Freitag, 22. Juli 2011

Rezension: "Wer schön sein will muss sterben" von Michele Jaffe

Produktinformationen:
Originaltitel: Rosebush
Autor: Michele Jaffe
Verlag: Fischer FJB
Serie: -
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 448 Seiten
ISBN: 978-3-8414-2120-3
Preis: € 16,95 [D], € 17,50 [A]

Cover © Fischerverlage

Inhalt:
Als Jane Freeman und ihre Freundinnen Kate und Langley sich für die Party fertig machen, ahnt keiner von ihnen, dass der Abend tödlich enden wird. Als die drei beliebtesten Mädchen der Schule haben sie jede Menge Freunde und jeder sollte sie mögen. Und dennoch wird Jane einige Stunden später halb tot in einem Rosenbusch aufgefunden.

Als sie im Krankenhaus wieder aufwacht, erhält sie von all ihren Freunden Genesungsgeschenke und jede Menge Besuch. Doch Jane weiß, dass unter ihnen die Person ist, die sie in jener Nacht umbringen wollte. Schritt für Schritt kehren ihre Erinnerungen zurück, doch dann erhält Jane Drohanrufe und alle fangen an, sie für verrückt zu halten. Jane bekommt langsam Selbstzweifel und fragt sich, wem sie überhaupt noch trauen kann. Denn jeder ihrer Freunde scheint etwas vor ihr zu verheimlichen …


Backround Infos:
Michele Jaffe ist eine amerikanische Autorin, die Bücher verschiedener Genres schreibt. Bei Droemer Knaur sind bereits einige ihrer Thriller für Erwachsene erschienen. „Wer schön sein will, muss sterben“ ihr erster Jugendbuch Thriller.

Zusammen mit Meg Cabot, Stephenie Meyer und anderen erfolgreichen Jugendbuchautorinnen hat sie eine Kurzgeschichte zu der Anthologie „Bis in die Ewigkeit“ (erschienen bei Blanvalet) beigesteuert.


Meine Meinung:
„Wer schön sein will muss sterben“ beschäftigt sich auf kritische Weise mit dem Problem von Popularität an der High School und der dort herrschenden sozialen Hierarchie.

Jane selbst ist viele zweifelhafte Wege gegangen um einen bestimmten Status zu erreichen, den sie dann jedoch auch auslebt. Dabei geht es ihr aber nicht unbedingt um das Beliebtsein an sich, sondern einfach nur darum Freunde zu haben und nicht zu den Losern zu gehören. Dass ihr dies irgendwann einmal zum Verhängnis werden würde, hätte sie jedoch nie gedacht. Als sie im Krankenhaus aufwacht erfreut sie sich an all den Geschenken, die ihrer Meinung nach ihre Popularität bezeugen. Je mehr ihrer Erinnerungen jedoch zurückkehren und je mehr unglaubliche Dinge sie über ihre vermeintlichen Freunde erfährt, desto mehr fragt sie sich, wo sie eigentlich hineingeraten ist und was für ein Leben sie eigentlich wirklich führen will. Besonders die Frage, wer sie selbst eigentlich ist, wird zu einem immer größer werdenden Problem für sie.
Man kann aus dem Buch eine Menge lernen und vor allem auch verstehen, wodurch der Wunsch beliebt zu sein, eigentlich entsteht. Gleichzeitig lernt man auch die Schattenseiten kennen und muss sich darüber klar werden, ob man sich selbst vollständig aufgeben würde, nur Akzeptanz und Anerkennung zu finden.

Die Haupthandlung, nämlich Janes Krankenhaus Aufenthalt und die damit einhergehende Rückkehr ihrer Erinnerungen, umfasst gerade mal fünf Tage. Ihre Erinnerungen werden in Form von Flashbacks geschildert und umfassen nicht nur den Abend der Party, sondern auch Erlebnisse mit ihren jeweiligen Freunden, die sie im Laufe ihres Lebens erlebt hat.
Besonders geprägt hat Janes Leben der Tod ihrer ehemals besten Freundin Bonnie, welcher später noch eine besondere Rolle in Janes Entwicklung spielt.

Auch wenn sich der Erzählstil auf das Wesentliche beschränkt, ist er dennoch ergreifend und schockierend an den richtigen Stellen. Doch auch ein wenig Romantik kommt auf, da Jane eine Reihe von Verehrern hat. Auch dieser Teil der Geschichte läuft in eine schockierende Richtung und es ist wirklich wahnsinnig, was für Abgründe sich im Laufe der Handlung auftun.

Dadurch wird die Spannung sehr gut aufrecht erhalten, da jeder als potenzieller Mörder in Frage kommen würde, besonders, da sich alle schon recht merkwürdig benehmen und teilweise auch leicht psychotische Anwandlungen haben.

Auf jeden Fall ist nichts so, wie es scheint und auf den wahren Mörder kommt man einfach nicht. Das Buch ist sehr gut konzipiert worden und unterhält bis zur letzten Seite.

Fazit:
„Wer schön sein will, muss sterben“ ist ein sehr unterhaltsamer und gleichzeitig lehrreicher Jugendbuch Thriller. Die Protagonistin macht eine erstaunliche Entwicklung durch und als Leser durchlebt man mit ihr zusammen die schockierenden Erinnerungen und neuen Erkenntnisse. Das Mördermysterium wurde sehr gut ausgearbeitet, sodass die Spannung bis zum Schluss aufrecht erhalten wurde und den Leser durchgehend fesselt.

Kommentare:

  1. Ich fand es auch spannend und sehr schön gestaltet und irgendwie einfach toll! ;)

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  2. Klingt irgendwie gut, aber ich weiß nicht...Es klingt doch sehr nach Klischee ;)
    P.S.: Du hast im Fazit "Wer schön sein will mus leidern" geschrieben, statt "Sterben" Cooler Fehler xD

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  3. och nööö ... diese woche ist einfach der wurm drin XD so viele fehler beim schreiben wie diese woche habe ich in den letzten zwei jahren nicht gemacht ... argh ...
    vielen dank für den Hinweis =)

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