Montag, 31. Januar 2011

Rezension: "Vampire Academy #2 - Blaues Blut" von Richelle Mead

Produktinformationen:
Originaltitel: Frostbite - A Vampire Academy Novel
Autor: Richelle Mead
Verlag: Lyx Verlag
Serie: Vampire Academy(Band 2)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 304 Seiten
ISBN: 978-3-8025-8202-8
Preis: 12,95€ [D], 13,40€ [A]

Cover © Egmont Lyx

Dies ist Band 2 der Vampire Academy Serie und die Rezension könnte gegebenenfalls Spoiler enthalten.
Die Rezension zu Band 1 ist
HIER zu finden.


Inhalt:
Rose steht kurz vor ihrer ersten Prüfung, als ein Strigoiangriff die Moroi und ihre Wächter in Angst versetzt.
Doch nicht nur diese Nachricht versetzt die Schüler der Academy in Aufregunng, sondern auch der nahende Skiurlaub. Auf der einen Seite soll es Spaß machen, auf der anderen Seite ist dies eine Sicherheitsmaßnahme um alle Morois an einem Ort zu haben und sie so besser schützen zu können.

Rose ist Feuer und Flamme für die gelungene Ablenkung, bis plötzlich ihre Mutter auftaucht, die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat. Doch dies ist nicht das einzige, was für reichlich Chaos in Rose‘s Leben sorgt.
Denn ihre große Liebe Dimitri scheint nicht mehr an ihr interessiert zu sein und plant, der Wächter einer alten Freundin namens Tasha zu werden.

Für Rose bricht eine Welt zusammen, auch wenn es ihr an Angeboten nicht mangelt. Doch als es einen weiteren Strigoi Angriff gibt, darf sie sich nicht länger von ihrem Gefühlen ablenken lassen und muss dem Tod ins Auge blicken, um ihre Freunde zu retten ...

Buchtrailer: © Egmont Lyx



Rezension:
„Blaues Blut“ ist der zweite Teil der Vampire Academy Serie und wie der Titel schon vermuten lässt, stehen die Hoheiten dieses Mal im Mittelpunkt des Geschehens.
Ein Angriff der blutrünstigen Strigoi Vampire versetzt die königlichen Familien in Angst und Schrecken und die Wächter setzen alles daran ihren Schützlinge in Sicherheit zu bieten.

Rose ist mitten drin in dem Geschehen und fürchtet mehr als jemals zuvor um das Leben ihrer besten Freundin und letzten Überlebenden des Dragomir Clans Lissa.
Man merkt eigentlich sofort, dass Rose sich im Vergleich zum ersten Band, weiterentwickelt hat und viel entschlossener in ihren Entscheidungen ist. Dies betrifft jedoch nur ihre Berufung als Wächterin, denn in Liebesdingen geht bei ihr wohl so ziemlich alles drunter und drüber.

Da wäre zum einen ihr Mentor Dimitri, an dem sie eigentlich gar nicht interessiert sein dürfte. Doch sie schafft es einfach nicht, von ihm loszukommen und anstatt ihn zu vergessen, zwingen ihre Gefühle sie förmlich an ihm festzuhalten.
Dies ist jedoch alles andere als einfach, hat er doch nun ein Auge auf Christians Tante Tasha geworfen. Rose sieht ein, dass die beiden wahrscheinlich eher eine Zukunft haben als sie und Dimitri und versucht vernünftig zu sein. Schön fand ich an dieser Stelle ihr Geständnis, dass sie nur will, dass er glücklich ist. Dies zeigt einfach mal, dass sie längst nicht so unreif ist, wie sie die Menschen in ihrer Umgebung darstellen.

Dies hält sie dennoch nicht davon ab Dimitris Rat zu befolgen und sich einen Jungen in ihrem Alter zu suchen. Die Wahl fällt auf ihren Freund Mason, mit dem sie sich eigentlich immer gut verstanden hat. Das Chaos wird allerdings komplett, als Adrian Ivashkov auftaucht und keinen Hehl daraus macht, dass Rose sein Interesse weckt.

Und hiermit hätten wir wieder einmal alle Bereiche von existierenden Männerformen in der Literatur abgedeckt. Dimitri, der absolut unnahbare, Mason, der sensible Kumpeltyp und Adrian, der bekennende Bad Boy.

Trotz der großen Auswahl verhält Rose sich so, wie es wahrscheinlich jeder tun würde: Sie will das, was sie nicht bekommen kann. Irgendwie macht sie das sympathisch, weil das nur zeigt, dass sie nicht unfehlbar ist und auch ihre schwachen Momente hat, trotz ihrer Kämpfernatur. Auch wenn sie sich an vielen Stellen stark zusammenreißt und zum Wohl aller handelt und entscheidet, leidet man doch irgendwie mit ihr mit, dass sie nicht das bekommt, was sie verdient.
Gut finde ich auch, dass sie keine von diesen Mädchen ist, die das typische Fräulein in Nöten verkörpert. Das ist ja leider in vielen Vampirromanen der Fall, doch Rose kann ganz entschieden auf sich selber aufpassen, daran habe ich überhaupt keinen Zweifel.

Dies betrifft besonders die Situtationen, in denen sie mit ihrer Mutter zusammenstößt. Die beiden haben kein gutes Verhältnis zueinander, da diese sie in der Obhut der Akademie hat aufwachsen lassen um ihrem Job als Wächterin nachgehen zu können. Zwischen den beiden herrscht ordentlich dicke Luft, was wahrscheinlich aber auch einfach daran liegt, dass Rose ihre Mutter gerade jetzt brauchen würde. Denn sie kann ja mit niemandem sonst über ihre Beziehung zu Dimitri reden, ohne ihm Ärger einzuhandeln.

Doch nicht nur ihr Liebesleben sorgt für reichlich Spannung im Buch, sondern auch die seltsamen Vorkommnisse rund um die Strigois. Für jeden ist es ein Rätsel, wieso sie auf einmal alle königlichen Familien ausschalten wollen und zum ersten Mal stellen sich auch politische Fragen unter den Vampiren.

Sollen die Morois Seite an Seite mit ihren Wächtern kämpfen und so zur besseren Verteidigung beitragen, oder sollen sie lieber halb ausgebildete Wächter rekrutieren um ihren Schutz zu verdoppeln?
Ich finde es wirklich gelungen, dass sich die Geschichte hier nicht nur auf einzelne Charaktere spezialisiert, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen beleuchtet. So bekommt man einen viel größeren Eindruck der Welt, die die Autorin geschaffen hat und fühlt sich noch stärker als ein Teil davon.

Ebenfalls gefallen, hat mir der Showdown des Buches. Endlich darf Rose das zeigen, was sie gelernt hat und als Leser hatte ich irgendwie das seltsame Bedürfnis gleich mitzumachen. Man wird selbst von diesem Kampfgeist so eingenommen, das ist wirklich unglaublich.

Fazit:
Ich liebe einfach alles an diesem Buch. Die Atmosphäre, die Charaktere und die verschiedenen Entwicklungen.
Dieses Buch hat Romantik, Spannung, Action, Geheimnisse und auch viele traurige Momente, die für reichlich Abwechslung sorgen. Bereits das erste Buch, hatte für Kopfkino vom feinsten gesorgt und auch das Zweite steht diesem in keinster Weise nach. Diese Serie macht einfach süchtig und ich bin so froh, sie für mich entdeckt zu haben. Die Geschichte zwischen Rose und Dimitri ist wirklich schön erzählt und hat die Ecken und Kanten, die vielen anderen Vampire Jugendromanen fehlt, um authentisch zu wirken.

1 Kommentar:

  1. Huhu. ^^ Ich hab von dem Buch bisher noch nicht gehört, aber es scheint wirklich gut zu sein. Ich gucke mal ob ich es mir demnächst kaufen und lesen kann. Auf jeden Fall tolle Rezesion. ^.-

    Liebe Grüße
    Lady of Mystery

    http://buchgedanke.blogspot.com/

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