Sonntag, 14. August 2011

Rezension: "Evernight" von Claudia Gray

Produktinformationen:
Originaltitel: Evernight
Autor: Claudia Gray
Verlag: Penhaligon Verlag
Serie: Evernight (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 384 Seiten
ISBN: 978-3-7645-3045-7
Preis: 18,95€ [D], 19,50€ [A]

Cover © Penhaligon Verlag

Inhalt:
Gerade als Bianca Olivier der Evernight Academy für immer den Rücken kehren will, läuft sie dem neuen Schüler Lucas Ross über den Weg. Völlig hingerissen von ihm ändert Bianca ihre Meinung und entscheidet sich zu bleiben, auch wenn sie sich zwischen all den schönen und reichen Mitschülern total fehl am Platz fühlt.

Als sie ihren Mitschüler Balthazar einen Freund findet, fängt sie an, sich wohler zu fühlen und auch Lucas macht ihr die Zeit dort um einiges erträglicher. Doch als die Beiden endlich zu einem Date zusammenkommen, kommt Biancas wahre Natur zum Vorschein. Aber auch Lucas trägt ein verheerendes Geheimnis mit sich herum, dass nicht nur für Bianca, sondern für die gesamte Academy ein tödliches Ende haben kann ...


Backround Infos:
„Evernight“ ist der Auftakt zu einer vierteiligen Serie der Autorin Claudia Gray (übrigens ein Pseudonym).
Der zweite Band „Evernight – Tochter der Dämmerung“ und der dritte Teil „Evernight – Hüterin des Zwielichts“ sind bereits erschienen.
Außerdem sind Band eins und zwei auch als Taschenbuch beim Blanvalet Verlag erhältlich.

Im März 2012 erscheint im englischen Original ein Spin-Off Roman, der die Geschichte Balthazars erzählen wird.


Rezension:
„Evernight“ beginnt mit Biancas Fluchtversuch aus der Academy und ihrer Begegnung mit Lucas. Für Bianca ist es Liebe auf den ersten Blick und von da an vergeht kaum eine Minute, die sie nicht an Lucas denkt. Teilweise ist es ein wenig nervig, da man als Leser nicht so recht verstehen kann, wie man sich in jemanden verlieben kann, mit dem man vielleicht fünf Sätze geredet hat.
Jedoch sagt dies bereits sehr viel über ihren Charakter aus. Bianca weiß eigentlich nie so recht, was sie eigentlich will und benimmt sich ziemlich unreif und naiv. Als dann ihre wahre Natur zum Vorschein kommt, stößt sie dies in eine wahre Identitätskrise, da sie Angst hat, sich selbst darin zu verlieren.

Bevor man jedoch erfährt, was Bianca wirklich ist und was es wirklich mit Evernight auf sich hat, wird man als Leser absolut um unklaren gelassen. Später erfährt man aber, dass Bianca die ganze Zeit von Allem wusste, was ein wenig merkwürdig erscheint, bedenkt man, dass das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist und man so als Leser eigentlich alles mitbekommen sollte, was die Protagonistin auch wahrnimmt.
Dennoch habe ich dies bis jetzt so noch in keinem Jugendbuch gelesen und durch die gelungene Überraschung bekommt die Geschichte natürlich einen rafinieren Twist. Allerdings muss ich auch anmerken, dass der erste Teil des Buches so ein wenig inkompatibel mit dem zweiten Teil erscheint, weil diese einfach so unterschiedlich sind.

Nun aber zur Atmosphäre. Durch die detailierte Beschreibung Evernights, bekommt man ein leicht gothisches Feeling, dass letzten Endes auch das Hauptthema des Buches vermuten lässt.
Im Mittelpunkt steht jedoch die Liebesgeschichte von Lucas und Bianca die sich durch Balthazar in eine Art Liebesdreieck verwandelt (welches jedoch zugegebenermaßen recht vorhersehbar ist).

Die beiden Jungs sind so unterschiedlich, wie sie nur sein können. Während Lucas sage und schreibe 19 Jahre alt ist, aber eher den Eindruck macht, ein kleiner Junge mit Abenteuerdrang zu sein, ist Balthazar sehr reif und viel vernünftiger als sein Nebenbuhler. Leider sind die Szenen mit Letzerem jedoch eher rar. Allerdings muss ich auch anmerken, dass er, so toll ich ihn auch finde, nicht zu Bianca passen würde. Dadurch dass Bianca selbst noch sehr kindlich ist, passt sie einfach besser zu Lucas.
Dieser hat jedoch ein Geheimnis, dass eine Liebe zu Bianca eigentlich unmöglich machen würde und sie im Grunde genommen zu Feinden macht. Über einige Hintertürchen haben wir hier also auch eine kleine Romeo & Julia Geschichte.

Die Geschichte und dessen Verlauf an sich ist letzten Endes wirklich gut durchdacht und nicht mit anderen bekannten Romanen des Genres vergleichbar. Außerdem bekommt der Leser eine Reihe von unterschiedlichen Nebencharakteren präsentiert, die allesamt ihren Teil zur Unterhaltung beitragen.

Fazit:
„Evernight“ lässt sicherlich noch jede Menge Platz nach oben offen, dennoch ist es ein vielversprechender Auftakt zu einer einzigartigen Jugendbuchreihe. Aufgrund der recht kindlichen und naiven Protagonistin dürfen viele ältere Leser ein paar Probleme auf der Identifikationsebene bekommen, jedoch kann man sich dann immernoch an der gut durchdachten Storyline erfreuen.

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