Montag, 11. Juli 2011

Rezension: "Zweilicht" von Nina Blazon

Produktinformationen:
Originaltitel: -
Autor: Nina Blazon
Verlag: cbt Verlag
Serie: -
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 416 Seiten
ISBN: 978-3-570-16117-3
Preis: 18,99€ [D], 19,60€ [A]

Erscheint am 29. August 2011

Cover © cbt

Inhalt:
Jay ist als Austauschschüler für ein Jahr nach New York gekommen und geht dort auf die High School. Dort hat er sich sofort in das Mädchen Madison verliebt, die es ihm jedoch nicht gerade leicht macht.

Doch noch ein anderes Mädchen sorgt für reichlich Turbulenzen in seinem Leben. Aus heiterem Himmel taucht die elfengleiche Ivy auf und verdreht Jay den Kopf. Sie rät ihm, sich von Madison fernzuhalten und scheint die Welt völlig anders wahrzunehmen, als Jay.

Als sie Jay jedoch die Augen öffnen kann und ihm die Welt so zeigt, wie sie sie sieht, muss Jay einsehen, dass Madison nicht die ist, für die er sie hält. Doch dies ist nicht die einzige Bedrohung der Jay sich entgegenstellen muss, denn der Dämon Wendigo ist auf dem Weg nach New York und trachtet Jay nach dem Leben ...


Backround Infos:
„Zweilicht“ ist ein alleinstehender Roman der Autorin Nina Blazon. Das Buch ist im Großen und Ganzen eine Mischung aus verschiedenen Genres und vereint fantastische, dystopische und zeitgenössische Elemente miteinander.


Meine Meinung:
„Zweilicht“ ist ganz anders, als ich es erwartet habe. Eigentlich dachte ich, dass „Zweiherz“ in etwa den Fantasygehalt von Nina Blazons Buch „Ascheherz“ haben wird. Dies war jedoch nur zum Teil der Fall, denn das Buch ist gleichzeitig auch ein Dystopie Roman. In welcher Hinsicht verrate ich an dieser Stelle nicht, um die Spannung nicht zu verderben. Dennoch ist dies eine ordentliche Überraschung gewesen, mit der ich nicht gerechnet habe.

Die Geschichte ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, unter anderem aus der von Jay und von Ivy. Jedoch gibt es zwischendurch auch noch andere Perspektiven , die besonders im Mittelteil dazu führen, dass man einige Personen schnell durcheinander bringt.

Am besten gefallen haben mir aber die Passagen aus Jays Perspektive. Der Charakter an sich hat mich einfach in seinen Bann gezogen, da er anfangs noch recht unscheinbar daherkommt, im Laufe der Handlung jedoch seine tiefgründige Seite offenbart.
Ein weiterer Pluspunkt ist, dass seine Vergangenheit bzw. seine Lebensgeschichte erst gegen Ende hin richtig offenbart wird. So macht man sich auch ab und zu seine eigenen Gedanken über Jay, und fragt sich, wer er denn nun eigentlich ist und ob er wirklich der Mensch ist, für den man ihn als Leser hält.

Der Schreibstil ist im Allgemeinen sehr schön zu lesen und ermöglicht es einem, sich gut in die Umgebung einzufinden und vor allem die Gefühle und Atmosphäre nachvollziehen zu können. Ich finde Nina Blazons Schreibstil hat immer etwas Verträumtes an sich und zieht den Leser unglaublich schnell in seinen Bann.

Neben einem schönen Schreibstil hat das Buch aber auch reichlich Spannung zu bieten, die durch die zahlreichen Fragen, die die Geschichte aufwirft, entsteht. Eine große Frage ist die allgegenwärtige Bedrohung Wendigos. Bis zum Ende hin wird man auf die Folter gespannt, bis man mit ihm konfrontiert wird und eines kann ich versprechen: Wendigo ist etwas ganz anderes, als man erwartet.

Und so ist es mit vielen Elementen in „Zweilicht“. Nichts ist so, wie man denkt. Alles kommt anders, als man erwartet. So verhält es sich auch mit Madison und Ivy, wobei Ivy ganz eindeutig für mehr Tumult sorgt.

Wenn man ihr zum ersten Mal begegnet, wirkt sie wie ein zickiges und aufmüpfiges Kind und ihr Verhalten erscheint einfach nur unverschämt. Sobald die Geschichte jedoch eine drastische Wendung einschläft, fängt man an, ihr Verhalten zu verstehen und sie sogar ein wenig sympathisch zu finden.

Einen Großteil des Buches macht letztendlich aber die Frage aus, was Liebe ist. Was real ist und was nur aus unserer eigenen Vorstellungskraft und unseren Zweifeln entsteht. Vor allem regt das Buch dazu an, aus begangenen Fehlern zu lernen und es bei nächster Gelegenheit besser zu machen.

Fazit:
„Zweilicht“ bietet dem Leser sehr viel und sorgt für das Nina Blazon typische, einmalige Leseerlebnis. Auch wenn es im Mittelteil zu einigen Verwirrungen aufgrund zu vieler Perspektiven kommt, ist die Geschichte romantisch und einzigartig und was das Genre betrifft, überraschend. Egal ob man Fantasy, zeitgenössische Jugendromane oder Dystopien mag, es lohnt sich also auf jeden Fall, mal einen Blick zu riskieren.

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar geht an den

1 Kommentar:

  1. das buch lese ich auch gerade :) finde es bis jetzt wirklich gelungen! *_________*

    ich habe dir übrigens einen award verliehen:

    http://heartykiss.blogspot.com/2011/07/blogaward.html

    ganz liebe grüße, doreen

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