Samstag, 25. Juni 2011

Rezension: "The Hollow - Wahre Liebe ist Unsterblich" von Jessica Verday

Produktinformationen:
Originaltitel: The Hollow
Autor: Jessica Verday
Verlag: Arena Verlag
Serie: The Hollow Trilogie (Band 1)
Format: Klappenbroschur
Seiten: 432 Seiten
ISBN: 978-340-106-495-6
Preis: 15,95€ [D]

Cover © Arena Verlag

Inhalt:
Als Abbeys beste Freundin Kristen spurlos verschwindet, beginnt für sie eine Zeit voller Trauer und Schmerz, denn niemand weiß, was wirklich mit dem Mädchen passiert ist.
In ihrer Verzweiflung verbringt Abbey ihre einsamen Tage auf dem Friedhof ihres Dorfes Sleepy Hollow, wo sie eines Tages den seltsamen Caspian kennenlernt. Der Junge übt eine unheimliche Faszination auf sie aus und schon bald verliebt sie sich unsterblich in ihn.

Doch als Abbey das Tagebuch ihrer besten Freundin findet, stolpert sie über das mysteriöse Doppelleben, das Kristen geführt hat und ihr Verschwinden wirft neue Fragen auf.
Abbey findet Zuflucht in der gemeinsamen Zeit mit Caspian, doch schon bald wird ihr klar, dass auch er ihr etwas Wichtiges über sich verschweigt …

Backround Infos:
„The Hollow“ ist der erste Band einer Trilogie, gefolgt von „The Haunted“. Der dritte Band „The Hidden“ ist noch nicht auf Deutsch erschienen.
Das in den Romanen erwähnte Sleepy Hollow existiert tatsächlich als kleines Dörfchen in New York, genauso wie der Sleepy Hollow Friedhof mit dem Grab von Washington Irving.

Englischer Buchtrailer: © cosproductions



Meine Meinung:
„The Hollow“ spielt in dem Dorf Sleepy Hollow in New York. Geprägt durch die Legende vom kopflosen Reiter, kennen wir das Dörfchen alle als schaurigen Ort vor gotischer Kulisse. Genau dies hat die Autorin auch in ihren Roman einfließen lassen, wodurch eine dementsprechende Atmosphäre entsteht. Auch wenn die Geschichte in der heutigen Zeit spielt, spürt man den gotischen Einfluss sehr stark, was gepaart mit der bittersüßen Romanze ein schönes Gesamtbild ergibt.

Die Geschichte ist durchgehend aus Abbeys Sicht erzählt. Dabei rückt besonders der Schmerz und die Trauer, die sie angesichts von Kristens Verschwinden spürt, in den Mittelpunkt.
Neben den negativen Empfindungen bekommt man als Leser auch ihre Schwärmereien für Caspian mit, die dann aber leider das Rätsel um Kristens Verschwinden verdrängen und den Hauptteil des Buches einnehmen.
Dies wäre auch gar nicht so schlimm, wäre da nicht das Problem, dass zwischen Abbey und Caspian die Chemie einfach nicht stimmt. Egal welche Passage ich über ihre Zweisamkeit gelesen habe, immer hatte ich das Gefühl, dass die Beiden einfach nicht zusammenpassen.

Und so zieht sich der Mittelteil des Buches sehr in die Länge. Es kommt einfach keine Spannung auf, und selbst als Abbey Kristens Tagebuch findet, verschwindet das dadurch aufkommende Mysterium schon bald wieder in der Versenkung. Stattdessen wird sich mit Abbeys langweiligen Alltag aufgehalten, der äußerst fehl am Platz wirkt. Die Geschichte kommt schlicht und ergreifend nicht zum Punkt.

Was die Geschichte dann zwischendurch immer mal wieder auftaut, sind kleine Flashback Szenen, die von Abbeys und Kristens gemeinsamen Erlebnissen handeln. Anhand dessen kann man sich sehr gut in das Verhältnis zwischen den Beiden hineinversetzen und auch Abbeys Gefühle bezüglich des Verlustes ihrer besten Freundin sehr gut verstehen.

Auch die kleinen Einschübe der Legende von Sleepy Hollow lockern das Geschehen ein wenig auf und dürften besonders die Kulisse für den Leser interessant machen.

Was Abbeys betrifft, hat mich besonders ihr Faible für das Mixen von Düften fasziniert. Ansonsten ist sie eigentlich genauso wie alle anderen Jugendbuch Protagonistinnen. Leider würde ich auch nicht sagen, dass sie im Laufe des Buches eine Entwicklung durchmacht. Stattdessen steigert sie sich in die Schwärmerei von Caspian hinein.

Dieser sollte auf den Leser wahrscheinlich mysteriös und ein wenig düster erscheinen, wirkt stattdessen aber eher schüchtern, wehmütig und alles andere als anziehend.
Man merkt zwar die ganze Zeit, dass eindeutig Etwas mit ihm nicht stimmt, aber dennoch weiß man bis zur Auflösung des Rätsels nicht, was es denn nun eigentlich ist.
Ich muss zwar zugeben, dass er an einigen Stellen schon ein wenig romantisch ist, doch richtig überzeugen konnte er mich als mysteriöser Unbekannter dann doch nicht.

Der Schlussteil ist dann nochmal richtig gut und vor allem spannend. Die Auflösung des Rätsels um einige Bewohner Sleepy Hollows und auch um Caspian ist wirklich überraschend und Etwas, womit man garantiert nicht rechnet.
Dennoch bleiben am Ende viele Fragen und leider auch die wichtigste aller Fragen offen. Was also wirklich mit Kristen passiert ist, wird man wohl erst im Folgeband erfahren.

Fazit:
Besonders die Kulisse von „The Hollow“ hat es mir schlichtweg angetan. Ein wenig düster und schaurig, genau das ist Sleepy Hollow, auch in der Moderne.
Leider ist die Umsetzung der Geschichte nicht so gelungen, wie ich es mir erhofft habe, auch wenn das Ende nochmal richtig gut ist. Leider bleiben am Ende eine Reihe von Fragen offen, die dann hoffentlich in der Fortsetzung geklärt werden.

Meine Empfehlung:

Die Kulisse aus "Die Poison Diaries" ähnelt sehr stark der aus "The Hollow". Auch hier hat man es mit einer gotischen und leicht düsteren Atmosphäre zu tun.

Außerdem ähneln sich beide Protagonistinnen, von ihrer Art her und auch was ihre Hobbys angeht.

Cover © Fischerverlage

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