Rezension: "Magyria - Das Herz des Schattens" von Lena Klassen

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Lena Klassen
Verlag: Blanvalet Verlag
Serie: Magyria (Band 1)
Format: Taschenbuch
Seiten: 576 Seiten
ISBN: 978-3-442-26810-8
Preis: 9,99€ [D], 10,30€ [A]

Cover © Blanvalet

Inhalt:
Gerade hat Hanna die Schule hinter sich gebracht und geht als Au Pair Mädchen nach Ungarn. Dort kommt sie bei der Familie Szigethy unter und wird sogleich mit der schwierigen Tochter Reka konfrontiert. Seit sie mit ihrem Freund Kunun zusammen ist, verhält sie sich äußerst sonderbar und scheint immer öfter ihre Erinnerungen zu verlieren.

Dann erfährt Hanna die unglaubliche Wahrheit: Kunun soll ein Vampir sein. Bei dem Versuch, ihn auf frischer Tat zu ertappen, trifft Hanna jedoch auf seinen Bruder Mattim, der zwar ebenfalls ein Vampir ist, seinem Bruder jedoch auch das Handwerk legen will. Denn Kunun und seine Vampire bedrohen deren Heimatland Magyria und wollen das Königreich des Lichts in Schatten tauchen.

Doch auch Mattim muss mit seiner eigenen Schattenseite kämpfen und nur die Liebe zu Hanna kann ihm dabei helfen, seine gute Seite am Leben zu erhalten ...


Backround Infos:
„Das Herz des Schattens“ ist der erste Band von Lena Klassens Magyria Reihe. Der zweite Band „Die Seele des Schattens“ ist bereits im Penhaligon Verlag als gebundene Ausgabe erschienen.


Meine Meinung:
„Magyria – Das Herz des Schattens“ ist definitiv eine Vampirgeschichte, die man als erfrischend anders bezeichnen kann. Die Vampire sind nicht so, wie wir sie aus sämtlichen Jugendbüchern kennen. Die Vampire in „Magyria“ sind dunkle Wesen, die wirklich Bedrohung und Gefahr ausstrahlen und keine dieser typischen Möchtegern Blutsauger. Die Autorin hat es auf jeden Fall geschafft, die Vampire so zu inszenieren, dass sie ihrem Beinamen „Geschöpfe der Nacht“ alle Ehre machen.

Die Geschichte selbst ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, vorzugsweise aus der von Mattim und Hanna. Dabei sticht besonders der sehr tiefgründige und anspruchsvolle Schreibstil hervor, der die Gefühle der Protagonisten anschaulich und nachvollziehbar schildert.

Die Handlung ist anfangs noch eine wenig schleppend und besonders die Passagen, die in Mattims Welt Magyria spielen, ziehen sich ein wenig in die Länge. Verantwortlich dafür sind vor allem die wenig spannenden Einführungen in die Konflikte zwischen Licht und Schatten in Magyria und in Mattims Lebensgeschichte.

Dafür sind die Kapitel, die Hannas Erlebnisse schildern umso interessanter. Besonders die Art und Weise, wie sie mit den Vampiren in Berührung kommt, ist genau richtig inszeniert worden. Es läuft nicht zu schnell ab und Hanna glaubt die Vampirgeschichten auch nicht von Anfang an, sondern geht der Sache auf den Grund, bis sie sich selbst davon überzeugt hat.

Ein wenig muss ich jedoch die Darstellung der Schattenwesen bemängeln, da ich es teilweise schwierig fand, die Hintergründe zu verstehen. Umso besser ist die Beziehung zwischen Mattim und Hanna in Szene gesetzt. Die Chemie zwischen den Beiden stimmt einfach und jedes Mal wenn die Beiden zusammen sind, verändert sich die Atmosphäre zu spürbarer Romantik. Leider dauert es gut die Hälfte des Buches, bis die Beiden zusammen kommen und so muss man sich ein wenig in Geduld üben, bis Hanna zu ihrem Glück kommt.

Auch die Charaktere an sich sind sehr schön zu lesen. Hanna mag zunächst wie ein normales Mädchen wirken, doch je mehr man über sie liest, umso mehr sieht man, wie selbstlos und aufopferungsvoll sie ist. Doch wie bei so viele Helden ist auch ihre größte Schwachstelle die Liebe. Trotz allem ist sie mutig und selbstbewusst. Wenn es darum geht, die zu beschützen, die sie liebt, läuft sie zu Hochform auf und lässt sich von nichts aufhalten.

Mattim hingegen wirkt nicht so heldenhaft wie es wahrscheinlich ursprünglich beabsichtigt war. Er ist der typische gute Teil eines Gut-Gegen-Böse-Geschwisterpaares und wird seinem Titel „Prinz des Lichts“ in jeglicher Hinsicht gerecht. Als Prinz von Magyria setzt er alles daran, sein Heimatland zu verteidigen, auch wenn seine Pläne mehr schlecht als recht aufgehen. Dennoch hat er, genauso wie sein böser Bruder Kunun, etwas Geheimnisvolles an sich. Etwas, das ihn für den Leser interessant macht.

Auch die Nebencharaktere Reka oder ihr Bruder Attila sind tolle unterstützende Charaktere, die der Geschichte eine zusätzliche Würze verleihen und auch Alltagssituationen immer wieder spannend machen.

Das Ende lässt schließlich die eine oder andere Frage offen, sodass Einiges für den Folgeband aufgespart bleibt.

Fazit:
Auch wenn sich einige Passagen in die Länge gezogen haben, so ist der Großteil der Geschichte doch sehr schön zu lesen. Besonders die Romantik zwischen Hanna und Mattim hat es mir sehr angetan und lässt das Buch wirklich aus den zahlreichen Vampirromanzen herausstechen. Ein schöner Auftakt zu der Magyria Serie.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an

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