Sonntag, 2. Januar 2011

Rezension: "The Immortals - Hüter des Unheils" von Melissa de la Cruz

Produktinformationen:
Originaltitel: Masquerade - A Blue Bloods Novel
Autor: Melissa de la Cruz
Verlag: Ravensburger Verlag
Serie: The Immortals (Band 2)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 352 Seiten
ISBN: 978-3-473-58286-0
Preis: 9,95€ [D] 10,23€ [A]

Cover © Ravensburger

Dies ist Band zwei der "The Immortals" Serie und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten.
Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER.

Inhalt:
Nachdem ihre Großmutter Cordelia augenscheinlich von einem Silver Blood angegriffen wurde, macht sich Skyler van Alen auf die Suche nach ihrem Großvater Lawrence van Alen. Denn nur er weiß, wie man die blutrünstigen Silver Bloods bekämpfen kann.
Während er sich bereits erklärt, sie in ihren Vampirkräften zu unterrichten, schwärmt Skyler weiterhin von Jack Force, der ihr jedoch klar gemacht hat, dass sie nicht zusammen sein können ...

Mimi Force sieht darin umso mehr eine Bedrohung in Skyler, da sie ihren Bruder Jack ganz für sich haben will. Sie setzt es sich zum Ziel, ihre Rivalin ein für alle Mal zu vernichten ...

Doch dann taucht plötzlich der geheimnisvolle Kingsley Martin an der Duchesne Highschool auf und verdreht allen Mädchen den Kopf. Besonders Mimi ist ihm total verfallen, denn er kennt sich mit schwarzer Magie aus, was der Schlüssel für sie sein könnte, Skyler auf ewig loszuwerden.
Als Mimi dann jedoch beschuldigt wird, einen Silver Blood beschworen zu haben, ist es ausgerechnet Skyler, die als Einzige die drohende Gefahr von den Blue Bloods abwenden kann ...

Rezension:
„Hüter des Unheils“ ist der zweite Teil der „The Immortals“ Serie und greift die Handlung dort auf, wo sie im letzten Band aufgehört hat. Zwar ist auch dieses Buch aus der Sicht von verschiedenen Charakteren geschrieben, aber man merkt dennoch deutlich, dass Skyler irgendwie im Zentrum des Geschehens steht.

Beim ersten Band hatte ich kritisiert, dass sehr viel Zeit für die Einführung ins Geschehen verwendet wurde und sich die Geschichte so sehr in die Länge gezogen hat.
Dies ist beim zweiten Band Gott sei dank nicht der Fall, zumindest nicht so extrem. Hier geht es nämlich endlich richtig vampirisch zur Sache. Die erwartete mystische Stimmung ist endlich eingetreten und auch die Gefahr, die von den Silver Bloods (also den bösen Vampiren) ausgeht, ist nun endlich deutlich geworden. Ein wenig hat es natürlich wieder gedauert, bis die Handlung so richtig in Schwung kam, aber es war in keinster Weise zu übertrieben langatmig wie im ersten Band.

Außerdem fand ich die Charaktere dieses Mal viel aufregender. Skyler hat viel mit ihrer nahenden Verwandlung in einen vollständigen Vampir zu tun und muss hart kämpfen um diese auf die Reihe zu bekommen. Hinzu kommt, dass sie sich langsam einen menschlichen Vertrauten suchen soll, der ihre Blutquelle sein soll. Dafür würde für Skyler allerdings nur ihr bester Freund Oliver in Frage kommen, was sie jedoch nicht übers Herz bringt.
Als wäre dies nicht schon hart genug für einen Teenager (auch wenn sie unsterblich ist) läuft sie auch noch andauernd Jack über den Weg, der sie aber offensichtlich nicht einmal mehr halb so toll findet, wie sie ihn.

Mimi hat ihrer Rolle als böse Rivalin alle Ehre gemacht und war an Intrigen eigentlich kaum zu übertreffen. Ich fand es einfach cool zu lesen, wie sie so sehr von sich überzeugt ist und einfach keine Widersprüche zulässt.
Ich finde aus solchen Charakteren lebt ein Buch einfach und macht die Geschichte zu einer runden Sache, mit der man am Ende zufrieden sein kann.

Für den Super Gau sorgte allerdings Kingsley. Anfang noch zu 100% der typische Mystery-Guy, bildet man sich anfangs noch seine eigene Meinung über ihn, nur um dann letzten Endes zu erfahren, wer er wirklich ist. Und das ließ mir dann doch ein wenig die Kinnlade runterfallen, weil das von der Autorin einfach gut gelöst wurde.

So hat jeder zwar seine zugegebenermaßen etwas klischeehafte Rolle, doch für mich war dies akzeptabel, da man dessen nicht überdrüssig wurde. Dafür waren die Charaktere dann einfach zu vielfältig und entsprangen ihrem Muster das ein oder andere Mal für ein paar Sekunden.

Am Ende gab es dann auch noch den großen Oh-mein-Gott Moment, der eigentlich immer gut beim Leser ankommt. Ich muss sagen, dass ich das ganze Buch hindurch auf sowas gehofft habe, auch wenn es mir genauso absurd vorkam, wie einigen der Protagonisten, dass sowas tatsächlich passieren würde.

Fazit:
Der zweite Band der „The Immortals“ Serie ist weitaus besser als sein Vorgänger und beinhaltet das Maß an Spannung und Mystery, das ich im ersten Band vermisst habe. Die Charaktere finde ich recht unterhaltsam, da sie dieses Mal alle mit den ein oder anderen persönlichen Problemen zu kämpfen haben und ein wenig Schwung in die Geschichte bringen.
Hunderprozentig ist der Funke zwar noch nicht auf mich übergesprungen, doch man merkt deutlich, dass sich die Buchreihe in eine sehr gute Richtung entwickelt.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den Ravensburger Buchverlag

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