Donnerstag, 29. Juli 2010

Rezension: "Arthur und die vergessenen Bücher" von Gerd Ruebenstrunk

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Gerd Ruebenstrunk
Verlag: ars Edition
Serie: Arthur (Teil 1)
Format: gebunden
Seiten: 384 Seiten
ISBN: 978-3-7607-3628-0
Preis: 16,95€ [D]

Cover © ArsEdition

Inhalt:
Als Arthur einen Job bei dem Büchersammler Johann Lackmann annimmt, ahnt er noch nicht, dass dies der Beginn eines großen Abenteuers sein wird.
Denn der Büchersammler besitzt Hinweise auf den Verbleib eines der vergessenen Bücher, was die Sucher der Familie Slivitsky auf den Plan ruft.
Mit aller Macht versuchen sie das sogenannte Buch der Antworten zu finden, doch Lackmann schickt Arthur und seine Enkelin Larissa los, um ihnen zuvor zu kommen.

Ihre erste Spur führt sie nach Amsterdam, nichtsahnend, dass die Slivitsky Sprösslinge Ham und Sam ihnen dicht auf den Fersen sind.
Doch sie erhalten bald Hilfe in Form des merkwürdigen Gerrits, der auch nach den vergessenen Büchern sucht.
Zusammen stoßen sie auf ein Rätsel nach dem anderen und ihre Spur führt sie unter anderen in eine Bibliothek mit leeren Bücher und sogar nach Bologna.

Noch ahnt Arthur nicht, dass er eine besondere Gabe besitzt, die nur den Bewahrern, also den Wächtern der vergessenen Büchern, zuteil ist und welche Macht diese Werke wirklich besitzen ...
Doch eines ist ihm und Larissa klar: Die Slivitskys bekommen das Buch der Antworten nur über ihre Leiche ...

Rezension:
„Arthur und die vergessenen Bücher“ mag zunächst wie ein unscheinbares Kinderbuch aussehen, doch der Inhalt dürfte wohl nicht nur Kinderherzen höher schlagen lassen.
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, wodurch das Buch sprachlich an den Protagonisten orientiert und somit sehr leicht zu lesen ist.

Die Geschichte verläuft äußerst rasant und lässt den Leser kaum Zeit das Geschehene zu verdauen. Man wird buchstäblich in ein verzwicktes Abenteuer hineingezogen, bei dem man selber immer wieder versucht hinter die Lösung der verschiedenen Rätsel zu kommen.

Nebenbei lernt man sogar allerhand über die Geschichte einiger Städte. So spielt die Handlung vorwiegend in den Städten Amsterdam und Bologna, welche sehr detailliert dargestellt werden.
Man hat beim Lesen einfach das Gefühl direkt vor Ort zu sein und alles mitzuerleben.

Spannung ist in einem guten Maß vorhanden, da die Handlung wie eine Art Schnitzeljagd aufgebaut ist und immerwieder neue Spuren bzw. Rätsel auftauchen, die es zu verfolgen und lösen gilt.
Großartig anspruchsvoll ist die Handlung sicherlich nicht, doch die Geschichte besticht durch eine liebevolle Gestaltung und sympathische Charaktere.

Arthur und Larissa sind beide sehr wissbegierige Kinder, die den Leser mit ihrer Abenteuerlust sofort anstecken.
In brenzlichen Situationen ist Larissa diejenige, die einen klaren Kopf behält und immer eine Lösung parat hat.
Arthur
hingegen wirkt manchmal ein wenig unbeholfen, aber schließlich sind beide auch noch Kinder.
Die Antagonisten des Buches ist die Slivitsky Familie, die man sich wirklich zwielichtig vorstellt.
Sie sind typische Bösewichte, denen man besser nicht im dunklen begegnen will.

Es bleibt spannend wie sich die Charaktere in den Folgebänden entwickeln werden.
Das Ende dieses Buches lässt jedoch vorerst allerlei Fragen offen, welche dann hoffentlich in den Folgebänden geklärt werden.

Fazit:
„Arthur und die vergessenen Bücher“ dürfte sicherlich nicht nur Bücherliebhaber ansprechen, da es durch vielerlei Aspekte das Zeug dazu hat, ein breites Publikum zu begeistern.
Man fühlt sich gut unterhalten beim Lesen und rätselt bis zum Schluss über die Geheimnisse der vergessenen Bücher.
Die kleinen Zeichnungen zwischendurch geben dem Leser eine kleine Hilfestellung wie sie sich vereinzelte Charaktere vorzustellen haben und insgesamt bleibt nur zu sagen, dass „Arthur und die vergessenen Bücher“ ein durchaus gelungenes Werk ist.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

Montag, 26. Juli 2010

Rezension: "Wächterin der Träume" von Kathryn Smith

Produktinformation:
Originaltitel: The Dark Side of Dawn
Autor: Kathryn Smith
Verlag: Pan Verlag
Serie: Nightmare Chronicles (Band 2)
Format: kartoniert
Seiten: 362 Seiten
ISBN: 342-628-322-0
Preis: 9,95€ [D]

Cover © Pan Verlag

Dies ist Band 2 der Nightmare Chronicles und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten. Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER.

Inhalt:
Dawns Beziehung mit Noah wird auf eine harte Probe gestellt, als seine Exfrau Amanda vergewaltigt wird und er sich um sie kümmern will.
Doch auch Dawns eigenes Leben wird erschüttert, als sie vor den Rat der Nachtmahre zitiert wird. Denn vor einiger Zeit hat sie Noah mit in die Traumwelt genommen, was laut Gesetz verboten ist.

Besonders die Oberste Wächterin Padera nimmt den Sachverhalt sehr ernst und zeigt Dawn deutlich, wie sehr sie sie hasst.
Sie beantragt Dawn auszulöschen und sie somit für immer aus der Traumwelt zu verbannen.

Um wenigstens Amandas Wohlergehen ein wenig zu fördern, dringt Dawn in ihren Traum ein und bringt das Aussehen ihres Angreifers in Erfahrung.
Da erfährt sie, dass es eine neue Vergewaltigung gegeben hat. Doch genau dann trifft Dawn auf den Mann aus Amandas Träumen. Er hat einen starken Ödipus Komplex und entwirft Puppen mit Haaren seiner Opfer.
Sie versucht ihn im Traum dazu zu bringen sich der Polizei zu stellen, doch dies ruft Padera wieder auf den Plan. Langsam wird Dawn klar, dass die Wächterin sie wirklich hasst und alles tun würde um Dawn auszulöschen. Als Dawn den Grund dafür erfährt, wird ihr klar, dass sie einigen Menschen lieber nicht vertrauen sollte …

Rezension:
„Wächterin der Träume“ ist die Fortsetzung von Kathryn Smiths „Tochter der Träume“ und setzt da an, wo das erste Buch aufhörte.
Viele Dinge aus dem ersten Band werden noch einmal Revue passiert, um dem Leser einige Handlungen verständlicher zu machen.

Das Drama in diesem Buch ist jedoch ein Neues, dass nur entfernt mit dem Karatos Konflikt aus „Tochter der Träume“ zu tun hat.
Jedoch muss Dawn auch dieses Mal um die Dinge kämpfen, die ihr wichtig sind. Besonders ihre Beziehung zu Noah wird auf eine harte Probe gestellt.
Die Geschichte an sich ist dieses Mal wirklich originell, besonders da es mal nicht darum geht die ganze Welt vor dem Untergang zu retten, sondern schlicht und ergreifend das Leben der Protagonistin zu retten.
Viel Spannung hat das Buch nicht zu bieten, da man sich eigentlich schon denken kann, wie manche Handlungstränge enden.
Allerdings gibt es auch Umschwünge der Geschichte, die ein wenig an den Haaren herbeigezogen wirken. Fast schon so, als ob der Autorin auf die Schnelle nichts besseres eingefallen ist.
So tun sich plötzliche Verwandtschaftsverhältnisse auf, die eher wie ein Versuch wirken, der Geschichte Dramatik zu entlocken.

Was mir jedoch sehr gefallen hat, ist dass man in der Geschichte viel Humor finden kann. Deshalb und auch aufgrund der Charaktere schafft es das Buch halbwegs mit seinem Vorgänger mitzuhalten.

Für Dawn ist es nämlich an der Zeit zu zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt ist. Sie muss sich beweisen, und das besonders vor ihrem Vater Morpheus, dem Gott der Träume.
So kommt es zu den ein oder anderen emotionalen Momenten, die ein wenig Abwechslung in die Geschichte bringen.

Auslöser dafür ist zumeist ihre Beziehung zu Noah, die sich in ein wahres „Love Triangle“ verwandelt hat.
Er verbringt viel Zeit mit Amanda, die auf seine Hilfe angewiesen ist, doch so sehr Dawn sich auch zusammenreißen will, schafft sie es einfach nicht, ihre Eifersucht zu unterdrücken.

Hier wurde eindeutig mehr Wert auf die Entwicklung der Charaktere und deren Beziehung untereinander gelegt, als auf die Handlung. Jedoch finde ich es immer spannender, mich mit interessanten Charakteren auseinanderzusetzen, als mit einer komplexen Handlung.
Dies ist und bleibt jedoch Geschmackssache.

Fazit:
Insgesamt ist die Geschichte origineller als die des ersten Bandes, jedoch nicht sonderlich anspruchsvoll.
Es ist durchaus eine nette Unterhaltung für Zwischendurch mit sympathischen Charakteren und ein wenig Humor und Erotik.
Enden tut das Buch allerdings mit einer wichtigen Frage, die dann hoffentlich im dritten Band der Reihe geklärt wird und ein wenig Spannung in Noahs und Dawns Beziehung bringen wird.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Freitag, 23. Juli 2010

Ein mysteriöser Brief ...

Heute fand ich in meinem Briefkasten einen mysteriöse blauen Umschlag ... als ich ihn öffnete, segelte eine kleine weiße Feder hinaus ...

Außerdem fand ich einen seltsamen Brief darin ...


Es sind Ausschnitte aus einem Tagebuch ... doch von wem ???
Die Antwort war schnell gefunden, denn in dem Brief war noch etwas:


Eine Postkarte und eine kleine Leseprobe aus Rainer Wekwerth' "Damien - Die Stadt der gefallenen Engel".


Ich finde dies ist eine wunderschöne Aktion zum Buch und macht mich wirklich neugierig.

Rezension: "Chroniken der Unterwelt - City of Bones" von Cassandra Clare

Produktinformationen:
Originaltitel: City of Bones
Autor: Cassandra Clare
Verlag: Arena Verlag
Serie: Chroniken der Unterwelt (Teil 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 512 Seiten
ISBN: 340-106-132-1
Preis: 17,95€ [D]

Cover © Arena Verlag

Deutsche & Englische Websites der Reihe:
http://www.chroniken-der-unterwelt.de/
http://www.mortalinstruments.com/

Inhalt:
Es sollte ein vergnüglicher Abend werden, als Clary und ihr bester Freund Simon in die Disko Pandemonium gehen.
Doch es kommt ganz anders, als Clary Zeuge eines seltsamen Mordes wird. Und zu allem Übel ist sie die einzige die ihn sehen kann.

Sie erfährt, dass die Mörder Schattenjäger sind und das Opfer ein Dämon, welche nur sie sehen kann. Clary versteht die Welt nicht mehr und weiß nicht, wem sie sich anvertrauen kann. Sie hat zwar das Gefühl, dass ihre Mutter ihr etwas verheimlicht, was auch mit ihrem verschwundenen Vater zu tun hat, traut sich jedoch nicht, sie anzusprechen.

Antworten bekommt Clary jedoch schneller als ihr lieb ist, denn ihre Mutter wird von einem Dämon angegriffen und verschleppt.
Der Schattenjäger Jace bietet ihr seine Hilfe an und nimmt sie mit ins Institut der Schattenjäger. Dort erfährt sie, dass sie wahrscheinlich auch Schattenjäger Blut in sich hat und deswegen deren Welt sehen kann.
Es kommt der Verdacht auf, dass ein gewisser Valentin, ein abtrünniger Schattenjäger, hinter der Entführung ihrer Mutter stecken könnte. Denn dieser ist seit geraumer Zeit hinter dem Kelch der Engel her, welcher normale Menschen in Schattenjäger verwandeln kann.
Clarys Mutter scheint den Ort zu kennen, wo der Kelch versteckt wurde, doch hat sie niemand anderes eingeweiht.

Clary ist klar, dass sie etwas unternehmen muss um ihre Mutter zu befreien und erfährt dabei Dinge über sie, die sowohl ihr Leben verändern als auch ihr Gefühlsleben ganz schön auf den Kopf stellen.
Zusammen mit Jace, seinen Freuden Isabelle und Alec, sowie Simon, entdeckt Clary was ihr die Welt der Schattenjäger und Schattenwesen alles zu bieten hat, jedoch auch, wie grausam diese sein kann …

Rezension:
„City of Bones“ versetzt den Leser einen Adrenalin Kick den man nicht so schnell vergisst. Selten habe ich ein so rasantes Buch gelesen, mit solch einem hohen Maß an Spannung.
Man lernt eine völlig neue Welt kennen in der es viel zu entdecken gibt. Anfangs ist der Leser genauso wie Clary noch unwissend und wird magisch angezogen von dieser Welt, da man spürt dass diese jede Menge Abenteuer zu bieten hat.

Man wird wirklich auf jeder Seite mit Rätseln konfrontiert, wodurch es in dem Buch nicht zu Spannungstiefen kommt und man es einfach nicht mehr aus der Hand legen kann.

Einen großen Anteil daran haben jedoch auch die Protagonisten Clary und Jace, sowie deren Freunde Alec, Isabelle und Simon.

Clarys Leben wird wirklich in seinen Grundfesten erschüttert, scheint aber so fasziniert von all den neuen Eindrücken zu sein, dass sie es alles tapfer hinnimmt.
Es ist weniger sie selbst, die als Charakter überzeugt, sondern vielmehr die Geheimnisse, welche sie umgeben.

Um diesen auf den Grund zu gehen, bekommt sie Hilfe von dem attraktiven Schattenjäger Jace, der teilweise ziemlich selbstgefällig und arrogant zu sein scheint und dennoch des Lesers Interesse weckt. Man merkt einfach, dass es nur Fassade ist, um sein verletzliches Inneres zu verbergen, was auch das ein oder andere Geheimnis zu verbergen hat.

Der Pokal geht in diesem Buch jedoch eindeutig an die Nebencharaktere, die so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht.
Zum einen wäre da Alec, ein kleiner aufmüpfiger Schattenjäger, der es jedoch faustdick hinter den Ohren hat.
Dann noch seine engelsgleiche Schwester Isabelle die jeden Dämon mit nur einem Peitschenhieb auslöschen kann und natürlich Simon, der beweist, dass man auch als Mensch ein nützlicher Part im Kampf gegen die Schattenwesen sein kann.

Natürlich wird auch in diesem Jugendbuch nicht auf die ein oder andere Romanze verzichtet, dessen Aussichten auf ein Happy End zunächst rosig aussehen, doch alles kommt anders als Valentin auftritt.
Und hier haben wir es wirklich mit einem Bösewicht zu tun, der mit allen Wassern gewaschen ist.
Er hat ein wahnsinniges Gespür dafür, Menschen mit Worten zu manipulieren und bis zu Letzt ist unklar, was daran wahr ist und was nicht.

In sich ist das Buch geschlossener als manch anderer Auftaktband einer Reihe. Doch auch wenn man hier nicht mit störenden Cliffhangern konfrontiert wird, so muss man einfach wissen, wie es weitergeht und wie die Charaktere mit den maßgebenden Änderungen in ihrem Leben umgehen werden.

Fazit:
Ich bin wirklich froh dieses Buch gelesen zu haben. Es ist einfach magisch und entführt den Leser auf ein Abenteuer voller Spannung und Mysterien.
Die Charaktere können unterschiedlicher nicht sein und der Schreibstil der Autorin macht es dem Leser wirklich leicht, sich in diese hineinzuversetzen.
Jeder der City of Bones nicht gelesen hat, sollte dies dringend nachholen, da man sonst eine wahrhaft originelle Geschichte verpasst.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Dienstag, 20. Juli 2010

Rezension: "Verliebt in einen Vampir" von Lynsay Sands

Produktinformationen:
Originaltitel: Love Bites
Autor: Lynsay Sands
Verlag: Lyx Verlag
Serie: Argenau Serie (Band 1)
Format: kartoniert
Seiten: 336 Seiten
ISBN: 978-3-8025-8171-7
Preis: 9,95€ [D]

Cover © Egmont Lyx

Inhalt:
Gleich zwei Mal wird der Vampir Etienne Argenau von dem Vampirfanatiker Pudge getötet.
Und so landet Etienne auch zwei Mal auf dem Pathologietisch von Rachel Garrett. Noch nie ist es ihr passiert, dass ein Toter eine solche Faszination bei ihr auslöst und sie sich auch noch von ihm angezogen fühlt.
Die Antwort auf das Mysterium liefert Pudge, der die Pathologie stürmt und Etienne als Vampir betitelt. Gerade als er ihn köpfen will, schmeißt Rachel sich dazwischen und wird selber tödlich verwundet.

Etienne sieht in ihr seine Lebensretterin und verwandelt sie zum Dank in einen Vampir. Völlig hingerissen von ihr, will er sie an ihr neues Leben als Geschöpf der Nacht gewöhnen.
Und so erwacht Rachel als Unsterbliche in einem ihr fremden Haus. Sie kann nicht glauben, dass sie nun ein Vampir sein soll und hält alles nur für einen Traum.
Selbst als er ihr das erste Blut zu trinken gibt, glaubt sie noch zu träumen und will sich dies zu Nutze machen. In der Hoffnung auf ein wenig Unterhaltung versucht sie Etienne zu verführen …
Durch die Überzeugungskraft von Etiennes Mutter muss Rachel dann doch langsam verstehen, dass es sich nicht um einen Traum handelt.
Dazu gehört leider auch, dass das Problem mit Pudge noch nicht aus der Welt ist. Die Vampirfamilie schlägt vor, dass Rachel lügen und eine Entführungsgeschichte erfinden könnte.

Rachel ist jedoch dagegen und Etienne hat das Gefühl, dass sie sich von ihm distanziert. Er versucht alles, um sie nicht zu verlieren, doch Rachel weiß einfach nicht, woran sie bei Etienne ist.
Sie beschließt, sein Haus zu verlassen, doch genau in dem Moment bricht Pudge in das Haus ein und will Etienne ein für alle Mal töten.
Doch wieder rettet Rachel ihn und wird wirklich entführt. Als Pudge erkennt, dass nun auch sie ein Vampir ist, scheint ihr Schicksal und das Ende ihrer Liebesgeschichte besiegelt.
Doch Etienne hat sich in den Kopf gesetzt die Ewigkeit mit Rachel zu verbringen und würde für seine große Liebe alles tun …

Rezension:
„Verliebt in einen Vampir“ bildet den Auftakt zu einer Reihe von unabhängigen Liebesromanen rund um die Vampirfamilie Argenau.

Der Roman ist sehr einfach zu lesen, durch den angenehmen Schreibstil der Autorin. Auch die Handlung ist simpel gehalten, da es im Grundsatz nur um die Entwicklung zwischen Etienne und Rachel geht. Ein wenig Abwechslung bietet die Verfolgung der beiden durch den Vampirfanatiker Pudge.
Spannung gibt es so nur zum Ende hin, wo sich schließlich entscheidet ob die beiden eine gemeinsame Zukunft haben oder nicht.
Dennoch gibt es ein kleines Detail in dem Buch, was sehr interessant war.

Die Entstehungsgeschichte rund um die Vampire ist nämlich wissenschaftlich zu erklären, wobei es einfach war, sich Vampire als Teil dieser Welt vorzustellen.
Hier sind sie Wesen, in dessen Blut vor Urzeiten kleine Nanos eingeführt wurden und sie so vor Krankheiten und dem Älterwerden schützen. Dafür wird jedoch Blut benötigt, weshalb die Vampire damit zwangsläufig ihren Durst stillen.

Dies nimmt dem Buch ein wenig seinen Fantasy Charakter und macht daraus eher eine Liebeskomödie. Es gab zwar das ein oder andere romantische tête-à-tête zwischen den beiden die auch in einige seichte Liebesszenen gipfelten, dennoch standen diese nicht im Vordergrund und wurden von Etiennes und Rachels ungeschicktem Verhalten untereinander in den Schatten gestellt.

Rachel beim Agieren zu beobachten ist geradezu amüsant. Sie weigert sich schlicht und ergreifend zu glauben, dass Etienne ein Vampir ist und verstrickt sich so in eine peinliche Situation nach der anderen.
Das sich dieser Widerstand irgendwann in pure Abhängigkeit verwandelt, führt zu einer Art Willenlosigkeit bei ihr.
Sie und Etienne kommen sich zwar immer wieder näher, doch sie glaubt, dass zwischen ihnen nicht mehr existiert als eine Affäre, obwohl Etienne sich schon längst in sie verliebt hat.

Dieser ist von Rachel nämlich völlig hingerissen. Er verkörpert zwar das typische Klischee eines attraktiven und verführerischen, scheint aber dennoch sehr herzlich zu sein.
Er kann seine Liebe nicht wirklich in Worte fassen, wodurch sich einfach eine Mauer aus Missverständnissen zwischen ihnen aufbaut.

Besonders angetan haben es mir in diesem Buch die Nebencharaktere in Form der restlichen Argenau Familie, bestehend aus Etiennes Mutter und seinen Geschwistern.
Jeder für sich hat so seine Eigenarten und bringt seine Ideen mit ein um Etienne nach dreihundert Jahren endlich ein Happy End zu bereiten.
Sie haben eine kleine Amor Funktion und die ein oder andere wirklich süße Idee, damit sich das Pärchen ein wenig annähert.

Fazit:
Insgesamt fühlte ich mich wirklich gut unterhalten. Die Charaktere sind teilweise wirklich amüsant und erheiternd.
Auch wenn die Handlung nicht wirklich komplex ist und keine richtige Spannung existiert, hat das Buch durchaus seinen eigenen Charme, der dem Leser einige Lesestunden versüßt.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

Sonntag, 18. Juli 2010

Rezension: "Gods of Manhattan - Der Auserwählte" von Scott Mebus

Produktinformationen:
Originaltitel: Gods of Manhattan: The hidden light
Autor: Scott Mebus
Verlag: Oetinger Verlag
Serie: Gods of Manhattan (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 382 Seiten
ISBN: 378-914-263-8
Preis: 17,90€ [D]

Cover © Oetinger Verlag

Inhalt:
Als Rory auf den vermeintlichen Zauberer Hex trifft, nimmt sein Leben eine unterwartete Wendung.
Seit dem Zeitpunkt ist er in der Lage, eine verborgene Welt in Manhattan zu sehen, welche von Göttern beherrscht wird und von sprechenden und auf Mäusen reitenden Kakerlaken und lebenden Statuen bevölkert ist.

Auch seine Schwester Bridget gelingt es, das zu sehen, was auch Rory sieht.
Das Abenteuer beginnt, als sie auf einen Munsee Indianer treffen, der jedoch seit etlichen Jahren tot sein sollte.
Die Geschwister beschließen, Hex um Rat zu fragen. Er erklärt Rory, dass er ein sogenanntes Licht ist. Er ist der einzige, der die Munsee Indianer aus ihrem Gefängnis im Central Park befreien kann, denn vor vielen Jahren wurden sie dort von einem Gott eingesperrt, damit er die Macht über Manhattans Parallelwelt erlangen kann.

Hex will mit Rorys Hilfe die zu Unrecht gefangenen Indianer befreien. Dazu müssen sie jedoch drei Gegenstände aus der Bank eines Gottes stehlen, die von Nöten sind, um die Gefängnis Barriere aufzuschließen.

Doch Rory schwebt in Gefahr, denn nicht nur Hex befolgt einen niederträchtigen Plan.
Unter den Göttern scheint es einen Verräter zu geben, der Seinesgleichen nach und nach tötet um selber an die Macht zu kommen ...

Rezension:
Das Buch spielt ganz klar mit Kinderfantasien, wodurch es für mich ein wenig schwierig war, in das Buch einzusteigen. Der Hintergrund ist sehr einfach gestrickt und nicht sehr anspruchsvoll.
Gleichzeitig finden jedoch so viele Szenenwechsel statt, dass es wirklich schwer war, alles zu verstehen. Man wird mit sehr vielen Charakteren konfrontiert, und einige Handlungsstränge sind einfach unnötig bzw. total fehl am Platz.

Der Autor spielt mit einer Mischung aus Realität und Fiktion wobei die Grenzen ganz klar verwischen und man die beiden Elemente nach einer Zeit nicht mehr unterscheiden kann.

In dem Buch scheint einfach nichts unmöglich zu sein. Es könnte alles passieren und das immer völlig unerwartet. Genau das ist ein großes Problem, denn die Idee hinter dem Buch ist wirklich sehr originell. Der Autor hätte wirklich mehr darauf achten müssen, seine Welt dem Leser ein wenig verständlicher zu erklären und alles ein wenig ansprechender zu gestalten.

Besonders die Sache mit den Göttern ist ein wenig verworren, da es alle keine Götter aus bekannten Mythologien sind sondern vom Autor ausgedachte. So gibt es zB einen Gott des früher-war-alles-besser oder selbst einen Gott der Ladendiebstähle.
Aber auch was die Geschichte betrifft, erscheinen einige Dinge einfach sehr unlogisch oder an den Haaren herbeigezogen.

Dadurch konnte sich auch einfach keine Spannung aufbauen, da ich einige Passagen einfac h nicht verstanden habe und keinen Zusammenhang zum Rest des Buches aufbauen konnte.
Wenigstens ist der Schreibstil nicht zu schwer sondern ziemlich simpel gehalten.
Die Sprache sollte sich schließlich an den Protagonisten orientieren, die in diesem Fall Kinder sind.
Dennoch finde ich, dass besonders Rory reife Entscheidungen fällt und bedacht handelt.
Dies passt natürlich nicht ganz zu der Vorstellung die man von Rory als Kind entwickelt, macht die Handlung aber interessanter.

Fazit:
Hut ab vor dem Autor, denn die Idee hinter dem Buch ist wirklich genial. Die Umsetzung ist jedoch einfach zu verworren und kompliziert, als dass man beim Lesen wirklich Spaß haben könnte.
Es hätte gereicht, wenn man das Buch nur aus Rorys Perspektive geschrieben hätte, da die Handlungen rund um die anderen Charaktere einfach sehr unwichtig erschienen.
Insgesamt also eine tolle Idee, deren Qualität unter der Umsetzung gelitten hat.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Mittwoch, 14. Juli 2010

Rezension: "House of Night - Betrogen" von P.C. Cast & Kristin Cast

Produktinformationen:
Originaltitel: House of Night - Betrayed
Autor: P. C. Cast & Kristin Cast
Verlag: Fischer FJB
Serie: House of Night (Teil 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 508 Seiten
ISBN: 384-142-002-8
Preis: 16,95€ [D]

Cover © Fischerverlage

Website:
http://www.houseofnight.de/

Dies ist Band 2 der House of Night Reihe und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten. Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER

Inhalt:
Nach einem Besuchstag am House of Night ist für Zoey klar, das ihre Mutter und ihr Stiefvater nichts mehr von ihr wissen wollen. Doch in der Hohepriesterin Neferet scheint Zoey einen geeigneten Ersatz gefunden zu haben, denn diese steht ihr in jeder Situation bei.

Doch nicht nur sie scheint Probleme mit ihren Eltern zu haben. Auch ihre Erzrivalin Aphrodite scheint den hohen Ansprüchen ihrer Eltern nicht mehr zu genügen.
Auch Neferet scheint alle andere als angetan von ihr zu sein und denkt, dass die Göttin Nyx dem Mädchen ihre Gabe genommen hat.
Doch wie kann das sein, hat doch gerade diese Gabe Zoey kurz zuvor geholfen, ihre geliebte Grandma vor dem Tod zu bewahren. Für Zoey i
st klar, dass Neferet ihr etwas verschweigt ...

Unterdessen muss Zoey sich ein paar Neuerungen für die Töchter der Dunkelheit überlegen, bei denen sie nun die Anführerin ist.
Bei Recherchearbeiten bekommt sie Gesellschaft von dem umwerfenden Lyriklehrer Loren Blake, der von Zoey mehr als nur fasziniert zu sein scheint ...
Ihre beste Freundin Stevie Rae macht ihr klar, dass sie nun zwischen drei Männern steht: ihrem aktuellen Freund Erik, ihrem menschlichen und von ihr besessenen Ex-Freund Heath und dem charmanten Loren.

Zoey Leben scheint entgültig auf dem Kopf zu stehen, als ein Junge aus ihrer früheren Schule urplötzlich verschwindet und später in der Nähe des House of Night tot aufgefunden wird.
Eine weitere Entführung folgt bis auch Heath entführt wird und Zoey ein schrecklicher Verdacht beschleicht, wer hinter den Entführungen stecken könnte ...

Buchtrailer:



Rezension:
Für Diejenigen, denen der erste Band nicht mehr so geläufig ist, hat das Autorenduo zwischendurch immer mal wieder eine kleine Erklärung zu Charakteren oder Schauplätzen eingefügt. Also quasi als kleine Wiederholung.
Dies ist an sich immer ganz nett, da man so nichts falsch verstehen und mit der Handlung mithalten kann.

Es sei gleich gesagt, dass die Sprache sich sehr zu ihrem Vorteil entwickelt hat. Sie passt nun wirklich zu den Charakteren und bringt den Leser nicht andauernd in Verlegenheit.

Bei einigen Kapiteln läuft es einem wirklich eiskalt den Rücken runter. Dieses Buch bietet noch weit mehr an Mysterien und Rätseln, als der erste Band und schafft es, den Leser wirklich in seinen Bann zu ziehen.
Dennoch waren dieses Mal auch ein paar Stellen im Buch, die einem die Tränen in die Augen jagen. Man hatte beim Lesen genau vor Augen, was sich gerade abspielte und wurde von der Tragik des Geschehens mit erfasst.
Das Buch ist buchstäblich wie eine Achterbahnfahrt und jagt dem Leser das Adrenalin durch den Körper.

Die Charaktere scheinen alle ein Geheimnis zu haben, das sie um jeden Preis hüten wollen. An dieser Stelle scheint wirklich en großer Sprung stattgefunden zu haben, denn es entwickeln sich neue Freundschaften, aber genauso werden vermeintliche Freunde zu Feinden.

Nichts ist mehr so wie es scheint im House of Night und am allerbesten weiß das nun Zoey, die mittlerweile zwischen drei Männern steht und nicht weiß, wem sie noch trauen kann.
Dennoch beweist sie, dass sie eine wahre Kämpfernatur ist und nicht so schnell aufgibt.

Starke Nerven muss sie besonders jetzt beweisen, da Neferet sich stark verändert.
Ihre Mentorin und Vertraute scheint ihr etwas zu verschweigen und schon bald wird Zoey klar, dass sie ihr nicht mehr trauen kann.
Ihre Freunde will sie nicht in Schwierigkeiten bringen also scheint die einzige, die sie verstehen könnte, Aphrodite zu sein. Denn sie ist erst vor kurzem Neferet zum Opfer gefallen.
Zoey und ihre Rivalin scheinen durchaus miteinander arbeiten zu können, was auch zeigt, wie erwachsen die Charaktere geworden sind, haben sie sich im ersten Band ja geradezu bekriegt.

Fazit:
Der zweite Band um das Vampyr Internat House of Night hat mindestens doppelt soviel Spannung wie sein Vorgänger zu bieten und fesselt den Leser bis zur letzten Seite.
Jedes Kapitel zieht den Leser von neuem in seinen Bann und begeistert mit Ideenreichtum und einer Reihe mystischer und durchdachter Begebenheiten.
So ist es kein Wunder, dass die House of Night Reihe fester Bestandteil in den Bestsellerlisten sowohl hierzulande, als auch in Übersee ist.
Leider endet auch dieses Buch wieder mit einem Cliffhanger und lässt den Leser bis August auf heißen Kohlen sitzen, denn dann erfährt man endlich, wie es mit Zoey und ihren Freunden weitergeht.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

Sonntag, 11. Juli 2010

Rezension: "House of Night - Gezeichnet" von P. C. Cast und Kristin Cast

Produktinformation:
Originaltitel: Marked - A House of Night Novel
Autor: P.C. & Kristin Cast
Verlag: FJB Jugendbuch Verlag
Serie: House of Night (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 462 Seiten
ISBN:359-686-003-2
Preis: 16,95€ [D]

Cover © Fischerverlage

Website:
http://www.houseofnight.de/

Inhalt:
Mitten in ihrer Schule wird Zoey Redbird von einem Vampyrspäher gezeichnet und selber zu einem Jungvampyr. Ihre Freunde Kayla und Heath sind völlig außer sich und auch Zoeys gottesfürchtiger Stiefvater hält sie für eine Ausgeburt der Hölle.

Hilfesuchend flieht Zoey zu ihrer Großmutter, einer Nachfahrin aus Zoeys Cherokee-Erblinie. Auf dem Weg dorthin hat sie jedoch einen Unfall und hat eine Nahtoderfahrung. Sie Vampyrgöttin Nyx spricht zu ihr. Sie hat Zoey erwählt und als ihre Tochter gezeichnet.

Als Zoey erwacht, befindet sie sich im House of Night, dem Internat für Vampyre. Ihre Großmutter hat sie dorthin gebracht und macht sie mit Neferet bekannt, der dortigen Hohepriesterin der Nyx. Sie sieht in Zoey sofort etwas Besonderes da ihr Vampyr-Mal bereits komplett ausgeprägt ist und wird ihre Mentorin.

Schon bald lernt sie, was es heißt, von Nyx auserwählt worden zu sein. Denn nicht jeder ist ihr wohlgesonnen, so wie die bildschöne Aphrodite. Sie macht Zoey klar, dass sie im House of Night das Sagen hat und sie sich nichts auf ihre Besonderheit einbilden soll.

Doch sie findet auch wahre Freunde, wie ihre Zimmergenossin Stevie Rae Johnson und deren Clique, welche aus dem schwulen Damien und den Seelenschwestern Erin und Shaunee besteht.

Aphrodite hat unterdessen ihre eigenen Pläne mit Zoey und so lädt sie sie zu einem Ritual der Töchter der Dunkelheit ein, einer Art okkulter Schwesternschaft, in der sie die Anführerin ist.
Nichtsahnend worauf sie sich einlässt, nimmt Zoey die Einladung an …

Als sie dann auch noch den charismatischen und unglaublich attraktiven Erik trifft, macht sie den größten Fehler ihres noch jungen Vampyrlebens. Sie verliebt sich ausgerechnet in den Jungen, den Aphrodite bereits als ihr Eigentum deklariert hat. Doch etwas scheint sie zu verbinden, dem Zoey sich nicht entziehen kann, genauso wenig wie Erik ...

Hinzu kommt, dass Zoey das ein oder andere Mal auf Vampyre trifft, die eigentlich tot sein müssten. Mit ihren Freunden findet sie heraus, dass Aphrodite eine schreckliche Vision diesbezüglich hatte, jedoch verschweigt, worum es ging …

Das Chaos scheint perfekt, als Zoey ein unglaubliches Gespür für Blut bekommt, das sonst nur ausgewachsene Vampyre haben. Sie kann es nicht kontrollieren und so kostet sie ausgerechnet das Blut ihres menschlichen Ex-Freundes Heath. Dieser wurde dadurch von Zoey geprägt und entwickelt eine unbändige Abhängigkeit von ihr, die ihn zwar in eine lebensbedrohliche Situation bringt, Zoey jedoch die Möglichkeit gibt, Aphrodite von ihrem hohen Ross zu stoßen …

Buchtrailer:



Rezension:
Ich war ein wenig überrascht, dass Zoey gleich im ersten Kapitel gezeichnet wurde. Eigentlich erwartet man als Leser, erstmal an das Geschehen herangeführt zu werden und ein wenig die Umgebung kennenzulernen.
Vielleicht soll der Leser aber auch einfach nur so überrumpelt werden wie Zoey, die mit ihrer Zeichnung zum Vampyr so gar nicht gerechnet hat.

Anfangs hat der Teenagerjargon des Buches ein wenig gestört, doch nach einer Weile gewöhnt man sich daran und. Teilweise wirkt die Sprache auch ganz amüsant.
Jedoch fallen das ein oder andere Mal einige Wörter aus dem Rahmen des Erträglichen, wobei man sich wirklich fragt, ob dies nun nötig gewesen sei.

Großartig anspruchsvoll ist das Buch nicht, aber genau deshalb ist es sehr angenehm zu lesen, trotz der teilweise dürftigen Sprache.
Die Spannung entwickelt sich erst nach und nach, je mehr man über die Geheimnisse des House of Night erfährt.

Auch das nötige Quäntchen an Mystery taucht erst ein wenig spät auf, indem der Leser mit einer Reihe okkulter Rituale, schrecklichen Visionen und lebenden Toten konfrontiert wird.
Bezüglich Letzterem bleibt das Rätsel jedoch ungeklärt.

Insgesamt ist das Buch schlicht und ergreifend aufregend. Man hat das Gefühl, dass die Welt der Vampyre rund um das House of Night so riesen groß ist, dass man einfach immer mehr darüber erfahren will und sich nicht mehr von dem Buch lösen kann. Es bietet dem Leser einfach sehr viel, auch was die Charaktere betrifft.

Die Protagonistin ist Zoey Redbird, aus dessen Sicht das Buch auch geschrieben ist. Sie ist erst sechzehn und hat mit den typischen Teenagerproblemen zu kämpfen.
Rat findet sie immer bei ihrer Großmutter Redbird, die ihr sofort hilft, als sie gezeichnet wird.
Gegen ihren Willen ist Zoey sofort etwas Besonderes an ihrer neuen Schule, denn als einziger Jungvampyr hat sie ein voll ausgeprägtes Mal.
Ich fand sie beim Lesen sehr authentisch und konnte sehr gut mit ihr mitfühlen. Die Unsicherheit und Angst, als sie gezeichnet wurde und ihre Loyalität gegenüber ihren wahren Freunden macht sie zu einem wirklich liebenswerten Charakter, der dem Buch einen unglaublichen Charme verleiht.

Was ihre Freunde betrifft, und besonders Stevie Rae, ist es wirklich rührend wie sie doch alle zueinander halten, auch wenn einen das fast schon wieder misstrauisch macht.

Dasselbe Problem gibt es mit Erik, bei dem man bis zu Letzt das Gefühl hat, er hat etwas zu verbergen. Zoey vertraut ihm einfach blind, obwohl sie weiß, dass es mal mit Aphrodite zusammen war.

Fazit:
Der erste Band der House of Night Reihe bildet einen gelungenen Auftakt zu einer spannenden und mystischen neuen Vampyrserie.
Man wird in eine völlig neue Welt entführt und erlebt gleichzeitig wie ein Teenager langsam zu sich selbst findet.
Dem Leser bleibt jedoch ein großer Cliffhanger am Ende nicht erspart, wodurch man sich zwangsweise einfach auf den nächsten Teil freut.

Samstag, 10. Juli 2010

Rezension: "Dämonenherz" von Julia Talbot

Produktinformation:
Originaltitel: Romance Mystery
Autor: Julia Talbot
Verlag: Marion von Schröder
Serie: -
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 396 Seiten
ISBN: 354-771-165-7
Preis: 16,95€ [D]

Cover © Marion von Schröder Verlag

Inhalt:
Anna Sternberg, ihres Zeichens erfolgslose PR-Agentin, glaubt das große Los gezogen zu haben, als ihre Rivalin Sandrine Beaufort sie engagiert.
Als sie auch noch den attraktiven Finanzmagnaten Carl Weller kennenlernt, scheint sich ihr Leben in eine bessere Richtung zu entwickeln.

Er bietet ihr einen Job an und Anna nimmt ihn dankend an, ungeahnt dessen, worauf sie sich einlässt.
Völlig hingerissen muss sie feststellen, dass Weller ein Geheimnis hat und ihre Gedanken lesen kann. Außerdem scheint er Strom und noch diverse andere Dinge magisch beeinflussen zu können.

Unterdessen muss Anna feststellen, dass Sandrine und Weller in einer Verbindung zueinander stehen und jeder sein eigenes Ziel mit ihr verfolgt …

Anna flieht zu ihrem Vater in der Hoffnung ein wenig Abstand zu bekommen. Doch auch in dem von einem Bauvorhaben bedrohten Häuschen taucht Weller auf einmal auf.
Langsam muss Anna erfahren, was Carl Weller wirklich ist und welche Abgründe sich noch in ihm verbergen. Vor langer Zeit hat er seine Seele verkauft und stiftet nun das Dasein eines Dämons …
Anna findet heraus, dass Weller die Baustelle um das Haus ihres Vaters leitet und will sich rächen …
Weller muss jedoch um seine von Sandrine bedrohte Existenz kämpfen und nur Anna könnte ihn nun noch retten …
Denn schon längst geht es nicht mehr um Macht oder Geld sondern um seine Seele …

Rezension:
Es ist sehr einfach in das Buch einzusteigen, da der Schreibstil zum einen sehr einfach zu lesen ist und die Handlung sich ausgewogen entwickelt.
Als Leser erlebt man sowohl Annas, als auch Carl Wellers Sicht der Dinge.

Die Spannung ist in dem Buch leider nicht so ausgeprägt. Dafür fehlt es dem Buch schlicht an Mysterien, was ja eigentlich beim Thema Dämonen durchaus präsent sein sollte.
Doch leider hat die Autorin das ganze Thema als viel zu natürlich und selbstverständlich dargestellt, als ob es ganz und gar nicht erschütternd wäre, dass Dämonen auf unserer Erde wandeln.
Dabei hätte man gerade bei einem solchen Thema viel mit Rätseln und den ein oder anderen Cliffhanger arbeiten können.

Das Buch thematisiert ganz klar die Macht der Liebe im großen Showdown, in dem Anna Carl nur retten kann, wenn sie ihn von ganzem Herzen liebt.
Generell enthält das Buch einige romantische Elemente, die man jedoch durchaus noch hätte ausbauen können.

Leider werden die Protagonisten ein wenig oberflächlich abgehandelt. Ich konnte mir jedenfalls keine genaue Vorstellung davon machen, wie sie genau aussehen sollen.
Dennoch ist es der Autorin gelungen, einige wirklich charmante Charaktere in die Geschichte einzufügen.

Anna hat in ihrem Leben schon einige Niederlagen einstecken müssen und legt dennoch eine passionierte Kämpfernatur an den Tag. Sie verhält sich teilweise jedoch auch ein wenig naiv und kindisch, was sie jedoch durchaus interessant macht.
Als Leser macht es wirklich Spaß, zu beobachten, wie sie sich entwickelt und wie sie handelt.

Carl Weller kann man wohl als durch und durch seltsam bezeichnen. Obwohl der Leser in etwa weiß, was er denn nun ist, kann man sein Handeln meistens schwer nachvollziehen.
Er ist einfach kein Sympathieträger und bringt sowohl Anna als auch den Leser das ein oder andere Mal wirklich zur Weißglut.

Was leider ein wenig vernachlässigt wurde, ist Annas ewige Rivalin Sandrine. Anfangs hatte sie noch eine tragende Rolle, doch nach und nach wurde sie einfach zu sehr vernachlässigt.
Eine böse und intrigante Seele braucht einfach jedes Buch und in ihr steckt so viel Potenzial, dass ich mich wirklich frage, wie man sie einfach so außer Acht lassen konnte.
Es wäre wirklich schön gewesen, mehr über sie zu lesen und zu erfahren.

Fazit:
„Dämonenherz“ ist ein Buch, das den Leser geradezu verführt eine gemütliche Lesestunde einzulegen.
Es ist sicherlich nicht besonders anspruchsvoll, aber gerade deshalb sehr angenehm zu lesen.
Wer auf der Suche nach einer fantastischen, leichten Lektüre ist, ist bei „Dämonenherz“ goldrichtig.
Ein guter Schmöker für Zwischendurch.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Sonntag, 4. Juli 2010

Rezension: "Morgenrot" von Tanja Heitmann

Produktinformationen:
Originaltitel: Morgenrot
Autor: Tanja Heitmann
Verlag: Heyne Verlag
Serie: -
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 345-326-605-6
Preis: 17,95€ [D]; 18,50€ [A]

Cover © Heyne

Inhalt:
Lea führt ein eher sozial distanziertes Leben während ihres Auslandsaufenthaltes.
Dies soll sich jedoch schlagartig ändern, als sie in der Villa ihres Professors auf Adam trifft.
Sofort verliebt sie sich unsterblich in ihn, ungeahnt dessen, was er wirklich ist.

Schon bald muss Lea herausfinden, dass Adam von einem bluthungrigen Dämon besessen ist, der Lea von nun an als sein Eigentum betrachtet.
Als sie mit ansehen muss, wozu er imstande ist, flieht Lea, in der Hoffnung, ihn nie wieder sehen zu müssen.

Doch Adam hat sie bereits als seine Gefährtin für die Ewigkeit auserwählt, und so folgt er ihr. Von nun an sorgt er dafür, dass Lea genau das tut, was er von ihr verlangt und so muss sie Abend für Abend als seine Begleitung für feine Gesellschaften herhalten.

Eines Abends wird sie Pi vorgestellt, einem seltsamen Wesen, das eine Art Oberhaupt für die Dämonen darstellt.
Immer mehr beschleicht Lea der Verdacht, dass Adam sie nur für einen ganz bestimmten Zweck benötigt, doch sie ist einfach zu verliebt, um sich wieder von ihm zu lösen.
Doch als sie und Adam in die skurrilen Machenschaften von Pi mit hineingezogen werden und man ihr Blut fordert, kann sie nicht anders und nimmt die Sache selbst in die Hand, um die zu schützen, die sie liebt …

Rezension:
Jedem fällt wahrscheinlich sofort das atemberaubende Cover auf, dass jedoch auch stark an die Cover der Biss-Reihe erinnert.
Dies lässt den Leser leider ein wenig voreingenommen an das Buch herangehen.
Irreführend ist da leider auch die Klappentext Parole „Kann man einen Vampir lieben?“.
Es sei nämlich vorweg gesagt, dass die männliche Hauptperson kein Vampir ist, sondern von einem bluthungrigen Dämon besessen ist.

Was den Schreibstil des Buches betrifft, kann man ganz zufrieden sein.
Die Umgebung wird sehr ausführlich beschrieben, jedoch werden keine Ortsnamen genannt. So kann sich der Leser selbst eine Vorstellung von den Schauplätzen schaffen.

Es ist ein bisschen schwierig mit der Handlung mitzuhalten, da man manchmal so rasante Szenenwechsel erlebt, dass man ein wenig den Anschluss verliert.
Spannung kommt leider so gut wie gar nicht auf. Die Autorin füllt ihre Seiten mit andauernden Wiederholungen und einer schmachtenden Protagonistin, die sich von ihrem Liebsten wie ein Spielball behandeln lässt.
Es ist sicherlich reine Geschmackssache, ob der Leser von einer Handlung beeindruckt wird, dessen Spannung ausschließlich durch die Frage „Kommen sie zusammen oder nicht?“ hervorgerufen wird.

Dennoch muss zu Leas und Adams Beziehung auch gesagt werden, dass das Ganze sich ein wenig zu schnell entwickelt hat.
Lea hat Adam gerademal für fünf Sekunden gesehen und ist dann sofort Hals über Kopf verliebt. Und von da an, weicht Adam ihr auch nicht mehr von der Seite.
Für Leser, die auch bei Fantasybüchern Wert auf ein bestimmtes Maß an Logik legen, ist dies natürlich äußerst fatal.

Was Adam an sich betrifft, muss wirklich gesagt werden, dass er einfach nur unsympathisch ist. Auch als blutsaugender Dämon sollte man seine Liebste nicht wie ein Spielzeug behandeln.
Es ist ja schön und gut, dass er durch seine Besessenheit eine gespaltene Persönlichkeit hat, aber dies ist nun wirklich zu viel des Guten.
An einigen Stellen fragt man sich so wirklich, ob es nicht besser gewesen wäre, aus Adam schlicht und ergreifend einen Vampir zu machen. Die ganze Geschichte um die Dämonen ist nämlich wirklich schwer zu verstehen und wirkt nur als ein Mittel zum Zweck, dem Vampirgenre zu entfliehen.

Passend dazu ist natürlich auch unsere Protagonistin Lea, die sich des Öfteren wie ein naives Lämmchen aufführt.
Sie legt ein blindes Vertrauen an den Tag und lässt wirklich alles mit sich machen. Wenn Adam pfeift, steht Lea auch schon parat.
Anfangs ist dies noch einigermaßen unterhaltsam, doch nach einer Weile hätte man sich doch gewünscht, dass Lea emanzipierter wird.

Fazit:
Morgenrot geht in eine ganz andere Richtung, als die Biss-Bücher. Ein Vergleich ist absolut ausgeschlossen, da es im Grundsatz doch zwei äußerst verschiedene Geschichten sind.
Die Handlung ist wirklich kein Geniestreich und auch die Charaktere lassen zu wünschen übrig.
Besonders das Ende des Buches lässt den Leser ein wenig enttäuscht zurück, da dieses doch einige Fragen offen lässt. Eine Fortsetzung soll es zum jetzigen Zweitpunkt aber noch nicht geben.
Alles in allem fehlte dem Buch einfach etwas, dass es wirklich zu etwas Besonderem gemacht hätte. So bleibt nur zu sagen, dass man das Buch vielleicht mal zwischendurch lesen kann, es aber sicherlich kein Muss ist.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den