Samstag, 16. April 2011

Rezension: "Der Kuss des Engels" von Sarah Lukas

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Sarah Lukas
Verlag: Piper Verlag
Serie: Engel Serie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 416 Seiten
ISBN: 978-349-270-205-8
Preis: € 19,95 [D], € 20,60 [A]

Cover © Piper Verlag

Inhalt:
Nachdem Sophies Verlobter Raphael in Kolumbien erschossen wird, zieht die junge Frau nach Paris.
Auf der Suche nach Zerstreuung irrt sie durch die Stadt und will sich fast schon von einer Brücke stürzen, als sie einen Mann sieht, der ihrem Verlobten Raphael wie aus dem Gesicht geschnitten ist.

Beflügelt von dem Gedanken, dass Raphael tatsächlich noch leben könnte, macht sie sich auf die Suche ihm und trifft dabei auf einen Mann namens Jean, der ihr rät, sich von ihrem Verlobten fernzuhalten.
Er behauptet, dass Raphael ein gefallener Engel sei, ein Dämon, der nur den Körper von Sophies Freund übernommen hat, aber nicht mehr der Selbe sei.

Doch für Sophie wird er immer die Liebe ihres Lebens bleiben und so geht sie das Risiko ein, ihm näher zu kommen. Noch ahnt sie nicht, dass die gefallenen Engel einen höllischen Plan verfolgen und setzt alles daran, aus Raphael wieder den zu machen, der er einst war. Selbst wenn dies ihren eigenen Tod bedeuten würde …


Meine Meinung:
„Der Kuss des Engels“ hat einfach alles was ein perfektes Buch braucht: Eine gute Storyline, Spannung, interessante Charaktere und einen formvollendeten Schreibstil.

Das Buch ist zum größten Teil aus Sophies Sicht geschrieben, wodurch man eine großzügige Einsicht in ihre Gedanken und auch in ihre Gefühlswelt bekommt. Die Autorin schafft es dabei, den Leser durch ihren tiefgreifenden Schreibstil zu berühren und die Gefühle nachvollziehen zu können. Besonders ergriffen haben mich dabei Sophies Trauer und auch ihre Verzweiflung, mit der sie sich an die Hoffnung klammert, dass Raphael doch nicht tot ist. Ihre Gefühle wirken zu hundert Prozent authentisch und in den meisten Situationen hätte ich genauso reagiert oder empfunden wie sie.

Aufgrund ihrer Verzweiflung ist es nur umso verständlicher, dass sie sich entgegen Jeans Warnung nicht von Raphael fernhalten kann.
Umso spannender ist es jedoch zu erfahren, wer Raphael denn nun wirklich ist, warum er einerseits zu leben scheint, aber dennoch nicht mehr der ist, der er einmal war. Als Leser weiß man nur, dass er offensichtlich nicht mehr zu den Guten gehört.
Jedoch hält dies Sophie nicht davon ab, sich ihm zu nähern und sich auch von ihm angezogen zu fühlen, obwohl sie schon bald die Wahrheit über ihn erfährt.
Besonders gefallen hat mir daran, dass sie zunächst einfach nicht an einen übersinnlichen Grund für Raphael Rückkehr denken wollte. In vielen Büchern, die paranormale Romanzen thematisieren, nehmen die Protagonistinnen die Tatsache, dass ihr Freund ein Werwolf, Vampir etc. ist, viel zu schnell hin. Dass dies bei Sophie nicht der Fall ist, macht sie gleich um einiges glaubhafter und für mich als Leser wiederum zu einem ernstzunehmenden und nachvollziehbaren Charakter.

Eine interessante Rolle spielt dabei Jean, der Sophie davon abhält, sich in die Machenschaften der Dämonen einzumischen. Von Anfang an hatte ich dabei immer das Bild von Angel aus der Buffy Serie vor Augen, da Jean und Angel vom Charakter her sehr ähnlich sind.
Umso lustiger fand ich dann die Situation, in der Sophie ihrer Freundin von Jean erzählt hat, und diese ihn dann auch mit Angel verglich.

Einige Passagen werden auch aus seiner Sicht erzählt und man erfährt mehr über seine Rolle in der Geschichte. Dabei merkt man dann auch, wie sich langsam aber sicher ein Liebes-Dreieck anbahnt.
Gut fand ich auch, dass trotz der Engelsgeschichten, der Alltag von Sophie und Jean beschrieben wurde und damit ebenfalls die Gedanken, die die beiden zu der Zeit beschäftigen.

Was Raphael betrifft, ist man als Leser eigentlich ziemlich ratlos, und selbst gegen Ende der Geschichte erfährt man noch längst nicht alles über ihn. Doch genau diese Mystery-Typ Rolle macht die Beziehung zwischen ihm und Sophie so interessant, da man nie genau weiß, ob er es denn nun ernst mit ihr meint oder nicht.

Fazit:
„Der Kuss des Engels“ kann sich getrost mit den ganz Großen in seinem Genre messen. Ich war von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten, die Charaktere haben mich nicht gelangweilt und die Spannung hielt das ganze Buch lang an.
Ich bin sehr gespannt, wie es mit Sophie und Raphael weitergeht und inwiefern sich die Beziehung zwischen Sophie und Jean im Folgeband weiterentwickeln wird.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

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