Sonntag, 18. September 2011

Rezension: "Die Dämonenfängerin - Aller Anfang ist Hölle" von Jana Oliver

Produktinformationen:
Originaltitel: The Demon Trapper's Daughter
Autor: Jana Oliver
Verlag: Fischer FJB
Serie: Die Dämonenfängerin (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 544 Seiten
ISBN: 384-142-110-5
Preis: 16,95€ [D], 17,50€ [A]

Website zum Buch:
http://www.diedaemonenfaengerin.de/

Cover © Fischerverlage

Inhalt:
Riley Blackthorne wünscht sich nichts mehr, als in die Fußstapfen ihres Vaters zu treten und eine gute Dämonenfängerin zu werden. Doch ausgerechnet ihr erster Einsatz geht gehörig schief und was als ein Routineauftrag begann, entpuppt sich als eine dämonische Verschwörung.

Rileys Vater geht der Sache persönlich auf den Grund und muss dabei einer Bedrohung ins Auge sehen, die ihn sein Leben kostet. Von nun an auf sich alleine gestellt, findet Riley Unterstützung bei Beck, dem ehemaligen Lehrling ihres Vaters, sowie Simon, ihrem Dämonenfänger Kollegen. Gemeinsam müssen sie die Leiche ihres Vaters bis zum nächsten Vollmond bewachen, damit die Nekromanten ihn nicht wieder zum Leben erwecken.

Doch dann wird Riley mit einer erneuten Verschwörung konfrontiert und steht dem Mörder ihres Vaters Auge in Auge gegenüber ...


Backround Infos:
„Die Dämonenfängerin – Aller Anfang ist Hölle“ ist der Debütroman der amerikanischen Autorin Jana Oliver und bildet den Auftakt zu ihrer Dämonenfängerin Trilogie.
Der zweite Band, der im Original „Soul Thief“ heißt, ist gerade erst in Amerika erschienen.
Ein deutscher Veröffentlichungstermin ist noch nicht bekannt.


Rezension:
Die Geschichte rund um Riley und die Dämonenfänger spielt im Jahr 2018 in Atlanta. Die Welt ist der unseren sehr ähnlich, bis auf die Tatsache, dass Luzifer seine Dämonen auf die Erde losgelassen hat und Magie zum täglichen Leben gehört. Dazu gehören auch die Nekromanten, die Leichen kaufen und diese dann als Zombies wieder zum Leben erwecken und als Diener an reiche Leute verkaufen.

Der Schreibstil ist oftmals ein wenig holprig und auch der Satzbau, hat mich das ein oder andere Mal stutzen lassen, da der Klang einiger Sätze häufig recht unbeholfen wirkt. Ich vermute jedoch, dass dies an der deutschen Übersetzung liegt.

Geschrieben ist die Geschichte aus zwei Perspektiven. Zum größte Teil aus Rileys Sicht, ab und zu jedoch auch aus Becks Sicht.
Da die Beziehung zwischen Riley und Beck offensichtlich für beide selbst recht undurchsichtig ist, macht es besonders Spaß zu lesen, was die beiden voneinander denken und wie sie die Gefühle des jeweils anderen einschätzen.

Aber was wäre ein Jugendbuch heutzutage ohne ein Liebesdreieck? Also gibt es auch in dieser Geschichte einen weiteren Jungen in Riley Leben, und zwar ihren Jägerkollegen Simon. Simon ist um einiges umgänglicher als Beck und steht offen zu seinen Gefühlen, weshalb Riley auch nicht zögert eine Beziehung mit ihm einzugehen. Gut daran ist, dass die Romantik in der Geschichte nur eine Nebenrolle spielt und die eigentliche Handlung nicht untergräbt.

Die Haupthandlung ist vom Tempo her zwar eher langsam, jedoch recht spannend, besonders aufgrund der Dämonen. Da es jede Menge verschiedene Dämonenklassen gibt und die Autorin dieses Thema wirklich bis ins kleinste Detail ausgeklügelt hat, auch was deren Bekämpfungen angeht, macht es enorm viel Spaß Riley bei ihrem Abenteuer zu begleiten. Jedoch hätte ich gerne gewusst, wie es überhaupt dazu kam, dass die Dämonen auf die Erde gekommen sind und wie es zu der im Buch geschilderten Welt gekommen ist.

Anfangs zieht sich die Handlung ein wenig, da Rileys andauerndes Campieren auf dem Friedhof eher ereignislos von statten geht und nur ab und zu ein paar gruselige Nekromanten vorbeikommen, die Riley mit düsteren Vorwarnungen und Drohungen die Leiche ihres Vater abluchsen wollen.
Ab der zweiten Hälfte des Buches bekommt man jedoch eine gute Portion an Dämonenaction geboten und wird bestens unterhalten. Jedoch muss ich auch sagen, dass einige Passagen recht brutal und blutig sind und teilweise nicht unbedingt für jüngere Leser geeignet sind.

Riley selbst macht all dies nichts aus. Sie ist tough, mutig und selbstbewusst, was sie auch dringend nötig hat, schließlich muss sie sich unter den sonst nur männlichen Dämonenfängern irgendwie behaupten. Jedoch hat auch sie ihre schwachen Momente, in denen sie auf die Hilfe ihrer Freunde zurückgreifen muss. An der Schilderung von Gefühlen könnte die Autorin vielleicht noch ein wenig arbeiten, da diese mich als Leser nicht so stark berührt haben. Da es sich jedoch um einen Debütroman handelt, sei es verziehen.
Besonders zu Gute halten muss man Riley, dass sie nicht auf die Rettung ihrer männlichen Kollegen angewiesen ist.

Ganz zum Leidwesen von Beck, der gerne mal seine Überlegenheit demonstriert und immer den coolen mimt. In seinen Kapiteln lernt man jedoch sein wahres Wesen kennen, was zu der ein oder anderen Überraschung beiträgt, da man ihn größtenteils als eher uncharmanten Macho erlebt.

Zweiter Mann im Bunde ist Simon, der das genaue Gegenteil von Beck ist. Er ist ruhig, ausgeglichen und steht zu seinen Gefühlen. Da er jedoch sehr schweigsam ist, erfährt man leider nicht allzu viel von ihm. Im Großen und Ganzen ist der Ausgang des Liebesdreiecks nicht vorhersehbar und es wird wohl spannend bleiben, mit wem Riley dann letztendlich enden wird.

Der Showdown kommt schließlich sehr überraschend und überzeugt durch actionreiche, jedoch auch blutige Szenen mit einigen unschönen Wendungen.

Fazit:
Die Geschichte an sich kann durch vielerlei gute Twists überzeugen, jedoch muss man ab und zu ein langsames Erzähltempo und den teilweise recht bizarren Schreibstil erdulden. Im Großen und Ganzen ist „Die Dämonenfängerin – Aller Anfang ist Hölle“ jedoch ein guter Debütroman, der auf eine spannende Fortsetzung hoffen lässt.

1 Kommentar:

  1. Die Fortsetzung dazu kommt im (voraussichtlich) im Januar 2012 (glaube ich, in der Vorschau gelesen zu haben)!
    Danke für die schöne Rezension! :-)

    Liebe Grüße, Franci

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