Freitag, 15. Juli 2011

Hörbuchrezension: "Ich bin Nummer Vier" von Pittacus Lore

Produktinformationen:
Originaltitel: I Am Number Four
Autor: Pittacus Lore
Verlag: Jumbo Verlag
Serie: Lorien Legacies (Band 1)
Format: Hörbuch (gelesen von Jacob Weigert)
ISBN: 978-3-8337-2733-7
Preis: 19,99€

Cover © Jumbo Verlag

Inhalt:
Nachdem ihr Planet Lorien von den Mogadories zerstört wurde, flohen 9 Lorien Teenager mit ihren Wächtern auf die Erde. Doch die Mogadories sind ihnen gefolgt und jagen sie, um sie einer nach dem anderen zu töten.

Als Nummer Drei getötet wird, weiß John Smith, dass er der Nächste ist, denn er ist Nummer Vier. Zusammen mit seinem Wächter Henry versteckt er sich in Paradise, Ohio, wo John versucht an der Highschool ein normales Leben zu führen. Dort lernt er sowohl den Nerd Sam kennen, der gefährliches Wissen über außerirdisches Leben zu haben scheint, und das Mädchen Sarah, in die John sich unsterblich verliebt.

Doch die Mogadories sind John bereits dicht auf den Fersen und als es zu einer verheerenden Konfrontation kommt, bekommt er unerwartete Hilfe von Nummer Sechs, einem Mädchen, dass ebenfalls von Lorien kommt. Gemeinsam stellen sie sich der Bedrohung der Mogadories entgegen und nur ihr Erbe Loriens, ihre übernatürlichen Fähigkeiten können sie nun noch retten …

Meine Meinung:
Wer den Film zu „Ich bin Nummer Vier“ gesehen hat, weiß, wie actionreich und rasant die Geschichte ist. Mit dem Hörbuch erlebt man mindestens genauso viel Action und Abenteuer.

Anfangs ist es noch ein wenig gewöhnungsbedürftig sich an das Erzähltempo zu gewöhnen, da es recht langsam ist. Mit der Zeit wird dies jedoch besser und es ist sogar richtig angenehm.

Der Sprecher schafft es, durch die unterschiedliche Betonung verschiedener Stimmen, die Geschichte authentisch umzusetzen. Dabei bekommen einige sogar ihren eigenen Akzent, wie zum Beispiel Johns Wächter Henri.

Die Geschichte an sich ist spannend und abenteuerreich. Dabei haben mich besonders die Flashback Szenen fasziniert, die von Johns Zeit auf Lorien erzählen. Bevor ihr Planet zerstört wurde, haben die Loriener alles dafür getan, ihren Planeten am Leben zu erhalten. Dafür haben sie auf alles, was die Natur angreifen könnte verzichtet, zum Beispiel Autos oder Technik. Diese rücksichtsvolle Seite der Loriener spiegelt sich auch sehr stark in John wieder, der ein sehr liebevoller Charakter ist. Für die Menschen & Loriener die er liebt, würde er alles tun um sie zu beschützen.

Als er sich in Sarah verliebt, wird dieser Charakterzug von ihm noch verstärkt. Wenn Loriener sich verlieben, dann hält dies auch für immer und so entsteht zumindest von Johns Seite her, eine tiefe Verbundenheit zu Sarah.

Jedoch muss ich sagen, dass Sarah ein wenig zu aufdringlich ist und des Öfteren unpassende Sachen sagt. Genau verstehen, wieso John sich in sie verliebt hat, kann ich nicht, schiebe es aber einfach auf ihren lebensfrohen Charakter.

Eine weitere Rolle in Johns Leben spielt Sam. Er ist total fasziniert von Außerirdischen und liest regelmäßig das Magazin „Sie sind unter uns“. Darin erfährt er auf mysteriöse Weise von den Mogadori und wenn man der Geschichte zuhört, hat man zwangsläufig irgendwann das Gefühl, dass hinter Sam mehr steckt, als ein Nerd.

Als Nummer Sechs jedoch auftaucht, stiehlt sie allen die Show. Sie ist stark, mutig und tough. Sie hat einiges an Erfahrung im Kampf gegen die Mogadori und agiert als eine Art Mentorin von John, genauso wie Henri.
Henri ist für John eine Art Vaterersatz und die Beziehung der Beiden basiert auf starkem Vertrauen.

Das Ende der Geschichte ist gleichzeitig auch eine Andeutung, was in der Fortsetzung geschehen wird und lässt bereits auf das nächste Abenteuer hoffen.

Fazit:
„Ich bin Nummer Vier“ ist auf jeden Fall ein tolles Hörerlebnis, dass durch den einzigartigen Lesestil des Sprechers für Kopfkino vom feinsten sorgt. Durch die andauernde Bedrohung durch die Mogadori, bleibt es durchgehend spannend, wie lange John sich noch verstecken kann, und ob er nicht früher oder später vielleicht sogar verraten wird.
Die Geschichte ist keine typische Science-Fiction Geschichte, sondern vermischt eine Jugendbuchromanze geschickt mit einem spannenden Abenteuer.

1 Kommentar:

  1. Ich kannte, bevor ich anfing das Buch zu lesen, den Film schon. Den Film finde ich ehrlich gesagt ziemlich billig und langweilig. Von dem Buch dachte ich dasselbe und habe es nur auf Empfehlung einer Freundin gelesen. Ich bin ehrlich gesagt wirklich froh, dass ich das getan habe, denn dieses Buch ist eines der besten Romane wenn nicht der beste Roman, den ich bisher gelesen habe. An Spannung kaum zu überbieten an manchen stellen und am Ende sogar wirklich traurig.

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