Montag, 27. September 2010

♥ FOREVER ♥ Das Finale um die Wölfe von Mercy Falls bekommt ein Cover

Cover © Scholastic Press

Viele Blogger haben es mittlerweile entdeckt und haben sich besonders in die Farbe verliebt =)
Ich kann diese Meinung nur teilen
und bin einfach nur begeistert ♥

Dienstag, 21. September 2010

Film Review: Groupies bleiben nicht zum Frühstück

Heute habe ich mir endlich den von mir heißersehnten Film "Groupies bleiben nicht zum Frühstück" angesehen.

Als erstes muss ich sagen, dass ich einen starken Vorurteil gegen deutsche Filme habe, weil ich die meistens als schlecht produziert empfinde. Meistens ... Denn dieser Film ist einer der riesengroßen Ausnahmen.

Zunächst eine kleine Zusammenfassung der Geschichte:
Lila kommt nach einem Jahr in Amerika wieder zurück nach Berlin. Noch weiß sie nicht dass dort die Band "Berlin Mitte" und besonders deren Frontmann Chriz total angesagt ist.
Wie das Schicksal es so will, lernt sie ihn durch einen Zufall kennen, ohne zu wissen, wer er wirklich ist.
Doch Chriz kann irgendwann einfach nicht mehr verbergen, wer er wirklich ist und so wird auch Lila mit seiner Welt konfrontiert, was eine Beziehung zwischen den beiden undenkbar macht, besonders weil Chriz' Manager immer wieder daran erinnert, dass er, laut Vertrag, Single zu sein hat ...


Meine Meinung zu dem Film ist eigentlich ganz einfach:
Der Plot ist an einigen Stellen wirklich stark an den Haaren herbeigezogen, aber der Film hat soviel Humor und tolle Schauspieler, sodass man darüber einfach automatisch hinwegsieht.

Dinge die mich immerwieder ein wenig stutzig gemacht haben, sind Folgende:
Lila und Chriz treffen sich das erste Mal und wissen nichts weiter voneinander, als den Namen. Wie durch Zufall hat Lila jedoch ihr Handy verloren, sodass Chriz wieder mit ihr in Kontakt treten kann.
Und so geht es den ganzen Film lang. Eigentlich treffen sich die beiden immer nur wieder, weil ihnen das Schicksal gerade zufällig gnädig ist. Aber naja, man kann darüber hinwegsehen ... wirklich =)

Denn die Schauspieler haben eine wirklich tolle Darbietung geliefert. Da wäre zum Beispiel Lila (Anna Fischer), die die geborene Chaosqueen ist. Ich persönlich konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren und vielen anderen wird es sicherlich nicht anders ergehen, da sie einfach ein typischer Teenager ist, unzwar nicht so wie sie sich die Hollywood Leute vorstellen (ich spiele auf die notorisch leicht mimikgestörte Bella Swan an) sondern unverfälscht und authentisch.

Im Gepäck hat sie immer ihre Chaosfreundin Nike, die ihr jederzeit zur Seite steht, und die Lila besonders braucht, als herauskommt, wer Chriz wirklich ist.
Denn dank einer Reihe intriganter Berlin Mitte Fans bekommt die Presse Wind von der kleine Liason und Nike lässt sich immerwieder eine neue Fluchttechnik vor aufdringlichen Journalisten einfallen.

Die zweite Hälfte des Protagonisten Paares ist Chriz (Kostja Ullmann), der für Lila allerdings immer nur Christoffer ist =)
Das ist eine Sache, die mir sehr positiv aufgefallen ist, denn für ihn scheint es wirklich das Größte zu sein, dass ihn jemand als Person liebt und nicht als der Berlin Mitte Leadsänger Chriz.
Die Emotionen, die dabei eine tragende Rolle spielen, kommen dabei sehr gut rüber und ich frage mich immernoch, wie ein Mensch soviele Gefühle nur mit einem Blick oder generell mit dem Gesicht rüberbringen kann.
Ein großes Schauspieltalent ist er also auf jeden Fall.

Bemerkenswert ist auch die Chemie, die zwischen den beiden herrscht. Selbst eine Spreefahrt mit lustigen Liedern erscheint bei Lila und Chriz fast schon romantisch.

Neben der Romantik kommt aber auch der Humor nicht zu kurz. Dies liegt aber eher weniger an unserem Protagonisten Pärchen, als vielmehr an Lilas Berlin-Mitte-fanatischer Schwester Luzy und Chriz' türkischem Bodyguard Horst. Die beiden hätten locker einen MTV Movie Award als Best Scene Stealer verdient.

Teilweise liegt es an witzigen Sprüchen, teilweise aber auch an mehr oder weniger absichtlicher Situationskomik.

Ich habe auf jede Menge viel gelacht und vor allem mitgefiebert, was aus Chriz und Lila wird.

Ich warne hier jedoch ausdrücklich vor einem imensen Maß an Kitsch. Denn der Film spielt mit Klischees und jeder Menge Kitsch und noch mehr Kitsch, was jedoch gut umgesetzt wurde, denn sonst hätte ich mir den Film als Anti-Kitschlerin nicht angesehen =)

Eine große Empfehlung an Leute jeden Alters sei an dieser Stelle ausgesprochen, denn ich denke schon, dass jeder dem Film etwas abgewinnen kann, da es jede Menge unterschiedliche Charaktere gibt, die alle ihren eigenen Charme zum Film beitragen. Jeder wird sich in irgendeiner Person wiederentdecken können und garantiert gut unterhalten das Kino wieder verlassen und sich in Zukunft vielleicht öfters mal einen deutschen Film angucken =)

Samstag, 18. September 2010

Rezension: "Drei Wünsche hast du frei" von Jackson Pearce

Produktinformation:
Originaltitel: As You Wish
Autor: Jackson Pearce
Verlag: Pan Verlag
Serie: -
Format: Flexcover
Seiten: 285 Seiten
ISBN: 342-628-336-0
Preis: 12,95€ [D]

Cover © Pan Verlag

Inhalt:
Seit Viola von ihrem Freund verlassen wurde und sich mit ihm als besten Freund zufriedengeben muss, ist ihr Status an der Schule stark gesunken und sie fühlt sich so gut wie unsichtbar.
Sie wünscht sich nichts mehr als endlich wieder glücklich zu sein.

Dies beschwört versehentlich einen Dschinn herbei, der ihr genau drei Wünsche erfüllen kann.
Viola ist völlig überrumpelt und ist sich gar nicht so sicher, was sie sich denn nun wünschen soll, da sie nicht weiß, was sie wirklich wieder glücklich machen würde.

Und so ist der Dschinn gezwungen, darauf zu warten, bis Viola sich für einen Wunsch entscheidet.
Der erste Wunsch lässt jedoch nicht lange auf sich warten.
Auf einer Party schaut Viola ein wenig zu tief ins Glas und wünscht sich, dass sich Aaron, der coolste Typ der Schule, in sie verliebt und seine Freundin verlässt, damit Viola wieder dazugehören kann.
Sie bekommt ihren Willen, muss jedoch merken, dass sich eine Beziehung nicht durch einen Wunsch aufbauen lässt.

Dschinn erkennt seine menschliche Seite und versucht Viola klar zu machen, dass die beiden einfach nicht zusammengehören. Denn für ihn ist Viola mittlerweile mehr geworden als nur seine Wunschherrin. Doch sobald sie ihren dritten Wunsch ausspricht, muss er sie wieder verlassen und Viola wird ihn vergessen haben.
Verzweifelt versucht Viola sich nicht versehentlich etwas zu wünschen um die Zeit mit Dschinn zu verlängern, doch seine Heimat Caliban ruft stetig nach Dschinn ...

Rezension:
„Drei Wünsche hast du frei“ ist ein wahres Gesamtkunstwerk. Angefangen beim Cover, dass sowohl träumerisch als auch zauberhaft aussieht und geradezu danach schreit, dass man ihm ein neues Zuhause gibt, wird man vom Inhalt genauso ein seinen Bann gezogen.

Die Geschichte um Viola und ihren Dschinn ist abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Protagonisten geschrieben.
Dabei merkt man vor allem das Talent der Autorin, zwei absolut unterschiedliche Charaktere zu entwickeln und trotzdem eine gigantische Chemie zwischen den beiden zu schaffen.

Die Handlung spielt sich viel auf der Gefühlsebene ab, die eine bedeutende Rolle in dem Roman spielt. Viola hat viel damit zu kämpfen, herauszufinden, was sie glücklich macht und ob sie sich wirklich wieder vollständig fühlen würde, wenn sie wieder zu den coolen Kids gehört.
Dschinn sorgt jedoch dabei dafür, dass sie sich nicht selbst verliert, auch wenn sie letzten Endes selber entscheiden muss, was für ein Mensch sie sein will.

Besonders diese Charakterentwicklung hat dem Buch eine einzigartige Spannung verliehen, da man sich selbst immer wieder Gedanken macht, was man an Violas Stelle tun würde, für welches Leben man sich entscheiden würde und wissen will, wie die Autorin das Problem gelöst hat.

Was mich vor allem fasziniert hat, ist die Tatsache, dass Viola sich nicht sofort gewünscht hat, wieder dazuzugehören oder atemberaubend schön zu sein.
Aber genau diese Situation macht sie zu einem äußerst athentischen Charakter. Ich habe mich selbst immer wieder gefragt, ob ich sofort wüsste, was ich mir wünschen sollte, wenn ich drei Wünsche frei hätte und letzten Endes ist es doch tatsächlich so, dass es situationsabhängig ist. Ein Wunsch würde niemals das ganze Leben betreffen, dass man führt, es würde nur eine vorrübergehende Situation verbessern und genau das vermittelt diese wunderbare Geschichte.
Egal was Viola sich schließlich wünscht, es macht sie nicht für immer glücklich. Gemein wie das Schicksal nunmal ist, findet sie eine vollkommene Linderung ihrer Unglückseligkeit nur in Dschinn, mit dem eine Zukunft unmöglich erscheint.

Dabei sieht es anfangs noch so aus, als ob die beiden einfach zu verschieden sind, als dass sie sich jemals annähern würden.
Mit Fortschritt des Buches erkennt Dschinn jedoch nach und nach seine menschliche Seite und auch, was es bedeutet, zu Lieben. Denn erst dies scheint auch ihn letzten Endes glücklich zu machen und nicht seine schöne Welt in Caliban.

Fazit:
Ich bin einfach nur hin und weg von diesem Buch. Es ist eine wunderschöne Geschichte, die sich mit dem Erwachsenwerden beschäftigt und dabei mit einer zauberhaften Liebesgeschichte aufwartet.
Sprache, Spannung und Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben mich förmlich dahinschmelzen lassen.
Ich bin schon gespannt, was wir noch von Jackson Pearce erwarten können, denn diese Frau hat eindeutig Talent zum Geschichtenerzählen.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Samstag, 11. September 2010

Rezension: "Die Maurin" von Lea Korte

Produktinformation:
Originaltitel: -
Autor: Lea Korte
Verlag: Knaur Verlag
Serie: -
Format: broschiert
Seiten: 663 Seiten
ISBN: 342-650-230-5
Preis: 9,95€ [D]

Cover © Droemer Knaur

Inhalt:
Die junge Maurin Zahra ist Vertraute der Sultanin Aischa. Als solche bekommt sie den Auftrag, ein Gespräch zwischen dem Emir Hassan und den feindlichen, spanischen Gesandten zu belauschen.
Dort sieht sie zum ersten Mal den Kastilier Gonzalo ... und wird ihn nie wieder vergessen.

Doch es herrscht ein blutiger Krieg zwischen den Mauren und Christen und ein Bündnis zwischen den Beiden ist somit unmöglich.
Außerdem ist Zahra längt einem Anderen versprochen.

Doch auch ihre Schwester Hayat legt nicht viel Wert auf die Traditionen ihrer Familie und verliebt sich in den christlichen Sklaven Miguel.
Sie glaubt daran, ihr Schicksal selbst bestimmen zu können und will Miguel aus der Sklaverei befreien um mit ihm zusammenzusein.

Zahra hilft ihr natürlich dabei, sieht Miguel jedoch schon bald als Kriegsgefangenen wieder. Und mit ihm auch Gonzalo. Um sie ein zweites Mal befreien zu können, benötigt Zahra Hilfe.
Gonzalo will, dass sie Kontakt zu seinem Bruder Jaime aufnimmt. Dieser hinterlässt bei Zahra einen bleibenden Eindruck und Zahra fragt sich langsam, warum das Schicksal sie immer wieder mir Gonzalo zusammenführt, wenn sie nicht zusammen sein können und warum ihr nun auch noch Jaime nicht mehr aus dem Kopf geht ...

Rezension:
„Die Maurin“ ist mein allererster historischer Roman gewesen und hat mich wirklich auf den Geschmack gebracht. Da die Geschichte auf Fakten basiert, war es sehr interessant, etwas über den Krieg zwischen den Mauren und Christen zu erfahren.

In erster Linie erfährt man viel über die maurische Kultur und lernt auch mit derer zusammenhängende Begriffe und Wörter. Am meisten haben mich jedoch die Handlungen der einzelnen Menschen interessiert und wie diese durch ihre Kultur und Religion gesteuert wurden. Letzten Endes spielen die verschiedenen Einstellungen diesbezüglich eine große Rolle im Krieg.

Da Zahra die Protagonistin des Buches ist, kann man besonders bei ihr den deutlichen Zwiespalt zwischen ihrer Religion und ihrem Freiheitsdrang spüren.
Sie strebt stark nach Emanzipation und der Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen. Das macht sie zum einen zu einem sympathischen als auch interessanten Charakter, besonders als ihr Zwiespalt durch ihr Liebesleben noch stärker wird.

Doch nicht nur Zahra unterhält den Leser wirklich gut, sondern auch eine Reihe weiterer Charaktere. Ein großes Plus ist an dieser Stelle das Personenverzeichnis, wo man immer wieder nachschlagen kann, da es äußerst viele Personen zu unterscheiden gilt.

Erwähnenswert sind dabei auch die Brüder Gonzalo und Jaime, die Zahras Leben gehörig auf den Kopf stellen. Beide sind von grundauf verschieden und vertreten demnach auch ihre jeweils eigenen Einstellungen bezüglich des Christentums und des Islams.
Während Gonzalo in jeder Situation versucht gerecht zu sein und die Menschen nicht wegen ihres Glaubens verurteilt, hat Jaime seine ganze eigene Sicht der Dinge, besonders was die Mauren betrifft.

Man kann sich vorstellen, dass die Beziehungsentwicklungen unter den Charakteren äußerst spannend ist. Doch auch die Entwicklung von Zahras Leben sorgt für ein gehöriges Maß an Spannung, da viel mit ihr passiert, sie sich weiterentwickelt und reifer wird und dennoch nie an ihr Ziel zu kommen scheint.

Fazit:
„Die Maurin“ hat mich zum einen durch die überaus interessante Handlung, als auch wegen seiner Protagonistin überzeugt. Die Entwicklung des Krieges und wie die verfeindeten Königreiche versuchen, ihre Sicht der Dinge durch Blutvergießen zu erreichen war für mich ein ganz neues Leserlebnis und glänzt durch eine sehr gute Umsetzung, auch in sprachlicher Hinsicht.
Dabei hat mir besonders Zahra als Person das Lesen immer wieder versüßt. Ihr Mut, sich als Frau gegen die Traditionen ihrer Kultur zu stellen und für ihre Liebe so einiges zu riskieren, macht sie zu einer Protagonistin, die man nicht so schnell vergisst.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

TOP AKTUELL

Rezension | "Paper Princess" von Erin Watt