Sonntag, 27. Juni 2010

Rezension: "The Immortals - Tochter der Finsternis"

Produktinformation:
Originaltitel: Blue Bloods
Autor: Melissa de la Cruz
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Serie: The Immortals (Teil 1)
Format: broschiert
Seiten: 320 Seiten
ISBN: 347-358-285-9
Preis: 9,95€ [D]; 10,23 [A]

Cover © Ravensburger Buchverlag

Inhalt:
Nach einer ausgiebigen Partynacht wird das Mädchen Augusta tot aufgefunden. Ihr Körper ist bis auf den letzten Tropfen blutleer.
Für Skyler und ihre Freunde Bliss und Oliver ist sofort klar: es war Mord.

Bliss soll unterdessen Teil eines mysteriösen Komitees werden. Außerdem wird sie von seltsamen Erinnerungen heimgesucht, die ihr jedoch fremd sind.
Selbst die unnahbare und sonst so toughe Skyler hat mit solchen Problemen zu kämpfen. Und nicht nur das. Immer wieder überkommt sie ein übermäßiger Hunger auf rohes Fleisch ...
Bei ihrem erste Komitee Treffen erfahren sie das Unglaubliche: sie sind Vampire, oder auch Blue Bloods, wie sie genannt werden.

Skyler hat jedoch auch mit privaten Problemen zu kämpfen. Ihre Mutter liegt seit geraumer Zeit im Koma und ihr Angebeteter Jack Force, interessiert sich mehr für seine eifersüchtige Schwester Mimi als für sie.
Hilfe findet sie bei ihrem besten Freund Oliver, doch dieser entpuppt sich als weit mehr für Skyler, als nur ein Freund ...

Die Ereignisse überschlagen sich, als Skyler von einem merkwürdigen Wesen angegriffen wird. Genauso wie bei Augusta, will es ihr Blut komplett aussaugen.
Gemeinsam mit ihren Freunden stößt Skyler auf die Abgründe der Vampirgesellschaft und auf die abtrünnigen Silver Bloods, welche ein grausames Ziel verfolgen ...

Rezension:
Was mich zunächst wirklich an dem Buch begeistert hat ist die Aufmachung. Zwischendurch werden Zeitungsausschnitte und Tagebuchseiten abgebildet, die dann auch wirklich wie altes Papier oder eben ein Zeitungsausschnitt aussehen.

Die Sprache ist sehr angenehm zu lesen. Sie ist sehr einfach und simpel gestaltet und somit kann das Buch auch von jüngeren Lesern gelesen werden.

Anfangs ist das Buch leider noch nicht so spannend, da man zunächst mit einer Reihe von Charakteren konfrontiert wird, die man nicht in einen Zusammenhang bringen kann.
Außerdem werden einzelne Handlungsstränge viel zu schnell abgehandelt, wodurch die Geschichte doch sehr lieblos erscheint.
Ebenfalls irritierend, war die Ankündigung der Vampire im Klappentext. Diese tauchen nämlich erst nach ca. hundert Seiten das erste Mal auf. Das hätte auch besser gelöst werden können, da der Anfang so nur für überflüssige Einführungen in die Gesellschaft der Duchesne Highschool genutzt wurde, welche irgendwann einfach nicht mehr unterhaltsam war.
Schön finde ich jedoch, dass eine neue Art von Vampiren gefunden wurde, die ihre ganze eigene Geschichte bekommen haben.
Sie werden als von Gott verstoßene Engel dargestellt, welche sich später in zwei unterschiedliche Lager aufgeteilt haben: die guten Blue Bloods und die machthungrigen Silver Bloods.

Und genau hier wurde es interessant. Als nämlich die Silver Bloods ins Spiel kamen, tat sich wenigstens ein Hauch von Spannung auf.
Doch auch diese Story hätte man viel mehr ausarbeiten können, da diese schließlich die böse Gegenpartei in dem Buch sind. Dazu haben diese allerdings einen viel zu geringen Stellenwert in der Geschichte eingenommen.

Die Charaktere sind leider auch ein wenig langweilig und oberflächlich wodurch man beim Lesen einfach nicht gefesselt wird.
Man hätte durchaus mehr aus ihnen herausholen können, denn das Potenzial ist gegeben.
Dennoch scheinen alle an sich sehr individuell zu sein und ihre Eigenarten zu haben.

Skyler stellt in diesem Buch die Protagonistin dar und ist eine klassische Heldin. Sie kann alles, sie bekommt alles und sie ist natürlich wunderschön.
Ich denke, dass das Cover ihr Aussehen ziemlich gut trifft, zumindest stelle ich sie mir so vor.
Jedoch hätte ich gerne mehr über ihre Gefühle erfahren bzw. wie sie über bestimmte Situtationen denkt, denn dies wurde stark vernachlässigt.

Was Mimi betrifft, hätte ich mir gewünscht, weitaus mehr über sie zu erfahren. Sie stellt in dem Buch das reiche, verwöhnte und zickige Mädchen dar, dass alles haben kann, was sie nur will.
Das hat sie als Charakter wirklich ansprechend gemacht, da sie so eine gewisse Komplexität ausstrahlt, die in dem Buch ja leider eher rar ist.

Bliss konnte ich als Leser leider überhaupt nicht einschätzen. Sie war einfach da, hat gehandelt und das war es leider auch schon. Viel erfährt man nicht über sie und auch ihre Beziehungen und Gefühle werden eher nachlässig behandelt.

Die männliche Riege kommt mir in dem Buch ein wenig zu kurz, obwohl ich finde, dass diese in dem Buch ein gar nicht unwichtige Rolle einnehmen.
Auch hier wird der Leser wieder neugierig gemacht, doch das Potenzial wurde nicht richtig ausgeschöpft.
Man kann sich keine Vorstellung davon machen, wie die Jungs aussehen, warum sie gewisse Dinge tun und was sie überhaupt denken.

Fazit:
Mit diesem Buch muss man eine Menge Geduld haben. Zwischenzeitlicht hat man manchmal das Gefühl, dass das Buch sich zum besseren wendet und ein wenig Spannung aufgebaut wird. Doch dann wird man leider bitter enttäuscht indem die Handlung ein banales Ende findet.
In der Geschichte steckt soviel Potenzial, welches jedoch dürftig umgesetzt wurde. Dennoch werde ich der Reihe eine Chance geben und zu gegebener Zeit den zweiten Teil lesen, weil ich doch gerne wissen will, wie es mit den Silver Bloods weitergeht.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den Ravensburger Buchverlag

Samstag, 19. Juni 2010

Rezension: "Splitterherz" von Bettina Belitz

Produktinformationen:
Originaltitel: Splitterherz
Autor: Bettina Belitz
Verlag: Script5 Verlag
Serie: -
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 630 Seiten
ISBN: 383-900-105-6
Preis: 19.90€

Cover © Script5

Inhalt:
Elisabeth Sturm muss mit ihren Eltern aufs Land ziehen und ihrer geliebten Stadt Köln den Rücken kehren.
Sie fühlt sich völlig fehl am Platz und auch in der Schule wird sie eher distanziert behandelt.

Sie schafft es immer wieder sich in seltsame Situationen zu begeben, bis sie eines Tages auf den geheimnisvollen Colin trifft. Ellie wird sofort in seinen Bann gezogen, auch wenn die anderen im Dorf ihn für äußerst merkwürdig halten.
Colin läuft ihr immer wieder über den Weg und sie kann sich einfach nicht mehr von ihm losreißen.

Als ihre Eltern jedoch auf ihre neue Bekanntschaft treffen, stößt er auf die Ablehnung von Ellies Vater und darf ihr Haus nicht mehr betreten. Ellie soll ihn nie wieder sehen.
Sie ist erschüttert und stellt sowohl Colin als auch ihren Vater zur Rede. Doch dabei stößt sie nur auf noch mehr Ungereimtheiten.
Einer Sache ist sie sich jedoch vollkommen sicher: Colin scheint ein gefährliches Geheimnis zu haben, in dem Ellies Vater tiefer mitdrinsteckt, als es ihr lieb ist und das für sie alle ein schreckliches Ende nehmen könnte ...

Rezension:
Das Buch beginnt mit einigen mystischen Vorkommnissen, auf die sich der Leser zunächst keinen Reim machen kann. So dauer t es eine Weile, bis die Handlung richtig in Fahrt gerät.

Nichts desto trotz wird man beim Lesen einfach in das Buch hineingezogen. Es kommt selten vor, dass ein Autor so durch seinen Schreibstil und die Beschreibung der Athmosphäre überzeugen kann, und es dann auch noch schafft, ein Protagonisten Duo zu erschaffen, das eine der wohl schönsten Liebesbeziehungen darstellt, die die Jugendliteratur jemals hervorgebracht hat.

Was man zunächst nicht erwartet, ist, dass „Splitterherz“ gespickt ist mit Fantasyelementen. Zunächst hat man einfach das Gefühl, dass es sich um eine dramatische Liebesbeziehung handelt, aber letzten Endes ist man als Leser wahrscheinlich genauso erschüttert wie Ellie, als sie das ein oder andere mystische Geheimnis entdeckt.

Ellie verkörpert einen typischen pubertären, missmutigen Teenager. Allerdings auf eine positive Art mit der man sich identifizieren kann. Sie befindet sich in einem Zustand des Erwachsenwerdens und Colin muss sie immerwieder ermahnen, einfach mal sie selbst zu sein und sich nicht zu verstellen damit sie dazugehört.
Was zunächst nicht ganz klar erscheint, ist ihre ausgeprägt Müdigkeit, die sie den halben Tag verschlafen lässt und ihr böse Träume beschehrt. Im Laufe der Geschichte fügt sich jedoch alles perfekt zusammen und man ist einfach nur fasziniert von den Geschehnissen.

Colin ist zunächst ein wahres Mysterium. Er zeigt nicht gerne sein Gesicht, lebt abgeschieden in einem alten Forsthaus und studiert nebenbei Forstwirtschaft.
Was mich ein wenig gestört hat, war die Beschreibung von Colin. So wie er beschrieben wurde, hatte ich immer das Gefühl, dass er nicht gerade attraktiv ist, sondern eher etwas animalisches im negativen Sinne an sich hat.
Aber dies ist nur ein kleines Übel bedenkt man, was für ein absolut lieber Kerl er ist. Man kann es wohl nicht leugnen, dass sich ein jedes Mädchen nach einem Colin Blackburn sehnt, der sie auf Händen trägt, ihr jeden Wunsch von den Augen abliest und sie bis aufs Letzte umsorgt.
Der Vergleich mit Edward Cullen wäre wirklich eine pure Beleidigung, denn der ist ein Witz gegen Colin.
Hier wurde sich wirklich für einen authentischen Protagonisten entschieden, der in keinster Weise aufgesetzt wirkt oder dessen Handlungen übertrieben erscheinen. Colin ist einfach zauberhaft, auf seine ganz eigene Art und Weise.

Was die Liebesbeziehung von Ellie und Colin angeht, wird der Leser auf eine wahre Achterbahnfahrt geschickt. Dennoch hat man das Gefühl, dass ihre Beziehung genau richtig portioniert ist. Sie scheint sich sehr authentisch zu entwickeln und wirkt nicht übereifrig.
Das Ende kommt leider viel zu schnell und lässt eine ganze wichtige Frage offen.
Auch nach dem Lesen beschäftigt man sich noch mit den Ereignissen des Buches und man fragt sich, wie es wohl weitergeht mit den beiden und wie man an Ellies Stelle gehandelt hätte.

Fazit:
Splitterherz rechnet rigoros mit dem Vampirhype ab und zeigt, dass eine wunderbare Liebesgeschichte nicht nur mit Vampiren funktioniert.
Jeder der Lust hat, mal etwas ganz neues auszuprobieren und dabei eine außergewöhnliche Romanze zu erleben ist bei „Splitterherz“ goldrichtig.
Jedem, der bis jetzt nichts mit Fantasy anfangen konnte, zeigt Splitterherz, dass man diese Genre auch durchaus real und nachvollziehbar gestalten kann und macht in jedem Fall Lust auf mehr.
Da freuen wir uns doch, dass Splitterherz eine Trilogie werden soll.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

Samstag, 12. Juni 2010

Rezension: "Gegen das Sommerlicht" von Melissa Marr

Produktinformationen:
Originaltitel: Wicked Lovely
Autor: Melissa Marr
Verlag: Piper Verlag
Serie: Sommerlicht Saga (Teil 1)
Format: kartoniert
Seiten: 352 Seiten
ISBN: 349-225-330-X
Preis: 8,95€ [D]

Cover © Piper Verlag

Inhalt:
Ash besitzt eine besondere und zugleich gefährliche Gabe: sie kann Elfen sehen.
Sie versucht sie zu ignorieren wo es nur geht, doch eines Tages wird der Sommerkönig Keenan auf sie aufmerksam und verfolgt sie.

Der Einzige, dem sie sich anvertrauen kann, ist ihr bester Freund Seth. Dieser versucht ihr zu helfen wo er nur kann, doch dabei entwickelt sich mehr als Freundschaft ...

Unterstützung bekommen die beiden auch von Donia, dem Wintermädchen. Keenan hatte sie ebenfalls mal als seine Königin ausgewählt, doch sie war nicht dazu bestimmt und wurde deshalb in ewige Kälte gehüllt.

Seth ist Keenan ein Dorn im Auge, doch er stellt Ash solange nach, bis sie einwilligt mit ihm auf den Jahrmarkt zu gehen. Ein großer Fehler, denn er schafft es, sie in ein Sommermädchen zu verwandeln und sie so an sich zu binden ...

Ash hat mehr Angst denn je vor den Elfen und weigert sich, Keenans Sommerkönigin zu werden. Als sie dann auch noch erfährt, was Keenan damals mit ihrer Mutter angestellt hat kehrt sie den Elfen entgültig den Rücken ...

Doch Keenan gibt nicht auf. Als seine grausame Mutter auch noch ins Spiel kommt und Seth zwischen die Fronten gerät, muss Ash eine folgenschwere Entscheidung treffen ...

Rezension:
Denkt man an Elfen hat man grundsätzlich ein kleines schillerndes Etwas vor Augen, ein Symbol des Glücks und des Guten im Allgemeinen.
Melissa Marr hat sich mit einer anderen Art von Elfen auseinandergesetzt und sie in kleine Monster verwandelt.

Anfangs war es wirklich schwierig den Hintergrund der Geschichte zu verstehen. Besonders die Geschichte der Sommerkönigin und warum Keenan sie sucht, ist ziemlich verwirrend.
Nach und nach konnte man die verschiedenen Handlungsstränge, die nebeneinander herlaufen, aber begreifen und in einen Zusammenhang bringen.
Dennoch erschien mir der Inhalt als ganzes an einigen Stellen ein wenig unschlüssig und nicht genug durchdacht. Teilweise wären ein paar detaillierte Erklärungen bezüglich der Elfen schon hilfreich gewesen, da man deren ganze Welt und ihr Verhalten nicht wirklich versteht. Es fehlten die Hintergrundinformationen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sichtweise von verschiedenen Protagonisten erzählt. So kann man die hinterlistigen Gedanken einiger Elfen um einiges besser verstehen und unter anderem auch Keenans Beweggründe.

Der Schreibstil von Melissa Marr ist sehr flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Besonders gefallen hat mir die Art, wie sie Seths und Ashs gemeinsame Momente in Szene gesetzt hat. Einfach traumhaft.

Seth hat mir von allen Personen im Buch am meisten zugesprochen. Er ist einfach so lieb, fürsorglich und hilfsbereit, dass es fast schon unmenschlich ist. Dabei ist er doch genau das, nämlich einer der einzigen Menschen in Ashlyns Umgebung.
Leider bekommt man nicht viel Hintergrundinformationen zu ihm, obwohl mich schon interessiert hätte, ob er eine Familie hat, wo er zur Schule geht bzw. ob er eine Arbeit hat usw.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden ist einfach erstaunlich, da die Beziehung zwischen ihnen so herzlich und vertraut ist, dass man mit beiden automatisch mitfühlt. Man wünscht sich einfach so sehr, dass die beiden ihr Happy End bekommen.
Leider wird man mit einem offenen Ende abgespeist, was dem Buch nicht wirklich gut tut.

Was Keenan angeht, bin ich wirklich sehr kritisch. Bis zum Ende habe ich seine Beweggründe nicht vollkommen verstehen können. Vieles musste man sich als Leser selbst zusammenreimen, da Melissa Marr auf hilfreiche Erklärungen weitesgehend verzichtet.

Fazit:
Die Idee hat ein solches Potenzial, aber die Autorin hat die Umsetzung leider sehr lieblos und unverständlich gestaltet.
Es bleiben viele Fragen offen bezüglich der Handlung und der Charaktere, was man durchaus hätte vermeiden können.
Einzig die Liebesgeschichte zwischen Seth und Ash hat das Buch interessant gemacht, denn die Elfengeschichte war schlicht und ergreifend zu verworren und nicht genug ausgearbeitet.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Donnerstag, 10. Juni 2010

Mystery Unveiled: Engel sind die neuen Vampire ...

Dank Stephenie Meyers Twilight Vampiren ist vor einiger Zeit eine regelrechte Vampir Mania ausgebrochen.
Während viele den ganzen Hype für völlig übertrieben halten, gibt es mindestens genauso viele, die den attraktiven Blutsaugern mehr als verfallen sind.
Doch was ist es, dass den Vampiren eine solche Anziehungskraft verleiht? Warum könnten es keine Zombies sein?
Ich denk die Antwort ist einfach: eine Trendfigur braucht immer etwas Mysteriöses, etwas Unnahbares und Übernatürliches.
Dies können selbstverständlich nur Vampire bieten ... oder etwas doch nicht?

Immoment scheint sich die Litaratur nämlich in eine ganz andere Richtung zu entwickeln. Viele Autoren haben mit ihren Vampiren schluss gemacht und sich einem Engel zugewandt.
Dies scheint zunächst einleuchtend, verkörpern die Engel in der Religion doch das durch und durch Gute , während die Vampire das Böse und Seelenlose verkörpern.

Engel haben stets etwas Unbegreifliches an sich. Man kann sie nicht an sich binden. Sie sind ein freies Individuum ein pures Symbol der Unschuld und der Freiheit.

Vampire hingegen verkörpern die pure Sünde. Ein blutsaugendes Vergehen und ein Symbol des Todes. Etwas Verbotenes und Gefährliches.

Doch genau dies scheint es zu sein, was diese Wesen so attraktiv macht. Nicht umsonst ist das Motto des ersten Twilight Buches und Filmes „The forbidden fruit tastes the sweetest“ (Die verbotene Frucht ist die Süßeste).

Was viele jedoch nicht wissen, ist, dass es ein Engel-Gegenstück zu den Vampiren gibt, nämlich die sogenannten „Gefallenen Engel“.
Diese verkörpern quasi die dunkle Seite der geflügelten Reinheit. Das vom Himmel verstoßene Böse ...

Wer braucht also noch Vampire, wenn sie auch durch Engel ersetzt werden können? Man weiß es nicht so genau ... es bleibt abzuwarten, ob nach dem letzten Twilight Film in ein paar Jahren der Vampirhype ausstirbt und es irgendwann ein Twilight mit Engeln geben wird ...
Eines ist jedoch sicher ... auf allen von uns haben die Blutsauger ihre Spuren hinterlassen =)

Rezension: "Saugfest" von Steffi von Wolff

Produktinformationen:
Originaltitel: Saugfest
Autor: Steffi von Wolff
Verlag: Fischer Verlag
Serie: -
Seiten: 256 Seiten
ISBN: 359-618-595-5
Preis: 8,95€ [D]

Cover © Fischerverlage

Inhalt:
Helene ist eine dauergenervte Frau, die sich eigentlich für nichts interessiert und der andere Menschen egal sind.
Selbst ihre Freundin Annkathrin nervt sie und so ist es nicht überraschend, dass sie gekonnt deren Hochzeit ruiniert.
Helene wird die Freundschaft gekündigt und sie muss kurzerhand die Party verlassen.

Allerdings bekommt sie auch sofort einen Auftrag von ihrem Taxiunternehmen.
Um Mitternacht soll sie eine Gruppe aus einer Diskothek abholen.
Pure Routine denkt sich Helene, doch warum wird sie dort in einem dunklen Keller empfangen, wo der Ausgang auf einmal verschwindet?
Und warum sind alle Menschen darin so blass und vor allem, warum fühlt sie sich so zu dem seltsamen Hubertus hingezogen?
Helene beschleicht ein schrecklicher Verdacht, wer die Menschen in dem Keller wirklich sind ...

Hubertus gestattet ihr unterdessen eine Liste mit allen Menschen zu machen, die sie hasst. Doch Helene übertreibt es wieder einmal maßlos und Hubertus beschliesst kurzerhand, dass sie vielleicht mit einem Kuss wieder zur Besinnung gebracht werden kann.
Helene ist total hin und weg von ihm, was auch positive Auswirkungen auf ihre Lebenseinstellung hat.

Hubertus merkt jedoch, dass er sie nicht vollkommen verändern kann und lässt sie ziehen.
Helene fällt es schwer, einen klaren Gedanken zu fassen, doch als sie auf jemanden trifft, der vor langer Zeit einmal die selbe Einstellung wie sie hatte, erfährt sie zum ersten Mal, was alles passieren kann, wenn sie sich nicht ändert ...

Entschlossen macht Helene sich wieder auf den Weg zu Hubertus, doch dieser ist bereits verschwunden ...

Rezension:
Tja das Trendthema Vampire, irgendwann versucht sich jeder Autor mal daran. Nun auch Steffi von Wolff, von der ich zuvor noch nichts gehört habe, die aber Spezialistin für bizarren Humor sein soll.

Aber zunächst ein Wort zur Ausstattung. Die Farben des Cover bilden doch eine sehr gewagte Kombination, die aber dennoch perfekt zu diesem Buch passt.
Blau und Neonpink bildet eine freche und gewagte Mischung, also genau das, was den Humor des Buches ausmacht.
Den Titel hätte man gut noch durch eine Prägung hervorheben können, da das Cover insgesamt glatt ist und nur durch seine Farben auffällt.

Gleich zu Anfang fällt der sehr lockere Schreibstil auf, in den man sich wirklich erst einlesen muss.
Teilweise soll dieser wahrscheinlich ironisch sein, ist aber besonders anfangs einfach „too much“.
Im Laufe des Buches gewöhnt man sich jedoch daran und der Humor wird auch um einiges erträglicher.
Dies mag wahrscheinlich auch daran liegen, dass Helene als Protagonistin einen Wandel durchmacht.

Große Dialoge finden nicht statt. Das meiste erfährt man von Helene selbst, die das Geschehen aus der ich-Perspektive erzählt.
Was die Handlung betrifft, ist diese eher oberflächlich beschrieben und das auf ironische Weise. Man soll das ganze Geschehen offenbar nicht sehr ernst nehmen und nicht auf großartige Tiefgründigkeit hoffen. Zumindest vorerst.

Helene ist eine Protagonistin, die mit ihrem Leben mehr als unzufrieden ist und glaubt, mit schlechter Laune am besten durchs Leben zu kommen.
Sie verflucht ihr Glück, welches sie immer wieder davor bewahrt, nicht in eine lebensgefährliche Situation zu kommen und sie vor dem Tod rettet.
Wirklich viel liegen tut ihr also nicht an ihrem Leben. Wirklich ausgelöst wurde dies jedoch erst von ihrem Vater, der ihre Familie verlassen hat. Seitdem wurde ihre schlechte Laune immer schlimmer und ihre Abneigung gegenüber anderen Menschen immer ausgeprägter.
Was sie läutert, ist die Begegnung mit Hubertus. Sie verliebt sich Hals über Kopf und beschließt letzten Endes, dass sich ein Leben in Freundlichkeit und mit Liebe mehr lohnt als ihr bisheriges Leben.

Was die Vampirgemeinschaft betrifft, habe ich die ganze Zeit das Gefühl gehabt, eine Mischung aus alten,vergessliches und vor allem verwirrten Leuten vor mir zu haben.
Gut, nun scheint an denen das Alter auch nicht klischeehaft vorbeizulaufen, wie in anderen Vampirromanen, aber ein wenig mehr Zurechnungfähigkeit, hätte man ihnen schon geben können.
Was es mit ihnen jedoch wirklich auf sich hat, erfährt man erst am Ende.

Fazit:
Dieses Buch hat natürlich jede Menge Ecken und Kanten und Punktabzüge muss es einfach geben, weil dieses Buch ungemein polarisierend ist und wahrscheinlich nicht Jedermanns Geschmack ist.
Wer sich jedoch gerne mal an etwas Neues probieren möchte und etwas weit ab vom Mainstream mag, der wird an diesem Buch sicherlich gefallen finden.
Starke Nerven sind allerdings Vorraussetzung, denn die schlecht gelaunte Protagonistin ist nicht gerade eine Sympathieträgerin und auch für den Leser nicht einfach zu ertragen.
Das Ende ist jedoch ein wahrer Geniestreich, mit dem der Leser überhaupt nicht rechnet und welches sogar eine kleine Moral enthält.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den Fischerverlag

Montag, 7. Juni 2010

Rezension: "Vampire Academy - Blutsschwestern" von Richelle Mead

Produktinformationen:
Originaltitel: Vampire Academy
Autor: Richelle Mead
Verlag: Lyx Verlag
Serie: Vampire Academy (Band 1)
Seiten: 302 Seiten
ISBN: 380-258-201-2
Preis: 12,95€ [D]

Cover © Egmont Lyx

Inhalt:
In einer Welt, in der die guten Vampire Moroi langsam von den bösen Strigoi Vampiren verdrängt werden, muss die Dhampirin Rose ihre königliche Vampirfreundin Lissa als Wächterin beschützen.
Verbunden durch ein ganz besonderes Band, sind sie allein deshalb aus der Vampire Academy geflohen, werden jedoch bald von ein paar zornigen Wächtern zurückgebracht.
Damit Rose für die Flucht nicht suspendiert wird, muss sie sich fortan einem Wächtertraining mit ihrem attraktiven Kollegen Dimitri unterziehen.
Dieses ist jedoch anstrengender als erwartet, aber nicht nur dies macht ihr zu schaffen. Denn der Strigoi Sohn Christian hat Gefallen an ihrem Schützling Lissa gefunden und sie verbringen, für Roses Geschmack, viel zu viel Zeit miteinander.

Als wäre dies alles nicht genug, macht ihr das Vampirmädchen Mia auch noch aus unerklärlichen Gründen Ärger.
Der Verdacht fällt natürlich als erstes auf sie, als man einen toten Fuchs in Lissas Zimmer findet. Doch auch Christian weckt ihr Misstrauen und letzten Endes auch ihre Eifersucht, denn Lissa scheint langsam Vertrauen zu ihm zu fassen.

Rose versucht sich abzulenken, setzt damit jedoch unfreiwillig eine Welle von Gerüchten in den Umlauf.
Dimitri ist alles andere als begeistert und verstärkt das Training mit ihr, unwissend, dass dies wiederum Roses Gefühle für ihn verstärkt ...

Doch Rose kann einfach nicht an sich denken, wenn Lissa in Gefahr ist, denn diese hat erneut ein totes Tier aufgefunden und dazu einen Drohbrief bekommen.
Rose befürchtet langsam, dass Lissas außergewöhnliche Gabe Anlass für die Drohungen sein könnte und jemand sie verraten will. Dies würde sowohl für Lissa als auch für Rose schreckliche Folgen haben ...

Als Lissa völlig verausgabt ist, durch ihre Gabe, wird sie von Depressionen geplagt und verletzt sich. Rose kommt mit den Problemen ihrer Freundin nicht mehr alleine zurecht und vertraut sich Dimitri an.
Die Ereignisse überschlagen sich, als Lissa entführt wird und der wahre Täter hinter den Drohungen zum Vorschein kommt.
Nur das Band zwischen Rose und ihrer Freundin kann Lissa nun noch retten ...

Rezension:
Richelle Meads Vampire Academy Serie hat es in vielen Ländern auf die Bestsellerlisten geschafft, was meiner Meinung nach auch wirklich berechtigt ist.
Es übertrumpft die Twilight Bücher um Meilen und hat die doppelte Ladung an Spannung, Action und Romantik zu bieten.

Gleich zu Anfang wird klar, dass das Buch mit einer Menge an düsterer Atmospähre und toughen Charakteren aufwartet.
Die Stimmung die beim Lesen vermittelt wird, erinnert stark an die der Harry Potter Bücher. Es ist einfach unbeschreiblich fesselnd und man kann sich zunächst überhaupt nicht erklären wieso.
„Vampire Academy“ spielt in einer Welt, in der es gute und böse Vampire gibt, die sich als Moroi und Strigoi bezeichnen.
Man fühlt beim Lesen die mystische Stimmung, die diese Welt umgibt und die Gefahr, die von den Strigoi ausgeht.
Wir haben es also mit einem richtigen Vampirroman zu tun, in dem das typische Vampirideal vertreten ist. Allerdings weitaus vielfältiger, da es verschiedene Vampirrassen gibt und diese auch verschiedene gesellschaftliche Beziehungen zueinander haben, was äußerst interessant zu lesen ist.

Thematisch geht es in Vampire Academy wie an jeder anderen Schule zu: Eifersucht, Gerüchte , Liebe und Dramatik. Gepaart mit vampirischer Mysterie und ein wenig Romantik dürfte in dem Buch für jeden etwas dabei sein.

Rose ist als Protagonistin ein tougher Teenager, die trotz ihres Dhampir Daseins sehr menschlich wirkt und somit auch ihre Fehler und Schwächen hat.
Sie selbst bezeichnet sich gerne als verwegen und risikobereit, zum einen um sich zu vergnügen aber auch um Lissa zu beschützen, denn dafür würde sie buchstäblich über Leichen gehen.

Was ihre Beziehung zu Dimitri betrifft, hat Richelle Mead genau das richtige Maß gefunden. Bei einigen literarischen Beziehungen habe ich manchmal das Gefühl, dass diese sich zu schnell entwickeln und diese gar keine richtigen Sinn ergeben.
Bei Rose und Dimitri war die Beziehung jedoch genau richtig strukturiert, sodass die beiden als Paar sehr authentisch rüberkommen.

Auch auf Nebencharaktere wurde viel Wert gelegt, sodass diese eine starke Präsens im Buch haben.
Lissa ist ein sehr eckiger Charakter. Ein Mädchen, das mir viel Schmerz zu kämpfen hat und sich selbst langsam verliert. Durch ihre besondere Gabe leidet sie unter starken Depressionen und sie neigt dazu, sich selbst zu verletzen. Rose hat sie deshalb schon des öfteren davor bewahren müssen, sich zu töten.

Was die intrigante Mia und auch Christian angeht, empfindet wahrscheinlich jeder Leser zunächst ein gewissen Antipathie ihnen gegenüber. Jedoch sind sie für das Buch sehr wichtig, da auch sie daran mitwirken, dass das Buch spannend und abwechslungsreich ist.

Fazit:
Nachdem ich den ersten Teil Vampire Academy Serie gelesen habe, musste ich ersteinmal tief durchatmen, da die Geschehnisse einfach unglaublich mitreißend erzählt wurden.
Sich nach wieder von dem Buch zu lösen ist unglaublich schwer, weil man als Leser so tief in dem Geschehen mit drin steckt und mit Rose jede Sekunde mitfühlt.
Mir fehlen letzten Endes einfach die Adjektive um dieses Buch zu loben, so wie es das verdient hat. Man muss es einfach lesen.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an