Mittwoch, 20. Juli 2011

Rezension: "Seventeen Moons - Eine unheilvolle Liebe" von Kami Garcia & Margaret Stohl

Produktinformationen:
Originaltitel: Beautiful Darkness
Autor: Kami Garcia & Margaret Stohl
Verlag: cbj Verlag
Serie: Caster Chroniken (Band 2)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 550 Seiten
ISBN: 978-3-570-13829-8
Preis: € 18,99 [D], € 19,60 [A]

Cover © cbj Verlag

Erscheint am 12. September 2011

Website der Reihe:
http://www.sixteenmoons.de/

Dies ist Band 2 der Caster Chroniken und die Rezension könnte somit gegebenenfalls Spoiler enthalten. Zu meiner Rezension von Band 1 geht es HIER.

Inhalt:
Nach dem Tod ihres geliebten Onkels Macon, beginnt für Lena Duchannes eine Zeit voller Trauer und Schmerz. Ethan versucht alles, um seine Freundin abzulenken, doch diese stürzt sich in eine dunkle Phase und lässt ihren Caster Kräften freien Lauf.

Ethan ahnt, dass die Dinge in eine gefährliche Richtung laufen und als er wieder anfängt Visionen zu bekommen, bewahrheitet sich sein schlimmster Alptraum. Lena scheint einen Anderen zu haben, einen Caster, der sie und ihr Wesen verstehen kann. Als sie dann auch noch mit ihm und ihrer eigentlichen Rivalin und dunklen Caster Cousine Ridley durchbrennt, muss Ethan einsehen, dass die Lena, die er einmal gekannt hatte, nicht mehr existiert.

Doch schon bald muss Ethan einsehen, dass sowohl Lena, als auch ihr neuer Freund und ihre Cousine Ridley von einer höheren Macht gelenkt werden, die die dunklen Vorahnungen aus seinen Visionen zur schrecklichen Realität werden lassen. Denn Lenas Vorfahr Abraham Ravenwood scheint vor langer Zeit einen Pakt mit dem Buch der Monde geschlossen zu haben und hat seine ganz eigenen Pläne mit seiner Familie. Ethan, sein Freund Link und die neue Caster Bibliothekspraktikantin Olivia zögern nicht lange und machen sich auf die Suche nach Lena. Denn nur Ethan kann sie noch vor Abraham und vor sich selbst retten ...


Backround Infos:
„Seventeen Moons – Eine unheilvolle Liebe“ ist der zweite Band der Caster Chroniken von Kami Garcia & Margaret Stohl. Die Fortsetzung und somit der dritte Band der Reihe, welcher im Original „Beautiful Chaos“ heißen wird, erscheint bereits im Oktober 2011.
Insgesamt wird die Reihe voraussichtlich vier Bände umfassen.


Rezension:
Wie bereits sein Vorgänger bietet auch „Seventeen Moons“ dem Leser wieder eine ganze Menge.
Im Mittelpunkt stehen dieses Mal Veränderungen, Verluste aber auch neue Hoffnung.
Die Geschichte ist zwar grundlegend anders, als die von „Sixteen Moons“ und auch die Atmosphäre unterscheidet sich stark von seinem Vorgänger, vom Unterhaltungswert ist die Geschichte jedoch wieder genauso gut.

Das Buch beginnt mit einer sehr düsteren und melancholischen Stimmung aufgrund von Macons Tod und die damit einhergehenden Konsequenzen für das Leben einiger Charaktere. Besonders auf Lena hat dieser Verlust einen großen Einfluss, der ihre dunkle Casternatur immer mehr zum Vorschein bringt. Durch die damit verbundenen Geschehnisse bleibt die Geschichte durchgehend mystisch, aber auf eine sehr dunkle und bedrohliche Weise.

Dies wird zusätzlich durch das plötzliche Auftauchen von Lenas neuem Freund John unterstützt. Er wirkt von Anfang an geheimnisvoll und düster. Mit Lena scheint ihn Einiges zu verbinden, da die Beiden immer öfters zusammen sind und dennoch erfährt man selbst am Ende der Geschichte nicht alles über ihn. Für Ethan ist es natürlich hart, die beiden zusammen zu sehen und mitzubekommen, dass Lena sich lieber John anvertraut als ihm. Dabei ist es besonders interessant, in was für ein Gefühlchaos Ethan hineingerät und dass er selbst enorme Probleme hat, die Situation zu verstehen.

Als Leser kann man Lenas Veränderung jedoch kaum nachvollziehen und verstehen. Natürlich ist es klar, dass der Verlust eines geliebten Menschen nicht spurlos an ihr vorbeigeht, aber Ethan versucht sich mit einer solchen Hingabe um sie zu kümmern, dass es Lena doch reichlich unsympathisch erscheinen lässt, wenn sie ihn so von sich stößt. Und selbst dann verlangt sie noch absolutes Verständnis von Ethan, obwohl sie langsam aber sicher zu genau der Caster wird, die sie nie sein wollte und vor der Ethan sie immer beschützen wollte. Im Laufe der Geschichte entstehen dann immer mehr Missverständnisse zwischen den Beiden und als Ethan sich dann auch noch mit der neuen Bibliothekspraktikantin Olivia anfreundet, dreht Lena endgültig durch. Auch an dieser Stelle macht sie sich beim Leser wieder unbeliebt, denn einerseits darf sie Ethan offenbar mit John betrügen, andererseits darf Ethan aber keine platonische Freundschaft mit einem Mädchen haben.

Dabei ist Olivia genau das, was Ethan braucht, als Lena fortgeht, nämlich eine verständnisvolle Freundin, die offen, cool und freundlich ist. Also das genaue Gegenteil von Lena in diesem Buch. Auch zwischen ihr und Ethan knistert es im Laufe der Handlung ein wenig nachdem Lena fortgegangen ist, und dennoch hängt Ethan unerklärlicher Weise so sehr an ihr, dass er immer noch dazu bereit ist, sein Leben für sie zu riskieren.

Ein Highlight in diesem Buch waren aber ein paar ganz andere Charaktere. Die Rede ist von Ethans drei Großtanten Prue, Grace und Mercy und natürlich seiner Ersatzgroßmutter Amma. Die Vier schaffen es trotz ihres Alters dem Jungen gegen die dunklen Caster zur Seite zu stehen und ordentlich Kampfgeist an den Tag zu legen. Die drei Tanten mögen die meiste Zeit eher wirres Zeug reden, aber das Gruselige daran sind die unterschwelligen Ratschläge, die Ethan dadurch erhält.

Das, was ich an dem Buch jedoch am meisten mag, und was mich bereits dazu brachte nach „Sixteen Moons“ ein Fan der Caster Chroniken zu werden, sind wohl die vielen Oh-mein-Gott-Momente. Die Geschichte spart nicht an unglaublichen und überraschenden Enthüllungen.

Besonders Ethan wird mit einer Reihe neuer Erkenntnisse konfrontiert. Dadurch erfährt man über ein paar Umwege auch einiges über das Verhältnis zu seiner verstorbenen Mutter, die sein Leben stark geprägt hat und dessen Ableben ein großes Loch für ihn hinterlassen hat. Gerade deswegen versucht er Lena mit seinen Erfahrungen zu helfen, mit den Verlust von Macon umzugehen.
Für Ethan ist diese Geschichte aber auch eine Reise zu sich selbst, eine Möglichkeit, sich darüber klar zu werden, wo er hingehört und wer er sein will, auch wenn die Entscheidung nicht immer einfach ist.

Der Epilog endet schließlich mit einem riesen Cliffhanger, der dem Leser dann nochmal als Krönung einen Oh-mein-Gott Momente beschert und einiges an Chaos für den Folgeband verspricht.

Fazit:
„Seventeen Moons“ ist um einiges düsterer und melancholischer als sein Vorgänger, schafft es aber, das Niveau von „Sixteen Moons“ zu halten und den Leser wieder in die unglaubliche Welt der Caster zu entführen. Eine Welt, in der sich schlagartig alles ändern kann und die Bedrohung allgegenwärtig ist. Für die Charaktere ist diese Geschichte vor allem eine Bewährungsprobe. Sie müssen sich entscheiden wer sie sein wollen und wo sie hingehören. Eine Entscheidung, von der vieles abhängt, die jedoch auch durch vieles beeinflusst wird.
Die Geschichte um Ethan und Lena scheint jedenfalls niemals langweilig zu werden und so wie es aussieht, wird uns im Folgeband eine Menge Chaos erwarten.

Kommentare:

  1. Oh ich freue mich schon rießig auf die Fortsetzung von Sixteen Moons. Ist das Buch denn schon erschienen? Oder darfst du bereits vor Erscheinungstermin die Rezension veröffentlichen? Liebste Grüße

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  2. Liebe Maria,

    ich durfte das Buch vorablesen und rezensieren. Erscheinen wird das Buch im September 2011.

    LG

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