Dienstag, 31. Mai 2011

The Mortal Instruments Movie: Jace Wayland wurde endlich gecastet ...

... laut Deadlines Artikel (Quelle) ist es Twilight und Harry Potter Star Jamie Campbell Bower, der die begehrte Hauptrolle ergattert hat.

Genug Erfahrung in Buchverfilmungen hat er ja.

Sonntag, 29. Mai 2011

Rezension: "Göttlich Verdammt" von Josephine Angelini

Produktinformationen:
Originaltitel: Starcrossed
Autor: Josephine Angelini
Verlag: Dressler Verlag
Serie: Starcrossed Trilogie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 496 Seiten
ISBN:379-152-625-1
Preis: 19,95€ [D], 20,60€ [A]

Cover © Dressler

Website zum Buch:
http://www.goettlich-verdammt.de/

Website der Autorin:
http://www.josephineangelini.com/


Inhalt:
Als die Familie Delos nach Nantucket zieht, gibt es auf der gesamten Insel kein anderes Thema mehr, als die extrem gutaussehende Großfamilie.
Besonders Lucas Delos hat es den Mädchen an Helens Highschool schlichtweg angetan. Doch als Helen ihm zum ersten Mal begegnet überkommt sie purer Hass und sie würde ihn am liebsten umbringen. Und doch fühlt sie sich gleichzeitig wie magisch zu ihm hingezogen.

Helen kann ihren Gefühlsausbruch einfach nicht verstehen. Doch schon bald wird sie mit der unglaublichen Wahrheit konfrontiert und erfährt, dass sie, genauso wie die Delos’, eine Halbgöttin ist. Verdammt durch die Götter des Olymp, bekämpfen sich die Halbgötter untereinander, doch die Beziehung zwischen Helen und Lucas ist etwas ganz Besonderes.
Und so kämpfen die beiden darum, zusammen sein zu können und gleichzeitig Helen zu beschützen. Denn nicht jeder Halbgott ist ihr wohlgesinnt, erst recht nicht, wenn sie der Schlüssel zur Unsterblichkeit sein könnte ...


Backround Infos:
„Göttlich Verdammt“ (OT: „Starcrossed“) ist der Auftakt zu Josephine Angelinis Debüttrilogie um die Halbgötter Helen und Lucas. Der zweite Band, welcher im Original „Dreamless“ heißen wird, erscheint 2012.

Das Mädchen auf dem deutschen Cover ist Amanda Caroline Johansen, die ein wunderschönes Album ihrer Bilder auf DeviantArt veröffentlicht hat. Unter anderem ist dort auch das Bild vom Cover zu finden, jedoch in ursprünglicher Form.

Um das Buch zu promoten, hat man die Band DemiGoddess gegründet, die einen Song zum Buch aufgenommen haben. Das Video dazu kann man auf der Website zu "Göttlich Verdammt" anschauen.


Meine Meinung:
„Göttlich Verdammt“ hat mich ordentlich zappeln lassen, bevor es mich dann letzten Endes vom Hocker gehauen hat.

Die Geschichte steigert sich im Laufe der Handlung. Anfangs war ich noch nicht so begeistert, weil mir ein paar Dinge unlogisch erschienen und ich mir an einigen Stellen gewünscht hätte, dass die Autorin sich ein wenig mehr Zeit nimmt, um einige Situationen zu beschreiben und denen gerecht zu werden.
Ich hatte jedoch das Gefühl, dass sich dies im Laufe der Geschichte immer mehr zum Besseren wendet und so konnte ich die zweite Hälfte des Buches rundum genießen.

Dies liegt jedoch auch daran, dass man Anfangs die Welt in „Göttlich Verdammt“ noch nicht so recht versteht, und erst ein paar Hintergrundinformationen braucht, um die Geschehnisse verstehen und genießen zu können.

Besonders gefallen hat mir aber andererseits, dass man sehr lange nur indirekt etwas von Delos mitbekommt, bevor diese ihren großen Auftritt haben. Da die Geschichte zum größten Teil aus Helens Perspektive erzählt wird und sie als eine der letzten auf Lucas trifft, bekommt man nur aus den Erzählungen ihrer Freunde mit, was es mit den Delos‘ auf sich hat. Dies gleicht einiges wieder aus, was mir am Anfang nicht so gut gefallen hat, da dadurch ein gutes Maß an Spannung erzeugt wird.

Mit Lucas‘ Auftauchen beginnt dann Helens Eintauchen in die Welt der Halbgötter. Die ganze Geschichte rund um die Halbgötter gefällt mir zum einen sehr gut, ist jedoch auch sehr kompliziert. Wahrscheinlich muss man das Buch einfach mehrmals lesen, um all die Fehden, Schicksale und generellen Zusammenhänge zu verstehen.

Eines kann ich jedoch versprechen. Die Hintergrundidee ist absolut neu und unverbraucht. Eine paranormale Romanze mit Halbgöttern gab es so noch nie und das absolute Highlight ist für mich die Einbindung der trojanischen Sage. Auf so ein Buch habe ich lange gewartet, das den Trojanischen Krieg in eine moderne Geschichte verwandelt und dann noch die griechische Mythologie mit einfließen lässt. Alleine deswegen hat mich das Buch schon als Fan für sich gewonnen.

Die konzeptionellen Parallelen zu Twilight sind allerdings extrem. Mysteriöse Großfamilie, alle extrem gutaussehend. Nachdem sie sich eine Weile nicht ausstehen konnten, verliebt sich die Protagonistin in den kleinen Spross der mysteriösen Familie der ein wenig anders ist als alle anderen, nur um sich dann später aufgrund gegebener Umstände nicht mal näher kommen zu dürfen. Und natürlich muss die Protagonistin vor den Bösen der eigenen Art beschützt werden.

Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass das schlecht ist. Ich finde es sogar richtig gut, dass es endlich mal wieder ein Buch geschafft hat, genau die Selben Gefühle in mir auszulösen, die auch Twilight erzeugt hat.

Trotz den Twilight Parallelen hat die Autorin es aber geschafft, durch die Art und Weise, wie sie den Leser durch die Geschichte führt, dem Buch ihren Stempel aufzudrücken. „Göttlich Verdammt“ versprüht nämlich viel mehr Frische als sein Vampir Zwilling, was wahrscheinlich daran liegt, dass Helen total anders ist als Bella.

Helen erschien mir anfangs noch wie ein ganz normales Mädchen und ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wieso ihre beste Freundin andauernd behauptet, dass sie garantiert kein normales Mädchen ist (später erfährt man dann glücklicherweise wieso). Im Großen und Ganzen fand ich sie eigentlich ganz nett, da sie auf mich aufgeschlossen wirkte und eine aufrichtige Freundin zu sein schien.
Dann kommen die Delos‘ nach Nantucket und Helen verwandelt sich in eine kleine Zicke. Als sie und Lukas sich dann jedoch annähern, wird sie nochmal zu einem komplett anderen Charakter.
Was ich damit sagen will, ist, dass Helen eindeutig vielseitiger ist als Twilights Bella. Man erlebt einfach mehr mit ihr bzw. ihre Gefühlsachterbahn hat ein oder zwei Kurven mehr.
Dennoch gibt es auch eine Kleinigkeit, die mir an Helen nicht gefällt. Als sie mit der Welt der Halbgötter konfrontiert wird und ein wenig mehr darüber erfährt, nimmt sie dies einfach zu schnell hin. Ich nehme an, dass Josephine Angelini als Debütautorin einfach ein wenig Angst davor hatte, etwas in das Buch zu schreiben, dass dem Geschichtsfluss im Wege stehen würde. Denn durch Helens sofortige Akzeptanz, kann sich die Geschichte auf die wesentlichen Konflikte konzentrieren.

Über Lucas‘ Leben vor Nantucket und somit auch vor Helen erfährt man leider nicht so viel, obwohl dies ein Punkt wäre, der mich besonders interessieren würde. Als Charakter an sich finde ich ihn jedoch sehr gelungen, da er sehr herzlich ist und trotz eines ausgeprägten Beschützer Instinktes kein nerviger Edward-Cullen-Typ ist.

Was die Beziehung der Beiden betrifft, wird man als Leser mit einem holprigen Auf und Ab konfrontiert. So gibt es eine Reihe schöner, aber auch unschöner Wendungen und zu sagen, dass ihre Beziehung kompliziert ist, wäre noch untertrieben. Doch gerade dies macht ihre Beziehung ja so besonders und umso schöner sind dementsprechend die wenigen romantischen Momente, die Helen und Lucas zusammen erleben dürfen.

Mal davon abgesehen, dass der finale Showdown recht kurz gehalten wurde und leider nicht so göttlich episch ist, wie ich mir erhofft habe, endet das Buch mit einem bittersüßen Beigeschmack und lässt mich nur noch sehnlicher auf eine Fortsetzung warten.

Fazit:
Trotz einiger Schwächen, die jedoch normal sind für Debütromane, hat mir „Göttlich Verdammt“ sehr gut gefallen. Die Liebesgeschichte von Helen und Lucas ist sehr schön in Szene gesetzt und die Verbindung von Mythologie und der Sage von Troja zu einer modernen Geschichte funktioniert exzellent. Auch wenn ich nicht alles verstanden habe, was die Halbgötter betrifft, bin ich schon sehr gespannt auf den zweiten Band, der dann hoffentlich noch mehr über Letztere enthüllen wird.

Ein herzliches Dankeschön geht an

Freitag, 27. Mai 2011

[Movie Review] Fluch der Karibik 4 - Fremde Gezeiten

Gestern habe ich mir einen gemütlichen Abend im Kino gegönnt und ich denke, dass Fluch der Karibik - Fremde Gezeiten es auf jeden Fall Wert ist, eine kleine Review gewidmet zu bekommen. Der Film ist nämlich extrem gut ;)

Die Geschichte:Jack Sparrow hat es mal wieder geschafft sich in Schwierigkeiten zu bringen, dieses Mal in England. Doch dann beauftragt ihn ausgerechnet die englische Krone eine Expedition zu leiten. Eine Expedition zur Quelle der ewigen Jugend.
Dabei soll er unter niemand geringerem segeln als Barbossa, der am Ende des letzten Filmes mit der Black Pearl davongesegelt ist. Diese hat er in einem Kampf jedoch an Blackbeard verloren, genauso wie eines seiner Beine. Nun ist er Freibeuter im Auftrag der Krone.

Jack ist alles andere als begeistert und so nimmt er wieder einmal Reißaus ... nur um dann seiner Ex Geliebten Angelica in die Arme zu laufen. Sie entführt Jack auf das Schiff von ihrem Vater Blackbeard, der ebenfalls auf der Suche nach der Quelle ist und der Jack braucht, um eben diese zu finden.

Mit an Bord ist der Missionar Philip, der sich später in die Meerjungfrau Syrena verliebt. Diese wird von Blackbeards Mannschaft gefangen, da sie für das Ritual an der Quelle gebraucht wird.

Blackbeard ist sich seiner Sache sicher, doch er hat die Rechnung ohne Barbossa gemacht, denn dieser ist ihm ganz dicht auf den Fersen, verfolgt jedoch sein ganz eigenes Ziel ...

Meine Meinung:Auch wenn sich die Geschichte eher danach anhört, dass Blackbeard im Zentrum des Geschehens steht, stiehlt in „Fluch der Karibik 4“ natürlich Jack Sparrow wieder einmal allen die Show. Ich muss allerdings sagen, dass ich mit starken Vorurteilen in den Film gegangen bin, besonders da ich mich in den Trailern einfach nicht an Jacks neue Synchronstimme gewöhnen konnte.

Im Film selbst habe ich mich dann allerdings so schnell an diese Stimme gewöhnt, dass sie mich gar nicht mehr gestört hat.

Nächstes Vorurteil war das Fehlen von Keira Knightley und Orlando Bloom. Ich habe gedacht, dass es einfach kein richtiger Fluch der Karibik Film ohne die beiden ist.
Wieder ein Irrtum. Keira Knightley habe ich überhaupt nicht vermisst und Orlando Bloom nur ein wenig, weil Missionar Philip ihm in Sachen Aussehen nicht zu Hunder Prozent das Wasser reichen kann.
Der Punkt ist jedoch, dass es einfach erfrischend war, mal eine neue Liebesbeziehung in Fluch der Karibik zu sehen. Und wenn ich Philip+Syrena mit Elizabeth+Will vergleiche, muss ich gestehen, dass ich die Beziehung zwischen P+S um einiges romantischer und tiefgründiger empfunden habe, als die von E+W (und das obwohl P+S nur gefühlte 15 Minuten gemeinsame Filmszenen hatten ... ich denke, das will schon was heißen).

So, nachdem die Vorurteile aus dem Weg sind, nun ein Wort zur Geschichte. Seit dem letzten Film hat sich für altbekannte Charaktere einiges verändert und so beginnt die Geschichte von Jack in London. Ab dann gibt es einiges an Wendungen und Überraschungen in der Geschichte, die ich wirklich genossen habe. Langeweile kam überhaupt nicht auf, vor allem, da Jack seine Show mal wieder von Vorne bis Hinten perfekt durchzieht und einfach in Bestform ist. Das ist der Sparrow wie wir ihn kennen und lieben (nach Teil 3 hatte ich wenig Hoffnung, dass der Jack, wie wir ihn in Teil 1 kennengelernt haben, niemals zurückkehren wird ... doch nun ist er wieder da).
Neben Syrena und Philip, gibt es allerdings noch jemanden der einen Award für den besten Scene-Stealer verdient hätte.

Blackbeard.

Ich habe Blackbeard zwei Sekunden gesehen und dachte mir, dass er wahrscheinlich so ein typischer Piratenbösewicht ist, wie Barbossa es in Teil 1 gewesen ist. Und wieder wurde ich eines besseren belehrt. Denn bereits nach fünf Sekunden hat man es mit einer ganz neuen Dimension von Böse zu tun bekommen, wie ich sie ehrlich gesagt nur in wenigen Filmen bis jetzt erlebt habe. Ich will nicht sagen, was Blackbeard tut, um die Zuschauer auch gleich davon zu überzeugen, dass er durch und durch böse ist ... aber es ist abgrundtief böse. Wenn man sich sowas ansieht, wird einem gleich ganz anders und Jack kommt einem neben Blackbeard (oder Mr Beard ... wie Jack ihn nennt^^) auf einmal nur noch wie ein kleines ungezogenes Kind vor.

Penelope Cruz hingegen konnte mich als Blackbeards Tochter Angelica nicht überzeugen. Für mich stellte sie nur eine langweilige Nebenrolle dar. Unter dem Titel „Love Interest von Jack Sparrow“ (wie sich promotet wurde) habe ich mir etwas Aufregenderes vorgestellt. Außerdem konnte ich leider keine Chemie zwischen Jack und Angelica spüren. Aber ich wurde von den bereits erwähnten Aspekten so gut unterhalten, dass mir Angelica irgendwann einfach nur noch egal war.

Wo ich gerade bei den Charakteren bin, will ich auch noch eine kleine Sache zu den neuen „Wesen“ sagen. Wir bekommen es ja zum einen mit Zombies zu tun, die ich in den Trailern jetzt nicht so wichtig fand, bis sich im Film zeigte, in welcher Verbindung sie mit Blackbeard stehen.

Ebenfalls überraschend waren für mich die Meerjungfrauen. Es gibt im Film eine Szene, in der Blackbeards Crew eine Meerjungfrau fangen soll und sich dazu als Köder aufs Meer hinaus begeben.
Als die Meerjungfrauen dann auftauchen und eine von ihnen anfängt zu singen ... wow. Die ganze Atmosphäre ist der schiere Wahnsinn. Einerseits ist die Szene so friedlich und gleichzeitig unheimlich gruselig und anspannend, sodass man richtig Gänsehaut bekommt. Dieser Wiederhall in der Stimme geht einem wirklich durch Haut und Knochen ...

Zum Schluss noch ein kleines Wort zum Soundtrack. Dieser vereint Altbekanntes und neue Elemente, die sich zu einem epischen Gesamtkunstwerk zusammenfügen. Hat zwar nichts mehr gemeinsam mit den gewohnten Piratenklängen aus Teil 1, ist aber alleine vom Hörerlebnis her der beste Soundtrack der vier Filme. Großartig erklären kann ich das nicht, aber ich kann dazu sagen, dass es einer von diesen Soundtracks ist, bei denen man am liebsten aufstehen, sich auch ein Schwert schnappen und mitmachen würde bzw von dem man schlicht und ergreifend berührt wird.

Fazit:Nach Teil 1 ist „Fremde Gezeiten“ wahrscheinlich mein Lieblingsfilm der vier Fluch der Karibik Teile. Jack ist mal wieder in Bestform, die Charakter haben mir überwiegend sehr gut gefallen und der Soundtrack hat mich komplett überzeugt. Nächster Teil bitte.

Donnerstag, 26. Mai 2011

Endlich Übersetzt: "Forgive my Fins" a.k.a. "Meerjungfrau sucht Prinz fürs Leben" von Tera Lynn Childs

Erscheinen wird "Meerjungfrau sucht Prinz fürs Leben" Buch bei Fischer Schatzinsel am 14. Juli 2011.
(Links das Originalcover © Katherine Tegen Books, rechts das deutsche Cover © Fischerverlage)

Produktinformationen:
Originaltitel: Forgive my Fins
Autor: Tera Lynn Childs
Verlag: Fischer Schatzinsel
Serie: Meerjungfrau Serie (Band 1)
Format: gebunden
Seiten: 272 Seiten
ISBN: 359-685-438-5
Preis: € 14,95 [D], € 15,40 [A]


Verlagsbeschreibung:
Auch eine Nixe hat es nicht leicht, den Richtigen zu finden! Nixe, siebzehn, ungeküsst. Das ist Lily. Und so wird es auch bleiben, wenn sie sich nicht schleunigst etwas einfallen lässt, um High-School-Schwarm Brody für sich zu gewinnen. Dabei auf Erzfeind Quince zu setzen, ist nicht die beste Idee, die Lily je hatte. Und als dieser sie unvermutet küsst, nimmt die Katastrophe ihren Lauf … Wie Lily es schafft, einen Weg aus diesem Schlamassel zu finden und nebenbei über die wahre Liebe stolpert, beschreibt Tera Lynn Childs brüllend komisch und herzergreifend romantisch zugleich.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Rezension: "Meisterklasse" von Ally Carter

Produktinformationen:
Originaltitel: Heist Society
Autor: Ally Carter
Verlag: Fischer FJB
Serie: Meisterklasse Serie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 368 Seiten
ISBN: 978-3-8414-2123-4
Preis: € 17,95 [D], € 18,50 [A]

Cover © Fischer FJB

Inhalt:
Katarina Bishop, genannt Kat, wollte sich eigentlich aus dem Familien Business zurückziehen und ein normales Leben führen … ohne dem Stehlen von wertvollen Kunstgegenständen.
Doch da wird ihr Vater von dem zwielichtigen Arturo Taccone beschuldigt, seine Gemälde gestohlen zu haben. Kat geht der Sache auf den Grund und erfährt, dass ihr Vater unschuldig ist.

Dennoch will Taccone um jeden Preis seine Gemälde zurückhaben und gewährt Kat eine zweiwöchige Frist, sie ihm wiederzubeschaffen.
Kat bleibt nichts anderes übrig, als dem nachzukommen und so findet sie heraus, wer die Gemälde wirklich gestohlen hat und dass diese ausgerechnet in einem der bestbewachten Museen der Welt versteckt wurden: dem Henley.

Zusammen mit ihrem Team plant Kat den größten Coup ihres Lebens, der nicht nur gefährlich, sondern eigentlich auch so gut wie unmöglich ist ...


Backround Infos:
„Meisterklasse“ bekommt bereits im Juni einen englischen Nachfolger, der sich „Uncommon Criminals“ nennen wird. Wann der zweite Band auf Deutsch erscheint, ist noch nicht klar.
Die Filmrechte zu „Meisterklasse“ wurden sich von Warner Bros. gesichert.

Buchtrailer: ©newbooksonfilm



Meine Meinung:
„Meisterklasse“ ist auf jeden Fall ein Buch, das man als rasant bezeichnen kann. Gleich nach den ersten Seiten ist mir aufgefallen, dass der Schreibstil ein ordentliches Tempo vorlegt, was sehr gut zu dem Wettlauf mit der Zeit passt, dem Kat sich stellen muss.

Die Geschichte hat mir von der Idee her sehr gut gefallen, da man als Leser mit einer Welt konfrontiert wird, die man so überhaupt nicht kennt (oder zumindest hoffe ich das). Im Mittelpunkt steht die High Society der Kunstdiebe, der auch Kat einst angehörte. Jedoch hat sie sich für ein ruhigeres Leben ohne Kunstdiebstähle entschieden. Der Frieden hält jedoch nicht lange an, denn der Mafia Boss Arturo Taccone will seine Gemälde zurückhaben und beschuldigt fälschlicherweise Kats Vater, diese gestohlen zu haben. Da Kat weiß, dass mit Taccone nicht zu spaßen ist, stellt sie ihr eigenes Team an hochkarätigen Dieben zusammen und plant, die Gemälde aus dem Museum zu stehlen, wo sie zwischengelagert wurden.

Doch nicht nur die Idee ist sehr gut, sondern auch die Umsetzung hat es mir angetan. Der Schreibstil unterstützt den rasanten Effekt, den die Geschichte auf den Leser hat, die Charaktere sind allesamt äußerst individuell und irgendwie kommt man sich die ganze Zeit vor, wie in einem Film. Ist man im einen Kapitel noch in England, ist man im nächsten schon wieder in Las Vegas. Es wird einem also keine Verschnaufpause gegönnt.

Ich weiß nicht so genau, woher das kommt, aber während des Lesens hatte ich die ganze Zeit die Erzählstimme aus Desperate Housewives im Kopf. Die Stimme passt einfach perfekt zu der Geschichte und dem Erzählstil.

Was mich Anfangs jedoch ein wenig gestört hat, waren die andauernd neu auftauchenden Charaktere, die ich nur schwer in den Gesamtkontext einordnen konnte. Das Problem ist einfach, dass auf detaillierte Erklärungen verzichtet wird, da diese die Geschichte wahrscheinlich zu sehr aufhalten würden. Dennoch hätte ich an einigen Stellen ein wenig mehr Klärungsbedarf gehabt.

Dieses Manko wird jedoch dadurch ausgeglichen, dass viele unvorhersehbare Dinge geschehen, sich die Handlung immer wieder wendet und es zum Ende hin sogar ein wenig Romantik gibt. An Spannung mangelt es dem Buch also überhaupt nicht. Perfektes Kopfkino, das ich als „Ocean’s Eleven“ für junge Leser bezeichnen würde.

Dementsprechend hat das Buch eine recht junge Protagonistin, die mit ihren fünfzehn Jahren jedoch schon reichlich herumgekommen ist und schon einiges auf dem Kerbholz hat.
Kat ist die perfekte Team Leaderin, da sie zum einen immer einen klaren Kopf behält und für jede Lage einen Plan parat hat. Jedoch finde ich es ein wenig schade, dass man hinter dieser toughen Fassade keinen weichen Kern zu sehen bekommen hat (würde aber auch ehrlich gesagt nicht zur Geschichte passen). Dennoch finde ich es bemerkenswert, wie weit sie geht um ihren Vater vor Taccone zu retten.

Ein weiteres Mitglied des Teams ist unter anderem Hale. Man merkt, dass in der Vergangenheit wohl schon einiges zwischen den beiden vorgefallen ist, und auch während der Planung für den großen Coup merkt man, dass es knistert. Anders als bei Kat, kann man trotz seiner draufgängerischen Art einen weichen Kern bei Hale erkennen. Während Kat viel mit ihrem Verstand arbeitet ist er derjenige, der auch mal auf sein Herz hört oder sich auf sein Bauchgefühl verlässt.

Wie in jedem Team, das was auf sich hält, gibt es auch in Kats Truppe ein Mastermind, Chaoszwillinge, ein typisches Mädchen und den fragwürdigen Nachzügler. Mehr will ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten.

Das Buch endet mit einem tollen Showdown, doch einige Mysterien bleiben ungelöst. Das Ende bietet auf jeden Fall die besten Voraussetzungen für eine Fortsetzung, auf die ich schon sehr gespannt bin.

Fazit:
„Meisterklasse“ ist ein großes Abenteuer, dass sehr viel Spaß macht beim Lesen und ein hohes Maß an Spannung zu bieten hat. Loyalität und Freundschaft spielen eine große Rolle, doch auch wichtige Entscheidungen spielen eine große Rolle, besonders für Kat.
Wer kein Problem damit hat, dass die Charaktere ohne Details abgehandelt werden, wird dieses Buch auf jeden Fall lieben.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

Dienstag, 10. Mai 2011

Deutsches Cover zu Andrea Cremers Nightshade #2: Wolfsbane (dt. Dunkle Zeit)

© Egmont Lyx


Da beim ersten Teil das Originalcover beibehalten wurde, dachte ich eigentlich, dass dies bei Teil 2 auch der Fall sein wird ... tja ist es leider nicht ... aber ist immerhin nicht so schlimm wie das Originalcover zu Wolfsbane:

© Philomel


Mein Favorit ist und bleibt das Cover von der Paperback Originalversion:

© Philomel

Freitag, 6. Mai 2011

Cover Revealed: Dornenkuss von Bettina Belitz

Einige Blogs haben das Cover bereits gepostet, aber ich wollte auch noch unbedingt meinen Senf dazu geben, weil ich das Cover einfach atemberaubend schön finde.

Okay, an das Schwarz muss man sich ersteinmal gewöhnen, gebe ich zu. Aber die Rose als Kontrast dazu und der rote Schriftzug ist ein wahrer Augenschmauß.

Jetzt bleibt nur noch das Problem, dass es bis November viiiiieeel zu lange dauert ... =)

Cover © Script5

Donnerstag, 5. Mai 2011

Das Oetinger/Dressler Verlag Herbstprogramm 2011

... hat zwei Oberknaller zu bieten =) Gerade bei Amazon gesurft und diese beiden Highlights gefunden.

Highlight Nummer1: "Ewiglich die Sehnsucht" von Brodi Ashton. (im Original "Everneath", wozu noch kein Originalcover existiert)

Produktinformationen:
Originaltitel: Everneath
Autor: Brodi Ashton
Verlag: Oetinger Verlag
Serie: Everneath Trilogie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 320 Seiten
ISBN: 378-913-040-0
Preis: 17,95€ [D]

Cover und Inhaltsangabe © Oetinger Verlag

Erscheint im Januar 2012

Kurzbeschreibung:

Wenn die Unsterblichen das größte Opfer verlangen... Jack ist Nikkis große Liebe. Eine Liebe, die sie durch die Finsternis der Unterwelt getragen hat. Endlich, nach hundert Jahren der Sehnsucht, kehrt Nikki zurück. Doch ihr bleibt nur ein halbes Jahr … Ihre Freunde und ihr Vater glauben, dass sie einfach abgehauen war, doch in Wirklichkeit hat der Rockmusiker Cole sie mit in die Unterwelt genommen. Cole ist ein Unsterblicher, der sich von den Gefühlen der Menschen ernährt Nur Nikkis Liebe zu Jack hat sie davor bewahrt zu sterben und ihr ermöglicht, auf die Erde zurückzukehren. Cole, mit dem sie ein seltsam enges Band verbindet, bedrängt sie, mit ihm gemeinsam in der Unterwelt zu herrschen. Doch Jack, der Nikki niemals wieder verlieren möchte, riskiert alles für sie … Große Gefühle, verzweifelte Hoffnung - der Sehnsuchtsroman von der wahren Liebe Der erste Band der Ewiglich-Trilogie verbindet ein modernes Setting mit Elementen aus dem "Orpheus" und "Eurydike"-Mythos



Highlight Nummer 2: "Godspeed - Die Reise beginnt" von Beth Revis (im Original "Across the Universe").

Produktinformationen:
Originaltitel: Across the Universe
Autor: Beth Revis
Verlag: Dressler Verlag
Serie: Godspeed Serie (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 448 Seiten
ISBN: 379-151-676-0
Preis: 19,95€ [D]

Cover und Inhaltsangabe © Dressler

Erscheint im August 2011

Kurzbeschreibung:
Die Welt von morgen - ein Thriller der Extra-Klasse Die 17-jährige Amy ist einer der eingefrorenen Passagiere an Bord der "Godspeed". Sie und ihre Eltern sollen am Ende der Reise zu einem neuen Planeten wieder erweckt werden – 300 Jahre in der Zukunft. Doch Amys Kühlkasten wird zu früh abgeschaltet. Wollte jemand sie ermorden? Gewaltsam ins Leben zurückgerissen, findet sie sich in einer fremden Welt wieder, in der alle Menschen einem tyrannischen Anführer folgen. Nur einer widersteht: der rebellische Junior, der sich fast magisch angezogen fühlt von Amy. Gemeinsam versuchen die beiden, den schrecklichen Geheimnissen der "Godspeed" auf die Spur zu kommen. Doch kann Amy Junior trauen? Eine packende Gesellschaftsvision und ein fesselnder Pageturner um eine große Liebe, der Traum von Freiheit und tödliche Gefahren.Erster Band der Trilogie.

Dienstag, 3. Mai 2011

The Host Movie: Melanie Stryder wurde gefunden

Tja erst dachte ich, das ist ein Scherz als Collider davon berichtet hat. Denn tatsächlich soll es Jungschauspielerin Saoirse Ronan sein, die die begehrte Leadrolle bekommen hat.

Den ganzen Artikel könnt ihr HIER lesen.
Ich muss sagen, ich bin leider überhaupt kein Fan von ihr, und dass das meiner Meinung nach visuell nur in die Hose gehen kann ...

Endlich Übersetzt: "The Eternal Ones" aka "Nichts ist Endlich" von Kirsten Miller

"The Eternal Ones" hat ein Zuhause gefunden beim Lübbe Verlag.
"Nichts ist Endlich" wird das Buch heißen und als Hardcover beim Lübbe Imprint Baumhaus erscheinen.

Erscheinungsdatum ist der 16. September 2011.


Cover "The Eternal Ones" © Razorbill
Cover "Nichts ist endlich" © Baumhaus Verlag

Sonntag, 1. Mai 2011

Rezension: "Scherbenmond" von Bettina Belitz

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Bettina Belitz
Verlag: Script5 Verlag
Serie: Splitterherz Trilogie (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 688 Seiten
ISBN: 978-3-8390-0122-6
Preis: 19,95€ [D], 20,60€ [A]

Cover © Script5

Dies ist Band 2 der Splitterherz Trilogie und die Rezension könnte somit wahrscheinlich Spoiler enthalten.
Meine Rezension zu Band 1 gibt es HIER.


Website zum Buch:
http://www.scherbenmond.com/

Inhalt:
Nach den Ereignissen im Sommer hat sich für Ellie Sturm alles verändert. Ihre große Liebe Colin ist auf der Flucht vor der Nachtmahrin Tessa, ihr bester Freund Tillmann hat die Schule geschmissen und ihr Vater ist irgendwo in Italien verschollen.
In einem Brief bittet er Ellie ihren Bruder Paul zurückzuholen, was sie sich natürlich nicht zweimal sagen lässt.

Froh, endlich all den Erinnerungen entfliehen zu können, die sie zu Hause quälen, macht sie sich auf den Weg nach Hamburg und zieht kurzerhand bei Paul ein.
Doch Ellie erkennt ihren Bruder kaum wieder. Seine Persönlichkeit hat sich um hundertachtzig Grad gewendet und dann hat er auch noch sein Medizinstudium geschmissen, obwohl dies seit jeher seine größte Leidenschaft war.

Ellie weiß, dass dies nur eines bedeuten kann: Paul wurde von einem Nachtmahr befallen. Sie beschließt alles dafür zu tun, ihn zu retten und bekommt dabei ungeahnte Hilfe von Tillmann. Beiden ist klar, dass sie Colin finden und um Hilfe bitten müssen, wenn sie Pauls Nachtmahr loswerden wollen. Doch Colin hat seine eigenen Methoden mit der Situation umzugehen und droht dabei nicht nur Ellies Herz zu brechen, sondern ihr ganzes Leben zu zerstören ...


Backround Infos:
„Scherbenmond“ ist der zweite Teil der Splitterherz Trilogie von Bettina Belitz. Der dritte Teil „Dornenkuss“ wird im November 2011 erscheinen.


Meine Meinung:
Kurz und knapp würde ich das Buch als sehr intensiv beschreiben. In jeglicher Hinsicht.
Egal ob es um Gefühle geht, oder Gefahrensituationen und Liebesszenen, alles wird mit einer solchen Intensität geschildert, das ist absoluter Wahnsinn.

Es ist mir ein Rätsel wie die Autorin dies anstellt, aber ich tippe ganz stark auf ihren Schreibstil, der wie schon in „Splitterherz“ auch in „Scherbenmond“ einen einzigartigen und herausragenden Charakter hat. Natürlich ist dieser an Ellies Art angepasst, da die Geschichte schließlich von ihr erzählt wird. Aber schon nach wenigen Zeilen ist man einfach so vertieft in die Geschichte, dass man das Gefühl hat, all die Geschehnisse selbst zu erleben. Dies ist Kopfkino auf höchstem Niveau (mit dem Ellie sich übrigens bestens auskennt).

Was die Handlung betrifft, bin ich insgesamt wieder vollends zufrieden. Die Geschichte ist gut ausgearbeitet und man merkt, dass die Autorin sich Gedanken über Details gemacht hat, die die Story schlichtweg vollenden.
Dennoch gibt es eine ganz bestimmte Sache, die mich dazu bringt, zu sagen, dass dieses Buch das Außergewöhnlichste und nahezu Beste ist, was ich je gelesen habe.
Wenn man diese Geschichte liest, erfährt man sehr viel, indem man zwischen den Zeilen liest. Situationen, die beim ersten Lesen vielleicht etwas merkwürdig anmuten, bekommen eine ganz andere Bedeutung wenn man versteht, wieso gewisse Dinge passieren.

Ein besonderes Beispiel ist die Liebesszene von Colin und Ellie, die von einigen Bloggern stark kritisiert wurde. Ich gebe zu, beim ersten Lesen hab ich auch gedacht „Hä? Nicht im Ernst, oder?“. Aber ich konnte mich mit diesem Urteil einfach nicht zufriedengeben, weil ich genau weiß, dass die Autorin garantiert ihren Grund hatte, gewisse Dinge so zu schreiben, wie sie es getan hat und die Szene so zu gestalten, wie sie letzten Endes auf dem Papier gelandet ist.

Also habe ich beim Weiterlesen verschärft darauf geachtet, Entwicklungen und generelle Gedanken von Ellie ein wenig zu interpretieren und nebenbei mit der Liebesszene in Zusammenhang zu bringen.
Gut, die Ausdrucksweise ist ganz einfach auf Ellies Art zurückzuführen, auch wenn diese in einem solchen Moment total fehl am Platz wirkt. Doch darum ging es schließlich in dieser Szene. Ellie sollte hundert Prozent sie selbst sein. Das war nicht nur eine „Vollendung“ ihrer Beziehung, wie Colin es nennt, sondern auch eine Vollendung von Ellies Weg zurück zu sich selbst.
Letzten Endes hat die Szene fast schon einen epischen Charakter. Es geht einfach darum, dass Colin und Ellie nicht nur ein besseres Verständnis für einander, sondern auch für sich selber entwickelt haben.

So, nun aber wieder zurück zur Handlung. Die Geschichte beginnt mit der Gewissheit, dass Ellies Vater verschwunden ist und als Leser weiß man darüber genauso wenig darüber wie Ellie. Alles was man tun kann, ist spekulieren und umso rätselhafter wird es, als Ellie einen Brief findet, in dem ihr Vater sie darum bittet, Paul zurückzuholen. Leo (Ellies Vater) wusste also, dass er von seiner neuesten Nachtmahr Mission nicht zurückkehren wird und wieder steht das große Fragezeichen im Raum, was denn nun mit ihm geschehen ist.
Somit hat man bereits am Anfang wieder pure Spannung, wie man sie bereits aus „Splitterherz“ kennt.

Ellie hat in diesem Buch besonders mit sich selber einige Dinge zu klären. Anfangs hab ich mich total gewundert, wieso sie kaum Gefühlsregungen zeigt, obwohl sie mit der Ungewissheit leben muss, wann sie ihre große Liebe jemals wiedersehen wird. Stattdessen benimmt sie sich gewohnt quirlig und erzählt die Geschichte auf ihre gewohnt humorvolle Art.
Da man Ellie jedoch bereits in „Splitterherz“ sehr gut kennengelernt hat, kann man sich ungefähr denken, wieso sie sich so verhält, besonders, wenn man mal darüber nachdenkt, wieso sie andauernd versucht eine Aufgabe für sich selbst zu finden (z.B. sich um Albinomolche oder um Giftspinnchen Berta zu kümmern...). Ellie verdrängt alles Negative. Dies wurde mir unter anderem klar, als die ständigen Träume von Grischa (ihrem Ex Schwarm) anfingen. Sie verdrängt alles, was sie verletzen könnte, aber natürlich kommen auch solche Sachen früher oder später wieder an die Oberfläche.

Das Schlimme daran ist, dass Colin dies offenbar genau weiß und sich das in diesem Band auf eine Art zu Nutze macht, für die man ihm die Krätze an den Hals wünscht. Das hat sogar mir als Leser fast das Herz gebrochen, weil man genau wie Ellie irgendwann einfach nicht mehr versteht, was vor sich geht und wer Colin eigentlich ist.
Auch an dieser Stelle wieder ein Lob an die Autorin. Es hat noch kein Buch bisher geschafft, mich emotional so zu ergreifen wie „Splitterherz“ und „Scherbenmond“ es getan haben.

In „Scherbenmond“ erfährt man zum ersten Mal, wie gefährlich das Spiel mit den Träumen eigentlich ist und die Autorin hat teilweise Szenen fabriziert, bei denen ich fürchterliche Gänsehaut bekommen habe. Wer also glaubt, dass Vampire die personifizierte Hölle sind, der liegt falsch. Die Nachtmahre haben hiermit den Olymp der Schreckensgestalten erklommen und sich den Herrscherthron erbeutet.

Besonders gefreut habe ich mich, als Tillmann aufgetaucht ist, und eine größere Rolle in diesem Buch bekommen hat. Er ist einfach ein so toller und vielschichtiger Charakter und macht grundsätzlich immer genau das, was man so eigentlich nicht von ihm erwartet.
Er versucht Ellie zu helfen, wo er nur kann, besonders als die buchstäbliche Hölle über sie hereinbricht und Colin nicht für sie da ist. Dabei legt auch Tillmann eine erstaunliche Entwicklung hin, nämlich vom Teenager Rebell, hin zu einem jungen Menschen, der Ziele in seinem Leben hat und für die Menschen, die ihm wichtig sind, alles tut.

Die größte Überraschung war allerdings Colin in diesem Buch. Okay, ich gebe zu, dass mir am Ende von „Splitterherz“ klar war, noch längst nicht alles über ihn zu wissen und ihn eigentlich überhaupt nicht zu kennen, allerdings erfährt man in „Scherbenmond“ so viel Neues über ihn und lernt eine ganz andere Seite kennen, sodass ich teilweise einfach nur geschockt war. So manches Mal wurde mir sogar richtig schlecht, besonders wo es langsam richtig Showdown geht und man einfach nur noch von Entsetzen geplagt wird.

Ich hoffe, dass ich es einigermaßen verständlich erklärt habe, wieso ich dieses Buch als „intensiv“ bezeichnen würde. Ich finde dieses Wort beschreibt es einfach am Besten.

Allerdings graut es mir jetzt ein wenig vor dem dritten Band der Trilogie, da sich in „Scherbenmond“ ein paar unschöne Andeutungen befinden. Ich bete inständig, dass Colin den dritten Band überleben wird und dass Ellie einfach mal nicht das tut, was er von ihr verlangt. Die Beiden haben einfach ein Happy-End verdient, auch wenn ich (leider) hoffe, dass wenigstens einer der anderen Hauptcharaktere geopfert wird, damit das Ende nicht so glatt und Friede-Freude-Eierkuchen mäßig wird, wie es ja leider immer häufiger mit Trilogie Abschlüssen der Fall ist.
Aber ehrlich gesagt, mache ich mir da keine Sorgen. Ich glaube die Autorin hat ein ganz gutes Gespür dafür, was ihre Leser von ihr erwarten.

Fazit:
Irgendetwas tut dieses Buch mit seinen Lesern. Irgendetwas, was ich so noch nicht erlebt habe. Es ergreift, bewegt und fesselt den Leser und lässt ihn nicht mehr los, auch nicht, wenn man das Buch zugeklappt hat. Die Charaktere sind mehr als einfach nur tiefgründig. Ich würde fast sagen, dass sie eine Seele haben, die man als Leser spüren kann.
Dieses Buch hat einfach genau das, was Twilight fehlt um die breite Masse zu begeistern und nicht nur Teenies. Jeder, absolut jeder, wird in „Splitterherz“ und „Scherbenmond“ etwas finden, dass ihn an diese Bücher fesselt.
Zu sagen, dass Bettina Belitz die deutsche Stephenie Meyer ist, wäre maßlos untertrieben.


Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an
Script5

TOP AKTUELL

Buchgedanken | "Der Letzte Stern" von Rick Yancey