Mittwoch, 29. Dezember 2010

Rezension: "Haus der Vampire - Verfolgt bis aufs Blut" von Rachel Caine

Produktinformationen:
Originaltitel: Glass Houses
Autor: Rachel Caine
Verlag: Arena Verlag
Serie: Haus der Vampire (Band 1)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 312 Seiten
ISBN: 340-106-360-X
Preis: 12.95€

Cover © Arena Verlag

Inhalt:
Claire hat es als Neue auf dem College in Morganville alles andere als leicht, macht sie sich doch gleich vom ersten Augenblick an die beliebte Monica zur Feindin.
Ihre Clique macht Claire das Leben im Wohnheim zur Hölle und bringt sie dabei fast um. Sie beschließt sich einen neue Bleibe zu suchen und landet in Glass House, welches von einer recht seltsamen WG bewohnt wird.
Da wäre zum einen Michael, der den ganzen Tag schläft und nachtaktiv ist. Der Zweite im Bunde ist der Sunnyboy Shane und die dritte ist Eve, ein Gothic Girl, das Claire vor den Vampiren in Morganville warnt.

Claire hält dies für ausgemachten Unsinn, doch als sie am eigenen Leib zu spüren bekommt, wozu einige Bewohner Morganvilles, und insbesondere Monica, fähig sind, muss sie einsehen, dass an ein friedliches Leben nun nicht mehr zu denken ist …

Rezension:
„Verfolgt bis aufs Blut“ ist der Auftakt zur „Haus der Vampire“ Reihe. Zentrum ist die Stadt Morganville, in der es von Vampiren nur so wimmelt. Und als die introvertierte Claire dort zum Studieren hinzieht, muss sie feststellen, dass man dort alles andere als ein friedliches Leben führen kann.

Jedoch weiß sie anfangs noch genauso wenig von den Vampiren wie der Leser. Alles was man erfährt sind wage Hinweise, auf die man sich nicht wirklich einen Reim machen kann.
Dies steigert natürlich ordentlich die Spannung und macht die Geschichte interessant, auch wenn man Eve und Shane die Geschichte anfangs nicht so recht abnehmen will.

Dennoch finde ich es sehr schön wie die Autorin sich dem Thema genähert hat. Es ist endlich mal wieder eine neue Idee im undurchdringlichen Dschungel der Vampir-Jugendromane und eine neue Art dies umzusetzen.
Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich noch nie eine Vampirgeschichte gelesen habe, die mir so real vorkam. Rachel Caine hat es einfach geschafft, ihre Story mir als Leserin auf sehr authentische Weise nahezubringen, was ich das ganze Buch hindurch sehr genossen habe.

Es gab keine Schwierigkeiten, sich die Stadt vorzustellen, wie sie im Buch beschrieben wird oder die einzelnen Charaktere. Der Schreibstil macht dies einfach möglich und auch wenn ich das englische Original nicht gelesen habe, finde ich, dass die Übersetzung doch ganz gut gelungen ist und in keinster Weise holprig wirkt, wie es leider bei manchen Büchern der Fall ist.

Zur guten Unterhaltung haben natürlich auch die Protagonisten beigetragen. Eine davon ist Claire, die anfangs noch sehr introvertiert wirkt, unsicher und eigentlich total verloren auf dem Campus. Mir hat sie wirklich total Leidgetan auf den ersten Seiten und ich konnte manchmal wirklich verstehen, wieso sie andauernd anfängt zu weinen. Als Leser hat man total Mitleid mit ihr, da man in den ersten Kapiteln die Hasstiraden von Monica einfach nicht versteht und genauso verzweifelt vor ihr fliehen würde wie Claire. Glücklicherweise macht sie im Laufe des Buches eine große Entwicklung durch und wird um einiges stärker und selbstbewusster.

Helfen tun ihr dabei ihre neuen Mitbewohner Eve, Shane und Michael. Die drei bilden einen richtig schön bunten Haufen und waren mir eigentlich von Anfang an sympathisch.
Eve ist ein Gothic Girl und nimmt kein Blatt vor den Mund was ihre Meinung zu den Vampiren betrifft. Doch auch wenn sie ein wenig vorlaut ist, ist sie für Claire doch eine wichtige Freundin, die sie in genau zum richtigen Zeitpunkt in ihrem Leben trifft.
Anders als Eve macht Michael ein großes Geheimnis aus den Vampiren und als Leser merkt man sofort, dass er wohl etwas Wichtiges über sich verschweigt, von dem nicht mal Eve und Shane wissen. Aber man merkt auch, dass er der stille Wortführer der Glass House WG ist und eigentlich für jede noch so schlimme Situation eine Lösung hat.

Man bekommt also eine ordentlich Ladung Mysterien und Spannung geboten, doch auch ein ganz klitzekleines bisschen Romantik. Denn auch wenn Shane Claire anfangs eher wie eine kleine Schwester behandelt, so merkt man doch gleich, dass sich bei den beiden etwas anbahnt.
Dennoch lenkt dies nicht von der wesentlichen Geschichte ab, nämlich Claires Kampf gegen Monica und die ganzen Morganville Vampire, die sie sich plötzlich zum Feind gemacht hat.
Die Story ist auf jeden Fall nichts für schwache Nerven und es geht ganz schön turbulent zu in Claires neuem Zuhause.

Ein netter Nebeneffekt sind die Andeutungen zu den Vergangenheiten der einzelnen Charaktere. Bei einigen wird mehr aufgedeckt, bei den anderen eher weniger, was mich natürlich schon gespannt auf den nächsten Band macht.
Dazu trägt auch das Ende der Geschichte bei, dass zum einen ein riesiger Wendepunkt ist und gleichzeitig mit einem Cliffhanger endet.

Fazit:
Für mich klang die „Haus der Vampire“ Reihe eigentlich immer wie eine der vielen anderen Vampirgeschichten, die sich auf dem Markt tummeln. Doch ich bin so froh, dass ich angefangen habe, die Reihe zu lesen, denn sie ist wirklich gut. Ja sie macht sogar süchtig, würde ich fast sagen. Man blättert einfach immer weiter und kann nicht aufhören zu lesen, was als nächstes passieren wird und umso gespannter bin ich, wie der zweite Band der Reihe ist und ob sich die Autorin noch steigern kann. Ein hoch auf die Morganville Vampire.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Sonntag, 26. Dezember 2010

Rezension: "Ein Herz auf Flügeln Zart" von Helen Abele

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Helen Abele
Verlag: Planet Girl Verlag
Serie: -
Format: kartoniert
Seiten: 240 Seiten
ISBN: 978-3-522-50223-8
Preis: 12.95€

Cover © Planet Girl

Inhalt:
Lizzy arbeitet als Hausmädchen bei dem College Bibliothekar Puddlewick und seinen Söhnen Hektor, Paris und Aeneas.
Zusammen mit ihrer Freundin Mary träumt sie von der großen Liebe und schwärmt von den charmanten Puddlewick Brüdern. Doch als Mädchen niederen Standes, sieht Lizzy kaum Chancen, eine gute Partie zu machen.
Doch da bekommen die Brüder einen wichtigen Auftrag und Lizzy und Mary’s Hilfe wird benötigt. Dabei verliebt Mary sich nicht nur unsterblich, sondern auch Lizzy kommt ihren Traum von der großen Liebe ein Stückchen näher.
Dass sie jedoch auf einmal drei Verehrer gleichzeitig zu haben scheint, macht die Sache um einiges komplizierter …

Rezension:
„Ein Herz auf Flügeln zart“ versprüht schon durch den Titel pure Romantik, doch auch vom Inhalt wird man diesbezüglich nicht enttäuscht. Unterstützt wird das Ganze durch ein wunderschönes Cover, dass Lizzy in ihrem Ballkleid zeigt und genauso detailgetreu umgesetzt wurde, wie es im Buch beschrieben wird. Dafür gibt es schonmal ein großes Plus.

Die Geschichte ist mit viel Humor geschrieben und richtet sich durch die sehr leichte Sprache an ein eher junges Publikum. Die Handlung ist nicht großartig kompliziert und konzentriert sich auf die romantischen Beziehungen zwischen den Charakteren.

Dabei kann man sich so richtig vorstellen wie die ganzen Teenie Mädchen im 19. Jahrhundert von ihren Liebsten geschwärmt haben und von der großen Liebe träumten.
Die Sache wird für Lizzy allerdings extrem erschwert, als sie auf einmal drei Verehrer hat. Doch sie hat natürlich ihren persönlichen Favoriten gewählt und dies ist ausgerechnet Hektor, der älteste Sohn von Professor Puddlewick.

Dieser scheint nämlich mehr Wert auf eine Karriere zu legen, als auf eine Liebesbeziehung. Lizzy muss sich also ordentlich die Zähne an ihm ausbeißen und ihn quasi zu seinem Glück zwingen.
Ich finde, dass die Autorin dies wirklich süß umgesetzt hat und jungen Leserinnen die Liebesprobleme von Teenies einer anderen Epoche sehr gut nahebringen kann.

Lizzy an sich finde ich ebenfalls gelungen, da sie noch sehr unschuldig und naiv in ihrem Verhalten ist und dabei nicht vom Wesentlichen der Geschichte ablenkt. Die Romantik soll schließlich im Vordergrund stehen.

Doch was wäre eine Liebesgeschichte ohne die passenden Jungs. Dafür hat uns die Autorin die drei Puddlewick Brüder beschert, benannt nach den großen Helden des trojanischen Krieges.
Ein schöner Nebeneffekt, da dieser ja durch die Liebe zwischen Paris und Helena ausgelöst wurde.

Außerdem gab es noch eine kleine Besonderheit. Um der Romantik den letzten Schliff zu geben, wurden Claddagh Ringe mit in die Geschichte eingebaut.
Ein kurzer Hinweis: Claddagh Ringe sind einfach der ultimative Liebesbeweis ;)

Fazit:
Junge Leserinnen, die viel Wert auf Romantik in einem Buch legen, dürften sehr viel Gefallen an dem Buch finden. Aber auch Leserinnen, die einfach nur eine süße Unterhaltung für Zwischendurch suchen, sind mit dem Buch sicherlich gut bedient.
Besonders schön sind einfach die verschiedenen Bausteine, derer sich die Autorin bedient hat, wie zum Bespiel die Claddagh Ringe, um der Geschichte den romantischen Charme zu verleihen.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Mittwoch, 22. Dezember 2010

[Rezension] "Engelsnacht" von Lauren Kate

Cover © cbt
Produktinformationen:
Originaltitel: Fallen
Autor: Lauren Kate
Verlag: cbt Verlag
Serie: Fallen Serie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 448 Seiten
ISBN: 978-3-570-16063-3
Preis: 17.99€

Inhalt:
Lucinda Price, genannt Luce, wird wegen eines vermeintlichen Verbrechens auf die Sword & Cross Academy geschickt, einer Besserungsanstalt für Verhaltensauffällige Jugendliche.
Doch selbst dort wird sie weiterhin von den seltsamen Schatten verfolgt, die sie seit ihrer Kindheit heimsuchen und ihr das Leben schwer machen.
Als wäre dies nicht schon schlimm genug, trifft sie auch noch auf den umwerfenden Daniel Grigori, der ihr zwar vertraut vorkommt, Luce jedoch aus irgendeinen Grund zu hassen scheint.
Nach und nach kann sie sich ihm nähern und erfährt, warum Daniel sich so von ihr distanziert.

Luce und Daniel sind gefallene Engel und verdammt. Verdammt dazu, sich in jedem Leben zu verlieren, wenn sie sich verlieben. Doch dieses Mal ist alles anders ...

Englischer Buchtrailer: © Random House UK


Rezension:
„Engelsnacht“ ist der erste Band der „Fallen Serie“ von Lauren Kate. Insgesamt sind vier Bände für die Serie geplant. Das Cover ist das Selbe wie bei der amerikanischen Ausgabe und meiner Meinung nach, hätte man es kaum besser treffen können. Zum einen passt es toll zur Geschichte und ich glaube kaum, dass jemand in einer Buchhandlung daran vorbeigeht, ohne sich wenigstens einmal danach umgedreht zu haben oder es in die Hand zu nehmen.

Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es um Engel. Für den Leser ist von Anfang an eigentlich klar, dass es sich bei Daniel nur um einen Solchen handelt, doch natürlich tappt Luce absolut im Dunkeln. Dies macht zwar ein wenig den Überraschungseffekt kaputt, nicht aber die aufregende Stimmung die die Geschichte erzeugt.

Denn den genauen Grund, weshalb Daniel sich anfangs von Luce distanziert, ist nicht so einfach zu durchschauen und unterstützt wird dies noch durch eine Reihe merkwürdiger Verhaltensweisen von Daniel. Kurz gesagt: Wir haben es mit dem klassischen Mystery Typen zu tun.
Diese Rolle behält er auch wirklich bis zum bitteren Ende bei und sorgt so dafür, dass man für sich selbst schon die wahnsinnigsten Theorien aufstellt. Als dann rauskommt, was die beiden miteinander verbindet und wer er wirklich ist, würde man als Leser am liebsten vor Verzweiflung laut aufschreien, weil ein Happy End eigentlich ausgeschlossen sein müsste, wäre dieses Mal nicht alles anders. Denn plötzlich scheint es Hoffnung für die Beiden zu geben.

Genau geht die Autorin leider nicht drauf ein, was heißt, dass man am Ende noch ziemlich ahnungslos ist, was gewisse Details betrifft. Näheres erfährt man dann hoffentlich in der Fortsetzung, da ich das Thema wirklich spannend finde und Lauren Kate ihrer Idee einen eigenen Stempel aufgedrückt hat.

Was ich aber wohl am liebsten an dem Buch mochte, war die ungeheure Romantik, die sich entlädt. Dies mag zum einen am Schreibstil der Autorin liegen, den ich sehr angenehm fand und der einen beim Lesen in eine Art Trance versetzt, sodass man einfach weiterliest und sich von der Geschichte forttragen lässt.

Doch nicht nur zwischen Luce und Daniel knistert es. Denn auch Cam, ein ebenso atemberaubender Typ wie Daniel, jedoch viel aufgeschlossener, hat ein Auge auf Luce geworfen. So sorgt er nicht nur für reichlich Rivalität in der männlichen Riege, sondern auch für eine Menge weiterer Geheimnisse.
Denn eines ist auch bei ihm sofort klar: Er hat etwas zu verbergen.
Und obwohl ich eine ganze Zeit lang „Team Cam“ war, kam es mir mit der Zeit doch ein wenig merkwürdig vor, dass er offenbar eine absolut reine Weste zu haben scheint.

Doch genauso wie der Leser vertraut auch Luce ihm zunächst voll und ganz. Das macht sie für mich aber um einiges authentischer, da jede Handlung und jeder Gedanken von ihr einfach so sehr menschlich ist. In vielen Situationen hätte ich persönlich genauso wie sie gehandelt und hinterher auch die gleichen Bedenken gehabt wie sie. Insgesamt hat Lauren Kate ihre Protagonistin zu einer typischen Jugendlichen gemacht, die alles andere als perfekt ist und viele Ecken und Kanten hat. Ich mochte Luce einfach.

Was Daniel betrifft, so hatte ich anfangs wirklich das Bedürfnis, dass Luce ihn mal ordentlich anschreit, weshalb er so abweisend ihr gegenüber ist, wenn sie nur versucht nett zu sein.
Letzten Endes versteht man seine Beweggründe aber vollkommen und man kann dann auch Luces Schwärmerei leicht nachvollziehen. Denn er entpuppt sich wirklich als total lieber und fürsorglicher Mensch, obwohl ich am Ende immernoch das Gefühl hatte, noch längst nicht alles über ihn zu wissen.
Auf jeden Fall stimmt die Chemie zwischen Luce und ihm, was für mich immer besonders wichtig ist, damit die gesamte Geschichte einen Sinn ergibt.

Abgerundet wird die Story durch einen epischen Showdown, den ich so noch nicht in einem Buch erlebt habe. Soviel sei gesagt: Krieg der Welten mit Pauken und Trompeten und Lichtershow.

Alle Fragen werden nicht geklärt und auch ein Cliffhanger bleibt uns nicht erspart. Ich denke aber, dass es sich in jedem Fall lohnen wird, die Fortsetzung zu lesen und ich bin wirklich sehr gespannt, wie es mit Luce und Daniel weitergehen wird.

Fazit:
Fantasyfans, die Romantik und Engel lieben, werden dieses Buch garantiert vergöttern. Alle Anderen werden in „Engelsnacht“ ein wunderschönes Jugendbuch finden, das zu himmlischen Lesestunden einlädt und den Leser garantiert zum Träumen bringt.

Ein herzliches Dankeschön für das Leseexemplar geht an den

Rezension: "Mottentanz" von Lynn Weingarten

Produktinformationen:
Originaltitel: Wherever Nina lies
Autor: Lynn Weingarten
Verlag: cbt Verlag
Serie: -
Format: Paperback
Seiten: 320 Seiten
ISBN: 978-3-570-30741-0
Preis: 8,99€ [D], 9,30€ [A]

Cover © cbt

Inhalt:
Nach dem spurlosen Verschwinden ihrer Schwester Nina, setzt Ellie alles daran sie wiederzufinden. Bisher jedoch vergebens. Doch dann glaubt sie auf eine heiße Spur gestoßen zu sein und will sich erneut auf die Suche nach ihrer Schwester machen.
Da trifft sie plötzlich auf Sean, der seinen Bruder verloren hat und von dem Ellie sich sofort verstanden fühlt. Er bietet ihr seine Hilfe an und gemeinsam machen sie sich auf den Weg, Nina zu finden.
Auf ihrem gemeinsamen Roadtrip verliebt Ellie sich unsterblich in Sean, doch als sie herausfindet, was mit ihrer Schwester geschehen ist, muss sie einsehen, dass es manchmal grausamere Schicksale als den Tod gibt ...

Rezension:
Der Titel „Mottentanz“ ist zunächst ein wenig irreführend, da es ja doch eher ein wenig romantisch klingt und nicht nach einem Thriller, der sich gewaschen hat. Dafür bekommt aber das Cover ein riesiges GO von mir, da es mal etwas Neues ist und absolut traumhaft aussieht.

Soviel zur Aufmachung. Was den Inhalt angeht, weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll, weil der einfach nur der absolute Wahnsinn ist.
Ich hab die erste Seite gelesen und war sofort überzeugt, dass dieses Buch mich umhauen wird.

Der Grund dafür ist zum einen, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Ellie geschrieben ist und ihre Gedanken einfach sehr schön in Szene gesetzt worden sind. Was sie fühlt und denkt ist so richtig schön tiefgründig, dass man sich gut in ihre Lage hineinversetzen kann und zu hundert Prozent mitfühlt. Nun befindet sie sich auch in einem ordentlichen Gefühlswirrwarr, was das Ganze noch um einiges aufregender gestaltet und für den Leser wie eine Achterbahnfahrt ist.

Wichtig ist auch, dass der Schreibstil wirklich schön ist und nicht holprig wirkt. Der Lesefluss wird also nicht unnötig behindert und man kann die Geschichte einfach genießen.

Dazu trägt auch die Verbindung zwischen Thrill und Romantik bei, die so gut umgesetzt wurde, dass eine Spannung entsteht, der man sich nicht entziehen kann. Diese baut sich langsam auf und endet in einer Spannungsexplosion, die dann noch gut abgerundet wird und den Leser mit einem zufriedenen Gefühl zurücklässt.

Was die Charaktere an sich betrifft, kann ich mich auch nicht beschweren. Ellie ist als Protagonistin einsame Spitze. Ihre Weltanschauung ist durch das, was sie erlebt hat so wahnsinnig tiefgründig und sie nimmt ihre Umgebung viel intensiver wahr als Andere. Sie lebt mit der Gewissheit, dass sich das Leben stetig verändert und man sich dem anpassen muss.
Dadurch, dass all dies dann auch noch so schön beschrieben wurde und man sich fühlt, als wären es die eigenen Gedanken und Gefühle, kann man sich super mit Ellie identifizieren und sich nicht mehr von ihrer Geschichte lösen.

Und dann tritt ja Sean in ihr Leben, den ich persönlich anfangs sehr sympathisch fand, ihm dann jedoch eher die Rolle des mysteriösen Unbekannten zugeschrieben habe. Über Sean will ich nicht zu viel verraten, aber er bringt die Handlung ordentlich in Schwung.
Außerdem sorgt er für die romantische Stimmung im Buch und als Leser zweifelt man einfach nicht daran, dass er und Ellie perfekt füreinander sind. Dennoch bleiben immer ein paar Geheimnisse über ihn, doch genau das macht die Geschichte so besonders. Alles und Jeder trägt seinen Teil dazu bei, dass das Buch so schön und gleichzeitig wahnsinnig spannend ist.

Fazit:
Das Buch hat nicht nur ein wunderschönes Cover, sondern auch einen Inhalt, der einen zum Schmelzen bringt. Es ist mir ein Rätsel wie man Romantik und Thrill gleichzeitig erzeugen kann, doch Lynn Weingarten hat dies definitiv geschafft. Ein spitzen Jugendroman.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Rezension: "Ash" von Malinda Lo

Produktinformationen:
Originaltitel: Ash
Autor: Malinda Lo
Verlag: Pan Verlag
Serie: -
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 268 Seiten
ISBN: 342-628-344-1
Preis: 12,99€ [D]

Cover © Pan Verlag

Inhalt:
Nach dem Tod ihres Vaters, muss Ash bei ihrer Stiefmutter und ihren Stiefschwestern leben und in deren Haus als Dienstmädchen arbeiten.
Um ihrem tristen Leben für einige Momente zu entfliehen, geht sie öfters in den Wald, wo sie nach den Feen aus ihren Lieblinsmärchen sucht. Dabei trifft sie auf den Elfen Sidhean, zu dem sie schnell eine besondere Beziehung entwickelt.

Ash malt sich bereits eine Zukunft in der Feenwelt und weit weg von ihrer Stiefmutter aus, doch dann kommt der Hofstaat des Königs in die Stadt und alles ändert sich, als Ash eine ganz besondere Bekanntschaft macht ...

Rezension:
„Ash“ ist eine Neuerzählung vom Märchen Aschenputtel, doch Malinda Lo hat jede Menge kreative Änderungen an der Originalgeschichte vorgenommen.
So hat die Geschichte das ein oder andere Fantasyelement bekommen, das wird alle eher aus aktuellen YA-Büchern kennen und der ganzen Story somit einen modernen Charakter gibt.

Dennoch bleibt die Autorin dem bekannten Märchenstil treu, mit allen positiven und negativen Seiten.
Dies bedeutet leider auch, dass die Charaktere nicht sehr tiefgründig und komplex sind. Dies gilt besonders für Nebencharaktere, denn Ash selbst kann man für sich selbst ein wenig durch ihre Gedankengänge charakterisieren. Im Großen und Ganzen geht es jedoch eher um die gesellschaftliche Stellung, die die Personen einnehmen. So ist Ash das arme Waisenkind, ihr Stiefmutter natürlich das böse Übel und dann gibt es noch die große Liebe.

Und da wird es auch schon interessant. Zum einen wäre da Sidhean, der Ash das lang ersehnte Leben im Elfenreich versprechen kann, weit weg von der Unterdrückung ihrer Stiefmutter. Doch Ash hat die Rechnung ohne die Liebe gemacht, die so manches Mal eigenwilliger ist, als einem lieb ist.
Denn Ash verliebt sich ungeahnt in ein anderes Mädchen, und dies scheint in der Welt von „Ash“ auch keine Seltenheit zu sein.

So gibt es einige bizarre Merkwürdigkeiten in dem Buch, die die Story jedoch interessant machen und einen ganz eigenen Zauber verleihen.
So kommt auch das Ende der Geschichte zum einen überraschend, als auch sehr plötzlich, denn eigentlich rechnet man damit zu dem Zeitpunkt gar nicht.

Im Großen und Ganzen ist „Ash“ eine schöne Märchennacherzählung, die zum einen durch den einfachen Schreibstil der Autorin unterstützt wird, als auch durch Simplizität glänzt und dennoch gut unterhält.

Fazit:
Auch wenn es anfangs ein wenig schwierig ist, sich in das Geschehen einzufinden und die Welt, die die Autorin geschaffen hat, zu verstehen, ist „Ash“ doch eine wirklich süße Geschichte, die nicht nur Märchenliebhabern gefallen wird.
Die Idee, ein Märchen so umzukrempeln, wie Malinda Lo es getan hat, ist wirklich einzigartig und sticht so deutlich aus dem Irrgarten der fantastischen Jugendromane heraus.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

Sonntag, 5. Dezember 2010

Rezension: "Witch - Hexenkuss" von Nancy Holder & Debbie Viguié

Produktinformationen:
Originaltitel: Wicked - Witch
Autor: Debbie Viguié & Nancy Holder
Verlag: Penhaligon Verlag
Serie: Witch (Band 1)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 320 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3076-1
Preis: 14,99€ [D]

Cover © Penhaligon

Inhalt:
Als Holly Cathers Eltern bei einem tragischen Unfall ums Leben kommen und nur sie überlebt, muss sie zu ihrer Tante Marie Claire und ihren Cousinen Amanda und Nicole nach Seattle ziehen.
Doch dort spielen sich seltsame Dinge ab und Holly wird immer häufiger von Visionen einer jungen Frau und deren verbotener Liebe geplagt.

Außerdem lernt sie den mysteriösen Jeraud Deveraux kennen, von dem man sagt, dass sein Vater Michael, sein Bruder Elias und er Hexer sind. Doch Holly scheint eine tiefe Verbindung zu ihm zu haben, die mehr mit ihren Visionen zu tun hat, als sie sich eingestehen will.

Die Wahrheit ist ebenso erschreckend wie gefährlich: Holly und ihre Familie entstammen dem alten Hexengeschlecht der französischen Cahors, die seit jeher mit den Deveraux‘ verfeindet sind ...

Rezension:
„Witch – Hexenkuss“ hat mich einfach nur sprachlos gemacht. Das Buch hat soviele Facetten, die es einem nicht mehr möglich machen, sich von der Geschichte zu lösen.

Das letzte Buch, was Hexen thematisiert und welches ich gelesen habe war „Sixteen Moons“ und dies hatte mich damals schon echt begeistert. Und eigentlich dachte ich, dass dies kaum noch zu toppen ist, oder jemand ein gleichspannendes Buch schreiben könnte.

Doch das Autorinnenduo Holder-Viguié hat mich von ihrer Geschichte maßlos überzeugt.
Sie ist romantisch wie Twilight und mystisch wie Vampire Diaries und Sixteen Moons, also eine perfekte Mischung.

Beim Lesen spürt man die ganze Zeit eine eigenartige Atmosphäre, die man nicht erklären kann. Dies erzeugt aber ordentlich Spannung und lässt den Leser mitfiebern und zittern.
Denn besonders die Bedrohung, die von Michael Deveraux ausgeht, kann man so gut nachvollziehen, dass man es wirklich mit der Angst zu tun bekommt. Er ist jedenfalls niemand, dem man im Dunkeln begegnen möchte, da er durch und durch berechnend ist und alles in sich vereint, was einen Antagonisten zu einem wahren Fiesling macht.
So hätte er auch keine Skrupel einen Sohn zu opfern um an die ultimative Macht zu gelangen und den Obersten Hexenzirkel zu kontrollieren.

Was Jeraud betrifft, weiß man anfangs nicht wirklich, wie man ihn einschätzen soll. Er spielt die klassische Rolle des Unnahbaren und geheimnisvollen Fremden, dem Holly aber sofort verfällt. Aber nicht etwa, weil er so ist, wie er nunmal ist, sondern, weil sie und ihn eine ganz besondere Vergangenheit verbindet, über die ich nicht soviel verraten möchte.
Doch eines sei gesagt: eine Liebe die sechhundert Jahre alt ist, sollte man niemals unterschätzen und dies sorgt für reichlich Furore bei den Feinden, aber auch bei den Beiden selbst.

Es ist ein wenig wie eine moderne Romeo&Julia Erzählung, nur dass die Fehde weitaus tiefer geht, als man es sich vorstellen kann.
Für ausreichend romantische Augenblicke ist jedoch gesorgt, aber auch die Freundschaft kommt nicht zu kurz.
Denn in ihrer Cousine Amanda findet Holly sofort eine verständnisvolle Freundin. Ganz anders verläuft es allerdings mit Nicole, die die Rolle des naiven Teenagers zugeteilt bekommen hat und sich blindlings mit dem Deveraux Clan einlässt. Natürlich mit fatalen Folgen.

Doch was wäre ein paranormaler Jugendroman, ohne dass die Protagonistin auf einmal wahnsinnige Kräfte bekommt? Und so deckt Holly mit Hilfe ihrer Freunde und ihrer Familie das Geheimnis um die Vergangenheit der Cathers auf, was eine Abwandlung von dem französischen Namen Cahors ist.

Leider bleibt uns am Ende ein Cliffhanger nicht erspart und man muss abwarten, wie es im zweiten Band denn nun weitergeht, sowohl zwischen Holly und Jeraud, als auch mit dem erbitterten Krieg zwischen den Cahors und Jerauds dabolischer Deveraux Familie.

Fazit:
Mit „Witch – Hexenkuss“ wurde ein Auftakt zu einer neuen phänomenalen Jugendreihe auf den deutschen Buchmarkt geworfen, die mich wahnsinnig begeistert hat. Leser die Wert auf viel Mysterie und atmosphärische Höchstleistung legen, dürften mit dem Buch mehr als gut bedient sein.

Ein herzliches Dankeschön für das Leseexemplar geht an den

Freitag, 3. Dezember 2010

Rezension: "Bodyfinder - Das Echo der Toten" von Kimberly Derting

Produktinformation:
Originaltitel: The Body Finder
Autor: Kimberly Derting
Verlag: Coppenrath Verlag
Serie: Bodyfinder (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 343 Seiten
ISBN: 381-579-873-6
Preis: 16.95€

Cover © Coppenrath Verlag

Inhalt:
Violet Ambrose will einfach nur ein normales Mädchen zu sein, heimlich in ihren besten Freund Jay verliebt sein und mit ihren besten Freundinnen shoppen gehen.
Doch Violet ist nicht normal, denn sie kann das Echo der Toten hören, eine Art Aura die die Leichen umgibt und die der Mörder fortan nicht mehr loswird.

Lange Zeit konnte Violet leben, ohne dass ihre Gabe ihr zu schaffen macht, doch als ihre Heimatstadt Buckley von einem Serienmörder in Aufruhr versetzt wird, ist es ausgerechnet sie, die die Leiche seines ersten Opfers findet.

Der Mörder ist ihr näher als sie glaubt, denn er weiß, dass sie die Einzige ist, die seine Jagd unterbinden kann und schon bald muss Violet erfahren, dass man auch ihr nach dem Leben trachtet …

Rezension:
Was mir an „Bodyfinder“ gleich von Anfang an gefallen hat, war der Schreibstil. Die Geschichte ist sehr einfach und flüssig geschrieben, sodass man das Buch locker in einem Schwung durchlesen kann. Gleichzeitig kann man die Seiten gar nicht schnell genug umblättern, um zu erfahren, was als nächstes passiert.

Zwischen den Kapiteln, die von Violets Erlebnissen berichten, hat die Autorin ab und zu ein Kapitel aus der Sicht des Serienmörders eingebaut, die seine Gedanken zu den Morden wiedergeben und was er über Violet als Hindernis zu seinem Vorhaben denkt.
Für ihn ist das Ganze wie ein Spiel und es ist wirklich spannend zu lesen, wie er allen anderen immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Gleichzeitig ist es aber auch äußerst gruselig in die Gedanken eines Mörders zu schauen, denn diese sind nun wirklich alles andere als normal.
Gänsehaut ist vorprogrammiert.

Wie in jedem Jugendbuch gibt es aber auch in Bodyfinder eine Liebesgeschichte. Diese spielt sich zwischen Jay und Violet ab.
Am Anfang waren die beiden nur Freunde, bis Violet sich in ihn verliebt. Doch ihre Liebe scheint keine Zukunft zu haben, da er und alle anderen sich die beiden offenbar nur als beste Freunde vorstellen können.
Nicht nur für Violet sondern auch für den Leser ist dies eine wahre Gefühlsachterbahn die man durchlebt.
Die Romantik kommt zwischen den beiden natürlich nicht zu kurz, auch wenn beide erst skeptisch sind, sich in den besten Freund bzw die beste Freundin zu verlieben.
Doch als sie sich dann endlich näher kommen wird es wirklich herzzerreißend und Jay überrascht Violet sogar mit einem überraschenden Geständnis.
Im großen und ganzen sind die beiden einfach so süß, dass man sie als Protagonisten sehr schnell liebgewinnt. Sie ergänzen sich einfach perfekt.

Fazit:
„Bodyfinder“ hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen und mich von Anfang bis Ende gut unterhalten.
Die Geschichte ist brilliant geschrieben und vereint Spannung und Romantik zu einem tollen Jugendroman.
Ich bin mehr als gespannt, wie die Fortsetzung sein wird und ob die Autorin uns wieder so einen Knaller präsentieren kann.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den Coppenrath Verlag