Donnerstag, 10. November 2011

Pan Verlag Frühjahrsprogramm 2012

Produktinformationen:
Originaltitel: Sky Chasers: Glow
Autor: Amy Kathleen Ryan
Verlag: Pan Verlag
Serie: Sky Chasers (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 432 Seiten
ISBN: 3-426-28361-1
Preis: € 16,99 [D]

Cover © Pan Verlag

Kurzbeschreibung:
Der Auftakt zur großen Sternensaga! Die 15-jährige Waverly gehört zu den ersten Kindern, die an Bord des Sternenschiffes Emphyrean geboren wurden. Jedermann erwartet, dass sie bald ihren Freund Kieran heiraten wird, um eine Familie zu gründen und das Überleben der Menschheit auf der langen Reise zu einem fernen Planeten zu sichern. Waverly liebt Kieran sehr – aber ist sie trotzdem schon bereit, so früh diesen entscheidenden Schritt zu gehen?
Das friedliche Leben endet dramatisch, als wie aus dem Nichts das lange verschollen geglaubte Schwesterschiff angreift, die Erwachsenen tötet und alle Mädchen entführt. Während Kieran auf der schwer beschädigten Emphyrean um sein Überleben kämpft, muss Waverly viele Lichtjahre entfernt alles daransetzen, zu ihm zurückkehren zu können …


Produktinformationen:
Originaltitel: Glimmerglass
Autor: Jenna Black
Verlag: Pan Verlag
Serie: Glimmerglass Serie (Band 1)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 3-426-28350-6
Preis: € 14,99 [D]

Cover © Pan Verlag

Kurzbeschreibung:
"Ich heiße Dana, und bevor ich nach Avalon gekommen bin, wusste ich nicht mehr über diese Stadt, als dass sie der einzige Ort auf der Erde ist, an dem sich die Feen- und die Menschenwelt überschneiden. Na ja, okay, den ganzen langweiligen Kram zur Geschichte habe ich in meinem Reiseführer auch überblättert. Aber inzwischen könnte ich selbst einen Reiseführer mit ein paar verdammt nützlichen Tipps schreiben: 1. Richtet euch darauf ein, dass ihr ein paar besondere Fähigkeiten entwickeln könntet und deshalb plötzlich zur meistgesuchten Person in Avalon werdet. 2. Packt unbedingt fluchttaugliches Schuhwerk ein. Und besonders wichtig: 3. Verliebt euch ja nicht in einen atemberaubend gutaussehenden Feenjungen! Denn wenn etwas zu gut scheint, um wahr zu sein, dann ist es das auch …"


Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Heike Eva Schmidt
Verlag: Pan Verlag
Serie: ?
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 304 Seiten
ISBN: 3-426-28366-2
Preis: € 14,99 [D]

Cover © Pan Verlag

Kurzbeschreibung:
Als die 17-jährige Cat einen alten Kupferreif um den Hals legt, wird sie ohne Vorwarnung in die Vergangenheit gerissen und findet sich im Bamberg des 17. Jahrhunderts wieder, genau zur Zeit der Hexenverbrennungen. Bei ihren Versuchen, einen Weg zurück in ihre Zeit zu finden, lernt sie die sympathische Dorothea und deren attraktiven Bruder Jakob kennen. Zwar gelingt es Cat, wieder in die Gegenwart zu gelangen, aber Dorothea und vor allem Jakob gehen ihr nicht aus dem Kopf. Auch lässt sich der Halsreif nicht lösen und zieht sich immer enger zusammen – Cat droht zu ersticken! Auf ihm liegt ein Fluch, und Cat erkennt, dass sie ihr Leben nur retten kann, wenn sie zurück ins 17. Jahrhundert reist und eine bestimmte Hexe vor dem Scheiterhaufen bewahrt …


Produktinformationen:
Originaltitel: The Ring of Five
Autor: Eoin McNamee
Verlag: Pan Verlag
Serie: ?
Format: Klappenbroschur
Seiten: 384 Seiten
ISBN: 3-426-28357-3
Preis: € 12,99 [D]

Cover © Pan Verlag

Kurzbeschreibung:
So hatte sich der 13-jährige Danny seinen ersten Tag im Internat nicht vorgestellt: Man nennt ihn nicht Schüler, sondern Kadett, auf dem Lehrplan stehen nicht Mathe und Geschichte, sondern Spionage und Täuschung – und auch seine neuen Freunde sind alles andere als gewöhnlich: Les ist ein Meisterdieb mit Flügeln, Dixie kann teleportieren (nur nicht immer dorthin, wohin sie will), und Vandra hat gefährlich spitze Eckzähne, auch wenn sie kein Blut trinkt, sondern Gift. Gemeinsam sollen sie eines Tages gegen die Mächte der Unterwelt antreten, die darauf aus sind, die Welt der Menschen anzugreifen. Alles, was den Schurken dazu noch fehlt, ist der legendäre Kreis der Fünf, der sie anführen soll – und zu seinem großen Schrecken findet Danny heraus, dass er jener Fünfte sein könnte, der seit langer Zeit gesucht wird …

Sonntag, 6. November 2011

Rezension: "Firelight - Brennender Kuss" von Sophie Jordan

Produktinformationen:
Originaltitel: Firelight
Autor: Sophie Jordan
Verlag: Loewe Verlag
Serie: Firelight (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 376 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7045-6
Preis: € 17,95 [D], € 18,50 [A]

Cover © Loewe Verlag

Inhalt:
Eigentlich wollte Jacinda nur einen Ausflug im Wald machen, als sie plötzlich von Jägern angegriffen werden. Denn Jacinda ist eine Draki, ein gestaltwandelnder Drache, der in jeglicher Hinsicht kostbar ist. Doch als sie dem Jäger Will begegnet, verschont dieser sie und lässt sie laufen.

Geschockt von Jacindas Erlebnis beschließt ihre Mutter mit ihr und ihrer Schwester Tamra das Drakirudel zu verlassen und sich fortan unter der Menschen zu verstecken und so ein sicheres Leben zu führen. Doch gleich an ihrem ersten Schultag muss Jacinda feststellen, dass es für sie ein normales Leben geben wird. Der Draki in ihr ist einfach zu stark. Doch dann läuft ihr Will wieder über den Weg und Jacinda muss sich entscheiden welches Leben sie führen will. Denn nur wenn sie den Draki in sich zügeln kann, scheint die Beziehung zu einem Jäger überhaupt möglich ...


Backround Infos:
„Firelight – Brennender Kuss“ ist der Auftakt von Sophie Jordans Draki Trilogie. Die Fortsetzung, die im Original den Titel „Vanish“ trägt, ist bereits auf Englisch erschienen. Der Abschlussband „Hidden“ wird nächstes Jahr erscheinen.


Rezension:
Im Grunde genommen merkt man bereits ab der ersten Seite, dass die Geschichte sehr gut geschrieben ist. Mit ihrem Schreibstil geling es der Autorin den Leser an das Buch zu fesseln und selbst in eher nüchternen Passagen für den nötigen Pageturner Faktor zu sorgen.

Was die Geschichte an sich angeht, hat man es mit einer typischen paranormalen Romanze zu tun. Die paranormale Rolle wird in diesem Falle von der Protagonistin übernommen, also Jacinda. Sie und ihre Familie sind Draki, Drachen, die ihre Gestalt verändern können. Um die Bedrohung durch die Drakijäger zu minimieren beschließt Jacindas Mutter mit ihr und ihrer Schwester Tamra ein Leben als Menschen zu führen und das Rudel für immer zu verlassen. Dazu gehört natürlich auch, dass Jacinda und Tamra auf die Highschool gehen müssen.

Wie es der Zufall so will, trifft Jacinda dort ausgerechnet auf den Drakijäger Will, der sie vor einigen Wochen bei ihrem Ausflug verschont hat. Leider beginnt die Geschichte an dieser Stelle ein wenig ins Klischeehafte abzusteigen, da Will und Jacinda völlig grundlos voneinander besessen werden und sich sofort anfangen zu daten. Ihre Liebe entwickelt sich also nicht, sondern ist, wie in vielen paranormalen Romanzen, urplötzlich da. Hinzu kommt, dass die Beiden eigentlich kaum etwas voneinander wissen und dennoch nicht ohne einander können.

Die Momente, die die Beiden jedoch gemeinsam verbringen sind sehr schön in Szene gesetzt und man kann nicht leugnen, dass zwischen Jacinda und Will auch eine gewisse Chemie herrscht.
Jedoch ist Jacindas Handeln zweifelsohne extrem fahrlässig. Denn auch wenn Will ihr keinen Schaden zufügen würde, steht hinter ihm immer noch eine ganze Familie von Drakijägern die keinen Moment zögern würden, einen Draki zu töten um daraus Profit zu schlagen. Und dennoch behält Jacinda es die ganze Zeit für sich und verschweigt ihrer Familie, wer Will und seine Familie wirklich sind.

Ebenfalls erwähnen sollte man das angedeutete Liebesdreieck, das im nächsten Buch dann wohl zu einem zentralen Punkt werden wird. Denn auch unter den Drakis gibt es Jemanden, der Jacinda unbedingt für sich beanspruchen will. Die Rede ist von Cassian, seines Zeichens natürlich genauso gutaussehend wie der Rest der Protagonisten. Als Sohn des Rudelführers ist er impulsiv und stolz und besteht darauf, das Beste für sich zu beanspruchen. So auch Jacinda, die als Feuerdraki in ihrem Rudel einzigartig ist. Leider sind Cassians Auftritte in der Geschichte eher rar, umso mehr kann man sich jedoch auf den nächsten Band freuen.

Was die Idee der Drakis angeht, bin ich von dem Gesamtkonzept wirklich begeistert, auch wenn mich ein paar Kleinigkeiten stören. Zum einen kann ich mir die Drachengestalt der Drakis einfach nicht bildlich vorstellen. Diese wird zwar des Öfteren beschrieben aber ich weiß dennoch nicht so genau, was ich mir darunter vorzustellen habe. Bleibt die menschliche Form ein Stückchen erhalten oder werden die Drakis zu richtigen Drachen wie man sie aus Fantasyromanen kennt?

Jacinda an sich ist für ihre sechzehn Jahre sehr stark und entschlossen, wenn es jedoch um Will geht auch leicht ins straucheln zu bringen. Nimmt sie sich im einen Moment noch fest vor, sich von ihm fernzuhalten, da er und seine Familie die wohl größte Bedrohung ihres Lebens darstellen, hat sie fünf Minuten später wieder ein Date mit ihm und ist völlig hingerissen. Klar muss man bedenken, dass an dieser Stelle das Hormonchaos berücksichtigt werden sollte.

Im Gegensatz zu Jacinda, kann man zu ihrer Familie leider so gar nichts Positives sagen. Ihre Schwester und ihre Mutter sind so selbstorientiert, dass sie gar nicht merken, wie sehr es Jacinda schmerzt ihren Draki unterdrücken zu müssen. Und doch steht Jacinda weiterhin zu ihrer Familie und versucht diese in jeder Situation zu verteidigen. Am schlimmsten ist jedoch Tamra, die anders als Jacinda, nicht in der Lage ist, sich in einen Draki zu verwandeln und deshalb das Menschenleben in vollen Zügen Willkommen heißt. Andersherum macht sie Jacinda dafür fertig, dass sie ihr Rudel vermisst und das Menschenleben nicht so ausleben kann wie sie. Egoistischer geht es eigentlich kaum noch, jammert sie dazu auch noch die ganze Zeit rum, dass sich alles nur um Jacinda dreht.

Die Geschichte an sich ist jedoch eine runde Sache, die durchaus Unterhaltungswert hat und genau richtig für gemütliche Lesestunden ist.

Fazit:
Insgesamt bedient „Firelight – Brennender Kuss“ sämtliche Klischees einer paranormalen Romanze, ist jedoch durch die wunderbare Draki Mythologie auf gewisse Art und Weise auch einzigartig. Wer nach einem Jugendbuch im Twilight Stil sucht, ist mit diesem Buch auf jeden Fall gut bedient.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Rezension: "Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" von Kady Cross

Produktinformationen:
Originaltitel: The Girl in the Steel Corset
Autor: Kady Cross
Verlag: Heyne Fliegt
Serie: Finley Jayne (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 368 Seiten
ISBN: 978-3-453-26740-4
Preis: € 14,99 [D], € 15,50 [A]

Cover © Heyne Fliegt

Inhalt:
Finley Jayne ist alles andere als ein gewöhnliches Mädchen. Nachdem sie bereits drei Jobs als Hausmädchen aufgrund ihres Temperaments verloren hat, wird auch ihr letzter Job zu einem Disaster. Als Finley überstürzt versucht zu fliehen, läuft sie Griffin, dem Herzog von Greythorne, und seinem Freund Sam über den Weg.

Fasziniert von Finleys Wesen bietet Griffin ihr eine Unterkunft in seinem Anwesen. Dort lernt Finley das hochintelligente Hausmädchen Emily kennen und erfährt, dass sie nicht die einzige mit erstaunlichen Kräften ist. Während sie von einer temperamentvollen zweiten Persönlichkeit geplagt wird, kann Griffin den Äther manipulieren und Emily kann mit Maschinen kommunizieren.

Als dann herauskommt, dass ein Krimineller sein Unwesen in der Stadt treibt und Automaten manipuliert um Menschen anzugreifen, gehen Finley und ihre neuen Freunde der Sache auf den Grund. Doch als sie herausfinden, was der Kriminelle im Schilde führt, wird ihnen klar, dass mehr auf dem Spiel steht als ein paar Menschleben, denn das gesamte britische Empire und die Monarchie an sich ist in höchster Gefahr …


Backround Infos:
„Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ ist der Auftakt zu einer Steampunk Jugendbuchserie. Die Fortsetzung wird im Original den Titel „The Girl in the Clockwork Collar“ tragen.


Rezension:
Der Titel „Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ lässt bereits vermuten, dass es sich bei der Geschichte um Steampunk handelt. Umso enttäuschter war ich jedoch, dass man von dem typischen Steampunk Feeling nicht wirklich etwas gemerkt hat. Zwar gibt es in der Geschichte die klassischen Bestandteile dieses Genres, aber rein atmosphärisch ähnelt die Geschichte eher einer moderneren Story.
Von Steampunk erwarte ich eigentlich, dass man das viktorianische London in Verknüpfung mit den innovativen technischen Bestandteilen direkt vor sich sieht und genau dies auch emotional nachvollziehen kann. In diesem Buch ist die Atmosphäre aber eher zweitrangig, oder zumindest hatte ich beim Lesen das Gefühl, denn im Vordergrund stand ganz eindeutig das Mysterium um den ominösen Kriminellen und natürlich das unentbehrliche Liebesdreieck. Dazu später noch mehr.

Was mir am Anfang jedoch positiv aufgefallen ist, ist der Schreibstil. Dieser erscheint zum einen zwar anspruchsvoll und ab und zu auch ein wenig der altertümlichen Zeit angepasst. Jedoch bekommt auch jeder Charakter seine eigene Redensweise, wodurch das jeweilige Wesen der Protagonisten verbildlicht wird. Während Finley stets ein wenig frech aber dennoch in einem gemäßigtem Ton zu reden flegt, hat Griffin eine eher gehobene Art zu sprechen, ganz seinem Stande entsprechend. Ein ganz besonderes Beispiel ist jedoch Finleys Unterwelt Kontakt Jack Dandy. Diesen lernt Finley bei ihren Nachforschungen in den kriminellen Gegenden von London kennen und wie es sich für einen ordentlichen Bad Boy gehört, hat er ein eher lockeres Mundwerk, gepaart mit dem ein oder anderen verführerischem Satz, der Finley ordentlich das Herz flattern lässt.

Um den Standpunkt eines jeden Protagonisten zu verstehen, ist das Buch aus drei verschiedenen Perspektiven geschrieben. Zum einen die von Finley, dann die von Griffin und die von Sam. Während die Perspektive von Sam vermeintlich eher unspektakulär wirkt, ist es besonders die Sicht von Griffin, die mich als Leser am meisten beeindruckt hat. Zwar wirkt er immer sehr gefasst und gehoben, doch wenn man ihn alleine erlebt, bekommt auch seine emotionale Seite zu sehen, die teilweise recht unerwartete Dinge zum Vorschein bringt.

Dazu muss ich sagen, dass die romantisch angehauchten Szenen sehr gut funktionieren. Sowohl zwischen Griffin und Finley, als und zwischen ihr und Jack herrscht eine unglaublich gute Chemie, die man als Leser sehr gut spüren kann und die gemeinsame Szene somit authentisch und nachvollziehbar machen. Das ganze Liebesdreieck ist jedoch ein einziges hin und her, ohne dass ein genauer Ausgang absehbar ist. Es bleibt also spannend für wen Finley sich irgendwann entscheiden wird, auch wenn es meisten immer der nette Kerl ist, der das Mädchen bekommt.

Das Rätsel um den mysteriösen Kriminellen, der die Unterwelt von London erschüttert, scheint auf der einen Seite zwar unlösbar und als Leser hat man einfach keine Ahnung wer dafür in Betracht kommen könnte. Zwar könnte beim Leser der ein oder andere Verdacht aufkommen, aber eines kann ich versprechen, auf die Lösung kommt man nicht. Es ist von der Autorin ziemlich clever gelöst, das es einen Person ist, die man irgendwann einfach nicht mehr auf dem Plan hat.

Finley selbst ist als Protagonistin recht interessant, da sie mit einer gespaltenen Persönlichkeit zu kämpfen hat. Schuld daran ist eine Entdeckung, die eine Forschungsgruppe am Mittelpunkt der Erde gemacht hat. Dabei handelt es sich um eine Substanz die in Verbindung mit einem bestimmten Erz ungewöhnliche Wirkungen auf Menschen haben.
Besonders gut daran ist einfach, dass Finley so nicht zu den wehrlosen Mädchen gehört, die andauernd gerettet werden müssen (mal ausgenommen, dass sie andauernd vor sich selbst gerettet werden muss). Das Mädchen hat ordentlich Feuer und zeigt den Jungs öfters mal wo es lang geht. Dennoch hat auch sie ihre Schwachstellen. Unter anderem hat sie enorme Selbstzweifel und fragt sich andauernd, wie Griffin und die andern mit ihre befreundet sein können oder ob sie sich dies alles nur einbildet.

Griffin hingegen ist das absolute Gegenteil von ihr, ergänzt sie aber wiederrum somit perfekt. Ebenfalls erwähnenswert sind aber auch die Nebencharaktere, die die Geschichte sehr bereichern und immer wieder für Abwechslung, aber auch für Überraschungen sorgen.

Das Ende ist gleichzeitig der Auftakt zu einem neuen Abenteuer, welches jedoch nicht in London, sondern in Amerika spielen wird. Man darf also gespannt sein, wie Steampunk in Amerika funktionieren wird.

Fazit:
Insgesamt hat mich die Geschichte gut unterhalten. Die Geschichte an sich hat zwar ab und zu ein paar Durststrecken, hat im Großen und Ganzen aber durchaus einen gewissen Unterhaltungswert. Es ist ein wenig schade, dass das typische Steampunkfeeling leider nicht rüberkommt, da dieses das Buch doch um einiges bereichert hätte. Alles richtig gemacht hat die Autorin hingegen mit den Charakteren die besonders durch ihre Vielseitigkeit und die liebevolle Art überzeugen.

Sonntag, 2. Oktober 2011

Autorin Becca Fitzpatrick kündigt viertes Buch ihrer Hush Hush Saga an ...

Ursprünglich als Trilogie ausgelegt, soll die "Hush Hush Saga" von Becca Fitzpatrick nun einen vierten Teil bekommen, da die Nachfrage der Fans so hoch ist. Ein Titel steht noch nicht fest.

Alles weitere dazu könnt ihr auf Beccas Blog nachlesen. >Klick<

Samstag, 1. Oktober 2011

Rezension: "Ashes - Brennendes Herz" von Ilsa J. Bick

Produktinformationen:
Originaltitel: Ashes
Autor: Ilsa J. Bick
Verlag: Egmont Ink
Serie: Ashes (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 502 Seiten
ISBN: 978-3-86396-005-6
Preis: 19,99€ [D]

Cover © Egmont Ink

Inhalt:
Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als die Welt von einem Blitz vollkommen auf den Kopf gestellt wird. Durch die Naturkatastrophe sind nicht nur eine Reihe von Menschen getötet, sondern auch einer schrecklichen Veränderung unterzogen worden. Fast alle Teenager sind zu grausamen Wesen geworden, die sich barbarisch und wie Tiere verhalten.

Doch Alex gehört zu den Ausnahmen, genauso, wie das kleine Mädchen Ellie, dass sie in den Bergen kennengelernt hat. Gemeinsam versuchen die Beiden, andere Unveränderte zu finden und treffen dabei auf den Jungen Tom, der Alex die ausweglose Situation für den ein oder anderen Moment vergessen lässt. Als sie jedoch von einer Gruppe der veränderten Teenager angegriffen werden, wird Tom lebensgefährlich verletzt und Alex muss ihn zurücklassen um zu einer Enklave zu gelangen, die ihm vielleicht helfen könnte.

In dem Dorf angekommen, lernt Alex die neuen Sitten kennen, die nun zwischen den unveränderten Menschen herrschen und muss einsehen, dass unveränderte Teenager einen gewissen Wert bekommen haben.
Dort lernt Alex aber auch den Jungen Chris kennen, der einwilligt, Tom zu helfen. Doch als sie zu ihm zurückkehren wollen, ist Tom verschwunden und Alex schließt sich widerwillig den Bewohnern des Dorfes an.

Schon bald muss Alex jedoch feststellen, dass die Bewohner keineswegs so unverändert sind, wie sie dachte und dass auch diese ihre ganz eigenen Pläne in der neuen Welt verfolgen …


Backround Infos:
Die Geschichte rund um Alex ist als Trilogie ausgelegt. Die Fortsetzungen sind bei Egmont Ink in Vorbereitung.


Rezension:
„Ashes – Brennendes Herz“ zu lesen, war auf jeden Fall ein wahnsinniges Erlebnis. Gleich am Anfang lernt man Alex kennen, aus dessen Perspektive das Buch geschrieben ist und die eine Reihe von Geheimnissen zu haben scheint. Genauso geheimnisvoll verhält es sich mit der plötzlichen Umweltkatastrophe, von der die Welt von einem Moment auf den anderen erschüttert wird. Eine genaue Antwort auf das, was geschehen ist, erhält man nicht, auch wenn die Charaktere allerhand Theorien dazu haben. Thema dabei sind unteranderem nukleare Katastrophen, die auch in der Realität immer wieder ein Grund zur Besorgnis sind.
Zwar ist es anfangs noch ein wenig undurchsichtig, auf was die Geschichte hinauslaufen soll, jedoch stellt man recht schnell fest, dass das Ganze auf jeden Fall kein gutes Ende nehmen wird.

Sehr gut finde ich, dass der Titel des Buches, „Ashes“, auch mit der Geschichte an sich zusammenhängt. Was es damit genau auf sich hat, verrate ich natürlich nicht, aber „Asche“ kommt des Öfteren im Buch vor.

Was mir gleich nach den ersten Kapiteln aufgefallen ist, ist die ungeheure Atmosphäre, die beim Lesen entsteht. Die Handlung in Kombination mit dem sehr ausführlichen Schreibstil sorgt für allerhand Schauerstimmung und Gänsehautmomente. Allerdings ist die Handlung manchmal auch so brutal und eklig, dass man ab und zu das Buch zuklappen und erstmal das Gelesene verarbeiten muss, ehe man weiterlesen kann.
Meistens ist es jedoch sehr schwer, dass Buch einfach so zur Seite zu legen, da so viele unerklärliche Dinge passieren und man gespannt darauf wartet, eine Erklärung für all dies zu bekommen.
Was Alex an sich betrifft, dauert es eine Weile, bis man mit ihr warm wird, da man vorerst nur ihre missmutige Seite kennenlernt und sie aufgrund ihrer vielen Geheimnisse einfach nicht richtig verstehen kann. Sobald man jedoch einiges mit ihr erlebt hat, lernt man ihre anderen Seiten kennen. Besonders in Verbindung mit Ellie, Tom oder Chris lernt man auch ihre emotionale Seite kennen, die im starken Kontrast zu ihrer Kämpfernatur steht.
Sobald es zu emotionalen Momenten kommt, bekommt man eine sehr dramatische Schilderung geboten, die ab und zu schon ins kitschige abrutscht, aber dennoch ergreifend ist.

Langweilig wird es mit Alex also auf gar keinen Fall, erst recht nicht, was die Jungs angeht, denn auch in diesem Jugendbuch gibt es natürlich wieder ein Liebesdreieck.
Die erste Hälfte des Buches kommt Tom zum Zuge und versucht Alex‘ Herz zu erweichen und für sich zu gewinnen. Dass der gute Junge auch einiges zu verbergen hat, wird dabei nicht nur Alex, sondern auch dem Leser ganz schnell klar.

Sobald Alex in das enklavenartige Dorf Rule eintritt, bandelt sie mit Chris an, dem Alex weniger misstrauisch entgegentritt, obwohl man hier als Leser auch wieder stark auf der Hut ist. Denn wie es nun mal in harten Zeiten der Fall ist, ist jeder für sein Überleben eigenverantwortlich.
Für wen Alex sich entscheiden wird, ist nicht vorhersehbar, da Tom und Chris sich auf verschiedene Art und Weisen sehr ähnlich sind. Die Chemie stimmt auf jeden Fall in beiden Konstellationen, es bleibt jedoch abzuwarten ob einer der Jungs nicht im nächsten Band noch für den ein oder anderen Super Gau sorgen wird.

Das Ende der Geschichte kommt mit einem der berühmt berüchtigten Cliffhanger und lässt auf eine Fortsetzung hoffen, die noch um einiges actionreicher sein wird, mehr Intrigen haben wird und hoffentlich einige unbeantwortete Fragen klären wird.

Fazit:
Ilsa J. Bick macht mit ihrem Roman vor, wie eine richtige Naturkatastrophen Dystopie auszusehen hat, mit allem was dazu gehört. Die Frau hat ein Talent dazu, den Leser mit ihrem Schreibstil zu ergreifen und alles mitfühlen zu lassen, was die Protagonistin erlebt.
Der Roman sticht auf jeden Fall heraus aus dem Dystopie Einheitsbrei, auch wenn das bekannte Schema angewendet wurde. Die Autorin schafft es, sich das Thema komplett zu eigen zu machen und den Leser bestens zu unterhalten. Ich habe keine Passage erlebt, die sich unnötig in die Länge zieht oder den Lesefluss negativ beeinträchtigt hat. Stattdessen bekommt man pausenlose Spannung geboten, die einen an das Buch fesselt, bis die Geschichte ihr Ende findet.
Jüngeren Lesern würde ich dieses Buch aufgrund der vielen blutigen und gewalttätigen Szenen nicht empfehlen.

Sonntag, 18. September 2011

Rezension: "Die Dämonenfängerin - Aller Anfang ist Hölle" von Jana Oliver

Produktinformationen:
Originaltitel: The Demon Trapper's Daughter
Autor: Jana Oliver
Verlag: Fischer FJB
Serie: Die Dämonenfängerin (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 544 Seiten
ISBN: 384-142-110-5
Preis: 16,95€ [D], 17,50€ [A]

Website zum Buch:
http://www.diedaemonenfaengerin.de/

Cover © Fischerverlage

Inhalt:
Riley Blackthorne wünscht sich nichts mehr, als in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und eine gute Dämonenfängerin zu werden. Doch ausgerechnet ihr erster Einsatz geht gehörig schief und was als ein Routineauftrag begann, entpuppt sich als eine dämonische Verschwörung.

Rileys Vater geht der Sache persönlich auf den Grund und muss dabei einer Bedrohung ins Auge sehen, die ihn sein Leben kostet. Von nun an auf sich alleine gestellt, findet Riley Unterstützung bei Beck, dem ehemaligen Lehrling ihres Vaters, sowie Simon, ihrem Dämonenfänger Kollegen. Gemeinsam müssen sie die Leiche ihres Vaters bis zum nächsten Vollmond bewachen, damit die Nekromanten ihn nicht wieder zum Leben erwecken.

Doch dann wird Riley mit einer erneuten Verschwörung konfrontiert und steht dem Mörder ihres Vaters Auge in Auge gegenüber ...


Backround Infos:
„Die Dämonenfängerin – Aller Anfang ist Hölle“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Jana Oliver und bildet den Auftakt zu ihrer Dämonenfängerin Trilogie.
Der zweite Band, der im Original „Soul Thief“ heißt, ist gerade erst in Amerika erschienen.
Ein deutscher Veröffentlichungstermin ist noch nicht bekannt.


Rezension:
Die Geschichte rund um Riley und die Dämonenfänger spielt im Jahr 2018 in Atlanta. Die Welt ist der unseren sehr ähnlich, bis auf die Tatsache, dass Luzifer seine Dämonen auf die Erde losgelassen hat und Magie zum täglichen Leben gehört. Dazu gehören auch die Nekromanten, die Leichen kaufen und diese dann als Zombies wieder zum Leben erwecken und als Diener an reiche Leute verkaufen.

Der Schreibstil ist oftmals ein wenig holprig und auch der Satzbau, hat mich das ein oder andere Mal stutzen lassen, da der Klang einiger Sätze häufig recht unbeholfen wirkt. Ich vermute jedoch, dass dies an der deutschen Übersetzung liegt.

Geschrieben ist die Geschichte aus zwei Perspektiven. Zum größte Teil aus Rileys Sicht, ab und zu jedoch auch aus Becks Sicht.
Da die Beziehung zwischen Riley und Beck offensichtlich für beide selbst recht undurchsichtig ist, macht es besonders Spaß zu lesen, was die beiden voneinander denken und wie sie die Gefühle des jeweils anderen einschätzen.

Aber was wäre ein Jugendbuch heutzutage ohne ein Liebesdreieck? Also gibt es auch in dieser Geschichte einen weiteren Jungen in Riley Leben, und zwar ihren Jägerkollegen Simon. Simon ist um einiges umgänglicher als Beck und steht offen zu seinen Gefühlen, weshalb Riley auch nicht zögert eine Beziehung mit ihm einzugehen. Gut daran ist, dass die Romantik in der Geschichte nur eine Nebenrolle spielt und die eigentliche Handlung nicht untergräbt.

Die Haupthandlung ist vom Tempo her zwar eher langsam, jedoch recht spannend, besonders aufgrund der Dämonen. Da es jede Menge verschiedene Dämonenklassen gibt und die Autorin dieses Thema wirklich bis ins kleinste Detail ausgeklügelt hat, auch was deren Bekämpfungen angeht, macht es enorm viel Spaß Riley bei ihrem Abenteuer zu begleiten. Jedoch hätte ich gerne gewusst, wie es überhaupt dazu kam, dass die Dämonen auf die Erde gekommen sind und wie es zu der im Buch geschilderten Welt gekommen ist.

Anfangs zieht sich die Handlung ein wenig, da Rileys andauerndes Campieren auf dem Friedhof eher ereignislos von statten geht und nur ab und zu ein paar gruselige Nekromanten vorbeikommen, die Riley mit düsteren Vorwarnungen und Drohungen die Leiche ihres Vater abluchsen wollen.
Ab der zweiten Hälfte des Buches bekommt man jedoch eine gute Portion an Dämonenaction geboten und wird bestens unterhalten. Jedoch muss ich auch sagen, dass einige Passagen recht brutal und blutig sind und teilweise nicht unbedingt für jüngere Leser geeignet sind.

Riley selbst macht all dies nichts aus. Sie ist tough, mutig und selbstbewusst, was sie auch dringend nötig hat, schließlich muss sie sich unter den sonst nur männlichen Dämonenfängern irgendwie behaupten. Jedoch hat auch sie ihre schwachen Momente, in denen sie auf die Hilfe ihrer Freunde zurückgreifen muss. An der Schilderung von Gefühlen könnte die Autorin vielleicht noch ein wenig arbeiten, da diese mich als Leser nicht so stark berührt haben. Da es sich jedoch um einen Debütroman handelt, sei es verziehen.
Besonders zu Gute halten muss man Riley, dass sie nicht auf die Rettung ihrer männlichen Kollegen angewiesen ist.

Ganz zum Leidwesen von Beck, der gerne mal seine Überlegenheit demonstriert und immer den coolen mimt. In seinen Kapiteln lernt man jedoch sein wahres Wesen kennen, was zu der ein oder anderen Überraschung beiträgt, da man ihn größtenteils als eher uncharmanten Macho erlebt.

Zweiter Mann im Bunde ist Simon, der das genaue Gegenteil von Beck ist. Er ist ruhig, ausgeglichen und steht zu seinen Gefühlen. Da er jedoch sehr schweigsam ist, erfährt man leider nicht allzu viel von ihm. Im Großen und Ganzen ist der Ausgang des Liebesdreiecks nicht vorhersehbar und es wird wohl spannend bleiben, mit wem Riley dann letztendlich enden wird.

Der Showdown kommt schließlich sehr überraschend und überzeugt durch actionreiche, jedoch auch blutige Szenen mit einigen unschönen Wendungen.

Fazit:
Die Geschichte an sich kann durch vielerlei gute Twists überzeugen, jedoch muss man ab und zu ein langsames Erzähltempo und den teilweise recht bizarren Schreibstil erdulden. Im Großen und Ganzen ist „Die Dämonenfängerin – Aller Anfang ist Hölle“ jedoch ein guter Debütroman, der auf eine spannende Fortsetzung hoffen lässt.

Dienstag, 13. September 2011

Kiersten White (Autorin von Paranormalcy/Flames'n'Roses) kündigt neue Bücher an

Zunächst wird es eine Art Sci-Fi/Fantasy Serie von ihr geben, die sich "Mind Games" nennen wird. Darin geht es um eine Welt, in der Mentalisten und Gedankenleser die Gesellschaft ausspionieren und zwei Mädchen versuchen, sich und die Zukunft zu retten.

Außerdem wird es ein Buch namens "Flood and Stone" geben, dessen Protagonistin die Nachfahrin einer ägytpischen Göttin ist und versucht, ihrem Schicksal zu entfliehen.

Und was haltet ihr von den neuen Büchern? Vielversprechend, oder eher nicht? Wie fandet ihr die anderen Bücher der Autorin?

Cover Revealed: Cassia & Ky 2 - Die Flucht

Gerade auf Amazon gefunden ...

Cover © Fischerverlage

Samstag, 10. September 2011

Donnerstag, 8. September 2011

Rezension: "Evernight - Hüterin des Zwielichts" von Claudia Gray

Produktinformationen:
Originaltitel: Hourglass
Autor: Claudia Gray
Verlag: Penhaligon Verlag
Serie: Evernight (Band 3)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 384 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3053-2
Preis: 17,99€ [D], 18,50€ [A]

Cover © Penhaligon Verlag

Dies ist Band 3 der Evernight Saga und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten.
Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER und zu meiner Rezension von Band 2 HIER.

Inhalt:
Nachdem die Evernight Akademie vom Schwarzen Kreuz zerstört wurde, haben sich Bianca und ihre Freundin Raquel Lucas und seinem Vampirjäger Clan angeschlossen. Nichtsahnend, dass Bianca eine selbst Vampirin ist, wird sie dazu trainiert, Ihresgleichen zu jagen und zu töten.

Doch dann werden sie ausgerechnet von den Evernight Vampiren aufgespürt und Bianca wird enttarnt. Zusammen mit Lucas flieht sie vor den Jägern des Schwarzen Kreuz, bis Bianca plötzlich von einer schrecklichen Krankheit ergriffen wird, die sie mehr als nur ihr Leben kosten könnte ...


Backround Infos:
„Evernight – Hüterin des Zwielichts“ ist der dritte Band von Claudia Grays vierteiliger Evernight Serie. Band eins und zwei auch als Taschenbuch beim Blanvalet Verlag erhältlich.

Im März 2012 erscheint im englischen Original ein Spin-Off Roman, der die Geschichte Balthazars erzählen wird.


Rezension:
Die Geschichte beginnt genau dort, wo die letzte geendet hat. Bianca ist dem Schwarzen Kreuz beigetreten und wird knallhart darauf abgerichtet, andere Vampire zu töten. Auch ihre Freundin Raquel muss sich diesem Trainingsprogramm unterziehen, nimmt dies jedoch weitaus motivierter auf als Bianca.

War sie in den Vorgänge Bänden eher eine Randerscheinung, bekommt Raquel nun einen größeren Part zugeschrieben, der nicht nur mehr über sie selbst als Person offenbart, sondern auch ungeahnte Richtungen einschlägt. Man lernt völlig neue Seiten an dem Mädchen kennen, wobei die Autorin wieder ihr außerordentliches Talent für Überraschungen zeigt.

Nun jedoch ein paar Worte zur Geschichte an sich. Durch die Zerstörung Evernights im letzten Band, wurde der Hauptschauplatz geändert und die Handlung findet an verschiedenen Standorten statt.
Auch von den Vampiren bekommt man eher wenig zu sehen und insgesamt konzentriert sich die Geschichte mehr auf Biancas persönliche Entwicklung, sowie ihre Beziehung zu Lucas.
Zum einen ist es schade, dass man nicht mehr so viel von Evernight und insbesondere Mrs Bethany zu lesen bekommt, da diese doch für ein tolles Schauergefühl gesorgt haben in den letzten Bänden. Dennoch ist es gleichzeitig erfrischend zu lesen, wie die Charaktere mit ihren neuen Umgebungen interagieren und was für neue Möglichkeiten diese bieten.

So bleibt für Bianca und Lucas ein wenig mehr Freiraum für getraute Zweisamkeit, die für das ein oder andere Beziehungshoch sorgt. Zugegebenermaßen wurde dies auch endlich Zeit, da Bianca ja bekannt dafür ist, nicht lange zu zögern, was ihre Gefühle angeht. Insgesamt ist die Beziehung der Beiden auf jeden Fall intensiver geworden, jedoch habe ich noch immer meine Probleme mit der Chemie zwischen den Beiden. Mir erscheinen die Beiden einfach nicht füreinander geschaffen, da sie vom Charakter her doch sehr verschieden sind.

Neben der Beziehungsentwicklung gibt es jedoch auch eine Reihe von Charakterentwicklungen. Zum einen wäre da die bereits erwähnte Entwicklung Raquels, doch auch Lucas hat sich stark verändert. Er ist viel entschlossener in seinen Entscheidungen und scheint immer ein Ziel vor Augen zu haben. Auch wenn seine Redensweise ab und zu wie aus einem schlechten Kitsch Film klingt, hat er als Charakter eine interessante Entwicklung hingelegt, die mich gespannt auf den nächsten Band warten lässt, musste er doch gegen Ende des Buches den ein oder anderen Schicksalsschlag erdulden.

Ganz anders verhält es sich hingegen mit Bianca. Das einzige was sich an ihr jemals verändert hat, ist ihr Gesundheitszustand. Ich finde es wirklich unglaublich wie naiv sie ist, selbst im Angesicht des Todes. Und dennoch schafft sie es immer irgendwie sich aus der Affäre zu ziehen. Für sie als Protagonistin hätte ich mir wirklich eine bessere Persönlichkeitsentwicklung gewünscht, da man im Laufe einer Serie doch gerne mit der Protagonistin mitwachsen möchte. Dies hat hier leider nicht funktioniert.

Außerdem erwähnt werden sollte die Antagonistin Charity, die wohl ihren Höhepunkt auf der Bösewichts-Psycho-Skala erreicht hat. Es ist wirklich sehr unterhaltsam zu lesen, wozu dieses wahnsinnige Kind fähig ist und ich bin sehr gespannt, was für ein Schicksal die Autorin für sie bereithält.

Die Geschichte endet schließlich mit einer unerwarteten Wendung des Geschehens, die die Story in eine interessante Richtung verlaufen lassen dürfte und die schließlich noch neugieriger auf den letzen Band der Serie macht.

Fazit:
Der dritte Band hält in etwas das Niveau seiner Vorgänger, sorgt durch neue Schauplätze jedoch für die nötige Erfrischung. Der Leser bekommt einiges an Action und Romantik zu bieten, jedoch hofft man vergeblich auf eine Entwicklung der Protagonistin.
Die Geschichte an sich und besonders dessen Ende bildet im Großen und Ganzen aber auf jeden Fall eine gute Voraussetzung für den Abschlussband der Serie.

Montag, 29. August 2011

Sonntag, 28. August 2011

A Game of Thrones - Das Fieber hat mich gepackt

Da ich über George R. R. Martins Fantasyepos eigentlich nur Gutes gehört habe und die paar Bilder, die ich aus der TV Serie gesehen habe, mich sehr begeistert haben, habe ich mich entschlossen mir die Bücher anzuschaffen.

Also ging ich in die Buchhandlung. Ursprünglich hatte ich mich dazu entschieden mir die deutschen Ausgaben zu holen, jedoch mit einem bitteren Beigeschmack, denn

1. soll die Übersetzung echt schlecht sein

und

2. wurden die einzelnen Bücher nochmal geteilt, sodass der erste Teil von ersten Teil mich sage und schreibe 15,00 Euro gekostet hätte ... und das Ganze dann mal acht ... naja ...

Doch dann lächelte mich dieses hübsche englische Boxset an. Das Problem hierbei: Mass Market Paperbacks. Grundsätzlich knickt der Buchrücken bei meinen Mass Market Paperbacks, was natürlich nicht so schön ist.
Das Gute an dem Boxset war jedoch: alle vier Bände sind enthalten und das gute Stück kostete gerade mal 23,00 Euro.

Also habe ich mich kurzerhand umentschlossen und das Boxset gekauft. Zuhause habe ich die Bücher dann gleich erstmal der Reihe nach bewundert und eine angenehme Überraschung kam gleich dazu: der Buchrücken ist so elastisch, dass er garantiert nicht knicken wird (*jubel*).

Jetzt brauche ich nur noch die Zeit alle vier Bücher hintereinader weg zu lesen =)

Rezension: "Evernight - Tochter der Dämmerung" von Claudia Gray

Produktinformationen:
Originaltitel: Stargazer
Autor: Claudia Gray
Verlag: Penhaligon Verlag
Serie: Evernight (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3052-5
Preis: 17,95€ [D], 18,50€ [A]

Cover © Penhaligon Verlag

Dies ist Band 2 der Evernight Saga und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten.
Zu meiner Rezension von Band 1 geht es
HIER.

Inhalt:
Nachdem die Halbvampirin Bianca unfreiwillig von ihrer großen Liebe Lucas getrennt wurde, hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, seine Mission selbst fortzusetzen. Als das neue Schuljahr beginnt, sucht sie nach Hinweisen, weshalb die Direktorin seit dem letzten Schuljahr Menschen an der Akademie zulässt.

Doch dann tauchen plötzlich unheimliche Gestalten in Evernight auf, die Bianca verfolgen und bedrohen. Hilfesuchend wendet sie sich ausgerechnet an eine ihrer menschlichen Freundinnen, die das Problem zu kennen scheint. Denn auch sie wird von Geistern heimgesucht ...

Bianca setzt alles daran, Lucas so schnell wie möglich wieder zu sehen und ihn von ihren Entdeckungen zu berichten. Dabei bekommt sie ungeahnte Hilfe von Balthazar.
Als die Drei jedoch seiner verloren geglaubter Vampirschwester Charity über den Weg laufen, nehmen die Dinge eine blutige Wendung ...


Backround Infos:
„Evernight – Tochter der Dämmerung“ ist der zweite Band von Claudia Grays vierteiligen Evernight Serie. Der dritte Teil „Evernight – Hüterin des Zwielichts“ ist bereits auf Deutsch erschienen.
Außerdem sind Band eins und zwei auch als Taschenbuch beim Blanvalet Verlag erhältlich.

Im März 2012 erscheint im englischen Original ein Spin-Off Roman, der die Geschichte Balthazars erzählen wird.


Rezension:
Der zweite Band der Evernight Serie beginnt mit Biancas Versuch, mehr über Mrs Bethanys neue Aufnahmeregeln für Evernight herauszufinden. Bereits im ersten Band hat man sich als Leser immer wieder gefragt, weshalb die Regeln auf einmal geändert worden sind und was die Menschen zwischen all den Vampiren in Evernight zu suchen haben. Nun kommt man schrittweise der Wahrheit immer näher, was die Spannung natürlich ordentlich anheizt.

Neben den Vampiren tauchen in Band zwei nun auch Geister auf. Ist die Geschichte im Großen und Ganzen doch recht auf Friede –Freude-Eierkuchen ausgerichtet, so bringen die neuen Paranormalen das nötige Fünkchen Chaos und Unheil mit sich. Außerdem zeigt die Autorin an dieser Stelle ihr Talent für die Inszenierung schauriger Szenen, denn als Leser bekommt man ab und zu ein wenig Gänsehaut.
Besonders spannend ist die Tatsache, dass zwischen Bianca und den Geistern offensichtlich eine Verbindung besteht, die man jedoch ebenfalls erst gegen Ende des Buches völlig klären kann.
Hand in Hand damit geht ein großes Geheimnis, dass sowohl für Bianca als auch für den Leser sehr schockierend ist.

Neben den Geheimnissen und Gruselszenen kommt natürlich auch die Romantik nicht zu kurz, schließlich ist diese ein wichtiger Bestandteil von Biancas Geschichte. Gut finde ich, dass Balthazar in diesem Buch eine größere Rolle übernimmt und sich das Liebesdreieck ein wenig mehr ausweitet. So kommt in die Beziehung von Bianca und Lucas endlich mal ein wenig Schwung, denn sonst läuft zwischen den Beiden eigentlich immer alles nur rosig.
Durch Balthazars größere Rolle erfährt man endlich ein wenig mehr über seine Familie und seine Vergangenheit. Ein wichtiger Bestandteil dessen ist seine Schwester Charity, ihres Zeichens selbst ein Vampir. Die Kleine sorgt für ordentlich Chaos in der Stadt und bringt die eine oder andere unangenehme Überraschung mit sich. Auch an dieser Stelle zeigt die Autorin wieder, dass Überraschungen echt ihre Stärke sind und ihre Geschichten so immer wieder aufgewertet werden.

Bianca an sich hat sich nicht großartig geändert. Sie ist immer noch so naiv im ersten Band und ohne Lucas verfällt sie in depressive Stimmungen. Jedoch muss man ihr zugutehalten, dass sie um einiges entschlossener geworden ist, und langsam ihren eigenen Kopf entwickelt. Balthazar gegenüber schafft sie es endlich sich ein wenig zu öffnen, eine großartige Chance gibt sie ihm leider aber immer noch nicht.

Zu einem großen Rätsel in diesem Band wird die Direktorin Mrs Bethany. Was sind ihre Motive und Ziele? Diese Frau wirft eine Reihe von Fragen auf und wird einem zunehmend unheimlicher, da sie teilweise unerklärliche Dinge tut und unmögliche Dinge weiß. Ich bin wirklich gespannt, welche Entwicklung an dieser Stellte noch stattfinden wird.

Die Geschichte endet schließlich mit einer actiongeladenen und spannenden Schlacht, die zugegebenermaßen recht überraschend kam. Doch genau dies macht die Evernight Bücher zu etwas Besonderem. Man wird immer wieder überrascht.

Fazit:
Auch wenn Bianca ihr Klein-Mädchen-Image immer noch nicht abgelegt hat, so ist sie doch dabei, eine ganz gute Richtung einzuschlagen.
Durch die neu auftauchenden Geister bietet der zweite Evernight Band eine gute Abwechslung zum ersten Teil. Wir dürfen also gespannt sein, womit die Autorin uns im nächsten Band überrascht und wie es mit Bianca und Lucas weitergeht.

Donnerstag, 25. August 2011

Freitag, 19. August 2011

Randomhouse Hardcover Vorschauen Winter 2011/2012

Tadaaa, die neuen Vorschauen sind da ;) (Kurzbeschreibungen folgen bald)

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Lynn Raven
Verlag: cbt
Serie: -
Format: Paperback
Seiten: 736 Seiten
ISBN: 978-3-570-16070-1
Preis: 14,99€ [D], 15,50€ [A]

Erscheint am 15. November 2011

Cover © cbt







Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Christoph Hardebusch
Verlag: Heyne Fliegt
Serie: Smart Magic (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 500 Seiten
ISBN: 978-3-453-26745-9
Preis: 16,99€ [D], 17,50€ [A]

Erscheint am 12. Dezember 2011

Cover © Heyne Fliegt







Produktinformationen:
Originaltitel: Tiger's Curse
Autor: Colleen Houck
Verlag: Heyne Fliegt
Serie: Kuss des Tigers (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 530 Seiten
ISBN: 978-3-453-26773-2
Preis: 16,99€ [D], 17,50€ [A]

Erscheint am 23. Januar 2012

Cover © Heyne Fliegt








Produktinformationen:
Originaltitel: The Iron Queen
Autor: Julie Kagawa
Verlag: Heyne Fliegt
Serie: Plötzlich Fee (Band 3)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 500 Seiten
ISBN: 978-3-453-26726-8
Preis: 16,99€ [D], 17,50€ [A]

Erscheint am 23. Januar 2012

Cover © Heyne Fliegt







Produktinformationen:
Originaltitel: Prized
Autor: Caragh O'Brien
Verlag: Heyne Fliegt
Serie: Dytopie Serie (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 464 Seiten
ISBN: 978-3-453-26728-2
Preis: 16,99€ [D], 17,50€ [A]

Erscheint am 20. Februar 2012

Cover © Heyne Fliegt

Montag, 15. August 2011

Kami Garcia kündigt Soloprojekt an

Nachdem bereits ihre Caster Chronicles Co Autorin Margaret Stohl ihr Soloprojekt angekündigt hat, gibt es nun auch von Kami Garcia die ersten News zu ihrer eigenen Buchreihe.

Die Serie wird "Legion" heißen, angefangen mit dem ersten Band "Unbreakable, der 2013 erscheinen soll.

Inhaltsangabe via Goodreads:
Kennedy Waters’ entire life changes when she finds her mother dead and discovers she is a member of a secret society formed two hundred years ago to protect the world from a powerful demon determined to find a way out of his dimension and into ours, and from the dangerous spirits he controls.

Sonntag, 14. August 2011

Rezension: "Evernight" von Claudia Gray

Produktinformationen:
Originaltitel: Evernight
Autor: Claudia Gray
Verlag: Penhaligon Verlag
Serie: Evernight (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 384 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3045-7
Preis: 18,95€ [D], 19,50€ [A]

Cover © Penhaligon Verlag

Inhalt:
Gerade als Bianca Olivier der Evernight Academy für immer den Rücken kehren will, läuft sie dem neuen Schüler Lucas Ross über den Weg. Völlig hingerissen von ihm ändert Bianca ihre Meinung und entscheidet sich zu bleiben, auch wenn sie sich zwischen all den schönen und reichen Mitschülern total fehl am Platz fühlt.

Als sie ihren Mitschüler Balthazar einen Freund findet, fängt sie an, sich wohler zu fühlen und auch Lucas macht ihr die Zeit dort um einiges erträglicher. Doch als die Beiden endlich zu einem Date zusammenkommen, kommt Biancas wahre Natur zum Vorschein. Aber auch Lucas trägt ein verheerendes Geheimnis mit sich herum, dass nicht nur für Bianca, sondern für die gesamte Academy ein tödliches Ende haben kann ...


Backround Infos:
„Evernight“ ist der Auftakt zu einer vierteiligen Serie der Autorin Claudia Gray (übrigens ein Pseudonym).
Der zweite Band „Evernight – Tochter der Dämmerung“ und der dritte Teil „Evernight – Hüterin des Zwielichts“ sind bereits erschienen.
Außerdem sind Band eins und zwei auch als Taschenbuch beim Blanvalet Verlag erhältlich.

Im März 2012 erscheint im englischen Original ein Spin-Off Roman, der die Geschichte Balthazars erzählen wird.


Rezension:
„Evernight“ beginnt mit Biancas Fluchtversuch aus der Academy und ihrer Begegnung mit Lucas. Für Bianca ist es Liebe auf den ersten Blick und von da an vergeht kaum eine Minute, die sie nicht an Lucas denkt. Teilweise ist es ein wenig nervig, da man als Leser nicht so recht verstehen kann, wie man sich in jemanden verlieben kann, mit dem man vielleicht fünf Sätze geredet hat.
Jedoch sagt dies bereits sehr viel über ihren Charakter aus. Bianca weiß eigentlich nie so recht, was sie eigentlich will und benimmt sich ziemlich unreif und naiv. Als dann ihre wahre Natur zum Vorschein kommt, stößt sie dies in eine wahre Identitätskrise, da sie Angst hat, sich selbst darin zu verlieren.

Bevor man jedoch erfährt, was Bianca wirklich ist und was es wirklich mit Evernight auf sich hat, wird man als Leser absolut um unklaren gelassen. Später erfährt man aber, dass Bianca die ganze Zeit von Allem wusste, was ein wenig merkwürdig erscheint, bedenkt man, dass das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist und man so als Leser eigentlich alles mitbekommen sollte, was die Protagonistin auch wahrnimmt.
Dennoch habe ich dies bis jetzt so noch in keinem Jugendbuch gelesen und durch die gelungene Überraschung bekommt die Geschichte natürlich einen rafinieren Twist. Allerdings muss ich auch anmerken, dass der erste Teil des Buches so ein wenig inkompatibel mit dem zweiten Teil erscheint, weil diese einfach so unterschiedlich sind.

Nun aber zur Atmosphäre. Durch die detailierte Beschreibung Evernights, bekommt man ein leicht gothisches Feeling, dass letzten Endes auch das Hauptthema des Buches vermuten lässt.
Im Mittelpunkt steht jedoch die Liebesgeschichte von Lucas und Bianca die sich durch Balthazar in eine Art Liebesdreieck verwandelt (welches jedoch zugegebenermaßen recht vorhersehbar ist).

Die beiden Jungs sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können. Während Lucas sage und schreibe 19 Jahre alt ist, aber eher den Eindruck macht, ein kleiner Junge mit Abenteuerdrang zu sein, ist Balthazar sehr reif und viel vernünftiger als sein Nebenbuhler. Leider sind die Szenen mit Letzerem jedoch eher rar. Allerdings muss ich auch anmerken, dass er, so toll ich ihn auch finde, nicht zu Bianca passen würde. Dadurch dass Bianca selbst noch sehr kindlich ist, passt sie einfach besser zu Lucas.
Dieser hat jedoch ein Geheimnis, dass eine Liebe zu Bianca eigentlich unmöglich machen würde und sie im Grunde genommen zu Feinden macht. Über einige Hintertürchen haben wir hier also auch eine kleine Romeo & Julia Geschichte.

Die Geschichte und dessen Verlauf an sich ist letzten Endes wirklich gut durchdacht und nicht mit anderen bekannten Romanen des Genres vergleichbar. Außerdem bekommt der Leser eine Reihe von unterschiedlichen Nebencharakteren präsentiert, die allesamt ihren Teil zur Unterhaltung beitragen.

Fazit:
„Evernight“ lässt sicherlich noch jede Menge Platz nach oben offen, dennoch ist es ein vielversprechender Auftakt zu einer einzigartigen Jugendbuchreihe. Aufgrund der recht kindlichen und naiven Protagonistin dürfen viele ältere Leser ein paar Probleme auf der Identifikationsebene bekommen, jedoch kann man sich dann immernoch an der gut durchdachten Storyline erfreuen.

Sonntag, 31. Juli 2011

Rezension: "Die dunklen Mächte - Höllenglanz" von Kelley Armstrong

Produktinformationen:
Originaltitel: The Darkest Powers #3: The Reckoning
Autor: Kelley Armstrong
Verlag: Pan Verlag
Serie: Die dunklen Mächte (Band 3)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 3-426-28343-3
Preis: 14.99€ [D]

Cover © Pan Verlag

Dies ist Band 3 der "Die dunklen Mächte" Trilogie und die Rezension könnte somit Spoiler enthalten.
Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER und zu der Rezension von Band 2 HIER.

Inhalt:
Die Nekromantin Chloe und ihre paranormalen Freunde Derek, Simon und Tori haben nach ihrer Flucht vor der Edison Group Unterschlupf im Haus der Widerstandsgruppe gegen die Organisation gefunden.
Doch als Chloe dort einen Geist beschwört, erfährt sie von der schrecklichen Vergangenheit des Hauses und sie und ihre Freunde befürchten, dass die Edison Group ihnen weiterhin auf den Fersen ist.

Unterdessen muss Chloe das wahre Ausmaß ihrer Kräfte feststellen und gerade Derek, der mit seinen eigenen paranormalen Kräften zu kämpfen hat, scheint sie am besten zu verstehen. Doch die beiden haben kaum Zeit an ihren Fähigkeiten zu arbeiten, denn schon bald müssen sie die Wahrheit über die Widerstandsgruppe erfahren und sich erneut der Edison Group entgegenstellen ...


Backround Infos:
„Höllenglanz“ ist der dritte und letzte Band von Kelley Armstrongs „Die Dunklen Mächte“ Trilogie.

Im April 2011 erschien der erste Band der Spin-Off Serie „Darkness Rising“ in Amerika, die sich um das Projekt Phoenix und somit einer weiteren Gruppe von paranormalen Jugendlichen dreht, mit denen die Edison Group Experimente durchgeführt hat.

Auf ihrer FAQ Seite hat die Autorin angedeutet, dass die neuen Charaktere möglicherweise im letzten Band mit Chloes Gruppe zusammenstoßen könnte. Ebenfalls angedeutet wird, dass eine weitere Geschichte über Chloe und ihre Freunde nicht ausgeschlossen ist.


Meine Meinung:
Ich finde es wirklich erstaunlich, dass die Autorin es geschafft hat, das hohe Niveau des ersten Bandes bis zum dritten Teil aufrecht zu erhalten. Ich würde sogar fast sagen, dass „Höllenglanz“ in allen Bereichen die absolute Spitze der Reihe darstellt.

„Höllenglanz“ ist mit Abstand der unheimlichste und schaurigste Band der Trilogie. Chloe hat es nicht mehr nur mit Polstergeistern zu tun, sondern mit gefährlichen Dämonengeistern und verrückt gewordenen Seelen. Umso mehr erkennt sie das wahre Ausmaß, aber auch die Grenzen ihrer Nekromantie. Sie und ihre Freunde verstehen nun, wieso die Edison Group sie und ihre Freunde unbedingt auslöschen will und was deren Experimente wirklich mit ihnen angestellt haben.
Ebenso mysteriös und unheimlich ist das Haus, in dem die Teenager Unterschlupf finden. Schritt für Schritt kommt man hinter das Geheimnis, dass die Konsequenzen paranormaler Fähigkeiten in einem ganz neuen Licht erscheinen lässt.

Dieses Buch ist aber auch das romantischste Buch der Reihe, denn das im zweiten Band angedeutete Liebesdreieck wird nun zu einem Haupthandlungsstrang. Dabei ist es jedoch die Beziehung von Chloe und Derek, die besonders hervorsticht. Zwischen den Beiden existiert ein tiefes Verständnis und im Gegensatz zu Simon sagt er Chloe nicht das, was für sie am einfachsten ist, sondern das, was am vernünftigsten ist, auch wenn es viele Dinge für sie komplizieren könnte.
Außerdem lernt man endlich Dereks Persönlichkeit kennen, die in den vorherigen Bänden eher hinter seiner grimmigen Fassade versteckt gehalten wurde.
Umso überraschender ist das, was man in diesem Buch über Derek erfährt. Chloe schafft es, hinter seine Fassade zu blicken und zum Vorschein kommt ein unglaublich herzlicher und fürsorglicher Mensch, der nicht nur selbstlos handelt, sondern dem sein Eigenes Leben im Vergleich zu dem seiner Freunde kaum etwas bedeutet. Er würde sich ohne zu zweifeln für Simon oder Chloe opfern und dies ist der Punkt, in dem Chloe ihm eine enorme Stütze ist.

Während Derek ihr beibringt, dass man sich manchen Dingen einfach stellen muss und nicht immer davonrennen kann, bringt Chloe ihn dazu, sich selbst mehr zu schätzen. Die beiden ergänzen sich wirklich sehr gut und es ist wirklich spannend zu lesen, welche Richtung die Beziehung der Beiden einschlägt.

Interessant wird es, als man eine Reihe neuer Charaktere kennenlernt. Dabei handelt es sich um Mitglieder der Widerstandsgruppe, die zwar einerseits als Mentoren für Chloe und ihre Freunde agieren, jedoch so undurchsichtig sind, dass man ihnen als Leser einfach nicht traut. Hinzu kommt, dass die Reaktion auf die unglaublichen Kräfte der Teenager recht abweisend sind, jedoch kann man einfach nicht einschätzen, woran diese Abneigung liegt. Ist es Eifersucht oder vielleicht sogar Angst? Es ist auf jeden Fall spannend, welche Rolle die Mitglieder der Widerstandsgruppe im Laufe der Geschichte spielen und an der einen oder anderen Ecke gibt es sogar ein paar überraschende Wendungen.

Das Ende der Geschichte lässt vermuten, dass es vielleicht noch eine weitere Reihe über Chloe und ihre Freund geben wird, da ein Handlungsstrang nicht komplett gelöst wurde und die Teenager bereits ihre nächsten Schritte planen.
Ebenso gibt es einige Mysterien, die nicht komplett aufgeklärt wurde, wie zum Beispiel das Rätsel um den Tod von Chloes Mutter, oder das Geheimnis um Chloes Kette. Ebenso offen bleibt das Schicksal einiger Nebencharaktere, sodass es auf jeden Fall reichlich Stoff für eine weitere Reihe über Chloe geben wird.

Fazit:
Mit „Höllenglanz“ hat Kelley Armstrong ihre Trilogie mit einem echten Volltreffer abgeschlossen. Romantik, Spannung und schaurige Momente sorgen dafür, dass man sich nicht mehr von dem Buch lösen kann und in jedem Moment mit den Charakteren mitfiebert.
Nur ungerne trennt man sich nach Ende der Geschichte von Chloe und ihren Freunden, da sie einem wirklich ans Herz gewachsen sind im Laufe der Trilogie. „Die Dunklen Mächte“ ist definitiv eine Jugendbuchtrilogie, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Cover Revealed: "Fever" (Wither Trilogy Band 2) von Lauren DeStefano

Gestern Nacht wurde endlich das Cover der Fortsetzung zu Lauren DeStefanos Roman "Wither" enthüllt. Nachdem im Laufe des Monats immer ein paar Teile des Covers als sogenannte Sneak Peaks mit jeweils passendem Zitat veröffentlicht wurden, dürfen wir nun das gesamte Cover bewundern. Wie schon beim ersten Teil haben auch die einzelnen Elemten auf dem "Fever" Cover eine wichtige Bedeutung in der Geschichte.

Ich finde, das Motiv ist wieder sehr schön geworden, doch was ist bitte mit den Farben passiert? Das Ankündigungscover und die Sneak Peaks waren alle in einem dunklen Rot gehalten. Doch stattdessen ist der Titel nun Grün unterlegt? Mir hätte ein dunkles Orange oder schönes Rot besser gefallen ...

Cover © Simon & Schuster

Dienstag, 26. Juli 2011

Rezension: "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

Produktinformationen:
Originaltitel: Queen of Kings
Autor: Maria Dahvana Headley
Verlag: Droemer Knaur
Serie: -
Format: Klappenbroschur
Seiten: 528 Seiten
ISBN: 3-426-50893-1
Preis: 14,99€ [D]

Cover © Droemer Knaur

Inhalt:
Der Krieg zwischen Ägypten und den Legionen des römischen Heerführers Octavian neigt sich dem Höhepunkt entgegen. Für Kleopatra scheint ein Sieg unerreichbar und nachdem sie vom Tod ihres Mannes Antonius erfährt, beschwört sie die mächtige Göttin Sachmet.

Doch die Hilfe der Göttin hat einen Preis. Kleopatra muss schon bald festellen, dass die Göttin ihr ihre Seele genommen, und sie zur einer blutrünstigen Bestie gemacht hat. Mit ihrer neuen Macht und dem immer stärker werdenden Blutdurst schwört Kleopatra Rache an Octavius und all denjenigen, die ihr ihren Mann, ihre Kinder und ihr Reich geraubt haben ...


Rezension:
„Die Königin der Unsterblichen“ ist ein Mix aus historischen Elementen und Fantasy. Die Geschichte ist an einigen Stellen sehr dramatisch geschrieben und enthält viele starke Emotionen, von denen sich die Charaktere leiten lassen.

Die Protagonistin des Buches ist Kleopatra und die Handlung des Buches dreht sich um die Geschehnisse, die durch die Beschwörung Sachmets ausgelöst werden. Dennoch wird die Geschichte auch aus anderen Perspektiven geschildert, was zum einen zwar interessant ist, weil man so mehr über Kleopatras Wirken auf andere erfahren kann, jedoch entstehen ab dem Mittelteil ein paar irreführende Parallelhandlungen, die man zunächst nicht so richtig verstehen kann.
Der Anfang der Geschichte konnte mich wirklich fesseln, da er sehr düster und mystisch ist. Dies verlief sich jedoch im Laufe der Handlung, sodass das typische Ägypten Feeling irgendwann verloren ging. Das Hauptproblem ist einfach, dass sich so kein richtiger Spannungsbogen aufbauen kann und die Geschichte langweilig wird.

Auffällig hingegen war die sich steigernde Brutalität der Handlung, die aber zum Konzept der Geschichte passt, auch wenn einige Passagen recht blutig sind.
Außerdem enthält das Buch einen großen Teil an verschiedenen Mythologien und gegen Ende hatte man leicht das Gefühl, dass es letztendlich die ganze Zeit nur um einen Krieg zwischen den Göttern verschiedener Mythologien ging und der Krieg zwischen Ägypten und Rom eher Mittel zum Zweck war.

Kleopatra an sich strahlt zwar die Anmut und Autorität einer wahren Königin aus, jedoch merkt man auch schnell, wie verletzbar sie sein kann und wie viele Schwachstellen sie hat. Ihre Familie bedeutet ihr alles, und so erwacht in ihr dieser unbändige Drang nach Rache.
Auch wenn sie wirklich gut in Szene gesetzt und interessant zu lesen ist, war es schwer für mich, eine Beziehung zu dem Charakter aufzubauen. Dies war leider auch bei anderen Charakteren der Fall, die zwar ebenfalls alle sehr einzigartig sind und auch interessant, aber das gewisse Etwas fehlt irgendwie.

Octavius lernt man als großen und selbstbewussten Heerführer kennen, jedoch entdeckt man auch schnell seine andere Seite, die das genaue Gegenteil darstellt. Nach außen hin versucht er immer eine gewisse Macht ausstrahlen zu wollen, dabei ist er eigentlich extrem unsicher und orientiert sich lieber an dem, was andere Männer vor ihm bereits zum Erfolg geführt hat.

Das sind eigentlich die beiden Charaktere die mich am meisten interessiert haben von ihrem Wesen her. Gerade deshalb finde ich es schade, dass die Verbindung zwischen mir und den Protagonisten einfach nicht funktioniert hat.

Fazit:
„Die Königin der Unsterblichen“ fängt sehr vielversprechend an, doch die Geschichte wird mit Fortschreiten der Handlung einfach zu kompliziert und verliert die Atmosphäre. Die Idee, Kleopatras Geschichte mit ein wenig Fantasy zu vermischen ist aber interessant zu lesen, wodurch man letzten Endes auch zum weiterlesen gebracht wird.

Freitag, 22. Juli 2011

Rezension: "Wer schön sein will muss sterben" von Michele Jaffe

Produktinformationen:
Originaltitel: Rosebush
Autor: Michele Jaffe
Verlag: Fischer FJB
Serie: -
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 448 Seiten
ISBN: 978-3-8414-2120-3
Preis: € 16,95 [D], € 17,50 [A]

Cover © Fischerverlage

Inhalt:
Als Jane Freeman und ihre Freundinnen Kate und Langley sich für die Party fertig machen, ahnt keiner von ihnen, dass der Abend tödlich enden wird. Als die drei beliebtesten Mädchen der Schule haben sie jede Menge Freunde und jeder sollte sie mögen. Und dennoch wird Jane einige Stunden später halb tot in einem Rosenbusch aufgefunden.

Als sie im Krankenhaus wieder aufwacht, erhält sie von all ihren Freunden Genesungsgeschenke und jede Menge Besuch. Doch Jane weiß, dass unter ihnen die Person ist, die sie in jener Nacht umbringen wollte. Schritt für Schritt kehren ihre Erinnerungen zurück, doch dann erhält Jane Drohanrufe und alle fangen an, sie für verrückt zu halten. Jane bekommt langsam Selbstzweifel und fragt sich, wem sie überhaupt noch trauen kann. Denn jeder ihrer Freunde scheint etwas vor ihr zu verheimlichen …


Backround Infos:
Michele Jaffe ist eine amerikanische Autorin, die Bücher verschiedener Genres schreibt. Bei Droemer Knaur sind bereits einige ihrer Thriller für Erwachsene erschienen. „Wer schön sein will, muss sterben“ ihr erster Jugendbuch Thriller.

Zusammen mit Meg Cabot, Stephenie Meyer und anderen erfolgreichen Jugendbuchautorinnen hat sie eine Kurzgeschichte zu der Anthologie „Bis in die Ewigkeit“ (erschienen bei Blanvalet) beigesteuert.


Meine Meinung:
„Wer schön sein will muss sterben“ beschäftigt sich auf kritische Weise mit dem Problem von Popularität an der High School und der dort herrschenden sozialen Hierarchie.

Jane selbst ist viele zweifelhafte Wege gegangen um einen bestimmten Status zu erreichen, den sie dann jedoch auch auslebt. Dabei geht es ihr aber nicht unbedingt um das Beliebtsein an sich, sondern einfach nur darum Freunde zu haben und nicht zu den Losern zu gehören. Dass ihr dies irgendwann einmal zum Verhängnis werden würde, hätte sie jedoch nie gedacht. Als sie im Krankenhaus aufwacht erfreut sie sich an all den Geschenken, die ihrer Meinung nach ihre Popularität bezeugen. Je mehr ihrer Erinnerungen jedoch zurückkehren und je mehr unglaubliche Dinge sie über ihre vermeintlichen Freunde erfährt, desto mehr fragt sie sich, wo sie eigentlich hineingeraten ist und was für ein Leben sie eigentlich wirklich führen will. Besonders die Frage, wer sie selbst eigentlich ist, wird zu einem immer größer werdenden Problem für sie.
Man kann aus dem Buch eine Menge lernen und vor allem auch verstehen, wodurch der Wunsch beliebt zu sein, eigentlich entsteht. Gleichzeitig lernt man auch die Schattenseiten kennen und muss sich darüber klar werden, ob man sich selbst vollständig aufgeben würde, nur Akzeptanz und Anerkennung zu finden.

Die Haupthandlung, nämlich Janes Krankenhaus Aufenthalt und die damit einhergehende Rückkehr ihrer Erinnerungen, umfasst gerade mal fünf Tage. Ihre Erinnerungen werden in Form von Flashbacks geschildert und umfassen nicht nur den Abend der Party, sondern auch Erlebnisse mit ihren jeweiligen Freunden, die sie im Laufe ihres Lebens erlebt hat.
Besonders geprägt hat Janes Leben der Tod ihrer ehemals besten Freundin Bonnie, welcher später noch eine besondere Rolle in Janes Entwicklung spielt.

Auch wenn sich der Erzählstil auf das Wesentliche beschränkt, ist er dennoch ergreifend und schockierend an den richtigen Stellen. Doch auch ein wenig Romantik kommt auf, da Jane eine Reihe von Verehrern hat. Auch dieser Teil der Geschichte läuft in eine schockierende Richtung und es ist wirklich wahnsinnig, was für Abgründe sich im Laufe der Handlung auftun.

Dadurch wird die Spannung sehr gut aufrecht erhalten, da jeder als potenzieller Mörder in Frage kommen würde, besonders, da sich alle schon recht merkwürdig benehmen und teilweise auch leicht psychotische Anwandlungen haben.

Auf jeden Fall ist nichts so, wie es scheint und auf den wahren Mörder kommt man einfach nicht. Das Buch ist sehr gut konzipiert worden und unterhält bis zur letzten Seite.

Fazit:
„Wer schön sein will, muss sterben“ ist ein sehr unterhaltsamer und gleichzeitig lehrreicher Jugendbuch Thriller. Die Protagonistin macht eine erstaunliche Entwicklung durch und als Leser durchlebt man mit ihr zusammen die schockierenden Erinnerungen und neuen Erkenntnisse. Das Mördermysterium wurde sehr gut ausgearbeitet, sodass die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten wurde und den Leser durchgehend fesselt.

Mittwoch, 20. Juli 2011

May the odds be ever in your favor - Lionsgate veröffentlicht Hunger Games Poster

Es ist zwar nur ein Teaser Poster, aber trotzdem bekomme ich davon Gänsehaut. Auf Collider kann man sich auch ein Motion Poster ansehen, dass mit Musik hinterlegt ist und bei dem das Mockingjay Symbol in Flammen aufgeht.

Rezension: "Seventeen Moons - Eine unheilvolle Liebe" von Kami Garcia & Margaret Stohl

Produktinformationen:
Originaltitel: Beautiful Darkness
Autor: Kami Garcia & Margaret Stohl
Verlag: cbj Verlag
Serie: Caster Chroniken (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 550 Seiten
ISBN: 978-3-570-13829-8
Preis: € 18,99 [D], € 19,60 [A]

Cover © cbj Verlag

Erscheint am 12. September 2011

Website der Reihe:
http://www.sixteenmoons.de/

Dies ist Band 2 der Caster Chroniken und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten. Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER.

Inhalt:
Nach dem Tod ihres geliebten Onkels Macon, beginnt für Lena Duchannes eine Zeit voller Trauer und Schmerz. Ethan versucht alles, um seine Freundin abzulenken, doch diese stürzt sich in eine dunkle Phase und lässt ihren Caster Kräften freien Lauf.

Ethan ahnt, dass die Dinge in eine gefährliche Richtung laufen und als er wieder anfängt Visionen zu bekommen, bewahrheitet sich sein schlimmster Alptraum. Lena scheint einen Anderen zu haben, einen Caster, der sie und ihr Wesen verstehen kann. Als sie dann auch noch mit ihm und ihrer eigentlichen Rivalin und dunklen Caster Cousine Ridley durchbrennt, muss Ethan einsehen, dass die Lena, die er einmal gekannt hatte, nicht mehr existiert.

Doch schon bald muss Ethan einsehen, dass sowohl Lena, als auch ihr neuer Freund und ihre Cousine Ridley von einer höheren Macht gelenkt werden, die die dunklen Vorahnungen aus seinen Visionen zur schrecklichen Realität werden lassen. Denn Lenas Vorfahr Abraham Ravenwood scheint vor langer Zeit einen Pakt mit dem Buch der Monde geschlossen zu haben und hat seine ganz eigenen Pläne mit seiner Familie. Ethan, sein Freund Link und die neue Caster Bibliothekspraktikantin Olivia zögern nicht lange und machen sich auf die Suche nach Lena. Denn nur Ethan kann sie noch vor Abraham und vor sich selbst retten ...


Backround Infos:
„Seventeen Moons – Eine unheilvolle Liebe“ ist der zweite Band der Caster Chroniken von Kami Garcia & Margaret Stohl. Die Fortsetzung und somit der dritte Band der Reihe, welcher im Original „Beautiful Chaos“ heißen wird, erscheint bereits im Oktober 2011.
Insgesamt wird die Reihe voraussichtlich vier Bände umfassen.


Rezension:
Wie bereits sein Vorgänger bietet auch „Seventeen Moons“ dem Leser wieder eine ganze Menge.
Im Mittelpunkt stehen dieses Mal Veränderungen, Verluste aber auch neue Hoffnung.
Die Geschichte ist zwar grundlegend anders, als die von „Sixteen Moons“ und auch die Atmosphäre unterscheidet sich stark von seinem Vorgänger, vom Unterhaltungswert ist die Geschichte jedoch wieder genauso gut.

Das Buch beginnt mit einer sehr düsteren und melancholischen Stimmung aufgrund von Macons Tod und die damit einhergehenden Konsequenzen für das Leben einiger Charaktere. Besonders auf Lena hat dieser Verlust einen großen Einfluss, der ihre dunkle Casternatur immer mehr zum Vorschein bringt. Durch die damit verbundenen Geschehnisse bleibt die Geschichte durchgehend mystisch, aber auf eine sehr dunkle und bedrohliche Weise.

Dies wird zusätzlich durch das plötzliche Auftauchen von Lenas neuem Freund John unterstützt. Er wirkt von Anfang an geheimnisvoll und düster. Mit Lena scheint ihn Einiges zu verbinden, da die Beiden immer öfters zusammen sind und dennoch erfährt man selbst am Ende der Geschichte nicht alles über ihn. Für Ethan ist es natürlich hart, die beiden zusammen zu sehen und mitzubekommen, dass Lena sich lieber John anvertraut als ihm. Dabei ist es besonders interessant, in was für ein Gefühlchaos Ethan hineingerät und dass er selbst enorme Probleme hat, die Situation zu verstehen.

Als Leser kann man Lenas Veränderung jedoch kaum nachvollziehen und verstehen. Natürlich ist es klar, dass der Verlust eines geliebten Menschen nicht spurlos an ihr vorbeigeht, aber Ethan versucht sich mit einer solchen Hingabe um sie zu kümmern, dass es Lena doch reichlich unsympathisch erscheinen lässt, wenn sie ihn so von sich stößt. Und selbst dann verlangt sie noch absolutes Verständnis von Ethan, obwohl sie langsam aber sicher zu genau der Caster wird, die sie nie sein wollte und vor der Ethan sie immer beschützen wollte. Im Laufe der Geschichte entstehen dann immer mehr Missverständnisse zwischen den Beiden und als Ethan sich dann auch noch mit der neuen Bibliothekspraktikantin Olivia anfreundet, dreht Lena endgültig durch. Auch an dieser Stelle macht sie sich beim Leser wieder unbeliebt, denn einerseits darf sie Ethan offenbar mit John betrügen, andererseits darf Ethan aber keine platonische Freundschaft mit einem Mädchen haben.

Dabei ist Olivia genau das, was Ethan braucht, als Lena fortgeht, nämlich eine verständnisvolle Freundin, die offen, cool und freundlich ist. Also das genaue Gegenteil von Lena in diesem Buch. Auch zwischen ihr und Ethan knistert es im Laufe der Handlung ein wenig nachdem Lena fortgegangen ist, und dennoch hängt Ethan unerklärlicher Weise so sehr an ihr, dass er immer noch dazu bereit ist, sein Leben für sie zu riskieren.

Ein Highlight in diesem Buch waren aber ein paar ganz andere Charaktere. Die Rede ist von Ethans drei Großtanten Prue, Grace und Mercy und natürlich seiner Ersatzgroßmutter Amma. Die Vier schaffen es trotz ihres Alters dem Jungen gegen die dunklen Caster zur Seite zu stehen und ordentlich Kampfgeist an den Tag zu legen. Die drei Tanten mögen die meiste Zeit eher wirres Zeug reden, aber das Gruselige daran sind die unterschwelligen Ratschläge, die Ethan dadurch erhält.

Das, was ich an dem Buch jedoch am meisten mag, und was mich bereits dazu brachte nach „Sixteen Moons“ ein Fan der Caster Chroniken zu werden, sind wohl die vielen Oh-mein-Gott-Momente. Die Geschichte spart nicht an unglaublichen und überraschenden Enthüllungen.

Besonders Ethan wird mit einer Reihe neuer Erkenntnisse konfrontiert. Dadurch erfährt man über ein paar Umwege auch einiges über das Verhältnis zu seiner verstorbenen Mutter, die sein Leben stark geprägt hat und dessen Ableben ein großes Loch für ihn hinterlassen hat. Gerade deswegen versucht er Lena mit seinen Erfahrungen zu helfen, mit den Verlust von Macon umzugehen.
Für Ethan ist diese Geschichte aber auch eine Reise zu sich selbst, eine Möglichkeit, sich darüber klar zu werden, wo er hingehört und wer er sein will, auch wenn die Entscheidung nicht immer einfach ist.

Der Epilog endet schließlich mit einem riesen Cliffhanger, der dem Leser dann nochmal als Krönung einen Oh-mein-Gott Momente beschert und einiges an Chaos für den Folgeband verspricht.

Fazit:
„Seventeen Moons“ ist um einiges düsterer und melancholischer als sein Vorgänger, schafft es aber, das Niveau von „Sixteen Moons“ zu halten und den Leser wieder in die unglaubliche Welt der Caster zu entführen. Eine Welt, in der sich schlagartig alles ändern kann und die Bedrohung allgegenwärtig ist. Für die Charaktere ist diese Geschichte vor allem eine Bewährungsprobe. Sie müssen sich entscheiden wer sie sein wollen und wo sie hingehören. Eine Entscheidung, von der vieles abhängt, die jedoch auch durch vieles beeinflusst wird.
Die Geschichte um Ethan und Lena scheint jedenfalls niemals langweilig zu werden und so wie es aussieht, wird uns im Folgeband eine Menge Chaos erwarten.

Freitag, 15. Juli 2011

Movie Review: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2

Der zweite Teil von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes ist nicht nur der Abschluss einer Saga, sondern auch ein Film voller heimlicher Helden. Dazu aber später noch mehr.

Teil 2 fängt direkt dort an, wo der letzte Film aufgehört hat. Es geht also nahtlos weiter. Harry, Ron und Hermine machen sich auf die Suche nach den letzten Horkruxen, wobei dies zunächst unspektakulärer Teil ist. Sobald jedoch die große Flucht aus den Verließen von Gringotts ansteht, fängt der Film an ein wenig anzugeben.

Die Szene mit dem Drachen, der die Drei sicher aus den Verließen rausbringen soll, ist der schiere Wahnsinn. Sehr bildgewaltig.

Der beste Teil des Filmes ist aber letzten Endes die Schlacht von Hogwarts, die die gesamte zweite Hälfte des Filmes einnimmt.

Dabei zeigen einige Charaktere ganz neue Seiten von sich, so zum Beispiel Professor McGonagall, die höchstpersönlich in die Schlacht gegen Voldemort ruft und selbst ordentlich mitmischt.

Der absolute Scene Stealer ist aber zweifelsohne Alan Rickman, der sich mit seiner Darstellung von Snape in diesem Film selbst übertroffen hat. Die Sequenzen, die seine Erinnerungen an Lily zeigen und damit auch sein wahres Ich offenbaren, erzeugen nicht nur Gänsehaut, sondern auch reichlich Tränen. Die Szenen sind wirklich sehr emotional und ergreifend, packt also genug Taschentücher ein, wenn ihr euch den Film anschauen wollt.

Dritter Held der Geschichte ist eindeutig Neville. Sobald die Schlacht anfängt, verfällt er in eine Art Adrenalin Rausch. Er ist nicht mehr der übermäßig tollpatschige Junge, den wir kannten, sondern ist langsam erwachsen geworden und weiß, wofür es sich lohnt zu kämpfen. Dabei stößt er nichteinmal davor zurück, sich Voldemort entgegen zu stellen und ihm höchstpersönlich eine Ansage zu machen.

Wieder einmal lobenswert ist auch der Soundtrack, der die passende Atmosphäre zu den Bildern erzeugt. In besonders ergreifenden und hoffnungsvollen Momenten dürfen wir uns sogar an dem altbekannten "Hedwig's Theme" erfreuen, das dann auch in neuer Auflage den Film 19 Jahre später ausklingen lässt.

Auch wenn viele bereits kritisiert haben, dass für die, die die Bücher nicht gelesen haben, zu wenig in dem Film erklärt wird, ist das Gesamtpaket doch mehr als ein würdiger Abschluss der Serie, der nochmal in voller Pracht gezeigt hat, was unsere heutige Filmindustrie für wundervolle Meisterwerke produzieren kann.

Cover Revealed: "Shatter Me" von Tahereh Mafi

Lange hat es gedauert, bis dieser neue Dystopie Renner endlich ein Cover bekommen hat. Die englischen Buchblogger, die das Buch bereits als Vorabexemplar lesen durften, sind allesamt maßlos begeistert. Leider ist noch nichts über eine deutsche Veröffentlichung bekannt.
"Shatter Me" wird im November 2011 erscheinen.

Cover & Inhaltsangabe © HarperTeen

Juliette hasn't touched anyone in exactly 264 days. The last time she did, it was an accident, but The Reestablishment locked her up for murder. No one knows why Juliette's touch is fatal. As long as she doesn't hurt anyone else, no one really cares. The world is too busy crumbling to pieces to pay attention to a 17-year-old-girl. Diseases are destroying the population, food is hard to find, birds don't fly anymore, and the clouds are the wrong color.

The Reestablishment said their way was the only way to fix things, so they threw Juliette in a cell. Now so many people are dead that the survivors are whispering war- and The Reestablishment has changed its mind. Maybe Juliette is more than a tortured soul stuffed into a poisonous body. Maybe she's exactly what they need right now.

Juliette has to make a choice: Be a weapon. Or be a warrior.

Hörbuchrezension: "Ich bin Nummer Vier" von Pittacus Lore

Produktinformationen:
Originaltitel: I Am Number Four
Autor: Pittacus Lore
Verlag: Jumbo Verlag
Serie: Lorien Legacies (Band 1)
Format: Hörbuch (gelesen von Jacob Weigert)
ISBN: 978-3-8337-2733-7
Preis: 19,99€

Cover © Jumbo Verlag

Inhalt:
Nachdem ihr Planet Lorien von den Mogadories zerstört wurde, flohen 9 Lorien Teenager mit ihren Wächtern auf die Erde. Doch die Mogadories sind ihnen gefolgt und jagen sie, um sie einer nach dem anderen zu töten.

Als Nummer Drei getötet wird, weiß John Smith, dass er der Nächste ist, denn er ist Nummer Vier. Zusammen mit seinem Wächter Henry versteckt er sich in Paradise, Ohio, wo John versucht an der Highschool ein normales Leben zu führen. Dort lernt er sowohl den Nerd Sam kennen, der gefährliches Wissen über außerirdisches Leben zu haben scheint, und das Mädchen Sarah, in die John sich unsterblich verliebt.

Doch die Mogadories sind John bereits dicht auf den Fersen und als es zu einer verheerenden Konfrontation kommt, bekommt er unerwartete Hilfe von Nummer Sechs, einem Mädchen, dass ebenfalls von Lorien kommt. Gemeinsam stellen sie sich der Bedrohung der Mogadories entgegen und nur ihr Erbe Loriens, ihre übernatürlichen Fähigkeiten können sie nun noch retten …

Meine Meinung:
Wer den Film zu „Ich bin Nummer Vier“ gesehen hat, weiß, wie actionreich und rasant die Geschichte ist. Mit dem Hörbuch erlebt man mindestens genauso viel Action und Abenteuer.

Anfangs ist es noch ein wenig gewöhnungsbedürftig sich an das Erzähltempo zu gewöhnen, da es recht langsam ist. Mit der Zeit wird dies jedoch besser und es ist sogar richtig angenehm.

Der Sprecher schafft es, durch die unterschiedliche Betonung verschiedener Stimmen, die Geschichte authentisch umzusetzen. Dabei bekommen einige sogar ihren eigenen Akzent, wie zum Beispiel Johns Wächter Henri.

Die Geschichte an sich ist spannend und abenteuerreich. Dabei haben mich besonders die Flashback Szenen fasziniert, die von Johns Zeit auf Lorien erzählen. Bevor ihr Planet zerstört wurde, haben die Loriener alles dafür getan, ihren Planeten am Leben zu erhalten. Dafür haben sie auf alles, was die Natur angreifen könnte verzichtet, zum Beispiel Autos oder Technik. Diese rücksichtsvolle Seite der Loriener spiegelt sich auch sehr stark in John wieder, der ein sehr liebevoller Charakter ist. Für die Menschen & Loriener die er liebt, würde er alles tun um sie zu beschützen.

Als er sich in Sarah verliebt, wird dieser Charakterzug von ihm noch verstärkt. Wenn Loriener sich verlieben, dann hält dies auch für immer und so entsteht zumindest von Johns Seite her, eine tiefe Verbundenheit zu Sarah.

Jedoch muss ich sagen, dass Sarah ein wenig zu aufdringlich ist und des Öfteren unpassende Sachen sagt. Genau verstehen, wieso John sich in sie verliebt hat, kann ich nicht, schiebe es aber einfach auf ihren lebensfrohen Charakter.

Eine weitere Rolle in Johns Leben spielt Sam. Er ist total fasziniert von Außerirdischen und liest regelmäßig das Magazin „Sie sind unter uns“. Darin erfährt er auf mysteriöse Weise von den Mogadori und wenn man der Geschichte zuhört, hat man zwangsläufig irgendwann das Gefühl, dass hinter Sam mehr steckt, als ein Nerd.

Als Nummer Sechs jedoch auftaucht, stiehlt sie allen die Show. Sie ist stark, mutig und tough. Sie hat einiges an Erfahrung im Kampf gegen die Mogadori und agiert als eine Art Mentorin von John, genauso wie Henri.
Henri ist für John eine Art Vaterersatz und die Beziehung der Beiden basiert auf starkem Vertrauen.

Das Ende der Geschichte ist gleichzeitig auch eine Andeutung, was in der Fortsetzung geschehen wird und lässt bereits auf das nächste Abenteuer hoffen.

Fazit:
„Ich bin Nummer Vier“ ist auf jeden Fall ein tolles Hörerlebnis, dass durch den einzigartigen Lesestil des Sprechers für Kopfkino vom feinsten sorgt. Durch die andauernde Bedrohung durch die Mogadori, bleibt es durchgehend spannend, wie lange John sich noch verstecken kann, und ob er nicht früher oder später vielleicht sogar verraten wird.
Die Geschichte ist keine typische Science-Fiction Geschichte, sondern vermischt eine Jugendbuchromanze geschickt mit einem spannenden Abenteuer.