Donnerstag, 9. Juni 2011

Rezension: "Elfenliebe" von Aprilynne Pike

Produktinformationen:
Originaltitel: Spells
Autor: Aprilynne Pike
Verlag: cbj Verlag
Serie: Wings Serie (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 978-3-570-13885-4
Preis: € 16,99 [D], € 17,50 [A]

Cover © cbj Verlag

Dies ist Band 2 der Wings Serie von Aprilynne Pike und die Rezension könnte gegebenenfalls Spoiler enthalten.
Zu meiner Rezension von Band 1 geht es
HIER.


Inhalt:
Aufgrund ihrer mangelnden Feenkenntnisse soll Laurel ein paar Wochen an der Akademie von Avalon verbringen um ihr Handwerk zu verbessern. In dieser Zeit wird sie von Tamani in das hierarchische Leben der Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterelfen eingeführt und für Laurel erweist sich einmal mehr, wie fremd ihr das Elfenleben doch ist.

Doch auch ihr Leben in der Menschenwelt ist alles andere als einfach seit Laurel weiß, dass sie eine Elfe ist. Ihre Mutter entfremdet sich immer mehr von ihr und hinzu kommt die ständige Bedrohung durch die Orks.

Hin und hergerissen zwischen den zwei Welten, will Laurel nichts mehr, als endlich zu wissen, wo sie eigentlich hingehört. Doch dies ist nicht so einfach, hat sie doch in beiden Welten Jemanden, der sie von ganzem Herzen liebt: David in der Menschenwelt und Tamani in Avalon.
Für Laurel steht fest, dass sie sich früher oder später für eines ihrer beiden Leben entscheiden muss, auch wenn sie dadurch jemandem das Herz brechen wird …


Backround Infos:
„Elfenliebe“ ist der zweite Band von Aprilynne Pikes Elfenserie. Der dritte Teil, welcher im Original „Illusions“ heißt, ist bereits auf Englisch erschienen und der vierte Teil, bis jetzt noch ohne Titel, wird im April 2012 auf Englisch erscheinen.


Meine Meinung:
Die Geschichte von „Elfenliebe“ dreht sich vor allem um das Liebesdreieck zwischen David, Laurel und Tamani. Laurel ist hin und hergerissen zwischen ihren beiden Verehrern und so kommt es natürlich zu zahlreichen romantischen Momenten, sowohl mit David, als auch mit Tamani.
Ich finde, dass besonders diese Momente sehr schön in Szene gesetzt sind. Die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil, der zum einen sehr einfach zu lesen ist, aber dem Leser dennoch reichlich Gefühle vermitteln kann mit einer extra Portion Herzschmerz.

Mit „Elfenliebe“ lernen wir auch zum ersten Mal die Elfenwelt Avalon kennen und dessen hierarchisches Gesellschaftssystem. Auch dies hat seinen Teil dazu beigetragen, dass das Buch nicht nur schön zu lesen ist, sondern auch sehr interessant ist. Ich finde es immer wieder toll, wenn Autoren ihre eigene Welt kreieren und sich Gedanken über dessen Gesellschaftssystem machen.

Neben Romantik und interessanten Welten gibt es jedoch auch ein Fünkchen Action in Form von Flucht- und Kampfszenen. Denn die Orks sind nach wie vor hinter Laurel her und so kommt es, dass Laurel ihr neu erworbenes Wissen im Kampf gegen die Untiere gezielt einsetzen muss. Denn wenn Orks eines nicht sind, dann ist das zimperlich. So kommt es zu einigen scheinbar aussichtslosen Situationen und gerade am Ende wird es so nochmal richtig spannend.

Was die Charaktere betrifft, bin ich bis auf weiteres auch sehr zufrieden. Teilweise sind mir die Jungs zwar ein bisschen zu perfekt und einfühlsam, aber gerade dies führt ja letzten Endes dazu, dass Laurel es nicht über sich bringt, einen von Beiden zu verletzen.


In diesem Buch hat sie sehr viel mit sich selbst zu kämpfen. Eine große Rolle spielt dabei ihre Identitätskrise, da sie nicht weiß, in welche Welt sie eigentlich gehört. Hinzu kommt die Krise mit ihrer Mutter, die seit Laurel Geständnis, eine Elfe zu sein, sich zunehmend von ihr distanziert.
Als wäre dies nicht schon Problem genug, steht Laurel auch noch zwischen zwei Jungs. Ist sie mit dem einen zusammen, denkt sie an den anderen. Das pure Gefühlschaos. Umso entscheidender ist Laurels Entwicklung im Laufe des Buches, während der sie sich langsam aber sicher einer Entscheidung nähert, in welche Welt sie gehört und mit wem sie zusammen sein möchte.

Neben den Hauptcharakteren aus dem ersten Band kommt nun ein neuer Charakter dazu, der nicht nur mysteriöse Beweggründe hat, sondern auch absolut undurchschaubar ist. Die Rede ist von Klea, einer Art Jägerin, die sich aus persönlichen Gründen der Rache an den Orks verschrieben hat. Nicht nur Laurel steht ihr misstrauisch gegenüber, sondern auch als Leser wird man sehr schnell skeptisch wer sie ist und was ihre Pläne sind. Nicht nur aus dem Grund verschweigt Laurel ihr, dass sie eine Elfe ist.

Fazit:
Aprilynne Pikes Elfenserie beinhaltet definitiv eines meiner Lieblings Love Triangles und genauso wie sein Vorgänger hat auch „Elfenliebe“ mich von sich überzeugt. Das Buch ist eine runde Sache und vereint Romantik, ein bisschen Aktion und eine eigene Welt zu einem schönen Jugendbuch.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den



Meine Empfehlung:

"Plötzlich Fee - Sommernacht" ist dem Prinzip von "Elfenliebe" von sehr ähnlich und auch atmosphärisch kommt es dem sehr nahe.


Auch in "Plötzlich Fee - Sommernacht" geht es um ein Liebesdreieck (wobei daran zwei Feenjungs beteiligt sind) und eine brilliant ausgearbeitete Feenwelt.

Cover © Heyne Fliegt

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