Dienstag, 26. Juli 2011

Rezension: "Die Königin der Unsterblichen" von Maria Dahvana Headley

Produktinformationen:
Originaltitel: Queen of Kings
Autor: Maria Dahvana Headley
Verlag: Droemer Knaur
Serie: -
Format: Klappenbroschur
Seiten: 528 Seiten
ISBN: 3-426-50893-1
Preis: 14,99€ [D]

Cover © Droemer Knaur

Inhalt:
Der Krieg zwischen Ägypten und den Legionen des römischen Heerführers Octavian neigt sich dem Höhepunkt entgegen. Für Kleopatra scheint ein Sieg unerreichbar und nachdem sie vom Tod ihres Mannes Antonius erfährt, beschwört sie die mächtige Göttin Sachmet.

Doch die Hilfe der Göttin hat einen Preis. Kleopatra muss schon bald festellen, dass die Göttin ihr ihre Seele genommen, und sie zur einer blutrünstigen Bestie gemacht hat. Mit ihrer neuen Macht und dem immer stärker werdenden Blutdurst schwört Kleopatra Rache an Octavius und all denjenigen, die ihr ihren Mann, ihre Kinder und ihr Reich geraubt haben ...


Rezension:
„Die Königin der Unsterblichen“ ist ein Mix aus historischen Elementen und Fantasy. Die Geschichte ist an einigen Stellen sehr dramatisch geschrieben und enthält viele starke Emotionen, von denen sich die Charaktere leiten lassen.

Die Protagonistin des Buches ist Kleopatra und die Handlung des Buches dreht sich um die Geschehnisse, die durch die Beschwörung Sachmets ausgelöst werden. Dennoch wird die Geschichte auch aus anderen Perspektiven geschildert, was zum einen zwar interessant ist, weil man so mehr über Kleopatras Wirken auf andere erfahren kann, jedoch entstehen ab dem Mittelteil ein paar irreführende Parallelhandlungen, die man zunächst nicht so richtig verstehen kann.
Der Anfang der Geschichte konnte mich wirklich fesseln, da er sehr düster und mystisch ist. Dies verlief sich jedoch im Laufe der Handlung, sodass das typische Ägypten Feeling irgendwann verloren ging. Das Hauptproblem ist einfach, dass sich so kein richtiger Spannungsbogen aufbauen kann und die Geschichte langweilig wird.

Auffällig hingegen war die sich steigernde Brutalität der Handlung, die aber zum Konzept der Geschichte passt, auch wenn einige Passagen recht blutig sind.
Außerdem enthält das Buch einen großen Teil an verschiedenen Mythologien und gegen Ende hatte man leicht das Gefühl, dass es letztendlich die ganze Zeit nur um einen Krieg zwischen den Göttern verschiedener Mythologien ging und der Krieg zwischen Ägypten und Rom eher Mittel zum Zweck war.

Kleopatra an sich strahlt zwar die Anmut und Autorität einer wahren Königin aus, jedoch merkt man auch schnell, wie verletzbar sie sein kann und wie viele Schwachstellen sie hat. Ihre Familie bedeutet ihr alles, und so erwacht in ihr dieser unbändige Drang nach Rache.
Auch wenn sie wirklich gut in Szene gesetzt und interessant zu lesen ist, war es schwer für mich, eine Beziehung zu dem Charakter aufzubauen. Dies war leider auch bei anderen Charakteren der Fall, die zwar ebenfalls alle sehr einzigartig sind und auch interessant, aber das gewisse Etwas fehlt irgendwie.

Octavius lernt man als großen und selbstbewussten Heerführer kennen, jedoch entdeckt man auch schnell seine andere Seite, die das genaue Gegenteil darstellt. Nach außen hin versucht er immer eine gewisse Macht ausstrahlen zu wollen, dabei ist er eigentlich extrem unsicher und orientiert sich lieber an dem, was andere Männer vor ihm bereits zum Erfolg geführt hat.

Das sind eigentlich die beiden Charaktere die mich am meisten interessiert haben von ihrem Wesen her. Gerade deshalb finde ich es schade, dass die Verbindung zwischen mir und den Protagonisten einfach nicht funktioniert hat.

Fazit:
„Die Königin der Unsterblichen“ fängt sehr vielversprechend an, doch die Geschichte wird mit Fortschreiten der Handlung einfach zu kompliziert und verliert die Atmosphäre. Die Idee, Kleopatras Geschichte mit ein wenig Fantasy zu vermischen ist aber interessant zu lesen, wodurch man letzten Endes auch zum weiterlesen gebracht wird.

Kommentare:

  1. Ich habs auch gelesen und muss auch sagen, dass ich die Geschichte zwar gut fand, aber gen Ende wurde alles ein wenig wirr und chaotisch.

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  2. Hm...

    ich fand den Klappentext so toll aber ich mag mich dann auch privat nicht gerne mit Büchern befassen, die zu kompliziert oder in sich verschachtelt sind, damit habe ich auf Arbeit genug zu tun.
    Ich hätte dan lieber ein Buch, bei dem ich wirklich abschalten kann.

    LG

    p.S.
    Im Fazit hast du einen Schreibfehler, du hast "Die Königin der Verdammten" geschrieben, aber das war Anne Rice^^

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  3. @paralauscher: oh gott XD danke dass du mich darauf hinweist =)

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