Rezension: "Die Poison Diaries" von Maryrose Wood

Produktinformationen:
Originaltitel: The Poison Diaries
Autor: Maryrose Wood
Verlag: Fischer FJB
Serie: Die Poison Diaries (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 272 Seiten
ISBN: 978-3-8414-2124-1
Preis: 14,95€ [D], 15,40€ [A]

Cover © Fischer FJB

Die Poison Diaries Facebook App:
KLICK

Inhalt:
Jessamine Luxtons Vater ist fasziniert von Pflanzen und deren medizinischen Fähigkeiten. Doch selbst er ist nicht in der Lage die geheimnisvolle Wirkung der Pflanzen in seinem Giftgarten zu entschlüsseln.

Als dann eines Tages ein Fremder zu ihm kommt und ihm einen seltsamen Jungen namens Weed vorstellt, scheint er dem Schlüssel zu dem gefährlichen Wissen über die Giftpflanzen endlich einen Schritt näher gekommen zu sein. Denn Weed ist kein gewöhnlicher Junge. Er scheint für jede noch so unheilbare Krankheit das richtige Rezept parat zu haben.

Völlig fasziniert von seinen Fähigkeiten verliebt Jessamine sich in ihn, doch dann wird sie von einer schrecklichen Krankheit heimgesucht, für die nicht einmal Weed ein Heilmittel zu kennen scheint.
Die Antwort scheint verborgen im Giftgarten zu liegen, doch während Jessamine immer schwächer wird, muss Weed eine folgenschwere Entscheidung treffen …


Backround Infos:
„Die Poison Diaries“ ist der erste Teil einer Serie. Der zweite Teil „Nightshade“ erscheint im Oktober 2011 auf Englisch.


Buchtrailer: © newbooksonfilm



Meine Meinung:
„Die Poison Diaries“ ist auf jeden Fall anders, als alle Bücher, die ich jemals gelesen habe. Sowohl Schreibstil, als auch Charaktere, sowieso die Art und Weise dem Leser eine Botschaft zu vermitteln. All dies ist anders.

Aber fangen wir zunächst einmal mit der Aufmachung an. An jedem Kapitelanfang befindet sich ein Tagebucheintrag, sowie eine wunderschöne Vignette. Alleine deswegen lohnt es sich auf jeden Fall schonmal in der nächsten Buchhandlung einen Blick ins Buch zu werfen.

Sobald man dann anfängt zu lesen, wird man von der Geschichte und dem Schreibstil förmlich umhüllt. Ich finde es ganz schwierig zu beschreiben warum, aber der Schreibstil gefällt mir wirklich sehr gut. Angepasst an eine eher altertümliche Ausdrucksweise, passend zum Jahre 1800, wirkt die Sprache sehr romantisch.

Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Erst aus Jessamines Sicht, dann später aus Weeds Sicht. So bekommt man viel von den Gefühlen und Gedanken der handelnden Personen mit und kann mit ihnen mitfühlen. Besonders interessant sind diese Gedanken jedoch gerade dann, wenn es um die Pflanzen geht. Ich weiß nicht, ob die erwähnten Wirkungen der Pflanzen tatsächlich so sind, dennoch ist es äußerst interessant, dass diese so im Mittelpunkt des Geschehen stehen. Die Geschichte bekommt so einen mystischen Stil, besonders durch die rätselhaften Giftpflanzen, die ein gefährliches Eigenleben zu entwickeln scheinen. Dadurch wird es besonders am Ende ein wenig grausam, gleichzeitig aber auch sehr spannend.

Spannend und eine mystische Atmosphäre kommt aber auch dadurch auf, dass Weeds Verhalten so seltsam ist und man nicht weiß, wer er wirklich ist und woher er so viel über die Wirkungen der Pflanzen weiß. Außerdem sind die ständigen Reisen von Jessamines Vater nach London ein weiteres Rätsel, dessen Auflösung letzten Endes ein schöner Schock ist.

Auch die Liebe spielt eine große Rolle, denn Jessamine verliert schon bald nach Eintreffen von Weed ihr Herz an ihn. Ist sie anfangs oft alleine und in sich gekehrt , so findet sie in Weed bald eine Freund, den sie mit ihrer ganzen Fürsorge überschütten kann und von dem sie heimlich schwärmen kann.
Auch für Weed ist diese Beziehung sehr wichtig, da er Jessamine seine dunklen Geheimnisse anvertrauen kann und sich nicht mehr verstecken muss.

Zu Jessamine muss ich allerdings sagen, dass sie alles andere als ein starker Charakter ist. Sie macht sich selbst abhängig von ihrem Vater und ist sehr naiv wenn es um die Liebe oder auch um den Umgang mit Giftpflanzen geht. Ihre Art passt jedoch zum Gesamtbild der Geschichte, auch wenn man berücksichtigt, dass das Buch in einer Zeit spielt, in der Frauen noch nicht so emanzipiert waren.

Das Buch endet schließlich mit einer tiefgründigen Botschaft, die die Geschichte schön abrundet und dazu anregt, sich über einige Dinge ein wenig mehr Gedanken zu machen.

Fazit:
„Die Poison Diaries“ hat mir sehr gut gefallen. Besonders der Schreibstil hat es mir angetan, sowie die spannenden Enthüllungen und die mystische Atmosphäre. Insgesamt eine schöne Geschichte, die man locker in einem Schwung durchlesen kann und die letzten Endes sogar eine Botschaft vermittelt. Da das Ende recht offen ist, bin ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung und besonders, wie die Zukunft von Jessamine und Weed aussehen wird.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an
Fischer FJB

Kommentare

  1. Das Buch klingt total spannend! Werd es gleich mal auf meine Wunschliste setzen.. :) :) Danke für die tolle Rezension!

    LG, Doreen

    http://www.heartykiss.blogspot.com

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Movie Review] Fluch der Karibik 4 - Fremde Gezeiten

Rezension: "Vampire Academy #4: Blutschwur" von Richelle Mead

Rezension: "Die Bestimmung" von Veronica Roth