Sonntag, 6. November 2011

Rezension: "Firelight - Brennender Kuss" von Sophie Jordan

Produktinformationen:
Originaltitel: Firelight
Autor: Sophie Jordan
Verlag: Loewe Verlag
Serie: Firelight (Band 1)
Format: gebunden mit Schutzumschlag
Seiten: 376 Seiten
ISBN: 978-3-7855-7045-6
Preis: € 17,95 [D], € 18,50 [A]

Cover © Loewe Verlag

Inhalt:
Eigentlich wollte Jacinda nur einen Ausflug im Wald machen, als sie plötzlich von Jägern angegriffen werden. Denn Jacinda ist eine Draki, ein gestaltwandelnder Drache, der in jeglicher Hinsicht kostbar ist. Doch als sie dem Jäger Will begegnet, verschont dieser sie und lässt sie laufen.

Geschockt von Jacindas Erlebnis beschließt ihre Mutter mit ihr und ihrer Schwester Tamra das Drakirudel zu verlassen und sich fortan unter der Menschen zu verstecken und so ein sicheres Leben zu führen. Doch gleich an ihrem ersten Schultag muss Jacinda feststellen, dass es für sie ein normales Leben geben wird. Der Draki in ihr ist einfach zu stark. Doch dann läuft ihr Will wieder über den Weg und Jacinda muss sich entscheiden welches Leben sie führen will. Denn nur wenn sie den Draki in sich zügeln kann, scheint die Beziehung zu einem Jäger überhaupt möglich ...


Backround Infos:
„Firelight – Brennender Kuss“ ist der Auftakt von Sophie Jordans Draki Trilogie. Die Fortsetzung, die im Original den Titel „Vanish“ trägt, ist bereits auf Englisch erschienen. Der Abschlussband „Hidden“ wird nächstes Jahr erscheinen.


Rezension:
Im Grunde genommen merkt man bereits ab der ersten Seite, dass die Geschichte sehr gut geschrieben ist. Mit ihrem Schreibstil geling es der Autorin den Leser an das Buch zu fesseln und selbst in eher nüchternen Passagen für den nötigen Pageturner Faktor zu sorgen.

Was die Geschichte an sich angeht, hat man es mit einer typischen paranormalen Romanze zu tun. Die paranormale Rolle wird in diesem Falle von der Protagonistin übernommen, also Jacinda. Sie und ihre Familie sind Draki, Drachen, die ihre Gestalt verändern können. Um die Bedrohung durch die Drakijäger zu minimieren beschließt Jacindas Mutter mit ihr und ihrer Schwester Tamra ein Leben als Menschen zu führen und das Rudel für immer zu verlassen. Dazu gehört natürlich auch, dass Jacinda und Tamra auf die Highschool gehen müssen.

Wie es der Zufall so will, trifft Jacinda dort ausgerechnet auf den Drakijäger Will, der sie vor einigen Wochen bei ihrem Ausflug verschont hat. Leider beginnt die Geschichte an dieser Stelle ein wenig ins Klischeehafte abzusteigen, da Will und Jacinda völlig grundlos voneinander besessen werden und sich sofort anfangen zu daten. Ihre Liebe entwickelt sich also nicht, sondern ist, wie in vielen paranormalen Romanzen, urplötzlich da. Hinzu kommt, dass die Beiden eigentlich kaum etwas voneinander wissen und dennoch nicht ohne einander können.

Die Momente, die die Beiden jedoch gemeinsam verbringen sind sehr schön in Szene gesetzt und man kann nicht leugnen, dass zwischen Jacinda und Will auch eine gewisse Chemie herrscht.
Jedoch ist Jacindas Handeln zweifelsohne extrem fahrlässig. Denn auch wenn Will ihr keinen Schaden zufügen würde, steht hinter ihm immer noch eine ganze Familie von Drakijägern die keinen Moment zögern würden, einen Draki zu töten um daraus Profit zu schlagen. Und dennoch behält Jacinda es die ganze Zeit für sich und verschweigt ihrer Familie, wer Will und seine Familie wirklich sind.

Ebenfalls erwähnen sollte man das angedeutete Liebesdreieck, das im nächsten Buch dann wohl zu einem zentralen Punkt werden wird. Denn auch unter den Drakis gibt es Jemanden, der Jacinda unbedingt für sich beanspruchen will. Die Rede ist von Cassian, seines Zeichens natürlich genauso gutaussehend wie der Rest der Protagonisten. Als Sohn des Rudelführers ist er impulsiv und stolz und besteht darauf, das Beste für sich zu beanspruchen. So auch Jacinda, die als Feuerdraki in ihrem Rudel einzigartig ist. Leider sind Cassians Auftritte in der Geschichte eher rar, umso mehr kann man sich jedoch auf den nächsten Band freuen.

Was die Idee der Drakis angeht, bin ich von dem Gesamtkonzept wirklich begeistert, auch wenn mich ein paar Kleinigkeiten stören. Zum einen kann ich mir die Drachengestalt der Drakis einfach nicht bildlich vorstellen. Diese wird zwar des Öfteren beschrieben aber ich weiß dennoch nicht so genau, was ich mir darunter vorzustellen habe. Bleibt die menschliche Form ein Stückchen erhalten oder werden die Drakis zu richtigen Drachen wie man sie aus Fantasyromanen kennt?

Jacinda an sich ist für ihre sechzehn Jahre sehr stark und entschlossen, wenn es jedoch um Will geht auch leicht ins straucheln zu bringen. Nimmt sie sich im einen Moment noch fest vor, sich von ihm fernzuhalten, da er und seine Familie die wohl größte Bedrohung ihres Lebens darstellen, hat sie fünf Minuten später wieder ein Date mit ihm und ist völlig hingerissen. Klar muss man bedenken, dass an dieser Stelle das Hormonchaos berücksichtigt werden sollte.

Im Gegensatz zu Jacinda, kann man zu ihrer Familie leider so gar nichts Positives sagen. Ihre Schwester und ihre Mutter sind so selbstorientiert, dass sie gar nicht merken, wie sehr es Jacinda schmerzt ihren Draki unterdrücken zu müssen. Und doch steht Jacinda weiterhin zu ihrer Familie und versucht diese in jeder Situation zu verteidigen. Am schlimmsten ist jedoch Tamra, die anders als Jacinda, nicht in der Lage ist, sich in einen Draki zu verwandeln und deshalb das Menschenleben in vollen Zügen Willkommen heißt. Andersherum macht sie Jacinda dafür fertig, dass sie ihr Rudel vermisst und das Menschenleben nicht so ausleben kann wie sie. Egoistischer geht es eigentlich kaum noch, jammert sie dazu auch noch die ganze Zeit rum, dass sich alles nur um Jacinda dreht.

Die Geschichte an sich ist jedoch eine runde Sache, die durchaus Unterhaltungswert hat und genau richtig für gemütliche Lesestunden ist.

Fazit:
Insgesamt bedient „Firelight – Brennender Kuss“ sämtliche Klischees einer paranormalen Romanze, ist jedoch durch die wunderbare Draki Mythologie auf gewisse Art und Weise auch einzigartig. Wer nach einem Jugendbuch im Twilight Stil sucht, ist mit diesem Buch auf jeden Fall gut bedient.

Kommentare:

  1. Das Buch klingt ja mal richtig gut. Danke für die Rezension.

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  2. Wow, das Buch ist echt toll. Werd ich aufjedenfall lesen!
    Aber wahrscheinlich erst später, hab noch soooooooo
    viele andere die ich lesen muss!! :-)

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