Dienstag, 7. Juni 2011

Rezension: "Grim - Das Erbe des Lichts" von Gesa Schwartz

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Gesa Schwartz
Verlag: Lyx Verlag
Serie: Grim (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 720 Seiten
ISBN: 978-3-8025-8304-9
Preis: € 19,99 [D], € 20,60 [A]

Cover © Egmont Lyx

Dies ist Band 2 der Grim Serie und die Rezension könnte gegebenenfalls Spoiler enthalten. HIER geht es zu meiner Rezension zu Band 1.


Inhalt:
Paris wird von einer Serie grausamer Morde erschüttert, die allesamt nicht von menschlicher Hand begangen worden sein können. Grim macht sich auf die Suche nach dem Mörder und stößt dabei auf die dunkle und gefährliche Welt der Schattenalben.

Angeführt von der Feenkönigin, wollen sie die Welt der Menschen zerstören und nur der Krieger des Lichts hat eine Chance, die Menschheit zu retten. Gemeinsam mit Mia und Remis macht sich Grim auf die Suche nach der einzigen Hoffnung für die Menschen. Als sie jedoch erfahren, wer dieser auserwählte Krieger ist, scheint jede Hoffnung vergebens, besonders da die Anderswesen sich weigern, den Menschen zu helfen …


Backround Infos:
„Grim – Das Erbe des Lichts“ ist der zweite Band der Grim Serie von der deutschen Autorin Gesa Schwartz.

Bereits im Oktober 2011 erscheint der Auftakt zu einer neuen Serie, die den Namen „Die Chroniken der Schattenwelt“ tragen wird. Der erste Band wird den schönen Titel „Nephilim“ haben.


Meine Meinung:
„Grim – Das Erbe des Lichts“ glänzt wie bereits sein Vorgänger, durch einen einzigartigen und detaillierten Schreibstil. Die Umgebungen werden dem Leser haargenau geschildert, sodass eine fantastische und nachvollziehbare Atmosphäre geschaffen wird. Als Leser spürt man quasi die von der Autorin geschaffene Welt und kann sich sehr gut in diese Welt hineinversetzen.

Auch wenn die Geschichte sich klassischer Fantasyelemente bedient, wirkt das Buch dennoch sehr modern. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass sich bis jetzt noch kein Autor getraut hat, einen Gargoyle die Feenwelt aufmischen zu lassen.
Und genau dies macht die Grim Geschichten so besonders.

Im ersten Band hat sich zwischen Grim und Mia eine starke Beziehung entwickelt und es hat einfach Spaß gemacht, über die beiden zu lesen. Im zweiten Band ist es allerdings vorbei mit den schönen Zeiten, denn die Beziehung von Grim und Mia leidet zunehmend unter den Bedrohungen der Anderswelt. Ich hätte mir nach den Annäherungen im ersten Band ein wenig mehr Romantik gewünscht. Stattdessen haben die Beiden einfach keine Möglichkeit, ein bisschen traute Zweisamkeit zu genießen und entfremden sich immer mehr voneinander.

Dies passiert vor allem, da Grim einen großen Kampf mit sich selbst ausfechten muss. Hin und hergerissen zwischen zwei Welten, kann er sich einfach nicht damit anfreunden, ein Hybrid zu sein und kämpft zunehmend mit seiner menschlichen Seite.
Dementsprechend liegt das Hauptaugenmerk in dieser Geschichte auf Grim und seine persönliche Entwicklung.

Gegen Ende des Buches hatte ich jedoch das Gefühl, dass mehr Wert auf die Darstellung der Umgebung gelegt wird, als auf die Inszenierung der Charaktere. Dies führte letzten Endes sogar dazu, dass mir Grim und seine Freunde langsam egal wurden. Die Vermittlung zwischen Leser und Charakteren funktioniert in diesem Buch einfach nicht so gut, wie in Band 1.

Was ich der Geschichte wiederum zu Gute halten muss, ist der Verzicht auf zu viele brutale Szenen. In Band 1 floss wirklich sehr viel Blut und in Band 2 ist dies zum Glück nur anfangs der Fall. Denn wenn die Autorin eines kann, dann ist es Bilder im Kopf des Lesers zu erzeugen, auch wenn einige Szenen nicht so schön sind.

Zur Geschichte sei noch zu sagen, dass wirklich eine ganze Menge passiert. Man muss sich beim Lesen sehr stark konzentrieren um mit den Geschehnissen mithalten zu können. Im Mittelteil des Buches ist es zwar ein wenig eintönig, weil sich gewisse Geschehnisse andauernd wiederholen, dennoch werden die Helden reichlich auf Trab gehalten.
Hinzu kommen eine Reihe neuer Charaktere, die allesamt wunderschöne aber auch schwer zu merkende Fantasynamen haben.

Die neuen Charaktere beinhalten unter anderem einen Zwerg, der Grim in Sachen Sturheit starke Konkurrenz macht. Doch auch die neuen Antagonisten dürfen nicht unerwähnt bleiben, denn wir haben es mit niemand geringerem als der Feenkönigin persönlich zu tun und ihrem Schattenalben Gefolge.
Allesamt sind sie skrupellos, rachsüchtig und natürlich abgrundtief böse. Als Leser kann man gar nicht anders, als sie zu hassen und zu hoffen, dass denen das Lachen noch im Halse stecken bleiben wird. Eine Geschichte lebt zum großen Teil von ihren Antagonisten und umso wichtiger ist es, einen Bösewicht zu kreieren, den es so noch nicht gab und der auf seine ganz eigene Art und Weise dem Leser das Blut in den Adern gefrieren lässt. Ich denke das hat die Autorin auf jeden Fall geschafft.

Fazit:
„Grim – Das Erbe des Lichts“ hat in mir sehr gemischte Gefühle ausgelöst. Einerseits befinden sich viele gute Elemente in dem Buch, die seinem Vorgänger in nichts nachstehen. Jedoch sind die Charaktere längst nicht so gut in Szene gesetzt worden wie in Band 1 und auch die Geschichte konnte mich leider nicht genauso stark ans Buch fesseln, wie es „Grim – Das Siegel des Feuers“ getan hat.
Dennoch möchte ich betonen, dass mir der Schreibstil wieder sehr gut gefallen hat.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an
Egmont Lyx

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