Montag, 25. April 2011

Rezension: "Witch - Hexentochter" von Nancy Holder & Debbie Viguié

Produktinformationen:
Originaltitel: Wicked #2 - Curse
Autor: Nancy Holder & Debbie Viguié
Verlag: Penhaligon Verlag
Serie: Witch (Band 2)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 320 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3077-8
Preis: 14,99€ [D], 15,50€ [A]

Cover © Penhaligon

Dies ist Band 2 der "Witch" Reihe und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten.
Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER.

Inhalt:
Ein Jahr nach dem tödlichen Kampf gegen den Hexer Michael Deveraux, erfährt Holly, dass ihre große Liebe Jeraud noch am Leben ist. Der Oberste Zirkel hält ihn in Avalon gefangen und Holly würde nichts lieber tun, als ihn zu befreien. Doch die Bedrohung, die auf ihrem Zirkel lastet, wird immer stärker.

Zum einen sind sie geschwächt, weil Nicole sie verlassen hat und zum anderen sind sie den stätigen Angriffen der feindlichen Deveraux Hexer ausgeliefert.
Die Lage wird immer aussichtsloser, als Holly von dem Fluch erfährt, der auf der Familie Cathers lastet. Doch sie ist bereit, ungeahnte Maßnahmen zu ergreifen, um die zu schützen, die sie liebt ...


Backround Infos:
„Hexentochter“ ist der zweite Teil der fünfteiligen „Witch“ Reihe des Autorenduos Nancy Holder und Debbie Viguié.
Der dritte Teil ist bereits erschienen und der vierte wird im Juli 2011 erscheinen.


Meine Meinung:
„Hexentochter“ spielt knapp ein Jahr nach dem Angriff von Michael Deveraux auf den Cathers Zirkel.
Am Anfang werden viele Dinge aus dem ersten Band wiederholt, sodass man ein guter Einstieg in den zweiten Band gewährt wird.

Das Grundprinzip der Geschichte ist wie schon im ersten Band sehr gut. Die Bedrohung durch die feindlichen Deveraux Hexer steigert sich ins unermessliche und Holly und ihr Zirkel müssen zusammenhalten um der Bedrohung standzuhalten. Holly setzt jedoch auf einen Alleingang um Jeraud retten zu können.

Dies führt zu einigen Konflikten innerhalb ihres Zirkel, den ich auch sehr gut nachvollziehen kann. Holly versteift sich so sehr darauf Jeraud zu retten und alles andere scheint ihr total egal zu sein. Dabei würde sie sogar über Leichen gehen, was mich dann doch sehr schockiert hat, da man langsam aber sicher eine sehr dunkle Seite an ihr entdeckt.

Leider gibt es in diesem Teil der Reihe keine Romantik Komponente bzw. nur ein paar kleine Teile, die eigentlich nicht großartig erwähnenswert sind. Nach dem ersten Teil, der doch eine gute Basis für die Beziehung zwischen Holly und Jeraud gelegt hat, bin ich ein wenig enttäuscht, dass ihre Beziehung in diesem Band eher in den Hintergrund gerückt wird.

Meine Lieblingspassagen in diesem Buch sind ganz klar die Flashback Szenen. Man erfährt mehr über die Ereignisse nach dem Tod von Jean und Isabeau (den historischen Doppelgängern von Jeraud und Holly) und wie aus den Cahors die Cathers wurden.

In diesen Szenen beweisen die Autorinnen, dass sie ein Talent dafür haben, eine Geschichte gut in Szene zu setzen und eine passende Atmosphäre zu schaffen.
In den Gegenwartspassagen schaffen sie dies allerdings nur in den Kampfszenen. Diese sind gut geschrieben und haben mich beim Lesen wirklich mitgerissen.

Ein allgemeines Problem des Buches ist jedoch, dass die Geschichte aus so vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird, dass es schwierig ist, eine Beziehung zu einem Charakter aufzubauen. Besonders mit Holly hatte ich da so meine Probleme. Da sie die eigentliche Protagonistin des Buches ist, hätte ich gerne mehr über ihre Gedanken und Gefühle erfahren, welche jedoch immer nur kurz in ihren Passagen abgehandelt wurden und welche ich teilweise einfach nicht verstehen konnte.

Insgesamt ist Holly sehr skrupellos und arrogant geworden, was aber zum größten Teil daran liegen dürfte, dass sie von Isabeaus Geist besessen ist.
Viel besser gefallen hat mir ihre Cousine Amanda, die in der Krisensituation einen klaren Kopf behält und Holly immer wieder an ihre Verantwortung erinnern muss. Sie scheint sehr an ihrer Rolle als Hexe gewachsen zu sein und ist nicht mehr das kleine unscheinbare Mädchen aus dem ersten Band.
Von Nicole hingegen hat man endlich mal den weichen Kern zu sehen bekommen, da sie erfährt, was wahre Liebe ist und endlich versteht, dass Eli sie nie geliebt hat.

Die Deverauxs hingegen sind böser und fanatischer als eh und je. Michael Deveraux setzt Himmel und Hölle in Bewegung ( ... naja, eher die Hölle) um Holly und ihrem Zirkel zu schaden und an die ultimative Macht zu gelangen. Seine Besessenheit von Macht geht sogar so weit, dass er kaum noch klar denken kann und nur noch Zerstörung und Tod im Sinn hat.

Fazit:
Das Grundprinzip der Geschichte gefällt mir wie schon im ersten Band sehr gut. Besonders die Einführung Avalons als Hochburg des Obersten Zirkel fand ich sehr gut und ich bin sehr gespannt, wie es mit dieser Komponente in den folgenden Bänden weitergehen wird.
An der Umsetzung gibt es aber einige Dinge die mir gar nicht gefallen, wie zum Beispiel die Darstellung von Holly und die viel zu vielen Perspektiven. Außerdem hoffe ich, dass es im Folgeband wieder mehr über Holly und Jeraud’s Beziehung zu lesen gibt.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an
Penhaligon

1 Kommentar:

  1. Hm, fünf Teile soll es davon insgesamt geben? Ich muss sagen, mir hat der erste Band nicht gefallen und auf Nachschub kann ich da gut verzichten :-) Und wenn Holly nun auch noch zur "dunklen Seite" wechselt...

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