einlesen kann.

In „Silberlicht“ wird der Leser immer wieder mit Literatur konfrontiert. Ob als kleine Anspielung oder als gemeinsame Leidenschaft von Helen und James finde ich, dass das Thema sehr gut in das Geschehen eingefügt wurde.
Immer wieder sorgen Helens Bücher dafür, dass Jenny Mutter sich dazu gezwungen sieht, sie zu läutern. Bücher wie „Jane Eyre“ verpönt sie, da die Protagonistin eine freidenkende Frau ist, die sich von allen religiösen Idealen löst.

Was Helen und James als Charaktere betrifft, kann ich der Autorin mein Lob aussprechen. Sie sind komplex, tiefgründig und nicht berechenbar.
Besonders Helen gefällt mir sehr, da sie für ihre 29 Jahre sehr unbeholfen und naiv wirkt. Sie denkt gar nicht daran, sich Jenny anzupassen, sondern lebt ihr neues Leben sodass es vollkommen auf James ausgerichtet ist. Dies verursacht natürlich jede Menge Konflikte mit Jennys gläubigen Eltern, doch sie lässt sich dadurch nicht beirren. Auch ihre kleinen Eifersüchteleien bezüglich ihres Bewahrers Mr Brown sind sehr amüsant, da sie ja eigentlich James liebt, aber sich dennoch manchmal zu ihm hingezogen fühlt.
Auch James versucht Billys Leben als Drogenjunkie hinter sich zu lassen, bereitet dessen großen Bruder Mitch jedoch große Sorgen. Er verbietet ihm, sich mit Helen zu treffen, das er Angst hat, dass Billy dadurch wieder an Drogen gerät, wie schon zuvor durch eine Frau.
Den Leser kann James überzeugen, dass er nicht denselben Fehler wie Billy machen würde, doch Mitch will jede mögliche Gefahr aus dem Weg schaffen. Was ja auf den Leser ganz fürsorglich wirken würde, wäre Mitch nicht ein noch größerer Rüpel, als sein kleiner Bruder es mal war.

Fazit:
Insgesamt habe ich sehr schöne Lesestunden mit dem Buch verbracht und mehr als nur einmal inne gehalten um für ein paar Minuten das Cover auf mich wirken zu lassen. Es glänzt wenn man es ins Licht hält und gibt einen Anreiz, wie man sich Helen vorstellen könnte.
Leider fehlt es dem Buch ein wenig an richtigen Schockmomenten, wodurch es Zwischendurch manchmal ein wenig eintönig wirkt.
Dennoch finde ich die Ereignisse um das Liebespaar wirklich bezaubernd und habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

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