Mittwoch, 6. Juli 2011

Rezension: "Magyria - Die Seele des Schattens" von Lena Klassen

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Lena Klassen
Verlag: Penhaligon Verlag
Serie: Magyria (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 576 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3079-2
Preis: 18,99€ [D], 19,60€ [A]

Cover © Penhaligon

Dies ist Band 2 der Magyria Reihe und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten. Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER.

Inhalt:

Nach der Schlacht in Magyria dachten Mattim und Hanna eigentlich, dass der Vampir Kunun keinen Weg mehr zurück nach Budapest finden würde. Doch dann steht er eines Tages plötzlich vor ihnen und ist rachesüchtiger und rücksichtsloser denn je.

Indem er Hanna erpresst, sichert er sich ihre Unterstützung in einem grausamen Plan, der Akink, die Stadt des Lichts, endgültig den Schatten unterwerfen soll. Dabei wird Hanna jedoch von den Kriegern des Lichts gefangen genommen und muss dem Tod ins Auge blicken. Als Mattim ihr jedoch zu Hilfe eilt, geschieht auch schon das nächste Unglück und schon bald sieht er sich vor einer folgenschweren Entscheidung …


Backround Infos:
„Magyria – Die Seele des Schattens“ ist der zweite Teil von Lena Klassens Magyria Reihe.


Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt nur kurze Zeit nach den Geschehnissen aus Magyria Band 1. Kunun hat einen Weg gefunden, zurückzukehren und hat neue Pläne geschmiedet, um Magyria endgültig zu unterwerfen. Dabei geht er rücksichtsloser denn je vor und schreckt nicht einmal davor zurück, Kinder für seine Pläne zu benutzten. Die Autorin schafft es wirklich sehr gut, das Böse zu inszenieren und einen interessanten Gegenpart zum Protagonistenpaar zu etablieren.

Leider konnte mich die Geschichte, wie auch in Band 1, nicht hundertprozentig von sich überzeugen. Vieles aus dem Vorgängerband wiederholt sich und auch was die Spannung betrifft, ist das Buch durchwachsen. Vielmehr konzentriert sich die Geschichte auf einzelne Charaktere und ihre Entwicklung. So wird Mattims Konflikt zwischen Licht und Schatten intensiviert und natürlich Kununs Rachsucht.

Besonders gefreut hat mich, dass Mattims und Kununs Vampirschwester Atschorek eine etwas größere Rolle bekommen hat. Atschorek ist ein sehr komplizierter Charakter und als Leser ist es schwer, sie und ihre Absichten zu durchschauen. Manchmal wirkt sie nämlich gar nicht so böse, wie sie andauernd tut und dennoch kann sie so diabolisch wie der Teufel selbst sein.

Auch in diesem Band gibt es wieder Szenen, die die Geschehnisse in Akink, Magyria schildern. Diese sind jedoch ein richtiger Stimmungskiller, denn immer dann, wenn es in Budapest mal so richtig spannend wurde, folgt eine lange, trockene Passage in dem mittelalterlich dargestellten Akink. Zum Verständnis der Geschichte hätte es auch gereicht, wenn man diese Szenen ohne die Protagonisten einfach weggelassen hätte.

Auch was die gefühlvolle Seite der Geschichte angeht, gibt es sowohl gute als auch schlechte Dinge. Die Beziehung zwischen Mattim und Hanna ist genauso schön, wie im ersten Magyria Band. Jedoch fehlt mir ein wenig die Entwicklung zwischen den Beiden, schließlich haben sie zusammen einiges erlebt.
Dennoch ist die Darstellung der Gefühle in Form innerer Monologe wieder sehr gut gelungen. Als Leser kann man sich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und die Gefühle nachvollziehen.

Die Protagonistin Hanna hat sich zur heimlichen Solo Heldin der Geschichte gemausert. Sie ist noch selbstbewusster und stärker geworden, weshalb es sehr viel Spaß macht, besonders ihre Actionszenen zu lesen.

Die Geschichte endet schließlich nur mit einer halben Konfliktlösung, auch wenn bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts über eine Fortsetzung bekannt ist.

Fazit:
Auch der zweite Band der Magyria Reihe hat durchaus seine spannenden Momente, ist diesbezüglich jedoch durchwachsen. Glänzen tut das Buch durch seine Charaktere und besonders durch die Protagonistin Hanna. Wer zeitgenössische Fantasy, gepaart mit einer historischen Kulisse mag, sollte Magyria unbedingt ausprobieren.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

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