Freitag, 4. März 2011

Rezension: "Schwestern des Mondes #1: Die Hexe" von Yasmine Galenorn

Produktinformationen:
Originaltitel: Witchling
Autor: Yasmine Galenorn
Verlag: Droemer Knaur Verlag
Serie: Schwestern des Mondes (Teil 1)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 342-650-155-4
Preis: 8.95€

Cover © Droemer Knaur

Inhalt:
Camille D’Artigo und ihre zwei Schwestern Delilah und Menolly sind halb Mensch und halb Fee. Als solche wurden sie aus der Anderswelt verbannt und leben nunmehr auf der Erde um für den Anderwelt Nachrichtendienst zu arbeiten und paranormalen Aktivitäten auf den Grund zu gehen.

Als ein Agent von einem Dämon getötet wird, ist es an Camille, Deliah und Menolly, die Sache schnellstmöglich aufzuklären.
Dabei hilft es den Dreien nur wenig, dass Camilles Hexenkräfte dazu neigen, sich gegen sie selbst zu wenden, Deliah ihre Gestaltwandler Fähigkeiten nicht im Griff hat und Menolly ihren vampirischen Blutdurst nicht kontrollieren kann.

Als sie jedoch erfahren, dass der Dämon Schattenschwinge die Macht in der Unterwelt übernommen hat, setzen sie alles daran, das Schlimmste zu verhindern.
Dabei wird nicht nur Camilles Liebesleben ordentlich auf den Kopf gestellt, sondern die Schwestern machen auch eine Reihe paranormaler Bekanntschaften. Gestaltwandelnde Drachen und japanische Fuchsdämonen sind dabei nur der Anfang …


Backround Infos:
Yasmine Galenorn ist eine amerikanische Urban Fantasy und Paranormal Fiction Bestsellerautorin.
Insgesamt hat sie drei Buchserien geschrieben, zwei davon, die „Chintz `n China Mystery“ Serie und die „Indigo Court“ Serie, wurden noch nicht auf Deutsch übersetzt.
„Die Hexe“ ist das erste Buch ihrer „Schwestern des Mondes“ Reihe, welche nach aktuellen Plänen bis zu 12 Bände umfassen soll.


Meine Meinung:
Anfangs war es gar nicht so einfach mich in dem Buch zurechtzufinden. Man wird mit einem Haufen Namen und Abkürzungen für die Sondereinsatzkomandos der Anderswelt bombadiert und weiß gar nicht so recht, was denn nun eigentlich was ist.

Glücklicherweise ist dies nur am Anfang der Fall und so kann man den Rest des Buches wahrhaft genießen.

Teilweise ist die Geschichte mit einer ordentlichen Prise Sarkasmus angereichert, was dem Buch einen einzigartigen Charme verleiht. Insgesamt würde ich den Schreibstil der Autorin als sehr angenehm beschreiben. Schön einfach und empfehlenswert für ein wenig leichte Lektüre zwischendurch.

Langweilig wird es auf jeden Fall nicht, denn die drei Schwestern und ihre paranormalen Freunde sind eigentlich pausenlos dabei Dämonen zu jagen. Eigentlich besteht die Geschichte kaum aus etwas anderem: Suchen, Finden und gegebenenfalls zur Strecke bringen.

Das kleine Quäntchen Abwechslung bilden ein paar Liebesszenen, welche jedoch auch mein größter Kritikpunkt sind. Meiner Meinung nach ist die Autorin echt schlecht wenn es darum geht gewisse Bettszenen zu beschreiben. Dazu kommen dann immer noch ein kleiner Dialog der da nicht nur fehl am Platz sondern einfach total sinnlos erscheint.

Abgesehen davon muss ich jedoch sagen, dass die Gestaltung der Charaktere mir ganz gut gefallen hat.
Die Protagonisten sind natürlich die Schwestern und wie der Titel des Buches bereits vermuten lässt, steht die Hexe Camille im Mittelpunkt. Da sie jedoch nur zur Hälfte magisch ist (ihr Vater ist ein Sidhe, also eine Fee, und ihre Mutter ein Mensch) hat sie ihre Kräfte nicht unter Kontrolle, was sie jedoch kein bisschen weniger selbstbewusst macht.
Zwar sieht sie ihre Schwächen ein und gibt diese auch offen zu, unterkriegen lässt sie sich davon jedoch nicht.
Ein bisschen erinnern mich die drei Schwestern an die Halliwell Hexen aus der Serie Charmed und alleine deswegen haben die Drei schon mal einen großen Sympathiefaktor sicher.

Doch auch die Nebencharaktere tragen ihren Teil zur Unterhaltung bei. Da wäre zum einen der menschliche Anderwelt Nachrichten Dienst Mitarbeiter Chase, welcher den Schwestern auf ihrer Dämonenjagd zur Seite steht. Mit seiner unbeholfenen Art ist er eine gute Ergänzung zu dem Team, da alle anderen männlichen Charaktere ab und zu ein wenig zu sehr von sich überzeugt scheinen.

Zum Beispiel Camilles Lover Trillian. Der hat mich sogar noch mehr als seine Liebesszenen mit Camille genervt. Die Arroganz in Person und total von sich überzeugt. Aber auch solche muss es in einer guten Story geben. Wäre ja sonst langweilig.

Vom Großmeister der Bösewichte bekommt man leider noch nichts zu sehen, stattdessen muss man sich mit den Handlangern abgeben. Diese sind jedoch gut inszeniert worden.
Ich hatte keine Probleme, mir den einen oder anderen Dämonen vorzustellen, denn die Beschreibung von Monstern scheint der Autorin recht gut zu liegen.

Fazit:
Insgesamt würde ich das Buch als tollen Schmöker für gemütliche Sofaabende beschreiben. Tolle Charaktere, kleine Quests und actiongeladene Dämonenjagdten machen das Buch zu etwas neuartigem und lesenwerten. Wer kein Interesse an besagten Liebesszenen im Buch hat, kann diese getrost überblättern, da diese nie länger als zwei Seiten sind und insgesamt auch nur zwei oder drei Male vorkommen.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

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