Freitag, 27. Mai 2011

[Movie Review] Fluch der Karibik 4 - Fremde Gezeiten

Gestern habe ich mir einen gemütlichen Abend im Kino gegönnt und ich denke, dass Fluch der Karibik - Fremde Gezeiten es auf jeden Fall Wert ist, eine kleine Review gewidmet zu bekommen. Der Film ist nämlich extrem gut ;)

Die Geschichte:Jack Sparrow hat es mal wieder geschafft sich in Schwierigkeiten zu bringen, dieses Mal in England. Doch dann beauftragt ihn ausgerechnet die englische Krone eine Expedition zu leiten. Eine Expedition zur Quelle der ewigen Jugend.
Dabei soll er unter niemand geringerem segeln als Barbossa, der am Ende des letzten Filmes mit der Black Pearl davongesegelt ist. Diese hat er in einem Kampf jedoch an Blackbeard verloren, genauso wie eines seiner Beine. Nun ist er Freibeuter im Auftrag der Krone.

Jack ist alles andere als begeistert und so nimmt er wieder einmal Reißaus ... nur um dann seiner Ex Geliebten Angelica in die Arme zu laufen. Sie entführt Jack auf das Schiff von ihrem Vater Blackbeard, der ebenfalls auf der Suche nach der Quelle ist und der Jack braucht, um eben diese zu finden.

Mit an Bord ist der Missionar Philip, der sich später in die Meerjungfrau Syrena verliebt. Diese wird von Blackbeards Mannschaft gefangen, da sie für das Ritual an der Quelle gebraucht wird.

Blackbeard ist sich seiner Sache sicher, doch er hat die Rechnung ohne Barbossa gemacht, denn dieser ist ihm ganz dicht auf den Fersen, verfolgt jedoch sein ganz eigenes Ziel ...

Meine Meinung:Auch wenn sich die Geschichte eher danach anhört, dass Blackbeard im Zentrum des Geschehens steht, stiehlt in „Fluch der Karibik 4“ natürlich Jack Sparrow wieder einmal allen die Show. Ich muss allerdings sagen, dass ich mit starken Vorurteilen in den Film gegangen bin, besonders da ich mich in den Trailern einfach nicht an Jacks neue Synchronstimme gewöhnen konnte.

Im Film selbst habe ich mich dann allerdings so schnell an diese Stimme gewöhnt, dass sie mich gar nicht mehr gestört hat.

Nächstes Vorurteil war das Fehlen von Keira Knightley und Orlando Bloom. Ich habe gedacht, dass es einfach kein richtiger Fluch der Karibik Film ohne die beiden ist.
Wieder ein Irrtum. Keira Knightley habe ich überhaupt nicht vermisst und Orlando Bloom nur ein wenig, weil Missionar Philip ihm in Sachen Aussehen nicht zu Hunder Prozent das Wasser reichen kann.
Der Punkt ist jedoch, dass es einfach erfrischend war, mal eine neue Liebesbeziehung in Fluch der Karibik zu sehen. Und wenn ich Philip+Syrena mit Elizabeth+Will vergleiche, muss ich gestehen, dass ich die Beziehung zwischen P+S um einiges romantischer und tiefgründiger empfunden habe, als die von E+W (und das obwohl P+S nur gefühlte 15 Minuten gemeinsame Filmszenen hatten ... ich denke, das will schon was heißen).

So, nachdem die Vorurteile aus dem Weg sind, nun ein Wort zur Geschichte. Seit dem letzten Film hat sich für altbekannte Charaktere einiges verändert und so beginnt die Geschichte von Jack in London. Ab dann gibt es einiges an Wendungen und Überraschungen in der Geschichte, die ich wirklich genossen habe. Langeweile kam überhaupt nicht auf, vor allem, da Jack seine Show mal wieder von Vorne bis Hinten perfekt durchzieht und einfach in Bestform ist. Das ist der Sparrow wie wir ihn kennen und lieben (nach Teil 3 hatte ich wenig Hoffnung, dass der Jack, wie wir ihn in Teil 1 kennengelernt haben, niemals zurückkehren wird ... doch nun ist er wieder da).
Neben Syrena und Philip, gibt es allerdings noch jemanden der einen Award für den besten Scene-Stealer verdient hätte.

Blackbeard.

Ich habe Blackbeard zwei Sekunden gesehen und dachte mir, dass er wahrscheinlich so ein typischer Piratenbösewicht ist, wie Barbossa es in Teil 1 gewesen ist. Und wieder wurde ich eines besseren belehrt. Denn bereits nach fünf Sekunden hat man es mit einer ganz neuen Dimension von Böse zu tun bekommen, wie ich sie ehrlich gesagt nur in wenigen Filmen bis jetzt erlebt habe. Ich will nicht sagen, was Blackbeard tut, um die Zuschauer auch gleich davon zu überzeugen, dass er durch und durch böse ist ... aber es ist abgrundtief böse. Wenn man sich sowas ansieht, wird einem gleich ganz anders und Jack kommt einem neben Blackbeard (oder Mr Beard ... wie Jack ihn nennt^^) auf einmal nur noch wie ein kleines ungezogenes Kind vor.

Penelope Cruz hingegen konnte mich als Blackbeards Tochter Angelica nicht überzeugen. Für mich stellte sie nur eine langweilige Nebenrolle dar. Unter dem Titel „Love Interest von Jack Sparrow“ (wie sich promotet wurde) habe ich mir etwas Aufregenderes vorgestellt. Außerdem konnte ich leider keine Chemie zwischen Jack und Angelica spüren. Aber ich wurde von den bereits erwähnten Aspekten so gut unterhalten, dass mir Angelica irgendwann einfach nur noch egal war.

Wo ich gerade bei den Charakteren bin, will ich auch noch eine kleine Sache zu den neuen „Wesen“ sagen. Wir bekommen es ja zum einen mit Zombies zu tun, die ich in den Trailern jetzt nicht so wichtig fand, bis sich im Film zeigte, in welcher Verbindung sie mit Blackbeard stehen.

Ebenfalls überraschend waren für mich die Meerjungfrauen. Es gibt im Film eine Szene, in der Blackbeards Crew eine Meerjungfrau fangen soll und sich dazu als Köder aufs Meer hinaus begeben.
Als die Meerjungfrauen dann auftauchen und eine von ihnen anfängt zu singen ... wow. Die ganze Atmosphäre ist der schiere Wahnsinn. Einerseits ist die Szene so friedlich und gleichzeitig unheimlich gruselig und anspannend, sodass man richtig Gänsehaut bekommt. Dieser Wiederhall in der Stimme geht einem wirklich durch Haut und Knochen ...

Zum Schluss noch ein kleines Wort zum Soundtrack. Dieser vereint Altbekanntes und neue Elemente, die sich zu einem epischen Gesamtkunstwerk zusammenfügen. Hat zwar nichts mehr gemeinsam mit den gewohnten Piratenklängen aus Teil 1, ist aber alleine vom Hörerlebnis her der beste Soundtrack der vier Filme. Großartig erklären kann ich das nicht, aber ich kann dazu sagen, dass es einer von diesen Soundtracks ist, bei denen man am liebsten aufstehen, sich auch ein Schwert schnappen und mitmachen würde bzw von dem man schlicht und ergreifend berührt wird.

Fazit:Nach Teil 1 ist „Fremde Gezeiten“ wahrscheinlich mein Lieblingsfilm der vier Fluch der Karibik Teile. Jack ist mal wieder in Bestform, die Charakter haben mir überwiegend sehr gut gefallen und der Soundtrack hat mich komplett überzeugt. Nächster Teil bitte.

Kommentare:

  1. Ha! Endlich jemand, der das so sieht wie ich ^^ Bist du auch schön brav sitzen geblieben und hast die Szene nach dem Abspann gesehen? ;P

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  2. Huch...das hört sich ja wikrlich toll an!! Den Film hätte ich mir sowieso angesehen ;), aber jetzt freue ich mich schon richtig drauf und kann es gare nicht erwarten!! =)
    Danke für die tolle Beschreibung!
    Martina

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  3. @Amelie: hehe klar bin ich sitzen geblieben ;) ist bei FdK doch schon Tradition, dass eine Abspannszene kommt ;)

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  4. Absolut deiner Meinung!

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  5. wirkliche eine tolle rezension! :)
    kannst du mir vielleicht verraten, was im abspann kommt? ich war mit meinem bruder im kino und der ist nach filmende rausgegangen ohne zu warten, daher hab ich sie szene nicht gesehen...wäre echt nett! ;)

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  6. @Tanja: im Wikipedia Artikel zu Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten findest du die Abspannszene unter "Handlung" beschrieben.
    Ich hätte sie dir auch gerne hier hingeschrieben aber ich möchte nicht spoilern für diejenigen die den Film noch nicht gesehen haben =)

    LG

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