Freitag, 11. März 2011

Rezension: "Black Swan - Silberner Fluch" von Lee Carroll

Produktinformationen:
Originaltitel: Black Swan Rising
Autor: Lee Carroll
Verlag: Heyne Verlag
Serie: Black Swan Trilogie (Band 1)
Format: kartoniert
Seiten: 511 Seiten
ISBN: 345-352-697-X
Preis: 15.00€ [D], 15.50€ [A]

Cover © Heyne Verlag

Inhalt:
Garet James glaubt, dass es nur ein Zufall ist, als sie in einem alten Antiqitätengeschäft eine Schmuckschatulle findet, dessen Verschluss exakt zu ihrem Siegelring passt.
Als in der Nacht jedoch bei ihr eingebrochen wird und ihr Vater schwer verletzt wird, ist das Kästchen plötzlich verschwunden.
Ihr bleibt nichts weiter, als ein Hinweis auf einen gewissen Will Hughes.

Da ihr Vater plötzlich anfängt, von Dämonen zu reden, wendet Garet sich Will Hughes, in der Hoffnung, dass er ihr mehr über die seltsame Schatulle erzählen kann.
Und was sie dann erfährt, stößt sie mitten hinein in die magische Welt der Unirdischen, die unbemerkt in der Stadt leben. Der Mann, der Garet das Kästchen gegeben hat, ist niemand anderes als Dr John Dee, ein uralter Alchemist, der nur auf Macht aus ist und nun, da Garet für ihn die Schatulle geöffnet hat, das Grauen befreien kann, dass sich dortdrin befindet.

Nun liegt es an Garet ihn aufzuhalten, die Welt ins Chaos zu stürzen. Hilfe bekommt sie dabei von dem mysteriösen Vampir Will Hughes, dem Feenkönig Oberon und einer Reihe magischer Geschöpfe die sich alle einig sind, dass Garet ein uraltes Vermächtnis in sich trägt, tief verknüpft mit dem Schwanensiegel auf ihrem Ring und der Schatulle ...

Backroundinfos:
LEE CARROLL ist in Wirklichkeit ein Pseudonym des Schriftstellerpaares Carol Goodman und Lee Slominsky.
„Black Swan – Silberner Fluch“ ist der erste Teil ihrer Geschichte um Garet und die mysteriösen Geschehnisse rund um die Schwanenschatulle.

Meine Meinung:
Ich weiß nicht, ob es am Titel liegt, aber „Black Swan“ macht nicht nur als Kinofilm eine gute Figur, sondern ist auch als Urban Fantasy Geschichte ein absoluter Kracher (Buch und Film haben übrigens nur den Titel gemeinsam, ansonsten reden wir hier von zwei völlig unterschiedlichen Geschichten).

Ich fang am besten mal mit der Handlung an, die zwar typische Urban Fantasy Elemente enthält, aber dennoch dem Klischee entspringt.
Bei vielen Urban Fantasy Büchern habe ich das Gefühl, dass man eigentlich schon genau weiß, was als nächstes passiert, weil es jede Heldin in jedem U-F-Roman genauso macht.
In diesem Buch ist dies jedoch NICHT der Fall. Garet ist einfach keine typische Helding dieses Genres, da sie weniger mutig ist und auch eigentlich nichts mit der unirdischen Welt zu tun haben will.

Dennoch wird sie und auch der Leser durch eine Reihe mysteröser Vorkommnisse quasi gelockt.
Atmosphärisch muss ich wirklich sagen, dass diese wirklich einschlägt wie eine Bombe – eine düstere Mysterybombe. Dies ist wirklich sehr sehr gut gelungen und erzeugt dadurch natürlich genau das, was ein richtiger Page Turner braucht: Spannung.

Das Buch ist an Spannung kaum zu überbieten. Zum einen fragt man sich die ganze Zeit, was es eigentlich mit dem Einbruch auf sich hat, wer all die Personen wirklich sind, die plötzlich in Garets leben treten und vor allem, wem sie vertrauen kann. Und was hat es mit der Vergangenheit ihrer Mutter auf sich?
Es tauchen beim Lesen immer wieder neue Mysterien auf, was diese ganz bestimmte Spannung erzeugt. Man fängt an sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und eigene Theorien zu entwickeln.
Die entgültigen Antworten werden jedoch erst gegen Ende des Buches komplett geklärt.

Garet ist zwar 26, macht als Protagonistin aber einen eher jugendlichen Eindruck, da sie doch reichlich hilflos im Angesicht ihrer Situation wirkt.
Eigentlich verkörpert sie genau das, was ich beim Lesen gefühlt und gedacht habe. Ein wenig überrumpelt von der Situation, fängt sie an Will Hughes zu vertrauen, der der einzige zu sein scheint, der Anworten für sie hat. Allerdings hat dieser eine unglaubliche Geschichte, die tiefer mit Garet zusammenhängt als ihr lieb ist. Doch das schlimmste ist, dass er ein Vampir ist.

Zwischen Garet und Will herrscht eine ungeheure Chemie und eigentlich wären die beiden perfekt füreinander. Dennoch weiß man nie so wirklich, wer Will wirklich ist, ob er Garet was verheimlicht und was seine wahren Absichten sind.
Hinzu kommt, dass niemand von Garets unirdischen Freunden ihm Vertrauen entgegenbringt und dass sie ihn nur als gefährliches Wesen der Nacht abstempeln.

Einer ihrer neuen Freunde ist zum Beispiel Oberon, DER Elfenkönig. Und so erfährt man auch ein paar interessant Einzelheiten über Shakespeare, der nichteinmal annähernd so menschlich war, wie jeder denkt ...

Was den Bösewicht Dr John Dee betrifft, hatte ich ein kleines Deja-Vu Erlebnis. So wie er nämlich in „Black Swan“ beschrieben wird, hat er mich doch sehr an den Dr John Dee aus Michael Scott’s „Nicholas Flamel Serie“ erinnert.
Böser Alchemist + Schwefelgestank + Gier nach ultimativer Macht.
Als Antagonist sorgt er für reichlich Angst und Schrecken, da er durch und durch böse, gerissen und hinterhältig ist. Um seine Ziele zu erreichen nimmt er jedes Opfer kaltherzig in Kauf und schreckt nicht davor zurück, Garets Freunden und ihrer Familie wehzutun.
Schlecht für die Protagonisten, gut für die Leser, denn so soll ein böser Gegenspieler sein.

Zum Ende hin wird man nocheinmal durch einen unerwarteten Wendepunkt überrascht, mit dem man so absolut nicht gerechnet hat. Dieses Buch hat jede Menge Überraschungen zu bieten und sorgt auf jeder Seite für spannende Unterhaltung.

Fazit:
So würde wohl Cassandra Clares „City of Bones“ für Erwachsene Leser aussehen. Dies ist wirklich ein Beispiel für Urban Fantasy at its Best.
Da das Ende recht offen war, hoffe ich dringlichst auf eine Fortsetzung, da ich unbedingt mehr von Garet lesen will und natürlich, wie ihre Beziehung zu Will weitergeht. Jeder der Fantasy gepaart mit viel Mystery mag, sollte sich dieses Buch unbedingt mal anschauen.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an
Heyne


Meine Empfehlung:

Michael Scott's Roman "Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Der unsterbliche Alchemyst" handelt ebenfalls von Abenteuern rund um Alchemie und natürlich ist auch John Dee mit dabei.

City of Bones ist rein von der Atmosphäre und den Urban Fantasy Gehalt vergleichbar.


Cover "City of Bones" © Arena

Cover "Der Unsterbliche Alchemyst" © cbj

1 Kommentar:

  1. oh na da hat dir das buch um welten besser gefallen als mir ..schade eigentlich aber teil 2 davon lass ich eher die finger

    trotz meiner zweifel andem buch aber eine schöne rezi :D

    lg july

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