Movie Review: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2

Der zweite Teil von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes ist nicht nur der Abschluss einer Saga, sondern auch ein Film voller heimlicher Helden. Dazu aber später noch mehr.

Teil 2 fängt direkt dort an, wo der letzte Film aufgehört hat. Es geht also nahtlos weiter. Harry, Ron und Hermine machen sich auf die Suche nach den letzten Horkruxen, wobei dies zunächst unspektakulärer Teil ist. Sobald jedoch die große Flucht aus den Verließen von Gringotts ansteht, fängt der Film an ein wenig anzugeben.

Die Szene mit dem Drachen, der die Drei sicher aus den Verließen rausbringen soll, ist der schiere Wahnsinn. Sehr bildgewaltig.

Der beste Teil des Filmes ist aber letzten Endes die Schlacht von Hogwarts, die die gesamte zweite Hälfte des Filmes einnimmt.

Dabei zeigen einige Charaktere ganz neue Seiten von sich, so zum Beispiel Professor McGonagall, die höchstpersönlich in die Schlacht gegen Voldemort ruft und selbst ordentlich mitmischt.

Der absolute Scene Stealer ist aber zweifelsohne Alan Rickman, der sich mit seiner Darstellung von Snape in diesem Film selbst übertroffen hat. Die Sequenzen, die seine Erinnerungen an Lily zeigen und damit auch sein wahres Ich offenbaren, erzeugen nicht nur Gänsehaut, sondern auch reichlich Tränen. Die Szenen sind wirklich sehr emotional und ergreifend, packt also genug Taschentücher ein, wenn ihr euch den Film anschauen wollt.

Dritter Held der Geschichte ist eindeutig Neville. Sobald die Schlacht anfängt, verfällt er in eine Art Adrenalin Rausch. Er ist nicht mehr der übermäßig tollpatschige Junge, den wir kannten, sondern ist langsam erwachsen geworden und weiß, wofür es sich lohnt zu kämpfen. Dabei stößt er nichteinmal davor zurück, sich Voldemort entgegen zu stellen und ihm höchstpersönlich eine Ansage zu machen.

Wieder einmal lobenswert ist auch der Soundtrack, der die passende Atmosphäre zu den Bildern erzeugt. In besonders ergreifenden und hoffnungsvollen Momenten dürfen wir uns sogar an dem altbekannten "Hedwig's Theme" erfreuen, das dann auch in neuer Auflage den Film 19 Jahre später ausklingen lässt.

Auch wenn viele bereits kritisiert haben, dass für die, die die Bücher nicht gelesen haben, zu wenig in dem Film erklärt wird, ist das Gesamtpaket doch mehr als ein würdiger Abschluss der Serie, der nochmal in voller Pracht gezeigt hat, was unsere heutige Filmindustrie für wundervolle Meisterwerke produzieren kann.

Kommentare

  1. Ja, es wird definitiv zu wenig erklärt!!! Warum stirbt Harry nicht? Warum stirbt Voldemort?
    Ich war ja mit jemandem drin, der die Bücher nicht gelesen hatte und der hat einiges nicht gecheckt.
    Dass die die Sache mit der Schlange am Ende geändert haben und, dass der Kampf zwischen Voldemort und Harry so anders war, das fand ich einfach schade. Außerdem, dass man Fred nicht hat sterben sehen... Die paar Filmminuten waren dann nicht mehr da? Echt blöd.

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  2. Da bin ich aber froh, dass ich offenbar nicht die einzige war, die bei Snapes Geschichte heulen musste :D

    Fand den Film auch wirklich gut. Fands nur sehr schade, dass Dumbledores Geschichte quasi nicht erzählt wurde.. Hatte ich eigentlich erwartet! Aber das war wohl zeitlich nicht mehr drinne ;)

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  3. ich denke mal, dass all dies zwar gedreht wurde, dann aber letzten endes rausgeschnitten wurde. es wurde ja auch ein junge für die rolle von teddy lupin gecastet, der war aber in der letzten szene nicht mehr zu sehen. all das wird dann wohl als deleted scenes auf der dvd landen =)

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  4. Ohja, das sagt so ziemlich das aus, was ich dachte.
    Ich habe den Film auch gesehen und fand ihn wundervoll! <3
    Schreibe auch gerade auf meinem Blog einen Kommentar dazu... :)
    Liebe Grüße, RomeosJuliet

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